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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.08.2025

Thrillerauftakt, der mich nicht richtig fesseln konnte

Der Trailer
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"Der Trailer" ist der erste Teil der dreiteiligen Donkerbloem-Reihe und gleichzeitig mein erstes gelesenes Buch dieses Autors.
Das Cover finde ich ansprechend gestaltet. Abgebildet ist ein silberner Trailer, ...

"Der Trailer" ist der erste Teil der dreiteiligen Donkerbloem-Reihe und gleichzeitig mein erstes gelesenes Buch dieses Autors.
Das Cover finde ich ansprechend gestaltet. Abgebildet ist ein silberner Trailer, der tatsächlich auch einen näheren inhaltlichen Bezug hat. Der passende Farbschnitt fügt sich gut ins Gesamtbild ein.

Inhaltlich stehen die Ereignisse vor 14 Jahren im Vordergrund. Die Junge Frau Lisa Martin wollte in Belgien ihrem Alltag entfliehen und brauchte eine Auszeit nach der Trennung mit ihrem Ex-Freund. Der Campingplatz Donkerbloem schien dafür wie gemacht - mitten in der Natur, nahe eines Sees und von einem dichten Wald umgeben. Doch der Schein trügt, das Paradies entpuupt sich schnell als etwas, mit dem Lisa nie gerechnet hätte...
14 Jahre später lässt Frieda Stahnke, suspendierte Polizistin, dieser Fall nicht los. Es wurde nie aufgeklärt, was mit Lisa damals wirklich geschah und dies lässt ihr keine Ruhe. Neben Frieda tauchen im weiteren Verlauf noch weitere Figuren in der Vordergrund, jede mit einer ganz eigenen Rolle in dem Geschehen.
Dadurch findet auch ein regelmäßiger Perspektivwechsel statt zwischen verschiedenen Personen, das macht die Erzählung recht abwechslungsreich.
Gut gefallen hat mir, dass es kein schlichtes "Gut und Böse" bei den Charakteren gibt. Jeder hat seine Hintergrundgeschichte und Makel und das macht irgendwie alle interessant.

Leider hat es mir insgesamt etwas an Spannung gefehlt. Mir fehlte das Gefühl, unbedingt wissen zu wollen wie es weitergeht und dass man das Buch am liebsten bis zum Ende nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Mir war schon relativ schnell klar, wer hinter einer der "mysteriösen Personen" stecken könnte, da die Handlungsmotive doch recht deutlich darauf hinweisen. Vielleicht nahm dies für mich auch die Spannung etwas raus.
Die Erzählung ist meiner Meinung nach auch einfach zu oft abgeschweift und dadurch konnte ich nicht richtig mitfiebern.

Da dies der erste Teil der Trilogie ist, wurden nicht alle Fragen beantwortet bis zum Ende, was aber auch okay ist. Es soll ja auch einen gewissen Antrieb geben, den Folgeband zu lesen.

Der Schreibstil war abseits des Inhaltlichen aber wirklich gut. Sehr flüssig und atmosphärisch geschrieben. Mir haben besonders gut die Beschreibungen des Campingplatzes und der Natur dort gefallen.

Daher vergebe ich alles in allem gut gemeinte 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Recht flache Handlung, wenig Spannung oder Wendungen

Gerächt sein sollst du
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"Gerächt sein sollst du" ist der Debütroman der Autorin Kaisu Tuokko und der erste Teil der Kristinestad-Reihe.
Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ganz nett, aber kein besonderes Highlight. ...

"Gerächt sein sollst du" ist der Debütroman der Autorin Kaisu Tuokko und der erste Teil der Kristinestad-Reihe.
Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ganz nett, aber kein besonderes Highlight. Es ist ein typisches Holzhäuschen in mitten der Landschaft zu sehen, das typisch für Skandinavien ist.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus den Blickwickeln von Eevi und Mats erzählt. Evi ist eine Journalisitin einer örtlichen Zeitung und unglücklich in ihrer Ehe. Ihr Mann Marik ist aufgrund seines künstlerischen Berufes leider oft nicht zu Hause und Eevi ist alleine mit ihren Gedanken und ihrem Wunsch einer Familie.
Mats ist ein Kriminalkommissar aus Vaasa, der für den Mordfall nach Kristinestad beordert wird, der im Fokus der Handlung steht.

Die Leiche eines jungen Mannes wird im Hafenbecken von Kristinestad aufgefunden. Mats ist in der Verantwortung, den Tathergang mithilfe seines Teams zu konstruieren und den Hinweisen nachzugehen.
Eevie hingegen wittert ihre Chance auf einen Artikel mit durchschlagendem Erfolg und trifft daher direkt am Fundort der Leiche auf Mats, ihre Jugendliebe wieder.

Diese beiden Handlungsstränge stehen ab sofort im Fokus und da Eevi und Mats sich schon lange kennen, werden diese Stränge mehr oder minder miteinander verwoben.

