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Veröffentlicht am 12.06.2026

Zwischen Nebel, Erinnerungen und verdrängten Wahrheiten

DAS HOTEL
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Mit Im Nebel der Berge gelingt Andrea Voggenreiter ein spannender Auftakt, der historische Geheimnisse, persönliche Schicksale und eine geheimnisvolle Atmosphäre gekonnt miteinander verbindet.



Im Mittelpunkt ...

Mit Im Nebel der Berge gelingt Andrea Voggenreiter ein spannender Auftakt, der historische Geheimnisse, persönliche Schicksale und eine geheimnisvolle Atmosphäre gekonnt miteinander verbindet.



Im Mittelpunkt steht Hanna, die in einem alten Berghotel ankommt und dort schon bald das Gefühl hat, dass die Vergangenheit noch immer präsent ist. Als sie das Tagebuch von Johann Trenkwalder entdeckt, wird sie immer tiefer in längst vergangene Ereignisse hineingezogen. Besonders gelungen fand ich die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit. Stück für Stück werden neue Hinweise enthüllt, während gleichzeitig immer mehr Fragen entstehen.



Die Autorin schafft eine angenehme, leichte Gruselatmosphäre, die perfekt zu dem abgelegenen Hotel und den Geheimnissen der Vergangenheit passt. Dabei setzt sie nicht auf Schockmomente, sondern auf unterschwellige Spannung. Hanna fühlt sich verfolgt, ein unbekannter Anrufer sorgt für zusätzliche Unruhe, und lange bleibt offen, was tatsächlich geschieht und was vielleicht ihrer eigenen Wahrnehmung entspringt.



Besonders berührt hat mich der Handlungsstrang rund um den Dammbruch. Da ich mich beruflich mit Themen wie Hochwasserschutz und Überflutungen beschäftige, konnte ich die geschilderten Zusammenhänge sehr gut nachvollziehen. Die Darstellung behördlicher Abläufe wirkt glaubwürdig und sorgfältig recherchiert. Warnungen werden ignoriert, Risiken kleingeredet und notwendige Maßnahmen aus Kostengründen verdrängt. Gerade deshalb wirken die tragischen Folgen umso erschütternder. Die Ereignisse erinnerten mich stellenweise an reale Katastrophen, bei denen Warnungen ebenfalls nicht ernst genug genommen wurden.



Auch die Figuren sind interessant gezeichnet. Hanna war mir von Anfang an sympathisch, und ihre Schuldgefühle sowie die Folgen der vergangenen Ereignisse konnte ich gut nachvollziehen. Max dagegen blieb für mich lange schwer greifbar und hinterließ keinen besonders positiven Eindruck. Sein Verhalten gegenüber Hanna wirkte oft egoistisch und wenig ehrlich. Jack, der Besitzer des Hotels, entwickelt sich hingegen zu einer Figur, die immer mehr Tiefe gewinnt und deren Rolle bis zum Schluss spannend bleibt.



Das Zusammentreffen mit Margarete, der Witwe von Johann, verleiht der Geschichte schließlich noch einmal zusätzliche emotionale Kraft. Die Vergangenheit erhält ein Gesicht, und die Schicksale der Beteiligten werden greifbar. Bis zum Ende bleibt die Spannung erhalten, da immer neue Puzzleteile ans Licht kommen und die Wahrheit nur langsam sichtbar wird.



Fazit: DAS HOTEL: Im Nebel der Berge ist ein gelungener Auftakt der Berghotel-Saga. Die Mischung aus Familiengeheimnis, historischem Roman, leichter Mystery und emotionalem Drama hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wer atmosphärische Geschichten mit Vergangenheitsebenen, starken Emotionen und gut aufgebauter Spannung mag, wird hier bestens unterhalten. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Zwischen Herzenslampe und Gegensätzen – ein starker Auftakt

Dinghai Fusheng Records. Buch 1
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Dinghai Fusheng Records – Buch 1 war mein erster Danmei-Roman und der Einstieg ist überraschend leichtgefallen. Trotz vieler Fantasy-Elemente, Begriffe und neuer Figuren findet man schnell in die Geschichte ...

Dinghai Fusheng Records – Buch 1 war mein erster Danmei-Roman und der Einstieg ist überraschend leichtgefallen. Trotz vieler Fantasy-Elemente, Begriffe und neuer Figuren findet man schnell in die Geschichte hinein. Der Beginn wirkt zwar etwas chaotisch, doch genau das macht auch den Reiz aus: Stück für Stück setzt sich alles zusammen.



Die Welt ist sehr abwechslungsreich gestaltet – mit Kämpfen, Taktik, Politik und magischen Elementen, die sich gut die Waage halten. Besonders die Herzenslampe fand ich spannend, da sich ihre Bedeutung nach und nach entfaltet und sie mehr Tiefe in die Handlung bringt.



