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Veröffentlicht am 04.06.2026

Zwischen Recht und Gerechtigkeit

Feine Risse
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„Feine Risse“ ist nach „Dunkle Momente“ das zweite Buch der in Berlin lebenden Autorin und Professorin für Strafrecht Elisa Hoven mit der Strafverteidigerin Eva Herbergen. Die Bücher können unabhängig ...

„Feine Risse“ ist nach „Dunkle Momente“ das zweite Buch der in Berlin lebenden Autorin und Professorin für Strafrecht Elisa Hoven mit der Strafverteidigerin Eva Herbergen. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Eva Herbergen ist eine sehr engagierte Strafverteidigerin, die hier nacheinander sieben sehr unterschiedliche Fälle aus ihrem Berufsleben schildert. Außerdem gibt es noch einen sehr persönlichen Fall, der die Familie ihres Mannes Peter betrifft und der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Durch diesen und immer wiederkehrende Einblicke in das Privatleben des Paares bekommt die Handlung eine Romanform.

Die Fälle sind jeder für sich erschreckend und erstaunlich zugleich. Die dargestellten Verbrechen erschüttern. Eva ist jedes Mal mit viel Einsatz dabei. Sie verlässt sich nicht allein auf die ihr zur Verfügung gestellten Unterlagen, sondern sie ermittelt, bringt Dinge zu Tage, mit denen ich niemals gerechnet hätte und die den Fall jeweils in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

Die Darstellung der Diskrepanz zwischen Recht, Ethik und Moral ist hier wirklich gut gelungen.
Dadurch ist ein packender Roman entstanden, der das Dilemma zwischen Recht und Gerechtigkeit treffend abbildet.

Mir hat das Lesen des Buches wirklich viel Spaß gemacht, ich bin immer wieder überrascht worden, habe gestaunt, war entsetzt, wütend, erschüttert und fassungslos. So viele Emotionswechsel in so kurzer Zeit habe ich sonst nur selten erlebt.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Spannung mit ganz viel Gardasee-Flair

Mord und Gelato
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„Mord und Gelato“ ist bereits der 4. Fall für Commissario Angelotti und Carlotta von der Autorin Elizabeth Horn.

Das Cover hat bei mir direkt Lust auf Urlaub am Gardasee hervorgerufen und es passt perfekt ...

„Mord und Gelato“ ist bereits der 4. Fall für Commissario Angelotti und Carlotta von der Autorin Elizabeth Horn.

Das Cover hat bei mir direkt Lust auf Urlaub am Gardasee hervorgerufen und es passt perfekt zu den vorherigen Bänden der Reihe. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, sind Vorkenntnisse aus diesen nicht notwendig. Allerdings ist es durchaus interessant, die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen.

Der Commissario hat eine neue Aufgabe bekommen. Er ist nun Leiter des Commissariato in Riva sul Garda. Statt sich in Ruhe in seinen neuen Job einarbeiten zu können, geht es gleich richtig zur Sache. Er wird zu einer Leiche gerufen, die mit Sand und Gras verschmutzt vor einem Gebüsch liegt.
Angelotti kann sich gemeinsam mit seinem Team also direkt in die Arbeit stürzen. Allerdings besteht dieses nicht unbedingt aus einfachen Menschen, mit denen es sich gut zusammenarbeiten lässt.
Zum Glück hat er noch seine Freundin Charlotte Stutz - genannt Carlotta - die ihn, trotz ihrer eigenen Aufträgen im Modeatelier, auch dieses Mal wieder tatkräftig unterstützt.
Auch Fabios Mutter - Maria Angelotti - ist wieder mit dabei und sorgt durch ihre kulinarischen Meisterwerke dafür, dass man beim Lesen Appetit bekommt. Abschließend befindet sich auch wieder eines ihrer Rezepte im Buch.

Neben einem spannenden Kriminalfall lebt das Buch von den Beschreibungen der italienischen Kulisse. Bei mir kam direkt Urlaubsfeeling auf und ich hatte den Gardasee und die Berge von Limone vor Augen.

Ich kann das Buch Lesern, die Italien und Cosy Crime lieben nur empfehlen. Es bietet eine tolle Kombination aus Spannung, Humor, italienischen Lokalkolorit und Kulinarik. Ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Commissario Fabio Angelotti und seiner Carlotta.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Eine farbenprächtige Zeitreise

Träume aus Feuer
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„Träume aus Feuer: Der Alchemist von der Pfaueninsel“ ist ein faszinierendes Buch über den Glasmacher und Alchemisten Johannes Kunckel des in Berlin lebenden Autors, Journalisten, Kunsthistorikers und ...

„Träume aus Feuer: Der Alchemist von der Pfaueninsel“ ist ein faszinierendes Buch über den Glasmacher und Alchemisten Johannes Kunckel des in Berlin lebenden Autors, Journalisten, Kunsthistorikers und Kurators Florian Illies.

Die Handlung beschränkt sich auf einen Ausschnitt des Lebens von Johannes Kunckel. Der Protagonist ist Glasmacher und steht hoch in der Gunst des Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Dieser schenkt ihm aufgrund seiner Begeisterung für die Werke Kunckels die Pfaueninsel, damit er dort in aller Ruhe mit seinen Arbeitern experimentieren kann .

