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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.06.2026

Viel Fantasie

Das Geheimnis des verschwundenen Amuletts
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Mira ist gerade mit ihrer Familie umgezogen, in eine kleine Stadt. So richtig ist sie noch nicht angekommen. Eines ihrer großen Hobbys ist die Detektivarbeit. Dabei hat sie extrem viel Fantasie und bildet ...

Mira ist gerade mit ihrer Familie umgezogen, in eine kleine Stadt. So richtig ist sie noch nicht angekommen. Eines ihrer großen Hobbys ist die Detektivarbeit. Dabei hat sie extrem viel Fantasie und bildet sich oft auch Dinge ein, die es gar nicht gibt. Auf der anderen Seite sieht sie aber auch Dinge, die andere nicht sehen. In dem neuen Ort lernt sie Amelie und Fabio kennen und sie werden ein Team. Der erste Fall führt zu einem verschwundenen Amulett…

Das Buch ist gut lesbar. Die kurzen Kapitel hat man schnell durch. Mir gefällt, wie die drei Kinder zusammenarbeiten. Sie sind sehr unterschiedlich und ergänzen sich. Insgesamt allerdings war mir oft zu viel Fantasie im Spiel und manche Sachen waren mir extrem zu übertrieben. Ich meine z. B. damit das Verhalten der Kommissarin gegenüber Mira. Auch die Eingebungen, die Mira manchmal so hatte, erschienen mir oft zu willkürlich. Insgesamt allerdings ist es ein gut lesbares Buch, das Spaß macht.

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Veröffentlicht am 08.06.2026

Spannendes Schauspiel

Böses Licht
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Am Wiener Burgtheater wird Richard III. von Shakespeare gespielt. Am Ende kommt ein Thron auf die Bühne mit einer echten Leiche darin. Es ist ein Garderobier, der schon ewig am Theater ist und eigentlich ...

Am Wiener Burgtheater wird Richard III. von Shakespeare gespielt. Am Ende kommt ein Thron auf die Bühne mit einer echten Leiche darin. Es ist ein Garderobier, der schon ewig am Theater ist und eigentlich keine Feinde hat. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Zum einen, weil es keine so richtigen Verdächtigen gibt, zum anderen, weil Fina mit Oliver zusammenarbeiten muss, der sie ständig mobbt. Und dann gibt es auch noch ihre Schwester…

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Es spielt im Theater- und Schauspielmilieu und so hat man einen Einblick hinter die Kulissen und Abläufe. Es ist auch spannend genug, dass man an der ganzen Sache dran bleiben will und bis zum Ende nur Vermutungen haben kann, aber insgesamt dann doch nicht ganz richtig liegt. Das macht den Reiz aus. Genervt hat mich allerdings Fina in Bezug auf ihre Schwester. Auf der einen Seite ist sie die taff ermittelnde Polizistin, auf der anderen Seite schafft sie es nicht, zu Hause wenigstens ein paar Forderungen durchzusetzen. Das wirkt auf mich nicht immer glaubwürdig und zum Teil auch nervend. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen und freue mich auf die Fortsetzung

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Überzeugendes Debüt

The Artist
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Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so ...

Joseph kommt von London extra nach Südfrankreich. Er ist Journalist und will über den Maler Edouard Tartuffe - genannt Tata - in der Provence ein Porträt schreiben. Doch der Maler will das nicht und so gibt es eine Art Vertrag: Joseph sitzt im Maler Modell und darf dafür im Haus wohnen und seinen Artikel schreiben. Tata ist allerdings nicht allein, da gibt es noch seine Nichte Ettie, die den gesamten Haushalt managt und die Launen von Tata aushalten muss.