Im Mittelpunkt stehen für mich klar Chen Xing und Xiang Shu. Chen wirkt sympathisch, ruhig und entwickelt sich im Verlauf sichtbar weiter. Xiang Shu bleibt dagegen lange ein Rätsel – rau, unnahbar, aber nie eindimensional. Gerade diese Gegensätzlichkeit macht die beiden so interessant. Ihre Dynamik erinnert stark an Yin und Yang: unterschiedlich, aber aufeinander bezogen.



Auch die angedeutete Romance entwickelt sich langsam und fügt sich gut in die Handlung ein, ohne sie zu überlagern. Dazu kommen atmosphärische Illustrationen und hilfreiche Fußnoten, die das Leseerlebnis zusätzlich bereichern.



Insgesamt ein spannender, detailreicher Auftakt mit starken Figuren und viel Potenzial für die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Inselträume, Herzklopfen und große Gefühle – ein Roman zum Wegschmökern

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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Manche Bücher schlagen leise die erste Seite auf und lassen einen dann nicht mehr los. Genau so ging es mir mit diesem Roman. Schon nach wenigen Kapiteln war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht ...

Manche Bücher schlagen leise die erste Seite auf und lassen einen dann nicht mehr los. Genau so ging es mir mit diesem Roman. Schon nach wenigen Kapiteln war ich vollkommen in die Geschichte eingetaucht und flog förmlich durch die Seiten.

Die Handlung spielt in einer besonderen Zeit und an einem faszinierenden Ort. Obwohl ich selbst noch nie auf Hiddensee oder überhaupt an der Ostsee war, hatte ich von Anfang an das Gefühl, direkt vor Ort zu sein. Die Autorin schafft es hervorragend, die Insel, die Natur und die besondere Atmosphäre eines Kurheims lebendig werden zu lassen. Man spürt den Wind, hört die Wellen und begleitet die Figuren durch ihren oft turbulenten Alltag.

Besonders gefallen hat mir die große Vielfalt an Charakteren. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, ihre Sorgen, Hoffnungen und Träume mit. Dadurch wird die Handlung nie langweilig. Die Beziehungen entwickeln sich glaubwürdig und berührend. Vor allem die Annäherung von Johannes und Edith habe ich sehr gern verfolgt. Ihre Geschichte ist einfühlsam erzählt und voller schöner Momente.

Aber auch die anderen Figuren sorgen für Spannung und Unterhaltung. Doris bringt mit ihrer temperamentvollen Art immer wieder Schwung in die Handlung. Walli, Rudolf, Mette und die Mitarbeiter des Kurheims wachsen einem ebenfalls schnell ans Herz. Man fiebert mit, ärgert sich über manche Entscheidungen und freut sich über die schönen Wendungen.

Besonders gelungen fand ich die Mischung aus historischem Roman, Familiendrama, Liebesgeschichte und Inselroman. Es gibt bewegende Schicksale, überraschende Entwicklungen, romantische Momente und immer wieder Situationen, die zum Schmunzeln einladen. Gleichzeitig vermittelt das Buch interessante Einblicke in die damalige Zeit, ohne dabei belehrend zu wirken.

Das Ende hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Viele Handlungsstränge werden stimmig abgeschlossen und die Zukunft der Figuren zeichnet sich hoffnungsvoll ab. Lediglich bei Doris hätte ich mir noch ein wenig mehr Einblick gewünscht, da ihr Schicksal mich besonders interessiert hat.

Für mich war dieses Buch eine rundum gelungene Unterhaltung mit viel Herz, Atmosphäre und historischen Details. Wer Geschichten über starke Frauen, große Gefühle, Familiengeheimnisse und das Leben an der Ostsee liebt, wird hier viele schöne Lesestunden verbringen. Ein Roman voller Wärme, Drama und Lebensfreude, den ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zwischen Großstadtrauschen und stillen Inseln – eine Entdeckungsreise zu Berlins verborgenen Oasen

Oasen der Ruhe in Berlin
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„Oasen der Ruhe in Berlin – Rückzugsorte für Körper und Seele“ ist weit mehr als ein klassischer Reiseführer. Es ist ein feinfühlig gestalteter Begleiter für alle, die in der oft hektischen und lauten ...

„Oasen der Ruhe in Berlin – Rückzugsorte für Körper und Seele“ ist weit mehr als ein klassischer Reiseführer. Es ist ein feinfühlig gestalteter Begleiter für alle, die in der oft hektischen und lauten Hauptstadt nicht nur durch die Straßen eilen, sondern bewusst innehalten wollen. Schon beim ersten Durchblättern wird klar: Dieses Buch lädt nicht nur zum Lesen ein, sondern zum langsamen Entdecken, Träumen und Wiederfinden von Stille inmitten des urbanen Chaos.

