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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2026

Ein neuer Superheld

Action Dude 1: Zoff im Freizeitpark
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Für "Action Dude", einen neunjährigen Jungen, ist fast alles aufregend, sogar das Einkaufen für die Mama. Na ja, fast alles: die Babysachen aussortieren, das wäre dann doch zu langweilig. Da bekommt Action ...

Für "Action Dude", einen neunjährigen Jungen, ist fast alles aufregend, sogar das Einkaufen für die Mama. Na ja, fast alles: die Babysachen aussortieren, das wäre dann doch zu langweilig. Da bekommt Action Dude den Auftrag, im Freizeitpark die wildgewordenen Roboter wieder auf Spur zu bringen...
Diese Story ist bis zum Ende spannend. Manches ist nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint.
Zudem ist das Buch auch total witzig. Schon allein der Charakter Action Dude in seiner Widersprüchlichkeit: Er sieht ja nicht gerade wie ein Superheld aus, traut sich aber allerhand (wobei er sich gerne überschätzt) und hat dann wieder Angst in vergleichsweise harmlosen Situationen. Er ist, im Gegensatz zu anderen Superhelden, ein Held mit Herz und auch Schwächen. Man muss ihn einfach mögen. Und viele Kids können sich wahrscheinlich mit ihm identifizieren. Da ist einerseits der Wunsch nach Abenteuern und danach, die eigenen Kräfte unter Beweis zu stellen und eine wichtige Aufgabe zu meistern. Andererseits gibt es auch Ängste, vor Unbekanntem und vielleicht sogar vor Spinnen.
Unser Zehnjähriger liest nicht besonders gern. Aber diesen Comic hat er in einem Rutsch durchgelesen. Und mir hat das Buch auch sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Lustig und informativ

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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Zunächst hatte ich tatsächlich gedacht, es handelt sich bei dem Buch über einen ganz besonders albernen Krimi. Aber es ist ein Sachbuch. Es geht um Pflanzen und Tiere in unserem Garten und wer ihnen Schaden ...

Zunächst hatte ich tatsächlich gedacht, es handelt sich bei dem Buch über einen ganz besonders albernen Krimi. Aber es ist ein Sachbuch. Es geht um Pflanzen und Tiere in unserem Garten und wer ihnen Schaden zufügt. Diese Schäden gehen von Einbruch und Vandalismus über Raub und Diebstahl bis zu Mord und Totschlag. Hier wird professionell vorgegangen: Zuerst wird der Kriminalfall vorgestellt, der Tatort genau untersucht und Indizien werden gesammelt. Zeugenbefragungen werden durchgeführt. So kommt man jeweils auf einige Verdächtige, die nun genauer unter die Lupe genommen werden, bis Täter und dessen Motiv eindeutig feststehen. Am Schluss jeden Falles ist noch zu lesen, was man als Gärtner tun kann, damit nicht wieder etwas passiert, oder um die Schäden in Zukunft zumindest einzudämmen. Man kann bei jedem Fall mitraten. Und manchmal ist die Auflösung nicht, wie zuerst gedacht, ein ganz fies aussehendes Insekt sondern ein süsses Tierchen wie zum Beispiel die Blaumeise.
Ich finde das Buch großartig. Es ist lustig geschrieben und trotzdem sehr informativ. Weniger zum einmal schnell Durchlesen als zum immer wieder Nachschauen, wenn man etwas Seltsames im Garten entdeckt. Die Fotos sind auch toll.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Kinder, Kinder!

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt
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Zwei befreundete Paare machen zusammen Urlaub an der Côte d'Azur. Die einen haben Kinder, die anderen nicht, die einen sind reich, die anderen nicht.
Man erwartet von Anfang an, dass das Ganze in einer ...

