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Veröffentlicht am 31.05.2026

Ein Buch fürs Herz mit Tiefgang, Humor und Münchenliebe

Orangenblütenjahr
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Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag wagt Nelly einen Neuanfang, verlässt ihr Heimatdorf Kleinfelden und zieht nach München, wo ihre Freundin Mona ihr eine Stelle als Apothekerin verschafft hat. Auch Nellys ...

Inhalt:
Nach einem Schicksalsschlag wagt Nelly einen Neuanfang, verlässt ihr Heimatdorf Kleinfelden und zieht nach München, wo ihre Freundin Mona ihr eine Stelle als Apothekerin verschafft hat. Auch Nellys soziales Umfeld wird schnell grösser und vor allem in der Männerwelt scheint sie wunderbar anzukommen. Bei Gesprächen mit ihren Kindern bemerkt sie aber, dass für ihre Tochter Elena noch einige Dinge nicht abgeschlossen sind und so schwankt sie fortan zwischen dem Glück über ihre neue Freiheit und der Verantwortung für ihre Familie.

Meine Meinung:
Einmal mehr hat mich Ulrike Sosnitza wunderbar unterhalten und berührt. Ihre Protagonistin Nelly ist eine Figur mit Ecken und Kanten und geht ihnen Neuanfang mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg an. Dass sich gleich drei Männer in ihr Leben schleichen, ist zuerst eine Überforderung für sie, stellt aber auch eine willkommene Ablenkung von ihren Sorgen dar.
Zwar wurde für mich schnell klar, welche Richtung ihre Gefühle einschlagen würden, aber auf dem Weg dahin erleben wir noch einen folgenschweren Fahrradunfall, unterhaltsamene Nebenbuhlereien, diverse Kleiderkäufe und Kochexperimente sowie schmerzhafte Unstimmigkeiten mit ihrer Tochter.

Schreibstil und Aufbau:
Besonders gut gefallen hat mir, wie vielschichtig Sosnitza Nellys ambivalente Gefühle sowie die Konflikte innerhalb der Familie in die Geschichte eingearbeitet hat.
Auch waren generell die Beschreibungen - vor allem natürlich, vom Kochen, aber auch vom hilfreichen Austausch mit Nellys Freundin Mona - wieder so detailliert, dass ich mich im Roman sofort sofort wohlgefühlt habe.
Ausserdem sind die Schauplätze in und um München so liebevoll eingeflochten, dass ich die Stadt am liebsten sofort besuchen möchte.

Meine Empfehlung:
Der Roman hat mich begeistert und hat bei mir gleich Lust auf die weiteren Bücher der Autorin geweckt. Einige davon habe ich zum Glück ja noch vor mir.

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Ein Jahreshighlight!

Barbara stirbt nicht
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Inhalt:
Das Ehepaar Schmidt lebt ein sehr traditionelles Familienmodell. Barbara Schmidt kümmert sich auch im Ruhestand noch alleine um den Haushalt und ihren Mann und dieser hat noch nie im Leben einen ...

Inhalt:
Das Ehepaar Schmidt lebt ein sehr traditionelles Familienmodell. Barbara Schmidt kümmert sich auch im Ruhestand noch alleine um den Haushalt und ihren Mann und dieser hat noch nie im Leben einen Kaffee gekocht oder alleine eingekauft. Doch eines Tages steht sie einfach nicht mehr auf und er ist von einer Sekunde auf die andere ganz alleine für sie beide zuständig. Kochen, waschen, putzen...
Und was sich als humorvolle Anekdote tarnt, deckt nach und nach eine tragische Lebensgeschichte auf die nachhaltig berührt.

