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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.06.2026

Zwischen Einsamkeit, Verlust und dunklen Abgründen Tokios!

Tokyo
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Tokyo – Schwarzer Sommer war für mich ein Buch, das sich nicht leicht einordnen lässt. Gleich vorweg: Wer einen klassischen Thriller mit hohem Tempo, ständigem Nervenkitzel und unzähligen Wendungen erwartet, ...

Tokyo – Schwarzer Sommer war für mich ein Buch, das sich nicht leicht einordnen lässt. Gleich vorweg: Wer einen klassischen Thriller mit hohem Tempo, ständigem Nervenkitzel und unzähligen Wendungen erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich ist dieses Buch vielmehr ein Kriminaldrama mit starken psychologischen und gesellschaftlichen Elementen.

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einerseits begleiten wir Matsumoto, einen Mann, der nach einem schweren Schicksalsschlag den Halt im Leben verloren hat und Trost in einer religiösen Gemeinschaft sucht. Andererseits verfolgen wir die Ermittlungen von Saeki, einem erfahrenen Polizisten, der sich mit einer Serie erschütternder Kindesentführungen auseinandersetzen muss. Nach und nach wird deutlich, dass beide Geschichten enger miteinander verbunden sind, als es zunächst scheint.

Typisch für viele japanische Romane wird die Handlung sehr ruhig und detailreich erzählt. Wer bereits japanische Krimis oder Detektivgeschichten gelesen hat, wird diesen Erzählstil vermutlich kennen. Es wird viel Wert auf Hintergründe, gesellschaftliche Strukturen und die Gedankenwelt der Figuren gelegt. Dadurch entsteht eine dichte Atmosphäre, gleichzeitig kann die Geschichte aber stellenweise etwas langatmig wirken.

Besonders interessant fand ich die Themen, die angesprochen werden. Einsamkeit, Verlust, Trauer, gesellschaftlicher Druck, Machtstrukturen innerhalb der Polizei und der Einfluss religiöser Gemeinschaften sind auch heute noch erstaunlich aktuell. Gerade Matsumotos Entwicklung wurde eindringlich und nachvollziehbar dargestellt, ohne seine Handlungen zu entschuldigen.

Mein Fazit:
Tokyo – Schwarzer Sommer ist kein spannender Action-Thriller, sondern ein ruhiges, psychologisches Kriminaldrama mit gesellschaftlicher Tiefe. Wer langsame Geschichten, menschliche Abgründe und soziale Themen schätzt und sich auf die typisch japanische Erzählweise einlassen kann, wird hier ein interessantes und ungewöhnliches Buch entdecken.

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Veröffentlicht am 02.06.2026

Wie ein perfekter Feel-Good-Film!

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West)
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Ich habe von Worst Date Ever eine lockere und leichte RomCom erwartet – und genau das bekommen. Die Geschichte versprüht von Anfang an Wohlfühl-Vibes und hat mich mit ihrem Charme schnell für sich gewonnen.

Schon ...

Ich habe von Worst Date Ever eine lockere und leichte RomCom erwartet – und genau das bekommen. Die Geschichte versprüht von Anfang an Wohlfühl-Vibes und hat mich mit ihrem Charme schnell für sich gewonnen.

Schon das Cover und der wunderschöne Farbschnitt sind absolute Hingucker und machen direkt Lust aufs Lesen. Ein großes Lob an den Ravensburger Verlag für diese tolle Gestaltung!

Der Schreibstil von Kasie West ist angenehm, locker und flüssig, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Geschichte wirkt dabei sehr authentisch und hat sich für mich angefühlt wie ein romantischer Feel-Good-Film, den man an einem gemütlichen Abend schaut.

Besonders gefallen haben mir die beiden Hauptfiguren. Oliver und Margot könnten unterschiedlicher kaum sein, passen aber auf ihre ganz eigene Art erstaunlich gut zusammen. Die Dynamik zwischen ihnen war unterhaltsam, charmant und einfach schön zu verfolgen. Tatsächlich hat mir Oliver sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als Margot. Auch Sloan möchte ich nicht unerwähnt lassen – sie hat die Geschichte zusätzlich bereichert.

Mein Fazit: Eine romantische, humorvolle und herzerwärmende Geschichte für zwischendurch. Perfekt, wenn man abschalten, entspannen und einfach ein paar schöne Lesestunden verbringen möchte.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Nicht alles ist so perfekt, wie es scheint!

Seven Rules For A Perfect Marriage
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Seven Rules For A Perfect Marriage von Rebecca Reid zeigt auf eindrucksvolle Weise die Schattenseiten von Social Media und den Druck, nach außen ein perfektes Leben präsentieren zu müssen.

Jessica und ...

Seven Rules For A Perfect Marriage von Rebecca Reid zeigt auf eindrucksvolle Weise die Schattenseiten von Social Media und den Druck, nach außen ein perfektes Leben präsentieren zu müssen.