Der Schreibstil von Florian Illies ist ruhig, dicht und intensiv. Er vermittelt die Atmosphäre der Zeit, thematisiert neben der Arbeit des Glasmachers, das Leben der Menschen, politische Intrigen, die hohe Kindersterblichkeit und malt gleichzeitig mit seinen Worten die Landschaft der Pfaueninsel vor den Augen seiner Leser.

Die Handlung baut sich immer weiter auf, bis sie zu einem dramatischen und emotionalen Ende kommt. Im Anschluss gibt es in dem Kapitel „Nachglühen“ nochmals gesammelte Fakten, die einiges aus der Handlung wieder aufgreifen.

Mich hat das Buch gut unterhalten und gleichzeitig hat es mir interessante Einblicke in vergangene Zeiten und die Glasbrennerei vermittelt.
Insgesamt ein kleines, aber feines Buch, das trotz seiner Kürze durch eine faszinierende Thematik und eine hohe Informationsdichte überzeugt.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Auf den Spuren der Familie Wagner

Die Wagners
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„Die Wagners: Eine Familie zwischen Musik und Macht“ ist eine interessante und umfassende Familienbiografie des Autors und Kulturwissenschaftler Michael Lemster.

Richard Wagner wird so gut wie jedem ein ...

„Die Wagners: Eine Familie zwischen Musik und Macht“ ist eine interessante und umfassende Familienbiografie des Autors und Kulturwissenschaftler Michael Lemster.

Richard Wagner wird so gut wie jedem ein Begriff sein, da kommen direkt die Assoziationen zu den Bayreuther Festspielen, „Tristan und Isolde“ oder „Der Ring des Nibelungen“. Aber das war es dann auch schon, zumindest bei mir. So richtig viel wusste ich bisher über den Künstler - der als einer der bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Komponisten der Romantik gilt - nicht.

Mit diesem Werk von Michael Lemster hat sich das geändert. Er gibt nicht nur umfangreiche Einblicke in das Leben von Richard Wagner, sondern in das seiner gesamten Familie.
Dabei beschränkt er sich keineswegs nur auf die Musik, sondern betrachtet die Familie im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Gegebenheiten, historischen und politischen Ereignissen.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm eingängig zu lesen und es ist ihm gut gelungen, historische Fakten lebendig am Familienleben zu vermitteln. Dabei kommen sie nicht immer gut weg, aber er schreibt auch, dass es eines seiner Anliegen war, alles authentisch und ungeschönt darzustellen.

In dem Buch befinden sich Zeichnungen und Fotos, die den Zeitgeist gekonnt einfangen und die Familie regelrecht zum Leben erwecken.

Abschließend gibt es eine Zeittafel, die von 1770 bis in die Gegenwart reicht und damit nochmals den Einfluss der Familie Wagner bis in die heutige Zeit verdeutlicht.

Wer sich für Künstler, Musik und Familiengeschichten – eingebettet in historische Begebenheiten – interessiert, der liegt mit diesem Buch genau richtig.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Ein Kunstwerk aus Worten

The Artist
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„The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.

Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner ...

„The Artist: Die Farben des Lichts“ ist das beeindruckende Debüt der Autorin Lucy Steeds.

Die Autorin entführt ihre Leser in das Jahr 1920. Der Künstler Édouard Tartuffe - genannt Tata - lebt mit seiner Nichte Ettie in einem abgelegenen Landhaus zwischen duftenden Lavendelfeldern in der französischen Provence. Joseph Adelaide - ein britischer Journalist - reist zu dem Maler, um ein Interview zu führen. Schon mit seiner Ankunft merkt Joseph, was für ein schwieriger Mensch Tata ist und dass in Ettie viel mehr steckt als die Nichte, die sich um den Haushalt des Künstlers kümmert.

Lucy Steeds malt mit Worten wie ihr Protagonist mit Farbe. Schon mit den ersten Seiten bin ich in der Provence angekommen, hatte die Lavendelfelder vor Augen, konnte die Hitze spüren und den Duft des Sommers riechen.

Mit ihren drei Protagonisten hat sie sehr unterschiedliche Charaktere erschaffen. Jeder von ihnen ist gleichermaßen interessant, hat etwas Besonderes und eine Vergangenheit, die Fragen aufwirft.

Obwohl der Verlauf der Handlung nicht wirklich überraschend und die Atmosphäre ruhig ist, war ich beim Lesen gefesselt und habe gespannt die Entwicklung der Charaktere verfolgt.
Lucy Steeds fängt das Flair der Provence ebenso gut ein wie den Zeitgeist der Gesellschaft. Spannend fand ich, dass sie historische Persönlichkeiten mit Fiktion verbunden hat.

In dem Roman geht es nicht nur um das Leben von Tata, Ettie und Joseph, sondern auch um Kunst, Gesellschaft und das Rollenbild der Frau zur damaligen Zeit.

Obwohl ich zum Ende hin gewünscht hätte, dass das Buch ein paar Seiten mehr hat, war ich begeistert und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.

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