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Veröffentlicht am 04.06.2026

2, 3, 5, 7 ...

Dead Girls Don't Dance
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“Das gemauerte Poolhaus ist größer als mein Zuhause und voll von weißen Korbmöbeln, muffigen Auflagen, alten Taschenbüchern und nicht aufgeblasenem Wasserspielzeug, Rückstände unserer Kindheit. Früher ...

“Das gemauerte Poolhaus ist größer als mein Zuhause und voll von weißen Korbmöbeln, muffigen Auflagen, alten Taschenbüchern und nicht aufgeblasenem Wasserspielzeug, Rückstände unserer Kindheit. Früher dachte ich immer, dass sie etwas bedeutet hätte. Dass wir hier zusammen etwas aufgebaut hätten.” (Seite 26)



Ein tödlicher Sommer und eine tiefe Schlucht, in der jede Menge Geheimnisse schlummern. Das Buch hatte mich allein von der Story her total angesprochen. Eine tote Schwester, ein Sommer später stirbt wieder jemand und mittendrin Addie die kleine Schwester, die versucht mit Seth das Geheimnis um die Morde? Zu lösen. Die Autorin schafft es wunderbar, eine dichte Atmosphäre zu erzeugen, in der eine leise Bedrohung unterschwellig mitschwingt.

Was mir besonders gefiel, war das Kleinstadtsetting, die Erinnerungsfetzen an vergangene Sommer und das dunkle Erwachen aus einer Kindheitsnostalgie. Besonders bemerkenswert ist, dass die Autorin ein gutes Auge für Details hat, dadurch wird die Geschichte lebendig. Jedoch wurden meiner Meinung nach manchmal zu viele Äußerlichkeiten der Charaktere forciert, welche die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben. Ich muss jetzt wirklich nicht wissen, wie X seine Haare trägt und Y und Z ...

Die Kapitel sind sehr kurzgehalten, was einem das Gefühl von „noch ein Kapitel lesen“ gibt, dennoch täuscht es nicht über die etwas langatmige erste Hälfte des Buches hinweg.

Spannung wird meiner Meinung nach nicht wirklich erzeugt, der Fokus liegt doch sehr auf den Figuren und der Liebesgeschichte. Vieles ist auch recht vorhersehbar, und so richtig fesseln konnte mich der Jugendthriller nicht. Dennoch mochte ich den Erzählstil und die Atmosphäre, die erzeugt wurde, sehr.

Addie und Seth sind vielschichtig ausgearbeitet, und ich mochte die Handlung mit all diesen ganz normalen Begebenheiten, sei es ein Freiluftkino, ein geheimer Ort seit der Kindheit oder die vielen Geheimnisse.

Auch die ganzen Nebenfiguren erhalten viel Raum und eine Backroundstory, gerade das macht die Geschichte greifbar und authentisch.

Fazit: Ein atmosphärischer Jugendthriller mit einem tollen Setting und viel Liebe zum Detail, dem es für meinen Geschmack aber etwas an Tempo und echter Überraschung gefehlt hat. Für Einsteiger ins Genre oder Fans von Kleinstadt-Dramen ab 14 Jahren aber definitiv eine gute Leseempfehlung!

3,5 ⭐

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Veröffentlicht am 01.06.2026

„Ich würde gerade töten für einen verfluchten McFlurry“ (Und Lucifer so: 👀)

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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„Ich wurde zu lange wie ein Monster behandelt, als dass ich mich für ungefährlich halten könnte. Dämon bleibt Dämon. Ich weiß noch ganz genau, wie er mir diesen Satz vor vielen Jahren das erste Mal ins ...

„Ich wurde zu lange wie ein Monster behandelt, als dass ich mich für ungefährlich halten könnte. Dämon bleibt Dämon. Ich weiß noch ganz genau, wie er mir diesen Satz vor vielen Jahren das erste Mal ins Gesicht gesagt hat.“ (Seite 20)



Die Halbdämonin Lilian kämpft in einem düsteren Orden in Edinburgh um ihr Überleben. Als sie jedoch stirbt, geht ihr bester Freund Jupiter einen gefährlichen Pakt mit Lucifer höchstpersönlich ein, um sie zurückzuholen. Das Problem? Lucifer und Jupiter teilen sich nun einen Körper.

