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Veröffentlicht am 07.02.2018

Mit Zorn sie zu strafen

Mit Zorn sie zu strafen
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Mit Zorn sie zu strafen, ist der zweite Band einer Reihe von Tony Parsons rund um seinen Ermittler Max Wolfe. Nachdem ich Teil 1 und 4 schon gelesen habe, wollte ich auch die mittleren Teile lesen. Da ...

Mit Zorn sie zu strafen, ist der zweite Band einer Reihe von Tony Parsons rund um seinen Ermittler Max Wolfe. Nachdem ich Teil 1 und 4 schon gelesen habe, wollte ich auch die mittleren Teile lesen. Da kam es gerade recht das ich Teil 2 als Hörbuch bekam. Man kann die Bücher auch sehr gut lesen ohne die Vorgänger zu kennen, denn alles wichtige wird nochmal erwähnt. Das Hörbuch hat so seine Höhen und Tiefen, es hat mich aber gut unterhalten.

In der Silvesternacht wird eine ganze Familie überfallen und fast alle werden getötet. Nur der kleine 4 jährige Bradley überlebt das Massaker, ist aber spurlos verschwunden. Max Wolfe und sein Team müssen nicht nur die Morde aufklären sondern unbedingt den kleinen Jungen finden. Lebt er noch? Was will der Mörder mit dem Kind? Warum musste die Familie sterben?

Der Schreibstil von Tony Parsons ist leicht und man kann ihm gut folgen. Auch die Stimme von Dietmar Wunder macht die Geschichte sehr lebendig. Er hat eine gute Betonung und die Interpunktion und Pausen die er macht lässt oft die Spannung noch steigen. Was mir auch gut gefiel war, das er bei der wörtlichen Rede die Stimme immer so veränderte dass der Hörer genau wusste wer gerade spricht und was er dabei empfindet. Dadurch wurde es sehr authentisch. Da die Geschichte aus der Ich Perspektive von Max geschrieben ist, erfährt der Leser/Hörer auch nur das was Max weiß. Was zur Spannung innerhalb der Geschichte beiträgt. Bis zum Ende habe ich nicht gewusst wer hinter den Morden und der Entführung steckt und war auch tatsächlich überrascht. Was ich sehr gut finde, denn nichts ist schlimmer als die ganze Zeit über zu wissen wer der Täter ist. So konnte man als Hörer/Leser wenigstens bis zum Endemit spekulieren.

Die Charaktere sind mir etwas zu schwach beschrieben gewesen. So konnte ich zu keinem eine Richtige Bindung aufbauen. Max Wolfe und seine Tochter Scout waren die einzigen die etwas näher beschrieben wurden und auch sehr sympathisch dargestellt waren. 

Der Autor hat für meinen Geschmack etwas übertrieben bei den ganzen Fehlentscheidungen die Max und sein Team trafen. Auch das Max ständig in sehr brenzligen Situationen war und immer knapp mit dem Leben davon gekommen ist war mir etwas zu viel des guten. Ich habe mehr als einmal den Kopf über die beschriebene Inkompetenz der Ermittler geschüttelt, aber auch darüber wie schnell voreilige Urteile gefällt wurden.

Das Buch ist durchgängig spannend, hat aber wenig Tiefgang und keine Nachhaltigkeit bei mir ausgelöst. Es scheint, dass der Autor hier auf Spannung, Dramatik und Action gesetzt hat. Und genau diese Kombi machte es, dass ich das Buch ganz schnell zu Ende gehört hatte. Also wer genau das bei einem Buch sucht ist hiermit gut beraten.

Veröffentlicht am 22.01.2018

In eisiger Nacht

In eisiger Nacht
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In eisiger Nacht ist der vierte Band von Tony Parson, rund um den Ermittler Max Wolfe. Ich kannte bisher nur den ersten Band der Reihe und kann sagen das man nicht alle Bänder zwingend gelesen haben muss. ...

In eisiger Nacht ist der vierte Band von Tony Parson, rund um den Ermittler Max Wolfe. Ich kannte bisher nur den ersten Band der Reihe und kann sagen das man nicht alle Bänder zwingend gelesen haben muss. Man findet schnell in die Geschichte rein und alles wichtige aus den vorgängigen Büchern wird nochmal kurz erläutert. Dazu wird noch ein brandaktuelles Thema behandelt was noch bei vielen nicht sehr präsent ist. Gerade in unserer Zeit wo wir den Flüchtlingsstrom haben gibt es einige Gruppierungen, die die Not von Menschen ausnutzen um sie illegal in ein Land zu bringen. So auch in dem vorliegenden Buch.

