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Veröffentlicht am 13.07.2025

Mystery Thriller für Jugendliche - spannend - dystopisch - zum Nachdenken - Zeitreise in die Vergangenheit

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Jason oder J-4418, wie er offiziell heißt, wusste schon immer, dass etwas nicht stimmt. Die Welt um ihn herum kommt ihm unwirklich vor. Dies ändert sich, als er Namira kennenlernt. Gemeinsam stürzen sie ...

Jason oder J-4418, wie er offiziell heißt, wusste schon immer, dass etwas nicht stimmt. Die Welt um ihn herum kommt ihm unwirklich vor. Dies ändert sich, als er Namira kennenlernt. Gemeinsam stürzen sie sich quer durch die Vergangenheit in die abenteuerliche Suche nach den Timelocks.

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Besonders die Erzählweise fand ich sehr spannend und ungewöhnlich. In zwei parallel verlaufenden Handlungssträngen begleitet der Leser abwechselnd Jason, der in der Hauptstadt Nimropia (New York) lebt, sowie Otaku und Hana in Kyoto, Japan. Während Jason sich in einer emotionslosen Lehranstalt des Überwachungsstaats alleine durchschlägt, bestreiten Otaku und Hana als Wahlgeschwister ihr Leben mit großen Entbehrungen im Untergrund, um der Einweisung in eine solche Anstalt zu entgehen. Diese zwei unterschiedlichen Blickwinkel machen das Setting für den Leser besonders gut erfahrbar. Aus den verschiedenen Perspektiven betrachtet, wird das ganze Ausmaß der dystopischen Gegenwart ersichtlich. Sobald die Zeitsprünge beginnen und die Zeitrebellen erfolgreich bei ihrer Suche sind, dient die Sichtweise von Hana außerdem dazu, den Erfolg der Zeitreisen sowie die Veränderungen in der Gegenwart darzustellen.
Jason und Namira verschlägt es in den historischen Episoden zum einen in die Eiszeit mit Mammuts und Neandertalern, zum anderen besuchen sie das alte Ägypten mit Pharaonen, Sklaven und Pyramiden. Als Ausblick auf den nächsten Band erfolgt im Epilog ein Zeitsprung ins alte Rom. Einzigartig ist, dass diese Reisen alle mit Gedankenkraft erfolgen. Der Hauptcharakter erfühlt quasi den Zeitstrom. Faszinierende Idee.
Brennend interessiert mich, was die Hauptcharaktere verbindet. Werden sich die 9-jährige Hana und der 14-jährige Jason treffen und gemeinsam eine veränderte Gegenwart und eine neue Zukunft gestalten? Mich lässt dieses Buch nachdenklich und gespannt auf die weiteren Entwicklungen zurück.

Für Jungs und Mädchen im Alter ab 12 Jahren geeignet, wenn sie spannende Zeitreisen in die Vergangenheit mögen und dafür eine dystopische Gegenwart akzeptieren können. Das Setting ist anfangs etwas düster, kalt und grausam. Mit Beginn der verblüffenden Zeitsprünge wird es abenteuerlich und historisch informativ. Das Buch enthält keine in sich abgeschlossene Geschichte, die verschiedenen Handlungsstränge werden hoffentlich in den zwei Folgebänden verknüpft.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

fantastisches London - Handwerksgilden - Magie zum Anfassen - Wahrheitssuche - spannende Verfolgungsjagd - rätselhafte Hinweise - mysteriöse Gegenstände

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme
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Die Meister-Glasbläserin Serena wird auf spektakuläre Weise entführt. Ihre Enkelin Lucy, die alles hautnah miterlebt hat, muss allerdings feststellen, dass sie ihren Erinnerungen an die Tat nicht trauen ...