Meine Meinung:
"Barbara stirbt nicht" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und berührt und ich habe es innerhalb von zwei Tagen einfach komplett inhaliert. Und dies, obwohl die namensgebende Figur fast nichts anderes tut, als zu liegen, müde zu lächeln und sich leise mit Gästen oder ihren Kindern zu unterhalten. Und dies auch, obwohl Walter Schmidt, im Buch oft einfach nur "Herr Schmidt" genannt, alles verkörpert, was man sich in seinem Partner nicht wünschen würde. Nicht nur krümmt er im Haushalt keinen Finger, er ist auch ein miserabler Vater, Freund und Partner, er hasst Frauen, Ausländer und Jugendliche aus tiefstem Herzen und er ist sich nicht mal mehr sicher, ob er Barbara je geschlagen hat, es könnte aber sein...
Was ein wenig tollpatschig wirken könnte, ist seine als Unbeholfenheit getarnte Beziehungsgewalt. Und seine Aussagen, die man als "ein wenig verallgemeinernd" abtun könnte, sind zutiefst rassistisch, sexistisch und einfach menschenfeindlich.
Und dennoch oder vielleicht auch genau deswegen...Bronsky gelingt es, mit einer extrem genauen Beobachtungsgabe in diese - leider wahrscheinlich vor allem für diese Generation nicht allzu überspitzte - Beziehungsdynamik hineinzublicken und um diese wirklich nicht sehr prickelnde Ausgangslage eine unendlich feinfühlig erzählte Geschichte zu spinnen, die mit sanftem Humor überzeugt und tief berührt.
Das einzige nicht komplett tragikomische Element der Geschichte ist Walters Austausch mit Barbaras Facebookcommunity, einem Fernsehkoch, Lucy, die als Telefonjoker fungiert sowie der Hund Helmut, der zwar oft einfach nur existiert, aber dies um so ehrlicher.

Meine Empfehlung:
"Barbara stirbt nicht" ist ein Buch der leisen Töne und der Leerstellen, die sich beim Lesen manchmal nach und nach erschliessen und manchmal bewusste Auslassungen bleiben, ein Buch, das aufzeigt, dass das Leben einem manchmal einen Neuanfang schenkt, wo man ihn am wenigsten erwartet. Es thematisiert schwierige Beziehungs- und Familiensysteme, unterschiedlich belastbare Freundschaften, das Altern in Würde und das Verzeihen von eigenen und fremden Versäumnissen. Die Geschichte wird lange nachhallen und definitiv im Regal bleiben. Und genau da gehört das Buch auch bei euch hin, finde ich.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Grandioser Reihenabschluss, unbedingt chronologisch lesen

Rückkehr
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Inhalt:
Die Tage sind lang, dunkel und manchmal auch einsam auf dem Neshov-Hof. Die Anerbin Torunn ist weiterhin mit den Renovierungsarbeiten beschäftigt und fällt zudem eine folgenreiche Entscheidung. ...

Inhalt:
Die Tage sind lang, dunkel und manchmal auch einsam auf dem Neshov-Hof. Die Anerbin Torunn ist weiterhin mit den Renovierungsarbeiten beschäftigt und fällt zudem eine folgenreiche Entscheidung. Seit kurzer Zeit leitet sie nun auch das Bestattungsunternehmen ihres Onkels Margido und muss sich in dieser neuen Rolle zuerst einmal ein wenig orientieren. Als wäre dies alles nicht genug herausfordernd, tauchen auch noch Kai Roger mit einer Überraschung und Erlend mit der ganzen Familie auf dem Neshov-Hof auf.

Meine Meinung:
Ein letztes Mal habe ich den Hof der Familie Neshov, mittlerweile Torruns Hof, besucht und mich wieder wunderbar unterhalten und berührt gefühlt beim Lesen dieser Familiengeschichte. Es sind die leisen Töne, die überwiegen, Trauer und Sorgen bekommen genau so Platz, wie Torunns Renovierungsarbeiten, mit denen sie sich den Hof immer mehr zu ihrem Zuhause herrichtet.
Besonders gut gefallen hat mir der grosse Respekt, mit dem Ragde Tormods Leben im Altersheim und die täglichen Herausforderungen, Mühen aber auch Freuden, mit denen er konfrontiert wird, beschreibt. Er ist im Verlauf der Reihe zu einer immer wichtigeren und vielschichtigeren Figur geworden, was ich für eine absolut kluge Entscheidung der Autorin halte. Ausserdem habe ich es geliebt, in Torruns Arbeitsalltag hineinzublicken und freute mich, der Familie Neshov noch einmal so richtig nahe kommen zu dürfen.