Das hatte mich sofort, auch wenn ich im Nachhinein der Meinung bin, dass bereits zu viel im Klappentext gesagt wurde, da es doch einen großen Teil der Spannung rausnimmt. Es hätte mich mehr schockiert, wenn ich es vorher nicht gewusst hätte.

Marie Niehoff erzeugt eine absolute Sogwirkung, aufgrund der Prämisse, dass der Rat über Lilians Leben abstimmt. Sie nutzt eine sehr dynamische, moderne Ich-Perspektive (Lilian), die den Leser sofort ins Geschehen zieht. Schon auf den ersten Seiten hatte mich die Geschichte. Ich finde es wird sehr fein nuanciert dargestellt, wie Lillian sich fühlt. Ihre Ängste, ihre Wut auf den Orden und die Einsamkeit. Das hat sie für mich als Charakter unglaublich greifbar gemacht. Auch das Setting im düsteren und verregneten Edingburgh passt perfekt, denn es erschafft eine wunderbare dunkle Grundstimmung. Die Dynamik zwischen Lilian und Jupiter war gutgeschrieben und ich fand auch Jupiter unheimlich süß, wie er sich um Lil gekümmert hat, jedoch blieb dabei manchmal so ein Beigeschmack von Obsession. Jupiter ist der klassische “Golden Retriever”, der alles für sie tun würde. Die Vertrautheit zwischen den beiden ist spürbar und ich finde auch die Insider zwischen ihnen gut gemacht. Allerdings stört mich hier besonders das Pacing. Die beiden haben eine tiefe und emotionale Bindung seit 4 Jahren und Lil hat ihn aus Angst vor Verlust noch nie geküsst. Aber bereits wenige Seiten später wird der Slow Burn direkt zerstört und es gibt spice unter der Dusche. Das fühlte sich nicht authentisch an, auch wenn ich die Szene sehr hot fand.

Leider hatte ich aber auch so ein paar Probleme mit dem Buch, weshalb ich jetzt doch eher zu 3,5 Sterne tendiere. Ich fand das Buch insgesamt gut, die Geschichte spannend, aber es gab Dinge, die haben mich immer wieder rausgerissen. Das Buch krankt an einem Gen-Z Overload, es wirkt auf Krampf und zu gekünstelt. Phrasen wie "detoxen", "Traumabonding" oder “vanilla boy” wirken in einem jahrhundertealten, düsteren Orden komplett deplatziert und gewollt. Außerdem wird hier das Thema ADHS fast wie ein Lifestyle-Label eingeworfen ("TikTok sagt..."), statt es organisch und tiefgründig zu verarbeiten. Es wirkte auf mich, als wollte man das Thema unbedingt als modernen "Trend" im Buch unterbringen, anstatt es organisch und subtil über Lilians Verhalten zu zeigen. In einer Welt voller Magie und Dämonen wirkt der Verweis auf TikTok-Diagnosen einfach falsch. Das Buch spielt in unserem Jahrhundert, wahrscheinlich hat man deshalb so viele social media Verweise mit eingebaut. Auch die Darstellung des Rats als reine Ansammlung von "weißen Ü60-Männern" war mir etwas zu klischeehaft und platt. Es kratzt damit natürlich an einem Thema, dass gerade im Fokus ist, aber es passt meiner Meinung nach nicht in eine Fantasie Geschichte. Vielleicht hätte man es irgendwie anders machen können. Subtiler und nicht so plakativ. Zudem bleibt Lucifer (auch wenn ich seine Art echt mochte) in seinen Absichten noch viel zu blass, wodurch manche emotionale Entwicklung nicht ganz nachvollziehbar war.