In Londoner Chinatown wird ein Lastwagen gefunden. Dieser hatte Frauen aus den verschiedensten Ländern geladen um sie illegal nach England zu bringen. Bei dem Transport ist aber was schief gelaufen, denn 11 der Frauen sind im Laster erfroren und eine kämpft um ihr Leben. Im Führerhaus werden aber 13 Pässe gefunden. Max Wolfe und seine Kollegen beginnen zu ermitteln und sind auf der Suche nach der 13ten Frau. Dabei tauchen sie tief in die gefährliche Welt des Menschenhandels ein.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht. Man kommt gut in die Geschichte rein. Da das Buch aus der Sicht von Max Wolfe geschrieben ist, hat man die ganze Zeit über auch nur seine Sicht der Dinge. Dadurch wird das Buch an manchen Stellen eher langweilig oder verliert an Spannung. Dazu kommt das oft Kommissar Zufall mit ermittelt und weiter hilft, und hier kaum richtige Polizeiarbeit getätigt wird.

Die Charaktere sind alle sehr gut dargestellt und authentisch beschrieben. So hatte ich zu jeder Person ein Gesicht vor meinem geistigen Auge rumspucken. Sie haben alle so ihre kleinen Eigenarten die gut dargestellt werden und auch gut in die Geschichte passen.

Leider war mir ab der Hälfte des Buches schon fast klar wer der Drahtzieher von allem ist. Es gab für meinen Geschmack den einen Hinweis zu oft, so das man automatisch an eine ganz gewisse Person denken musste. Dadurch wurde mir etwas die Spannung genommen, denn ich habe nur noch auf die Auflösung am Ende gewartet.

Als Fazit kann ich das Buch ruhig empfehlen. Für zwischendurch ist es ganz angenehm zu lesen auch wenn mir zu viel Zufall dabei war und die Spannung etwas verloren ging.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Vergiss mein nicht

Vergiss mein nicht
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Vergiss mein nicht von Karin Slaughter ist Band 2 ihrer Grant-County-Reihe rund um Sara Linton und Jeffrey Tolliver. Alle Bücher die ich bisher von der Autorin gelesen oder gehört haben, sind nichts für ...

Vergiss mein nicht von Karin Slaughter ist Band 2 ihrer Grant-County-Reihe rund um Sara Linton und Jeffrey Tolliver. Alle Bücher die ich bisher von der Autorin gelesen oder gehört haben, sind nichts für zartbesaitete Menschen. So ist auch dieser Band keine leichte Kost. Es geht um Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Gewalt und Entführung.

Sara und Jeffrey wollten eigentlich ihr Date auf der Rollschuhbahn genießen. Doch schnell entwickelt sich eine eskalierende Situation. Auf dem Parkplatz bedroht die 13 jährige Jenny einen Jungen mit einer Waffe und droht ihn zu erschießen. Jeffrey Tolliver bleibt nichts übrig als das Mädchen zu erschießen. Zur gleichen Zeit findet Sara auf der Damentoilette einen Rucksack mit einem Toten Baby. Der Fall scheint Anfangs recht klar zu sein. Doch die Obduktion von Jenny und dem Toten Baby bringen ungeahnte und grausige Geheimnisse ans Licht.

Das Hörbuch wurde wieder gekonnt und spannend von Nina Petri eingelesen. Sie hat eine angenehme und unaufgeregte Vortragsweise. Zudem spielt sie sehr schön mit der Tonlage und Stimmfabel um allen Protagonisten eine eigenen Stimme zu geben.

Der Schreibstil des Buches ist wieder leicht, schnell und einfach. Wie schon bei den anderen Werken ist der Ton des Buches sehr rau, vulgär und ordinär. Dies scheint für die Autorin normal zu sein, für mich ist es sehr störend und gehört nicht in ein Buch. Man kann alles gepflegt Ausdrücken und muss keine detaillierte, vulgäre Sprache gebrauchen.

Der Aufbau des Buches ist spannend und durch die verschiedenen Erzählstränge ist es fesselnd, interessant und rasant. Obwohl es zwischendurch ein paar langatmige Szenen gibt und die Ermittlungen teilweise stagnieren kann man der Story gut folgen. Es gibt immer wieder neue Überraschungen, Wendungen und eine gut überschaubare Anzahl an Verdächtigen sowie möglichen Motiven.

Die Thematik ist sehr hart, bedrückend, schockierend und intensiv. So bleibt einem das Hörbuch noch lange im Gedächtnis. Man sollte gut Abwegen ob man es aushält oder lieber die Finger davon lässt.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Die letzte Predigt

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Die letzte Predigt von Eva Almstädt ist Band vier ihrer Akte Nordsee Reihe. Dabei handelt es sich um einen eher gemütlichen Küstenkrimi. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen ...

Die letzte Predigt von Eva Almstädt ist Band vier ihrer Akte Nordsee Reihe. Dabei handelt es sich um einen eher gemütlichen Küstenkrimi. Alle Bücher sind in sich abgeschlossen und können gut separat gelesen werden. Wie schon der letzte Teil konnte mich dieser leider auch nicht ganz überzeugen. Im Gegensatz zu den Ostseekrimis von der Autorin die ich um Längen besser finde.