Meine Empfehlung:
Die Reihe hat mich unterhalten, immer wieder überrascht und vor allem tief berührt. Die tragische Familiengeschichte, der karge Hof, dem erst Torunn nach und nach neues Leben einhaucht, die Lügen, Verletzungen und die Lieblosigkeit, in der die Neshov-Brüder aufwachsen mussten aber auch die eher melancholische Grundstimmung und der nüchtern wirkende und sehr eigenwillige Schreibstil, der auf den zweiten Blick um so warmherziger daherkommt, machen diese Familiensaga mit ihren schrägen aber absolut liebenswerten Figuren zu einem enormen Lesevergnügen. Anne B. Ragde ist eine grossartige Erzählerin und ich hoffe, noch viele weitere Bücher von ihr entdecken zu dürfen.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Beeindruckendes Opus Magnum

legende
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Inhalt:

sie müssen sich bei eitelkeiten immer klar machen, dass ich zehn jahre lang fast vollkommen erfolglos war, als ich das hier schrieb. sie müssen bedenken, dass ich gezwungen war, mein spätwerk ...

Inhalt:

sie müssen sich bei eitelkeiten immer klar machen, dass ich zehn jahre lang fast vollkommen erfolglos war, als ich das hier schrieb. sie müssen bedenken, dass ich gezwungen war, mein spätwerk schon in meinen dreissigern zu liefern. wenn sie dieses buch lesen, bin ich berühmt, kunststück aber jetzt! wenn sie dieses buch lesen, bin ich schon lange tot. hoffentlich! die vergangenen zeiten! der heitere abschied! komisch ist, was über die mühe erhebt.
Legende - Ronald M. Schernikau, S. 879

Von 1983 bis 1991 schrieb Schernikau an seinem Opus Magnum. Dem Text also, der ihn überdauern und erst Jahre nach seinem Tod erscheinen würde und 2019 in einer in zehnjährigen Überarbeitungsphase entstandenen Neuausgabe im Verbrecher Verlag erschienen ist. Die Rahmenhandlung begleitet die vier Götter fifi, kafau, stino und tete bei einem Besuch auf der Erde. Sie landen auf einer Insel, auf der sich eine Schokoladenfabrik befindet und deren Bewohner sinnbildlich für das Leben und den Umbruch stehen, in dem Schernikau als überzeugter DDR-Bürger sich während der Arbeit an seinem Montageroman "Legende" befindet. Eingeschoben in diese Handlung, die sich mit dem Entwurf einer neuen Welt einer solidarischen, vorkapitalistischen Gesellschaft im weitesten Sinne eines historischen Materialismus nach Engels, aber natürlich auch den Themen Liebe, Homosexualität, Identität, Unterdrückung Vergebung, Tod und Verantwortung befasst und immer wieder extrem persönlich wird, befinden sich - bis dahin teilweise unveröffentlichte - Essays, ein Theaterstück und ganz viele andere kurze und längere Texte. Dennoch verfolgt Schernikau keine politische Agenda im eigentlichen Sinne, sondern vertritt vielmehr die idealistische Ansicht der bestehenden Möglichkeit auf eine gerechte Welt.