Besonders beeindruckend ist die Auswahl der Orte. Neben bekannten grünen Flächen entdeckt man auch überraschend stille, fast versteckte Plätze, die selbst langjährige Berlin-Kenner neu sehen lassen. Ein herausragendes Beispiel ist der Leisepark, ein Ort, der im Buch mit viel Gefühl beschrieben wird – ein Platz, an dem ich selbst jeden Tag war, und der im Alltag oft wie eine kleine Flucht aus dem Lärm wirkt. Genau solche Orte machen das Buch so besonders: Sie zeigen, dass Ruhe in Berlin kein Widerspruch ist, sondern eine bewusste Entscheidung.

Die Texte sind angenehm leicht zugänglich, gleichzeitig aber inspirierend und fast meditativ. Man merkt, dass hier nicht einfach Orte aufgelistet werden, sondern dass jemand mit echter Aufmerksamkeit und Liebe für Details gearbeitet hat. Ergänzt wird das Ganze durch wunderschöne Bilder, die nicht nur dokumentieren, sondern Stimmungen einfangen. Licht, Schatten, Natur und Architektur verschmelzen zu Momenten, die fast wie Erinnerungen wirken, noch bevor man selbst dort war.

Was das Buch besonders wertvoll macht, ist seine Vielseitigkeit. Für jeden ist etwas dabei: stille Parks, spirituelle Orte, kleine Rückzugsräume im urbanen Raum oder inspirierende Plätze zum Nachdenken. Es ist ein Buch, das man nicht nur einmal liest, sondern immer wieder zur Hand nimmt. Man schlägt es auf, blättert zufällig irgendwo auf und wird sofort wieder in diese ruhige, entschleunigte Stimmung hineingezogen.

„Oasen der Ruhe in Berlin“ zeigt eine andere Seite der Stadt – eine, die oft übersehen wird, weil der Alltag zu laut ist. Es lädt dazu ein, Berlin nicht nur zu erleben, sondern zu spüren. Und genau deshalb bleibt es im Gedächtnis: als Einladung, immer wieder neue stille Orte zu entdecken und die Stadt mit anderen Augen zu sehen.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Zwischen Zerfall und Überleben – ein Roman, der lange nachhallt

Villa Wundergold
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Dieses Buch hat mich beim Lesen wirklich nicht kalt gelassen. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine, die einem viel abverlangt – emotional wie gedanklich. Genau das macht sie aber auch so eindringlich ...

Dieses Buch hat mich beim Lesen wirklich nicht kalt gelassen. Es ist keine leichte Lektüre, sondern eine, die einem viel abverlangt – emotional wie gedanklich. Genau das macht sie aber auch so eindringlich und wichtig. Man spürt auf jeder Seite, wie schnell eine scheinbar stabile Welt zerbrechen kann und wie wenig Sicherheit am Ende wirklich bleibt.



Im Zentrum stehen drei Brüder, deren Wege sich durch die Katastrophen des 20. Jahrhunderts immer wieder trennen und neu kreuzen. Was mich besonders bewegt hat, ist, wie unterschiedlich ihre Schicksale verlaufen und doch immer wieder dieses unsichtbare Band der Familie spürbar bleibt. Die Geschichte beginnt in einer scheinbar geschützten Welt, die dann mit dem politischen Umbruch brutal auseinandergerissen wird. Ab diesem Moment gibt es keinen echten Halt mehr – nur noch Flucht, Verlust und das ständige Überleben.



Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, direkt in diesen historischen Strudel hineingezogen zu werden. Die Stationen der Figuren – von Polen über Italien bis hin zu Lagererfahrungen, England und weiteren Orten – zeigen eindrücklich, wie sehr Menschen durch Krieg entwurzelt werden. Dabei geht es nicht nur um große historische Ereignisse, sondern vor allem um die kleinen persönlichen Tragödien dazwischen: zerbrochene Familien, falsche Entscheidungen, Verlust von Identität und Hoffnung.



Besonders intensiv fand ich, wie schonungslos Gewalt, Machtmissbrauch und Ungerechtigkeit dargestellt werden. Es gibt viele Szenen, die schwer auszuhalten sind, gerade weil sie so realistisch wirken. Gleichzeitig gelingt es dem Buch aber auch, immer wieder kleine Momente von Menschlichkeit und Hoffnung einzustreuen – Care-Pakete, kurze Begegnungen oder die leise Erwartung von Heimkehr.



Was mir persönlich hängen geblieben ist, ist dieses ständige Schwanken zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Man merkt, dass Überleben hier nicht nur körperlich gemeint ist, sondern auch emotional. Trotz aller Härte bleibt am Ende ein Gefühl zurück, das lange nachwirkt und zum Nachdenken zwingt.



Für mich ist es ein sehr intensives, aber auch wichtiges Buch, das zeigt, wie zerbrechlich Frieden und Sicherheit sind – und wie stark gleichzeitig der Wille zum Leben sein kann.

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