Im Nachbarort von Fentje findet eine silberne Konfirmandenfeier statt. Der Pastor hält eine recht ungewöhnliche und entrüstende Predigt. Kurze Zeit später wird er tot im Watt aufgefunden. Er wurde ermordet. Wer hat den Mann ermordet und warum? Zeitgleich verschwindet eine Konfirmandin spurlos, die später auch ermordet aufgefunden wird. Hängen die Morde zusammen?

Der Schreibstil ist flüssig und leicht, man kann der Geschichte gut folgen. Zudem schafft sie es immer wieder etwas Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. Gerade wenn sie die Gegend beschreibt oder die Lokalitäten. Das Buch ist etwas gemächlicher und bietet neben den Fall viel Platz für persönliches der Hauptpersonen. Es gibt viele Handlungssträngen die teilweise mögliche Motive haben könnten. So kann man recht gut miträtseln.

Mir fiel es diesmal aus mehreren Gründen schwer dieses Buch zu lesen. Zum einen gab es die vielen erwähnten Handlungssträngen die letztendlich einfach keine weitere Erwähnung finden. Teilweise fand ich einige Szenen unnütz und sehr langatmig. So passiert eigentlich erst ab dem der zweiten Drittel etwas und auch erst dort baut sich etwas Spannung auf. Diese ist aber eher subtil und nicht wirklich dauerhaft vorhanden. Erst gegen Ende wird es nochmal spannend und es kommt zu einem großen Show down. Viele Handlungen konnte ich nicht ganz nachvollziehen und fand diese auch unrealistisch und konstruiert. Die Auflösung war gut umgesetzt, allerdings waren die Morde für mich zum Teil unnötig und eher dilettantisch umgesetzt.

Ich lese eigentlich recht gerne Krimis die auch etwas seichten sind, hier hat es mich einfach nur genervt. Kann auch daran liegen das ich mittlerweile die Hauptprotagonisten nicht mehr allzu sympathisch finde und ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte.

Mit ihren Ostseebüchern zeigt die Autorin, dass sie es definitiv besser kann. Dieser Krimi lässt sich streckenweise gut lesen. Für mich war er etwas anstrengend.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Das fremde Gesicht

Das fremde Gesicht
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Das fremde Gesicht von Mary Higgins Clark ist ein älterer Krimi der sich noch gut lesen lässt. Allerdings hat die Autorin bessere Bücher.

Sie greift in dem Buch Themen wie In-Vitro-Fertilisation, Machtmissbrauch, ...

Das fremde Gesicht von Mary Higgins Clark ist ein älterer Krimi der sich noch gut lesen lässt. Allerdings hat die Autorin bessere Bücher.

Sie greift in dem Buch Themen wie In-Vitro-Fertilisation, Machtmissbrauch, Leihmütter und Doppelleben auf. Die Grundidee des Buches fand ich spannend doch leider war es nicht so spannend wie gedacht.

Meghan ist auf der Suche nach ihrem Vater der vor Monaten Spurlos verschwunden ist. Die Behörden glauben nicht das er bei einem Unfall ums Leben kam sondern untergetaucht ist. Dazu würde der Mord an einer jungen Frau passen die Meg wie aus dem Gesicht geschnitten ist und der Mord an einer Ärztin die einige Geheimnisse hatte. Doch wo liegen die Verbindungen und hat Megs Vater wirklich was damit zu tun?

Normalerweise habe ich mit älteren Büchern nicht so viele Probleme. Klar muss man sich anfangs etwas an die etwas ältere Sprache und Schreibweise gewöhnen. Allerdings hatte ich hier meine Probleme mit dem Buch. Zum einen gibt es eine gewisse Namensähnlichkeit bei den Protagonisten die es teilweise schwierig machte eine Passage flüssig zu lesen. Die Autorin springt mir aber auch etwas zu sehr in den verschiedenen Handlungssträngen. Es wirkt dadurch etwas abgehackt und holprig. Leider waren die Wechsel auch nicht wirklich gekennzeichnet. So musste man sich bei jedem Absatz wieder neu zurecht finden wo man gerade ist. Normalerweise liebe ich es wenn es mehrere Handlungsstränge gibt die am Ende zusammen kommen. Doch hier fiel es mir schwer.

Die Geschichte an sich ist spannend und unvorhersehbar. Man fragt sich wohin all die Ereignisse führen werden und wird immer wieder überrascht. So hatte ich nicht mit einer Geschichte gerechnet in der es unter anderem um In-Vitro-Fertilisation geht. Die Autorin baut gekonnt eine Story auf und gibt dem Leser immer kleine Puzzlestücke und auch die ein oder andere falsche Fährte. Das Ende war mir dann auch etwas zu amerikanisch dramatisch und etwas zu viel des Guten.

Es war ein interessanter Krimi mit ein paar Längen. Trotz der Probleme beim Lesen gab es Spannende Stellen und man kann ihn lesen. Allerdings gibt es bessere Bücher von der Autorin.

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