Die Meister-Glasbläserin Serena wird auf spektakuläre Weise entführt. Ihre Enkelin Lucy, die alles hautnah miterlebt hat, muss allerdings feststellen, dass sie ihren Erinnerungen an die Tat nicht trauen kann. Gemeinsam mit ihrem engsten Freund, ihrem kleinen magischen Begleiter und zwei neuen unerwarteten Verbündeten macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Diese magische Schulgeschichte der anderen Art wird aus Sicht von Lucy erzählt, die eine 12-jährige angehende Spellcrafterin ist. Die Schule wird „Workshop“ genannt und erinnert an eine Handwerks-Berufsschule, weil hauptsächlich praktisch gearbeitet wird. Jeder Spellcrafter-Lehrling besitzt eine besondere innere Kraft. In der Ausbildung lernt er oder sie diese Begabung gezielt einzusetzen. Lucy hat von ihrer Oma die „Magie der silbernen Flamme“ geerbt, mit der aus Glas verblüffende Gegenstände fabriziert werden können. Das auf dem Cover abgebildete Abzeichen samt Feuer speiendem Drachen trägt sie deshalb stolz auf ihrer Brust. Die weiteren magischen Handwerke sind die „Macht der weißen Sonne“ mit einem Bären im Wappen und der Fähigkeit Gegenstände aus Stein, Holz und Metall zu formen sowie der „Kunst der goldenen Blitze“ mit einer Spinne als Wappentier und dem Talent Kleidung mit unglaublichen Eigenschaften herzustellen. Aber alle diese außergewöhnlichen magischen Kräfte sind nicht das Besondere an dieser Geschichte, sondern die Beschreibung, wie sie gewirkt wird. Hier passiert Magie nicht einfach so durch Zaubersprüche oder Herumfuchteln mit einem Holzstab. Der Autor stellt die Magie leidenschaftlich, sehr lebendig und anschaulich durch Flammen, Lichtblitze, Rauch und andere visuelle Phänomene dar. Sie entsteht durch Konzentration im Inneren der Spellcrafter und ist ermüdend. Anschließend bahnt sie sich ihren Weg bunt und strahlend aus dem Körper und verbindet sich danach spektakulär beobachtbar mit den Werkstoffen. Mit dieser Version von Magie ist dem Autor eine ganz wunderbare Herangehensweise an das Thema gelungen.
Die Hauptperson Lucy ist eine gute Beobachterin und geht den Dingen auf den Grund. Sie stellt sich viele Fragen. Zusätzlich zu ihrer angeborenen Begabung scheint sie eine besondere Verbindung zur Anderswelt bzw. eine spezielle Wahrnehmung der Magie zu haben. Aus der Anderswelt kommt der „Aether“, eine goldene Substanz, die zwingend zur Herstellung von magischen Gegenständen benötigt wird. Die Aether-Versorgung wird von nicht magischen Autoritäten überwacht und reglementiert. Diese fünf Sept-Clans haben die absolute Macht in der Gemeinschaft der Spellcrafter. Die Gesellschaft, die beschrieben wird, ist wie ein Überwachungsstaat. Es existiert eine Art Kastensystem, an deren Spitze die Septs stehen. Die Spellcrafter sind das Fußvolk, die Arbeiter. Die Greeder stehen am unteren Ende des Systems, sie werden in Ketten gelegt, versklavt und zu Zwangsarbeit verurteilt. Dabei schien mir ganz oft Willkür im Spiel zu sein, weil schon geringste Verstöße zum Ausschluss aus der Gemeinschaft geführt haben. Zusätzlich leben im London dieser Fantasiewelt Leute, die dem Eisenorden angehören und Magie ablehnen, sowie normale Menschen, die nichts von der Magie erfahren dürfen. Außerdem gibt es Andeutungen, dass es Leben in der Anderswelt geben könnte. Noch ist mir nicht klar, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Deshalb bin ich gespannt auf die weiteren Bände. Aufgrund der düsteren Gesellschaftsstruktur sind verschiedene Szenarien denkbar. Bemerkenswert ist, dass sich Lucys Team zur Wahrheitsfindung aus allen drei Arten von Spellcraftern und einem Sept zusammensetzt, zwei Mädchen und zwei Jungen. Während ihrer Suche gerät sie in alle Gesellschaftsschichten. Sie übertritt Gesetze, wird aber auch rechtswidrig behandelt. Wenn sie Ungerechtigkeiten entdeckt, möchte sie diese ändern. Ihr Charakter birgt ganz viel Potential wie auch die Beziehung zu ihren Mitstreitern. Zum Kennenlernen der Spellcraft-Welt war dieser Band sehr gut geeignet. In den weiteren Bänden hoffe ich mehr über die Gedanken der Protagonisten zu erfahren, detailliertere Beschreibungen der Beziehungen zwischen den Personen zu lesen sowie weitere Informationen zum sozialen Gefüge zu erhalten.
Zur Auflockerung und für unerwartete Wendungen hat der Autor einen Charakter eingebaut, den ich ins Herz geschlossen habe. Patches ist ein magisches Stoff-Kuscheltier, das von Lucys verstorbenem Vater gefertigt wurde. Sein Benehmen erinnert an ein gut trainiertes Haustier, das nicht sprechen kann, aber sich irgendwie mitteilt, mitdenkt und mit Rat und Tat seiner Bezugsperson zur Seite steht. Hoffentlich spielt Patches auch in den nächsten Abenteuern eine Rolle.