Die kriminaltechnische Arbeit hätte meiner Meinung nach noch etwas interessanter dargestellt werden können. Das erste Drittel des Buches fand ich noch gut geschrieben, wie man nach und nach die Figuren und Zusammenhänge kennenlernt. Ab dann wurde es für mich irgendwie langweilig mitzuverfolgen. Es kamen Stück für Stück neue Erkenntnisse und Zeugenaussagen, denen jeweils nachgegangen wurde. Dabei gab es aber keine packenden Enthüllungen sondern eher vorhersehbare Dialoge oder Ereignisse.

Die weitere Entwicklung zwischen Eevi und Mats kam für meinen Geschmack etwas zu kurz. Ich vermute aber, dass sich die Autorin dies für den zweiten Teil der Reihe aufhebt.

Leider hat mich der Inhalt insgesamt nicht überzeugt. Ich hätte mir mehr Wendungen, Überraschungen und Tiefgang gewünscht. Ich hatte das Gefühl, dass die Handlung und Charaktere recht flach gewesen sind und die Auflösung am Ende war kein "Aha"-Moment für mich und hat mich emotional nicht so mitgenommen, wie ich es mir von einem Krimi wünsche.
Es ging mir am Ende auch einfach viel zu schnell und einige der Personen haben sich unlogisch verhalten. Damit meine ich hauptsächlich die Person, die den Toten als letztes gesehen hat und dann einfach plötzlich frei darüber berichtet. Das hat für mich gar keinen Sinn ergeben.

Es war ingesamt einfach zu ruhig und langsam für meinen Geschmack.
Ich würde dem Krimi insgesamt 3,5 Sterne geben.

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Veröffentlicht am 06.06.2026

Nicht überzeugend - schwaches Pacing, schlechte Übersetzung, langweilige Romance

Crown of War and Shadow
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"Crowns of War and Shadow" hat mich insgesamt leider enttäuscht.
Dabei ist die Aufmachung des Buches wirklich hübsch, es fühlt sich hochwertig an, der Farbschnitt hat kräftige Farben und der Einband hat ...

"Crowns of War and Shadow" hat mich insgesamt leider enttäuscht.
Dabei ist die Aufmachung des Buches wirklich hübsch, es fühlt sich hochwertig an, der Farbschnitt hat kräftige Farben und der Einband hat goldene Verzierungen (die sich beim Lesen im Kontakt mit meiner Haut leider gelöst haben).

Die Geschichte beginnt recht vielversprechend. Man lernt zuerst Sorrel kennen. Sorrel lebt in einem Dorf in einer Taverne in ärmlichen Verhältnissen. Sie hat keine Familie, keine Freunde und kämpft Tag für Tag ums Überleben. Denn sie hat eine Gabe, die sie lieber im Verborgenen lässt: Sie kann sehen, wie ein Mensch stirbt wenn sie in seine Augen schaut und kann im Sterben liegende Menschen vor dem Tod bewahren.
Sie ist introvertiert, versucht sich unauffällig zu verhalten und folgt den Regeln, die ihr auferlegt werden. Dann trifft sie auf Merc den Mercenary. Japp, sie nennt ihn Merc, weil er ein Söldner (übersetzt: Mercenary) ist. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise durch das Land Anathos, um herauszufinden, wie und ob sie das Königreich vor dem König der Dämonen retten können.

Klingt in der Theorie super - aber in der Umsetzung hapert es.
Ich habe das Gefühl, dass das Lektorat hier leider versagt hat. Es gibt unzählige Rechtschreibfehler und so viele Passagen, die einfach keinen Sinn ergeben grammatikalisch oder inhaltlich. Die Erzählung wirkt insgesamt sehr holprig und auch die Dialoge wirken oft echt merkwürdig, inhaltslos und hölzern.
Gefühlt macht Merc ständig nur sexuelle Anspielungen und die Entwicklung der Beziehung der beiden geht überhaupt nicht vorwärts.

Das Pacing war mir auch zu langsam. Das Buch hätte man wirklich kürzen können, über 600 Seiten waren einfach zu viel für das, was letztendlich in der Geschichte passiert und viele Szenen wirkten wie Lückenfüller.

Die meiste Zeit über habe ich nicht verstanden, was nun eigentlich das Ziel von Merc und Sorrel genau ist und dadurch ging für mich auch Spannung verloren. Es hat mich eigentlich überhaupt nicht gejuckt, wie die Geschichte ausgeht und was nun mit den beiden passiert. Es dauert zu lange, bis man als Leser Hintergründe zur Welt, den Dämonen, Sorrels Fähigkeite, ihrer Vergangenheit, Mercs Absichten etc. erfährt. Da hätte ich wirklich viel mehr Potential drin gesehen, wenn da einfach mehr in der Richtung passiert wäre.

Die Folgebände werde ich auf jeden Fall nicht lesen und bin einfach froh, dieses Buch hinter mir zu haben ehrlicherweise.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Durchwachsener japanischer Krimi

Tokyo
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"Tokyo" fällt zwar offiziell ins Genre Thriller, für mich persönlich war es aber eher eine Mischung aus Drama und Krimi.
Für mich fehlte hier der Spannungsbogen und es mangelte etwas an Tempo, daher fällt ...