Zwei befreundete Paare machen zusammen Urlaub an der Côte d'Azur. Die einen haben Kinder, die anderen nicht, die einen sind reich, die anderen nicht.
Man erwartet von Anfang an, dass das Ganze in einer Katastrophe endet und hofft gleichzeitig, dass es doch nicht so ist. Der Schluss ist dann ganz überraschend, völlig anders als von mir erwartet. Ehrlich gesagt habe ich ihn nicht zu hundert Prozent verstanden.
Man lernt die vier Personen im Lauf des Buches sehr gut kennen, mit ihren jeweiligen Gedanken und Wünschen. Zwischendurch tritt auch noch die Putzfrau und Gärtnerin auf, die wiederum einen völlig anderen Lebenshintergrund als die beiden deutschen Paare hat.
Hauptthema des Buches ist der Kinderwunsch, und obwohl mich dieses Thema persönlich zur Zeit so gar nicht beschäftigt, hat mich das Buch total gepackt.
Ich habe den dünnen Roman mit seinen nur 219 Seiten fast in einem Rutsch durchgelesen, konnte gar nicht aufhören, weil mich die Personen, obwohl sie mir nicht unbedingt sympathisch waren, sehr angesprochen haben. Und sie werden mich sicher auch nach Ende der Lektüre noch eine Weile begleiten.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Ups und Downs eines Wrestlers

Sunset Flip
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Das Buch startet im Jahr 1989. Augustine Schnuck, genannt "The Aug" ist gerade 30 Jahre alt und ein bekannter Wrestler in Kalifornien. Im Lauf der folgenden Kapitel verfolgen wir seine Karriere und seine ...

Das Buch startet im Jahr 1989. Augustine Schnuck, genannt "The Aug" ist gerade 30 Jahre alt und ein bekannter Wrestler in Kalifornien. Im Lauf der folgenden Kapitel verfolgen wir seine Karriere und seine Beziehungen zu seiner Freundin Nadine, zu seinem Coach und zu seinen Kontrahenten. Wir erleben seine Triumphe und Abstürze mit. Auggie ist kein hirn- und empfindungsloser Muskelmann, sondern ein empfindsamer junger Mensch mit vielen Träumen und Hoffnungen, der auch viele Enttäuschungen erleben muss.
Diese Kapitel, in denen es zeitlich nach vorne geht, wechseln sich ab mit Kapiteln, in denen die Zeit zurückläuft, endend mit dem Jahr 1959, als der kleine Augustine in Iowa geboren wurde.
Diese Abwechslung macht das Buch besonders lebendig, die sehr vielen Dialoge noch viel mehr.
Die Welt der Wrestler ist eine mir sehr fremde, und ehrlich gesagt, interessiere ich mich nicht besonders dafür. Aber Auggie und Nadine sind mir von Anfang ans Herz gewachsen, und ich habe das Buch gerne gelesen.
Der Schreibstil hat mir so gut gefallen, dass ich mich gleich noch nach anderen Büchern von Joey Goebel umgeschaut habe.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Anna fängt nochmal neu an

Mirabellentage
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Ich habe bereits "Mühlensommer" der Autorin gelesen und erinnere mich nur noch daran, dass ich es gerne gelesen habe, in bleibender Erinnerung ist es mir leider nicht geblieben. Ich hoffte, dass es vielleicht ...

Ich habe bereits "Mühlensommer" der Autorin gelesen und erinnere mich nur noch daran, dass ich es gerne gelesen habe, in bleibender Erinnerung ist es mir leider nicht geblieben. Ich hoffte, dass es vielleicht bei diesem Buch anders käme. Es beginnt ja ganz interessant: Anna war viele Jahre lang die Haushälterin von Pfarrer Josef und hatte ein vertrautes Verhältnis zu ihm. Jetzt ist Josef ganz plötzlich gestorben, und für Anna wird sich einiges ändern.
Ich mag Bücher über Neuanfänge, und Anna war mir sympathisch. Es hat mich interessiert zu lesen, wie es für sie weiterging. Auch die Rückblicke in die Vergangenheit an ihr Leben in dem Dorf las ich gerne.
Womit ich weniger anfangen konnte, war der Humor: Zum Beispiel, dass der neue Pfarrer nur Plattdeutsch spricht und keiner ihn versteht, sowas finde ich nicht besonders originell. Und dass er dann so tut, als würde er Latein reden, er aber nur ein italienisches Kochrezept rezitiert, sowas ist doch albern. Viele dieser angeblich lustigen Begebenheiten waren einfach nicht mein Humor und haben mich nur genervt, weshalb ich dem Buch nicht volle fünf Punkte gebe.

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