Allen Jungen und Mädchen ab 12 Jahren erteile ich eine klare Leseempfehlung, wenn sie fantastische Bücher mit magischem Inhalt mögen. Lesenswert wird die Magie lebendig und anschaulich beschrieben. Euch erwarten auf den ersten Seiten jede Menge Informationen und neue Wörter zur faszinierenden Fantasy-Welt, im Anschluss eine spannende Verfolgungsjagd mit rätselhaften Hinweisen und mysteriösen Gegenständen. Das Setting wirkt teilweise düster, gruselig oder gefährlich. Rasant entwickelt sich die Story bis zum finalen aufregenden Kampf. Ein Ausblick am Ende macht neugierig auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

fantasievolle, abenteuerliche Schulgeschichte - Bekanntes gekonnt mit neuen spektakulären Ideen ergänzt

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Sophie lebt mit ihrer Familie in San Diego in den USA. Schon ihr ganzes Leben fühlt sie sich ausgeschlossen und hat keine Freunde. Sie versucht verzweifelt nicht aufzufallen, weil keiner wissen soll, dass ...

Sophie lebt mit ihrer Familie in San Diego in den USA. Schon ihr ganzes Leben fühlt sie sich ausgeschlossen und hat keine Freunde. Sie versucht verzweifelt nicht aufzufallen, weil keiner wissen soll, dass sie Gedanken lesen kann. Das alles ändert sich schlagartig, als sie bei einem Schulausflug auf einen Jungen trifft, der ebenfalls telepathische Fähigkeiten hat.