Fazit: Ein Buch mit zwei Gesichtern (haha, ein bisschen passt es ja), einerseits ein packender und emotionaler Plot mit einer starken Grundidee und einer guten Tension zwischen den Charakteren. Andererseits macht der moderne Slang die düstere Atmosphäre kaputt und kratzt dadurch an der Ernsthaftigkeit. Damn aber das Ende... ich möchte Band 2. Jetzt. Sofort.

Randnotiz: Kleiner heimlicher Star der Vogeldämon Aleistair. “Pakt”

3,5⭐

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Georgia Dubois kriegt niemand klein

Chasing Hearts
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“Pole Position, Baby!” (Erster Satz)

Das Buch war dafür, dass ich nicht sonderlich hohe Erwartungen hatte, recht gut gelungen. Ich wollte eine einfache Geschichte, die mich unterhält und ich war neugierig ...

“Pole Position, Baby!” (Erster Satz)

Das Buch war dafür, dass ich nicht sonderlich hohe Erwartungen hatte, recht gut gelungen. Ich wollte eine einfache Geschichte, die mich unterhält und ich war neugierig auf diese Art von Sportsromance. Ich habe inzwischen schon sehr viel zu Eishockey gelesen/gehört und fand es schön mal eine anders Sportsetting zu bekommen. Das Buch birgt interessante Ansätze. Die Sportelemente empfand ich manchmal als sehr übertrieben. Der Schreibstil ist recht modern und gespickt mit vielen Formel 1 spezifischen Begriffen.

Die Rennszenen sind kurz, prägnant und voller Fachwörter (Pole Position, Saftey Car). Bereits zu Beginn sind wir Adrenalin geladen, da wir direkt in eine Rennszene geworfen werden. Georgia fährt das Rennen unteranderem gegen ihren Bruder Henri.

Was mitunter anstrengend und verwirrend ist, sind die abrupten Szenenwechsel. Wir geraten übermäßig häufig, unvermittelt in neuen Situationen/ Ländern, dass fühlt sich nicht organisch an. Hier hätte ein Navi der Erzählstruktur gutgetan.

Die „Fake Dating“-Prämisse ala PR-Masche hatte ich so jetzt schon ein paar Mal und war dadurch nicht wirklich überraschend, dennoch haben mich die Figuren emotional abgeholt. Georgia Dubois ist eine faszinierende Prota, die sich in einer Männerdomäne behaupten muss. Besonders stark fand ich den Kontrast zwischen ihrem eisernen Willen auf der Strecke („Georgia Dubois kriegte niemand klein“) und ihrer tiefen Verletzlichkeit bei den Pressekonferenzen. Ihre Angstzustände und das Imposter-Syndrom machten sie für mich greifbar und nahbar. Luca Rossi ist der klassische, arrogante Playboy, dessen Ruf durch Yacht-Skandale ruiniert ist. Doch unter der Oberfläche brodelt der enorme Druck seines Vaters, eines dreifachen Weltmeisters. Sein Frust über die Rolle als ewige „Nummer zwei“ hinter Henri gibt seinem Charakter eine Bitterkeit, die ihn weit interessanter macht als einen bloßen Love Interest.

Absoluter hook die „Rivals-to-Lovers“-Dynamik. Schon beim ersten Aufeinandertreffen auf der Strecke spürt man die gegenseitige Abneigung und den harten Konkurrenzkampf. Auch wenn die Lovestory vorhersehbar ist, hat sie viele echte emotionale Momente.



Fazit: Das Formel-1-Setting ist präsent und leidenschaftlich umgesetzt. Wer über die holprigen Übergänge hinwegsehen kann, bekommt eine unterhaltsame Romance mit zwei Protas, die mehr Tiefgang haben, als der Klappentext vermuten lässt. Ein solides Buch für zwischendurch.