Jessica und Jack gelten als das Vorzeigepaar schlechthin. Mit ihrem Bestseller Seven Rules For A Perfect Marriage stehen sie plötzlich im Rampenlicht und werden für ihre angeblich perfekte Ehe gefeiert. Doch hinter den Kulissen sieht die Realität ganz anders aus. Je größer ihr Erfolg wird, desto mehr verlieren sie sich selbst und vor allem einander aus den Augen. Es entstehen unausgesprochene Kränkungen, Missverständnisse und egoistische Entscheidungen, die ihre Beziehung immer weiter belasten.

Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Jessica und Jack erzählt, sodass man beide Perspektiven kennenlernen kann. Zusätzlich gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, die zeigen, wie die sieben Regeln überhaupt entstanden sind. Diese Szenen waren für mich tatsächlich die stärksten Momente des Buches, weil dort die Verbindung zwischen den beiden am authentischsten wirkte.

Der Schreibstil von Rebecca Reid ist angenehm flüssig, leicht zu lesen und an einigen Stellen auch wirklich humorvoll. Dadurch bin ich schnell durch die Geschichte gekommen.

Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, eine emotionale Bindung zu Jessica und Jack aufzubauen. Beide blieben für mich über weite Strecken eher kühl und distanziert, weshalb mich ihre Geschichte nicht so berühren konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Auch dem Thema des unerfüllten Kinderwunsches hätte ich gerne mehr Raum und Tiefe gegeben gesehen, da hier viel emotionales Potenzial vorhanden gewesen wäre.

Leider wirkte die Handlung stellenweise etwas wiederholend und das Ende kam für meinen Geschmack zu schnell. Nach all den Konflikten hätte ich mir mehr Aufarbeitung, tiefere Gespräche und stärkere Emotionen gewünscht. Die Auflösung war mir letztlich etwas zu glatt und zu knapp.

Insgesamt punktet das Buch mit einer interessanten Grundidee, einem angenehmen Schreibstil und einer aktuellen Thematik rund um Social Media und Selbstdarstellung. Emotional konnte es mich jedoch nicht ganz erreichen, da mir die Nähe zu den Figuren und etwas mehr Tiefe gefehlt haben.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Band 2 legt nochmal ordentlich nach!

The Hunted Heir (Die Veiled-Kingdom-Serie 2)
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Band 2 war deutlich actionreicher und spannender als der erste Teil. Nyra, die mittlerweile als Verena unterwegs ist, muss schon wieder fliehen und diesmal wird sie nicht nur von Dacre gesucht. Dadurch ...

Band 2 war deutlich actionreicher und spannender als der erste Teil. Nyra, die mittlerweile als Verena unterwegs ist, muss schon wieder fliehen und diesmal wird sie nicht nur von Dacre gesucht. Dadurch entsteht die ganze Zeit eine angespannte Atmosphäre und die Story bleibt dauerhaft spannend.

Dieses Mal passieren auch einige interessante Twists und man versteht nach und nach viel besser, was eigentlich hinter allem steckt. Besonders das Zusammenspiel zwischen Nyra und Dacre fand ich wieder sehr interessant und ich mochte die Dynamik der beiden total gerne.

Der Schreibstil liest sich weiterhin super flüssig und die Geschichte entwickelt einen richtigen Sog. Natürlich endet auch dieser Band wieder mit einem fiesen Cliffhanger, sodass man am liebsten sofort zum Finale greifen möchte.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Spannung, Geheimnisse und ganz viel Tension!

The Veiled Kingdom (Die Veiled-Kingdom-Serie 1)
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Diese Reihe hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Holly Renee hat eine interessante und geheimnisvolle Welt erschaffen, bei der noch vieles unklar bleibt und genau das macht die Geschichte so spannend.

Nyra ...

Diese Reihe hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Holly Renee hat eine interessante und geheimnisvolle Welt erschaffen, bei der noch vieles unklar bleibt und genau das macht die Geschichte so spannend.

Nyra lebt ständig in Angst vor ihrem kontrollsüchtigen Vater und versucht alles, um ihm zu entkommen. Schließlich schließt sie sich den Rebellen an und lernt dort den Rebellenführer Dacre kennen. Zwischen den beiden herrscht von Anfang an eine starke Spannung, denn Dacre vertraut ihr überhaupt nicht und ist teilweise ziemlich gemein zu ihr. Gerade diese Dynamik und die Tension zwischen den beiden fand ich unglaublich interessant zu verfolgen.

Die Story lebt nicht von unzähligen Twists, sondern eher von der Atmosphäre, den Geheimnissen und den Charakteren. Der Schreibstil lässt sich super flüssig lesen und das Ende hat natürlich einen fiesen Cliffhanger, sodass man am liebsten sofort weiterlesen möchte.

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