Das Buch ist ein überzeugendes Debüt der Autorin. Besonders gut ist sie, wenn sie die Natur in der Provence beschreibt oder auch die Farben und Gegenstände auf den Bildern. Man meint förmlich, man ist dabei, kann die Farben sehen und die Gerüche spüren und den Wind und die Wärme merken. Die Geschichte selbst ist etwas schwieriger. Die Beschreibungen sind zwar wiederum gut gelungen - vor allem die Gegensätze der Idylle in der Provence zu dem tyrannischen Verhalten des Malers, die friedliche Natur zu den Schrecken des Ersten Weltkrieges, z. B. im Lazarett oder später in den Krankenhäusern, und die Unterdrückung der Frau im Haushalt und das Verbot, sie eine Künstlerin sein zu lassen. Die Entwicklung ist gut nachvollziehbar. Allerdings blieben mir nach dem Lesen einfach noch zu viele offene Fragen, was die Vergangenheit von Tata angeht und wie es mit ihm weitergeht. Hier hätte ich gern mehr erfahren. Doch insgesamt kann ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Neue Reihe

Waldnacht
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Sikka arbeitet bei der Mordkommission in Stockholm. Ein neuer Fall betrifft eine junge Frau, die seit zwei Wochen Mutter ist und in einer reichen Gegend wohnt. Angeblich ist die Ehe glücklich und sie hat ...

Sikka arbeitet bei der Mordkommission in Stockholm. Ein neuer Fall betrifft eine junge Frau, die seit zwei Wochen Mutter ist und in einer reichen Gegend wohnt. Angeblich ist die Ehe glücklich und sie hat keine Feinde. Alle in Frage kommenden Personen haben ein sicheres Alibi. Die Ermittlungen treten auf der Stelle. Als kurz darauf der Stiefsohn Selbstmord begeht, scheint der Fall klar. Allerdings nicht für Sikka.

Das Buch ist der Beginn einer neuen Reihe. Es ist nicht schlecht. Wie von der Autorin gewohnt, ist es sehr gut lesbar. Die Ermittlungen sind nachvollziehbar. Die handelnden Personen teilweise sehr interessant. Allerdings war die Hauptperson für mich ziemlich zwiespältig und, auch wenn es die Handlungen erklärt, war es mir deutlich viel zu viel Privates dabei. Ich mag eher Bücher, die sich rein um die Ermittlungen drehen und wo weniger das Private im Vordergrund steht. Trotzdem gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Cold Cases

Bedrohliche Alpilles
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Roger wird versetzt. Zwar nur in den Nachbarort, aber es wird eine neue Ermittlungseinheit gegründet, die sich um Cold Cases kümmern muss. Roger kann einen Teil seiner alten Truppe mitnehmen und soll einen ...

Roger wird versetzt. Zwar nur in den Nachbarort, aber es wird eine neue Ermittlungseinheit gegründet, die sich um Cold Cases kümmern muss. Roger kann einen Teil seiner alten Truppe mitnehmen und soll einen 6 Jahre lang ungelösten Fall aufklären, bei dem ein Ehepaar und ein Radfahrer ermordet wurde, ein kleines Mädchen schwer verletzt überlebt. Die Ermittlungen gestalten sich extrem schwierig.

Anfangs war ich etwas irritiert über die Versetzung von Roger (es wird ziemlich zum Ende die Gründe dafür geben). Der Fall selbst gestaltet sich auch beim Lesen etwas schwierig. Es werden eine Menge an Verdächtigen und entsprechenden Gründen präsentiert. Allerdings wird auch jede minikleine Idee ermittlungstechnisch extrem ausgewalzt und manchmal hatte ich die Lust und die Spannung zum Weiterlesen etwas verloren. Ein wenig Straffung hätte für meine Begriffe hier gut getan, auch wenn man natürlich direkt mitverfolgen kann, wie so eine Ermittlung im Detail erfolgt. Zum Ende hin gibt es noch eine Menge Überraschungen und eine interessante Lösung. Für mich war dieser Band nicht der allerbeste der Reihe, immer noch aber gut lesbar, so dass ich eine Leseempfehlung aussprechen kann.

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