Mit Hauptdarstellerin Sophie durfte ich in diesem Buch eine ganz neue und sehr interessante fantastische Welt entdecken. Auch für Sophie ist alles neu. Bis zu ihrer Begegnung mit Fitz hat sie als Mensch gelebt, nun soll sie bei den Elfen leben und die Schule besuchen. Dort tragen die Schüler Umhänge und es gibt Einzelunterricht in unterschiedlichen Schulfächern wie „Elementalismus“, „Das Universum“, „Aktive Praxis“, „Metaphysik“ und „Alchemie“ sowie „Multiple Arten“. Außerdem gibt es Süßigkeiten in Dosen, die zusätzlich ein Geschenk enthalten – einen „Quassleranstecker“ zum Sammeln. Irgendwie kamen mir da Harry Potter und Hogwarts in den Sinn. Offensichtlich gibt es Parallelen zu den Schulfächern und den Naschereien, aber Elfen können nicht zaubern. Sie entwickeln meistens eine besondere geistige Fähigkeit, z.B. eine Gedankenkraft wie Telepathie. Das wiederum hat mich an „Die Spione von Myers Holt“ erinnert. Die Autorin variiert Bekanntes gekonnt, setzt Elemente neu zusammen und verbindet Altes mit erfrischenden, tollen neuen Ideen. Mir hat ihr Stil gut gefallen. Besonders die humorvollen Anspielungen auf die Unterschiede der Elfen- und Menschenwelt haben mich amüsiert. Sophie, die 12-jährige weibliche Hauptakteurin, ist eine sympathische Außenseiterin, die ehrlich, tierlieb, gefühlvoll und ein Familienmensch ist. Sie hatte es in der Menschenwelt nicht leicht, was ihren Charakter dementsprechend geformt hat. Sie handelt in der Elfenwelt sehr emotional und macht viel mit sich selber aus. Auch bei wichtigen Entscheidungen wird sie durch ihre Gefühle gesteuert. Trotz ihrer internen Auseinandersetzungen findet sie Freunde und ihren Platz im neuen Leben. Um dem Leser die Elfen-Welt näherzubringen, lässt die Autorin Sophie Fragen über Fragen stellen. Irgendwann war ich an dem Punkt, dass ich mir ein anderes Stilmittel gewünscht hätte, um die Verwirrung von Sophie darzustellen und dem Leser Informationen zukommen zu lassen. Aber trotzdem habe ich Sophie gerne begleitet, die Geschichte ist insgesamt sehr gut gelungen und ich war gefesselt. Für mich war es eine sehr gute Unterhaltung, an keiner Stelle habe ich ahnen können, was passieren wird und wie es weitergeht. Deshalb freue ich mich gespannt auf die Übersetzungen der weiteren Bände dieser Reihe, die in den USA schon 2012 erschienen ist. Warum erscheinen die Bücher in Deutschland erst so spät? Dieses ist wirklich gut und ich möchte auf keinen Fall verpassen, wie das Abenteuer um Sophie weitergeht.

Für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren geeignet, die abenteuerliche Schulgeschichten mit dem gewissen fantastischen Etwas mögen. Eine sehr gute, spannende Komposition von Elementen aus Geschichten wie „Harry Potter“, „Die Spione von Myers Holt“ und ähnlichen erweitert um zahlreiche neue spektakuläre Noten.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Verschroben lustiges neues Ermittlerduo

Tee, Tod und die versiegelte Tür
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Während 1910 der Halleysche Komet über Cornwall zu sehen ist, geschieht im Herrenhaus ein Mord. Gemeinsam mit Miss Decima, der Tante des Opfers, versucht der neue Hausdiener Stephen, seine Unschuld zu ...

Während 1910 der Halleysche Komet über Cornwall zu sehen ist, geschieht im Herrenhaus ein Mord. Gemeinsam mit Miss Decima, der Tante des Opfers, versucht der neue Hausdiener Stephen, seine Unschuld zu beweisen.

Das Setting in einem alten Herrenhaus auf einer Insel, die teilweise wegen des Wetters von der Außenwelt abgeschnitten ist, ist sehr gut gewählt und stimmig. Den Rahmen der Handlung bildet das Auftauchen des Halleyschen Kometen am Himmel über England. Dieser Komet ist auch der rote Faden und das Thema von Zeitungsartikeln, die immer wieder zwischen den Kapiteln abgedruckt werden. Durch diese authentischen Texte wird man ins Jahr 1910 katapultiert. Der Autor erzeugt eine besondere, undurchsichtige Atmosphäre, die den Leser die Geschichte hautnah miterleben lässt. Kalte Schauer liefen mir über den Rücken, als ich die sehr wirkungsvollen Sätze am Ende eines jeden Tages im Text gelesen habe. Sie brachten mich zum Nachdenken, wer es getan haben könnte. Aber der Fall ist verzwickt und gemeinsam mit den Hauptakteuren gerät man immer wieder auf falsche Fährten. Das Ermittlerduo aus alter Dame im Rollstuhl, die nicht auf den Mund gefallen ist, und jungem Diener mit Gefängnisaufenthalt, der den Tod seiner Mutter bedauert, hat mich überzeugt. Trotz des sehr großen Altersunterschieds bringen sie sich Verständnis entgegen und ergänzen sich super. Aufgrund der sehr spitzen Zunge von Miss Decima entstehen Situationen, wo einem die Luft wegbleibt, aber auch Szenen zum lauthals Lachen. Besonders komisch wird es im Zusammenspiel mit den restlichen, verschrobenen Charakteren, die sich als Angestellte oder auf Einladung des Viscounts in Tithe Hall auf Worlds End aufhalten. Dem Autor ist eine sehr britische Beschreibung gelungen und er hat sprachlich die damalige Zeit gut getroffen. Die Auflösung des Falls ist ungewöhnlich. Das Ende hat mich überrascht. Bei einem zweiten Band würde ich sicherlich wieder zugreifen.