3,5 ⭐

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Veröffentlicht am 10.05.2026

„Aber wenn ich nicht ausatme, wird mir das Herz schwer. Also schreibe ich weiter Briefe.“

Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand
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“Neben der Aussicht hatte noch etwas anderes ihre Liebe zum Letter Shop geweckt. Es war die Farbe der Wände, die den Ton einer reifen Aprikose hatten. Die Farbe auf den leicht unebenen Betonwänden erinnerte ...

“Neben der Aussicht hatte noch etwas anderes ihre Liebe zum Letter Shop geweckt. Es war die Farbe der Wände, die den Ton einer reifen Aprikose hatten. Die Farbe auf den leicht unebenen Betonwänden erinnerte sie an eine kleine Pappschachtel aus ihrer Kindheit, in der sie Spielzeugringe oder Haarbänder aufbewahrt hatte. Deren Anblick vermittelte ihr ein Gefühl von Geborgenheit und Freude, als seien alle wertvollen Dinge an einem Ort versammelt.” (Seite 23)



Ich würde dieses Buch als typisches palate cleanser Buch beschreiben. Leise, unaufgeregt und gefüllt mit schönen Worten.

„Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ ist wirklich treffend als Buchtitel. Eine Geschichte, die entschleunigt und dabei ein bisschen aus der Zeit gefallen scheint. Es betrachtet die kleinen Momente sowie Details und wirkt dabei schon beinahe schüchtern. Wie die asiatische Kultur, demütig und zurückhaltend. Es geht um gescheiterte Träume und mittendrin die Prota Hyoyeong. Sie ist auf der Suche nach Heilung, nach Ruhe, nach Beständigkeit. Sie landet also in einem kleinen Briefladen in Seoul, ein Ort wie eine kleine Rettungsinsel, gestrandet in der Zeit. Hier gibt es luxuriöses Schreibzeug, schönes Briefpapier, Deko und den Duft von Ink Wood. Außerdem eine kleine Besonderheit. Den anonymen Penpal Service. Ein Service für Menschen, die ihre Ängste, Gedanken und Träume zu Papier bringen und dabei Brieffreundschaften mit Gleichgesinnten pflegen können.

Das Buch hat eine gewisse und ruhige Poesie. Die Beschreibungen sind wunderschön. Düfte, Details und Stimmungen werden gekonnt eingefangen. Dabei ist immer der Fokus auf der asiatischen Zurückhaltung. Hyoyeong erstarrt, nur weil eine Kundin sie direkt anspricht. Sie versteckt sich im Laden hinter einem Vorhang, um keinen Blickkontakt zu haben und die Menschen aus ihrem sicheren Versteck zu beobachten. Es macht die soziale Ängstlichkeit spürbar, im Buch wird sie allerdings als Heilung inszeniert. Hyoyeng heilt, indem sie einfache Tätigkeiten wie das Papierfalten ausübt. Das Setting der Briefladen ist der Ankerpunkt der Geschichte. Mir hat er ein Gefühl von Geborgenheit gegeben. Er ist cozy und dabei wie eine sanfte Umarmung. Der Penpal Service ist wirkliche eine zuckersüße Idee und hat mich sofort begeistert.

Ich fand das Buch insgesamt sehr schön und erholsam für zwischendurch. Was mich aber meist an dieser Art von Geschichten stört, ist die repetitive Erzählstruktur. Es geht um sehr viele Einzelschicksale durch die Briefe, die wir erfahren, dadurch verlieren wir aber die Prota aus dem Blick. Die Melancholie schlummert dabei immer unter der Oberfläche und kann schmerzhafte Gedanken triggern.

Fazit: Ein sehr ehrliches, detailreiches und unaufgeregtes Buch voller schöner Beschreibungen. Perfekt, wenn man mal kurz durchatmen und sich in einer Geschichte ausruhen will.



3,5⭐

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Ein tödlicher Wettkampf hinter violetten Augen

Magic Drowned in Blood
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„Ich sehe nicht, was am anderen Ende auf uns wartet. Ich sehr gar nichts, außer eine viel zu schöne untote Frau, der mein ewiger Hass gehört.“ (Seite 14)

Die Gestaltung der BLOOD AND MAGIC-Reihe ist ein ...

