Zwischen rubinrot und preußenblau
Träume aus FeuerWieder einmal hat Florian Illies es geschafft mich mehr als beeindruckt zurückzulassen und das diesmal sogar auf gerade einmal 120 Seiten. In seinem neuen Roman "Träume aus Feuer" reist er mit uns zurück ...
Wieder einmal hat Florian Illies es geschafft mich mehr als beeindruckt zurückzulassen und das diesmal sogar auf gerade einmal 120 Seiten. In seinem neuen Roman "Träume aus Feuer" reist er mit uns zurück ins 17. Jahrhundert. Die Zeit des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelms, wahrlich keine leichte Zeit und doch schafft ein Mann es mit seinem wissen (und auch etwas Glauben oder gar Übermut?) sie etwas prunkvoller zu machen: Johannes Kunckel, Alchimist und enger Vertrauer Friedrichs. Er erschafft, ein Glas wie es zuvor noch keiner erschaffen hat. Eigens dafür schenke der Kurfürst ihm gleich eine ganze Insel. Die Pfaueninsel, südwestlich Berlins in Havel gelegen, bot genug Platz und Ruhe um Träume wahr werden zu lassen.
Doch Neid und Missgunst lagen bereits damals in der Natur des Menschen, so kam es das Kunckel bei Friedrichs Gefolgschaft und sogar bei dessen Kindern, kein gerngesehener Gast am Hofe war. Mit dem Tod des großen Kurfürsten bekam er dies auch in voller Gänze zu spüren, bis am Ende alles in Flammen aufging.
Eine kurze intensive Reise in eine längst vergessene Zeit. Mit seinem Schreibstil und seiner unverkennbaren art zu Schreiben schafft Florian Illies auch in diesem Werk eine unvergleichbare Atmosphäre. Für mich wieder einmal vom Titel über Cover bist hin zur Geschichte ein Gesamtkunstwerk.
Selbst der Verlag in welchem dieses Werk erscheint könnte passender nicht sein.
Für mich eine klare Empfehlung!