Titel und Aufbau:
Eine Legende ist eine Erzählung, ein Märchen, eine Sage. Eine Legende ist aber auch eine Worterklärung, ein Nachschlagewerk oder eine glorifizierte Person. "Legende" von Ronald M. Schernikau ist all dies und noch viel mehr zugleich. Der deutsche Schriftsteller schafft in seinem letzten und umfangreichsten Werk eine Göttererzählung, ein Fantasiegebilde und stilisiert sich und sein Buch zur Unsterblichkeit hinauf. Ausserdem verwendet er Zitate aus der Popkultur, aus Film und Fernsehen, Literatur, politischen Reden, persönlichen Gesprächen und der Bibel um sein gesellschaftskritisches Gesamtkonzept entstehen zu lassen. Die 900 eng bedruckten Seiten Text und mehr als 100 Seiten Anmerkungen (mit Bauplan der Legende, Worterklärungen, Quellenverzeichnis und Nachwort) lassen nur erahnen, welch grosse Arbeit der Neuausgabe dieses Buches wohl vorausging.
Als dem Autor 1990 bewusst wurde, dass er bald an den Folgen von HIV sterben würde, entschloss er sich in nahezu religiösem Eifer dazu, das Buch zu beenden, noch einmal ganz abzutippen und alles an bis dahin unveröffentlichten Texten darin unterzubringen. Es erstaunt deshalb nicht, dass die Rahmenerzählung der Legende optisch der Gestaltung der Bibel nachempfunden wirkt. Zahlreiche editorische Notizen im Anhang lassen die Entstehungsgeschichte des Buches in Teilen nachvollziehen und generell ist das Nachwort extrem spannend und aufschlussreich gestaltet. Würde man das Buch aber mit einer üblichen Schriftgrösse herausgeben, würde es wohl insgesamt mindestens 3000-4000 Seiten umfassen. Entsprechend langsam liest sich "Legende".

Herangehensweise und meine Meinung:
Wie bin ich überhaupt auf Schernikau gekommen? Vor mehr als zehn Jahren habe ich gemeinsam mit meinem Vater einen extrem spannenden Dokumentarfilm über Ronald M. Schernikau gesehen. Mein Vater erinnerte sich dabei an das Buch "Kleinstadtnovelle", das er als junger Erwachsener im Lehrerseminar gelesen hatte. Ich machte mich auf die Suche nach Büchern von Schernikau und las innerhalb von zwei Jahren "Königin im Dreck" und "Kleinstadtnovelle". Schon damals wusste ich, dass es irgendwo eine (damals wohl vergriffene oder extrem teure) alte Auflage von "Legende" gab und hielt fortan die Augen nach diesem Opus Magnum offen. 2019 erschien die Neuauflage, was mich riesig freute und 2020 wünschte ich mir das Buch von meinem Mann zu Weihnachten. Ich begann noch im Dezember 2020 mit der Lektüre und ihr habt es sicher auch alle auf die eine oder andere Weise erlebt; Bücher, die einen durch eine so surreale Zeit begleiten und ebenfalls Umbrüche und Umstürze beschreiben, brennen sich noch einmal ganz anders ein.
Das umfangreiche Werk, das Schernikau bis 1991, kurz vor seinem Tod im einundreissigsten Lebensjahr, beschäftigt hat, hat mich somit also mehr als fünf Jahre lang begleitet. Ich habe es nicht gelesen, sondern ich habe es stellenweise inhaliert, mir aber auch oft hart erarbeitet und erkämpft. Die insgesamt über 1000 Seiten haben mich immer wieder unterschiedlich lange Pausen einlegen lassen. Ausserdem habe ich viel durchs Buch geblättert und mich zu eigenen Recherchen anregen lassen. "Legende" ist kein Buch, das man chronologisch und nebenbei liest, der Montageroman lässt einen springen und entdecken, immer wieder vor- und zurückblättern und ich habe wirklich jede einzelne Anmerkung, jeden einzelnen Nachweis mindestens einmal gelesen und dabei oft innegehalten und mich zum Nachdenken anregen lassen.
Das Buch, das auch eine Liebeserklärung an Berlin ist, beinhaltet ganz viel Humor, Spielereien und Skurrilität und auch extrem politische und gesellschaftskritische Gedanken, die kaum an Aktualität eingebüsst haben. Im letzten Teil verliert der Autor, der die Figur "der Neffe von Ulla" als eine Art Alter Ego geschaffen hat, die Distanz zu seinen Figuren und schreibt immer öfter in der ersten Person als "Ronald" und wird nahbarer und emotionaler. Als nämlich die von Schernikau geliebte DDR zerfällt, die seine Mutter 1966 der Liebe wegen mit ihrem kleinen Sohn im Kofferraum eines Autos verlassen und deren Staatsbürgerschaft er sich erst im September 1989 wieder erkämpft hatte, steht er als überzeugter Kommunist den Trümmern seiner Träume gegenüber.
Als sich gegen Ende des Buches auch der nahende Tod des 1990 mit AIDS diagnostizierten Schernikaus erahnen lässt, philosophiert er über das Sterben und den Schmerz, das Verlieren und Vermissen und das, was bleibt. Er hat mich damit tief berührt. Denn "Legende" ist vor allem auch eine Hommage an die Liebe. Die Liebe zur Hoffnung auf eine bessere Welt, die Liebe zu Wegbegleitern wie seinem Partner Thomas Keck und die Liebe zu seiner Mutter Ellen Schernikau, der die Figur Irene Binz nachempfunden ist und der Schernikau mit seinem Buch ein Denkmal geschaffen hat.