"Tokyo" fällt zwar offiziell ins Genre Thriller, für mich persönlich war es aber eher eine Mischung aus Drama und Krimi.
Für mich fehlte hier der Spannungsbogen und es mangelte etwas an Tempo, daher fällt es mir schwer, das Buch als Thriller zu betiteln.

Inhaltlich dreht sich das Buch um eine Reihe von vermissten Kindern in Tokyo, die die Gesellschaft und vor allem die zuständigen Polizeibeamten erschüttern. Alles voran der Dezernatsleiter Saeki, der mir ganz eigenen familiären Problemen zu kämpfen hat und auf den die Aufmerksamkeit fällt, denn es fällt ihm schwer, bei den Ermittlungen voran zu kommen.

Weiterhin spielt die Figur Matsomoto eine entscheidende Rolle. Durch ihn erfahren wir als Leser so einige interessante Details zu den Religionsgemeinschaften in Japan. Die Menschen in diesen Releigionsgemeinschaften sind oft angetrieben von dem Wunsch nach Veränderung, Gott näher zu sein, verborgene Kräfte zu Tage zu fördern oder einfach nur glücklich zu sein oder einen Sinn im Leben zu entdecken. Matsumoto selbst hat seine Tochter verloren und bekommt dadurch recht schnell den Anknüpfungspunkt zu diesen Religionsgemeinschaften.
Hier hätte ich mir im Nachwort des Autos einen Hinweis gewünscht, ob diese Thematik der Religionsgemeinschaft tatsächlich mit so einer Deutlichkeit in Tokyo bzw. Japan existiert oder ob es eher fiktiver Natur ist. Das werde ich anschließend noch selbst recherchieren, da ich das recht interessant finde.

Wie zuvor schon erwähnt, hat mir ein wenig Spannung und Tempo in dem Plot gefehlt. Ein großer Fokus liegt auch auf den Lebensumständen der Figuren und die eigentlichen Ermittlungen zu den Kindern wird da etwas in den Hintergrund gedrängt, was ich teils schade und langweilig fand.

Am Ende gibt es nochmal einen großen Plottwist, mit dem ich nicht gerechnet hätte, der mir aber nochmal gut gefallen hat und dem Buch ein schlüssiges Ende beschert.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

düstere Spannung, Romance und (zu viel) Spice

House of Rayne
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"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim ...

"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim Lesen des Buches bin ich relativ schnell an den Punkt gekommen, dass mich einzelne Storyelemente gestört haben.
Es gibt wirklich sehr viele Spice-Szenen, zu viele für meinen Geschmack. Es gab keine Tension zwischen den Protagonistinnen. Sie haben sich getroffen, waren gefühlt von da an unzertrennbar und es gab dadurch ständig intime Szenen, die sehr ausführlich beschrieben wurden, inclusive BDSM.
An sich stört mich ein wenig Spice nicht, aber man möchte doch erstmal mit den Figuren warm werden und verfolgen, wie die Figuren sich langsam annähern und eine gewisse Spannung aufgebaut wird. Das war hier leider nicht der Fall.
Ich hab die ersten 1-2 Spice-Szenen noch gelesen, am Ende habe ich aber alle Seiten davon übersprungen sobald ich merkte, dass es schon wieder losgeht und mich nur noch auf die eigentliche Geschichte konzentriert.

Die Protagonistinnen Rayne und Salem waren mir leider beide nicht sonderlich symapthisch und ich habe sie auch nicht als authentisch empfunden. Viele Dialoge zwischen den beiden fand ich einfach nur übertrieben cringe und dieses ständige "braves Mädchen" und "Herrin"-Gesäusel ging mir echt auf den Geist.
Salem wirkte abseits ihrer Unterwürfigkeit stellenweise extrem naiv und eher jugendlich auf mich. Sie hat sich immer wieder in brenzlige Situationen manövriert, über die ich letztendlich nur noch den Kopf schütteln konnte und mich innerlich gefragt hab, wieso sie schon wieder so blöd war, dort hineinzugeraten. Einfach keine Reflexion bzw. logisches Denken an vielen Stellen.

Dabei hatte der Plot an sich echt Potential. Das geheimnisvolle Wesen, welches sich auf der Insel rumtreiben soll. Stimmen, die manche vernehmen und sich fragen, wer da spricht oder ob es nur der eigenen Fantasie entspringt.
Dunkle Wälder, die Abgeschiedenheit vom Festland, die Hilflosigkeit der Bewohner. Die Geheimnisse, die nicht mit Touristen bzw. Fremden geteilt werden dürfen.
Die Auflösung all dessen kam für mich leider nicht überraschend. Ich fand es recht schnell ziemlich offensichtlich, was hinter all dem steckt, dennoch fand ich, dass der Plot schön und spannend geschrieben wurde und mir gefiel, dass der Spannungsbogen bis fast zum Ende angehalten hat.

Die generelle Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen, vor allem der Schauplatz der Insel und das alte Herrenhaus, in dem das Bed and Breakfast untergebracht ist. Es wirkt düster und creepy und konnte mir gut vorstellen, wie Salem sich dort gefühlt hat.

Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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