Ein Locked-Room-Mordfall der besonderen Art für Krimi-Leser, die es ruhig,„very british“ und historisch mögen. Die Geschichte besticht mit ihrer Atmosphäre, authentisch, unheimlich, undurchsichtig, lustig und überraschend. Die Abschnittsenden regen mit wirkungsvoller Wortwahl zum Nachdenken und Mitraten an.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

außergewöhnliche Urban-Fantasy - spannendes Abenteuer - selbstbewusste Protagonistin

Starminster - Stadt in den Wolken
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Astrid darf in Überlondon, der Stadt in den Wolken, nach jahrelanger Gefangenschaft endlich eine Schule für besondere Kinder besuchen. Sie findet Freunde, geht verräterischen Spuren nach und erlebt Abenteuerliches.

Es ...

Astrid darf in Überlondon, der Stadt in den Wolken, nach jahrelanger Gefangenschaft endlich eine Schule für besondere Kinder besuchen. Sie findet Freunde, geht verräterischen Spuren nach und erlebt Abenteuerliches.

Es hat mich sehr gefreut, die Stadt in den Wolken kennenzulernen. Unentdeckt schwebt sie über den Köpfen der Einwohner Londons. Überlondon ist eine sehr alte Stadt mit fantasievollen Gebäuden, die verschiedenen Blüten nachempfunden sind. Die Welten überschneiden sich teilweise, mit Übergängen in historischen Kathedralen und modernen Wolkenkratzern. Die strikte Trennung beider Welten, gepaart mit der Vielzahl an Regeln und der starken Hierarchie in Überlondon, führt zu Kontroversen unterschiedlicher Art. Einige Gruppen fühlen sich als etwas Besseres oder den anderen überlegen. So sind Konflikte zwischen Arm und Reich, Librae aus Überlondon und normalen Menschen, Librae mit Fähigkeiten und ohne allgegenwärtig.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Einzelgängerin, die schwierige Entscheidungen treffen und ihr Leben gestalten muss. In ihrer neuen Umgebung lernt sie Freundschaft, Familienleben und Freiheit kennen. Sie möchte dazugehören, muss aber lernen, im sozialen Gefüge zurechtzukommen. Selbstbewusst nimmt sie die ihr gestellten Aufgaben in die Hand und entscheidet sich, zu helfen, aber auch gegen den Strom zu schwimmen. In der Schule liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung der besonderen Fähigkeiten der Jugendlichen. Auch Naturwissenschaften, insbesondere Physik, sowie Technik, Kunst, Architektur, Historisches und der Sternenhimmel werden thematisiert.
Der Einstieg in die Geschichte war intensiv. Astrids Situation ist sogar noch schlimmer als die von Harry Potter. Obwohl sie von ihrer Mutter betreut wird, ist sie eine Gefangene. Die Autorin hat sich eine wirklich grausame Ausgangssituation ausgedacht. Im Anschluss hat mich die Welt der Librae gefesselt. Spannend, geheimnisvoll sowie mit einer guten Portion Kritik und Anregungen zum Nachdenken entwickelt sich die Erzählung. Ich bin neugierig, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

Dieser außergewöhnliche Urban-Fantasy-Roman für Jungen und Mädchen ab 12 Jahren spielt in einem fantastisch veränderten London. Während ihres spannenden Abenteuers setzt sich Einzelgängerin Astrid selbstbewusst durch. Sie muss schwierige Entscheidungen treffen, unerwartete Geheimnisse entschlüsseln, sich mit wissenschaftlichen Fragen beschäftigen, Hierarchien hinterfragen, Freundschaften aufbauen und Familienzusammenhalt verstehen.

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