Meine Empfehlung:
Dem Buch und dem Autor, Denker und Idealisten Schernikau, der mich schon mit "Kleinstadtnovelle" und "Die Königin im Dreck" für sich eingenommen hat, werde ich spätestens nach dieser Lektüre auf ewig verbunden bleiben und seine "Legende" wird für immer einen grossen Platz in meinem Leseleben einnehmen. Wenn ihr einige Stunden - oder wie in meinem Fall Jahre - zum Lesen dieses monumentalen Werkes erübrigen könnt, dann macht das. Und meldet euch bei mir, damit wir uns darüber austauschen können.

Veröffentlicht am 18.04.2026

Kritisch, spannend und magisch

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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Inhalt:
In einer dystopischen Zukunft sind Bücher, Träume und Wünsche verboten. Kinder lernen von Tablets, schlagen vorgezeichnete Laufbahnen ein und werden Tag und Nacht überwacht. Bei einem verbotenen ...

Inhalt:
In einer dystopischen Zukunft sind Bücher, Träume und Wünsche verboten. Kinder lernen von Tablets, schlagen vorgezeichnete Laufbahnen ein und werden Tag und Nacht überwacht. Bei einem verbotenen Streifzug finden Finn, Mira, Nola und Thommy ein verlassenes Haus und eine geheime Bibliothek, die von Buks bewohnt wird. Buks sind Buchschutzgeister, welche es sich zur Aufgabe gemacht haben, die verbliebenen Bücher vor den Menschen und einer immer stärker um sich greifenden Buchkrankheit zu bewahren. Ein Wettrennen gegen die Zeit und das Ministerium beginnt.

Meine Meinung:
Wenn mir die Reihe nicht empfohlen worden wäre, hätte ich mich nie in die wunderbare Welt der Buks begeben. Und was hätte ich verpasst! Im ersten Band der Reihe sind mir ganz viel Magie, Freundschaft, jugendlicher Mut und Gesellschaftskritik begegnet. Schliesslich leben auch wir in einer Welt, in der Bücher an Macht zu verlieren scheinen und in der es bereits jetzt Kinder gibt, die kein kritisches Denken mehr lernen. Das Buch ist aber alles andere als ein erhobener Zeigefinger. Vielmehr ist es eine Liebeserklärung an das Lesen.

Schreibstil und Aufbau:
Die magische Welt in der die vier Kinder leben, unterscheidet sich kaum von unserer. Nur liegt sie in einer Zukunft, in der es kein freies Denken und Träumen mehr gibt und in der ein Ministerium alle Menschen auf Schritt und Tritt überwacht. Diese düstere Ausgangslage wird aber stets mit vielen hoffnungsvollen Lichtblicken, mutigen Ideen und dem Zauber der Freundschaft durchbrochen.

Meine Empfehlung:
Ich habe diesen ersten Band der Reihe mit grossem Vergnügen gelesen und bin tief in die extrem spannende und wunderschön erzählte und illustrierte Geschichte eingetaucht. Die weiteren Bände werde ich mir auf jeden Fall auch kaufen.

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