A storm to kill a kiss
Die Sonnenfeuer-Ballade: A Storm to Kill a KissDie recht bekannte Autorin Julia Dippel hat mit „A storm to kill a kiss – Die Sonnenfeuer- Ballade“ den zweiten Band zu ihrer neusten Reihe geschrieben. Hierfür würde ich empfehlen, dass man bereits den ...
Die recht bekannte Autorin Julia Dippel hat mit „A storm to kill a kiss – Die Sonnenfeuer- Ballade“ den zweiten Band zu ihrer neusten Reihe geschrieben. Hierfür würde ich empfehlen, dass man bereits den Reihenauftakt „A song to raise a storm“ gelesen hat, da man sonst Schwierigkeiten haben könnte, der Handlung zu folgen.
Klappentext:
Sintha konnte die mysteriöse Mordserie in Enebha zwar beenden, doch der Preis dafür war hoch: Jeder weiß nun, wer sie ist. Darum muss sie nun an der Seite der Monarchin in die Hauptstadt reisen, wo sie als Symbol des Friedens vorgeführt werden soll. Doch das scheinbare Wohlwollen der Monarchin hat ein Ablaufdatum und Arez’ Misstrauen verfolgt sie ebenso wie der Sturm. Wenn es ihr nicht gelingt, den Drahtzieher hinter der gefährlichen Intrige zu finden, in die sie verstrickt wurde, verliert sie nicht nur seine Liebe, sondern auch ihr Leben.
Ich persönlich habe schon das ein oder andere Werke aus der Feder von Julia Dippel gelesen und besonders ihre Izara- Reihe ist mir hier positiv in Erinnerung geblieben. Auch der Reihenauftakt der Sonnenfeuer- Ballade hat mir damals ziemlich gut gefallen. Daher habe ich mich voller Vorfreude an den zweiten Band gewagt. Ich hatte hier doch recht hohe Erwartungen, weiß ich doch, was Dippel leisten kann. Und dennoch wurden diese nicht enttäuscht.
Wie ich es bereits aus anderen Werken von der Autorin Dippel gewohnt war, war auch dieses Mal der Erzählstil wieder sehr angenehm. Dieser ist leicht, lässt sich angenehm lesen und ist bildgewaltig, sodass vor dem geistigen Auge des Lesers ein Bild entsteht. Auch mochte ich wieder den Humor von Dippel, mehrmals konnte mir die Autorin ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Gekonnt werden innerhalb des Buches Emotionen vermittelt, ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und habe um sie gebangt. Ihre Probleme und Sorgen wurden zu meinen, sodass ich mitgelitten habe. Es ist wirklich meisterhaft, wie auf der einen Seite diese Emotionen so wichtig für die Handlung wird, aber dennoch dabei nicht zu dominant wird. Dippel schafft es, dass man sich in der Story und den Charakteren fallen lassen kann und gebannt an den Seiten hängt und man einfach wissen möchte, wie die Handlung weitergeht. Dabei entsteht regelrecht eine Sogwirkung. Ebenso die Story selbst – spannend wird die Geschichte rund um Sintha und Arez weitergetrieben. Hier gibt es einige actionreiche Szenen, aber auch gefühlvolle Passagen schreibt Dippel meisterhaft. Die Geschichte ist packend und man möchte das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen. Es gibt einige temporeiche Passange und Dippel weiß mit mehreren Wendungen und Überraschungen zu überzeugen.
Im zweiten Band befindet sich Sintha am Hof der Monarchin. Daher ist es nicht verwunderlich, dass hier Machtspiele und Intrigen an der Tagesordnung stehen. Sintha ist neu am Hof und da ist es nicht verwunderlich, dass sie zu Beginn in die ein oder andere Falle tappt. Zum Glück steht ihr der berühmte Musiker Tillard zur Seite und versucht ihr zu helfen. Aber auch Arez hat ein Auge auf Sintha, wenn auch teilweise nicht immer nur mit freundlichen Absichten. Innerhalb der Story gibt es einige Konfliktpunkte und es geht stellenweise etwas hin und her. Als Leser schwankt man zwischen Sympathie und Abneigungen. Es gab Szenen, da wusste ich nicht, ob ich Arez jetzt am liebsten geohrfeigt hätte. Manchmal haben die beiden Charaktere einen zur Verzweiflung gebracht, aber irgendwie auf eine positive Art.
Denn die große Stärke von der Autorin ist die Darstellung der Charaktere, Sie schafft es gekonnt, diesen Tiefgang zu vermitteln. Man leidet mit ihnen mit und hat dabei das Gefühl, dass diese realistisch sein könnten. Aber nicht nur die Protagonisten bekommen hier Tiefgang. Auch die Nebencharaktere sind mir hier ans Herz gewachsen und bekommen bei Dippel Raum. Besonders positiv ist mir auch im zweiten Band wieder Nivi in Erinnerung geblieben. Dieses kleine Irrlicht und seine Ansichten auf die Welt gefallen mir einfach zu gut. Aber auch der Musiker Tillard konnte mich hier überzeugen und ist mir ans Herz gewachsen. Die beiden Protagonisten Sintha und Arez sind mir in diesem Band vertrauter geworden. Hatte ich im ersten Teil noch so meine Differenzen mit Arez, weil ich einfach nicht schlau aus ihm geworden bin, so habe ich ihn hier besser kennen gelernt. Seine Gedankengänge und auch Traditionen sind mir nicht mehr ganz so fremd und so langsam konnte er auch mein Herz erweichen. Sintha konnte mich ebenfalls wieder überzeugen. Ich mag ihre freche Art. Stellenweise ist sie bedacht und dann wieder impulsiv. Manchmal handelt sie, ohne sich der Konsequenzen ihrer Taten bewusst zu sein und lässt sich dabei von ihren Emotionen leiten. Gekonnt fand ich hier auch wieder die Einblicke in ihre Gedankengänge. So baut der Leser eine tiefere Verbindung zu Sintha auf und ich mochte einfach ihre sympathische Art.
Allgemein hat mich dieses Buch emotional sehr mitgenommen, es ist auf seine besondere Art nichts für sanfte Gemüter. Dieses Fantasywerk war für mich eine Achterbahn der Gefühle. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten, mein Leserherz ist dabei in viele Splitter zerfallen. Nun hoffe ich, dass diese im nächsten Band wieder repariert werden können.
Insgesamt konnte mich die Autorin Julia Dippel mit ihrem Fantasybuch „A storm to kill a kiss“ wieder von ihrem Schreibtalent überzeugen. Auf mich hat es regelrecht eine Sogwirkung ausgeübt, sowohl Handlung als auch die Charaktere konnten mich überzeugen. Hierfür möchte ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung vergeben.