„Ich sehe nicht, was am anderen Ende auf uns wartet. Ich sehr gar nichts, außer eine viel zu schöne untote Frau, der mein ewiger Hass gehört.“ (Seite 14)

Die Gestaltung der BLOOD AND MAGIC-Reihe ist ein absoluter Hingucker (sowohl innen als auch außen) und verspricht genau die düstere Romantasy-Atmosphäre, die ich im Moment so gerne mag. Doch hält der Inhalt, was das schöne Aussehen verspricht?
Wir begleiten Lark, eine Halbvampirin mit Restmagie, die am Nightcastle College eigentlich nur eines will: unsichtbar bleiben. Doch dann wird ihr Name bei der Auswahlzeremonie zur Schattengeliebten für einen der beiden Prinzen Loras und Tarabas gezogen. Die tödlichen Prüfungen beginnen.
Doch wer hat ihren Namen ins Losverfahren gebracht?
Warum ist sie so anders als die anderen?
Diese Mischung aus Vampirismus und Magie fand ich extrem spannend und mal was anderes. Lark ist als Protagonistin angenehm tough, nicht auf den Mund gefallen und hat genau die richtige Portion Biss, um sich in dieser feindseligen Welt zu behaupten.
Es gab auch so ein paar Punkte die mich gestört haben. Muss das Mobbing an solchen Elite-Colleges eigentlich immer so unfassbar kindisch sein? Manchmal fühlte sich das Gehabe der Mitschüler eher nach Sandkasten als nach blutrünstigem Vampir-Adel an. Ich weiß man erwartet so ein Drama an solchen Colleges. Aber in dem Buch ist ja eigentlich davon die Rede, dass jedes Alter an dieses College geht, sobald man zum Vampir wird, meiner Meinung nach war es dadurch zu viel Drama und Body-Shaming. Diese Diskrepanz zwischen der düsteren Welt und dem teils albernen Verhalten hat für mich leider etwas an der Glaubwürdigkeit gekratzt. Manchmal hat mir bisschen was gefehlt. Es gab zudem viele gute Ideen die aber nur oberflächlich blieben.
Drei Männer und ein Schicksal… Was mir richtig gut gefallen hat, sind die verschiedenen Perspektiven. Es bleibt nicht nur bei Lark, sondern wir dürfen auch in die Köpfe der zwei Prinzen: Loras und Tarabas schauen. Und dann ist da noch Payne, ein weiterer Charakter, der das Gefüge noch mal interessanter macht. Diese unterschiedlichen Sichtweisen machen die Handlung deutlich vielschichtiger und man fragt sich ständig: Wer spielt hier eigentlich welches Spiel und wem kann man trauen? Die Dynamik zwischen den Brüdern Loras und Tarabas ist dabei besonders reizvoll, da sie zwei völlig unterschiedliche Pole verkörpern.
Man fliegt förmlich durch die Seiten. Der Schreibstil von Christina Rain ist locker, leicht und hat eine enorme Sogwirkung. Man merkt gar nicht, wie die Kapitel verstreichen ich würde es als ein klassisches „Nur-noch-ein-Kapitel“-Buch beschreiben. Auch bekommen wir Leser sehr viel spice. Er ist wirklich gutgeschrieben, ansprechend dosiert und fügt sich stimmig in die Geschichte ein, ohne die eigentliche Handlung komplett zu überlagern. Es knistert an den richtigen Stellen und die Spannung zwischen Lark und ihren "Gegenspielern" ist greifbar.
Fazit: Ein fesselnder Auftakt, der vor allem durch das rasante Tempo und die interessante Magie-Vampir-Mischung punktet. Wer über das teils kindische Verhalten am College hinwegsehen kann und Lust auf eine ordentliche Portion Vampire, gut geschriebenen Spice und royale Machtspiele hat, wird hier gut unterhalten. Ein solider Reihenstart, der neugierig auf die weitere Entwicklung von Lark macht. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen.

3,5 ⭐️

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