9 Fälle - zwischen Recht und Gerechtigkeit, zwischen Schuld und Verschweigen, Wahrheit und Lüge
Feine RisseMeine Meinung
Kurzfazit-> Ich liebe es! Genau wie der Vorgänger Dunkle Momente fesselt auch dieses Werk (Das Hörbuch mit der Sprecherstimme ist absolut empfehlenswert)
Für alle Schirach-Fans!
"Feine ...
Meine Meinung
Kurzfazit-> Ich liebe es! Genau wie der Vorgänger Dunkle Momente fesselt auch dieses Werk (Das Hörbuch mit der Sprecherstimme ist absolut empfehlenswert)
Für alle Schirach-Fans!
"Feine Risse" packt sofort. Die Fälle schockieren, schaffen es länger darüber nachzudenken. Die Erzählweise, dieser Aufbau ist unglaublich packend und vor allem überraschend. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass Elisa Hoven nicht einfach Kriminalfälle erzählt, sondern die feinen Bruchlinien sichtbar macht, die sich durch Beziehungen, Entscheidungen und ganze Lebensläufe ziehen. Genau das hat mich am meisten berührt: wie schnell ein Moment, eine falsche Einschätzung oder ein unbedachter Impuls alles verändern kann.
Die Figur Eva Herbergen hat mich besonders angesprochen. Sie wirkt für mich unglaublich menschlich – jemand, der versucht, das Richtige zu tun, und dabei trotzdem immer wieder an Grenzen stößt. Ich mochte ihre Mischung aus Professionalität und Verletzlichkeit und ihre Offenheit.
Am Ende blieb bei mir ein Gefühl von Nachdenklichkeit zurück. Feine Risse hat mir gezeigt, wie fragil Gerechtigkeit sein kann – und wie dünn die Linie zwischen Schuld und Unglück manchmal ist. Man fragt sich nach dem Lesen, wie viele solcher Fälle es in Wahrheit wirklich noch gibt.
Klappentext
Eva Herbergen, engagierte Strafverteidigerin, will sich langsam aus ihrer Arbeit zurückziehen und mit Ehemann Peter das Alter genießen. Doch die düsteren Schatten ihrer Fälle reichen bis in ihr Privatleben hinein. In packenden Tableaus leuchtet Elisa Hoven in »Feine Risse« juristische wie biographische Dunkelzonen aus: Sicherheit ist Illusion, ein Urteil bleibt immer nur eine Annäherung an die Wahrheit. »Feine Risse« führt ins Dickicht der Zufälligkeiten bei der Entstehung von Straftaten. Die Ursachen verstecken sich oft tief in einer Vorgeschichte – und liegen manchmal so nahe, dass sie umso leichter übersehen werden.
Über die Autorin
Elisa Hoven, 1982 in Berlin geboren, ist Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig und Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof. Sie hat in Cambridge, Harvard, Berkeley, Los Angeles, Phnom Penh, Basel und Sydney geforscht. Ihre Leidenschaft ist das Strafrecht, sie beschäftigt sich mit der Genese und den Folgen von Verbrechen. Neben belletristischer Literatur veröffentlicht sie auch im Sach- und Kinderbuch. Elisa Hoven lebt in Berlin und hat zwei Kinder.
Quelle: Verlag / vlb