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Veröffentlicht am 08.06.2026

Wer kennt die Ebstorfer Weltkarte?

Das Rad der Welt
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Die Herzogtochter Agnes lebt ein zu damaliger Zeit (um 1300) übliches Leben für eine hochgestellte adlige junge Frau. Sie hat Lesen und Schreiben gelernt und ist sehr wissbegierig, doch der Zeit gemäß ...

Die Herzogtochter Agnes lebt ein zu damaliger Zeit (um 1300) übliches Leben für eine hochgestellte adlige junge Frau. Sie hat Lesen und Schreiben gelernt und ist sehr wissbegierig, doch der Zeit gemäß soll sie vor allem gut verheiratet werden, um der Familie zu dienen. Durch einen Zufall lernt sie den Buckel-Krämer Liudger kennen und sie verlieben sich. Als ihr ein Bräutigam präsentiert wird und sie den nicht heiraten möchte, plant sie mit Liudger zu fliehen. Doch das geht schief und ihr Vater verstößt sie aus der Familie und steckt sie in ein Kloster. Dort muss sie anfangs niedere Arbeiten machen, schafft es aber später, in die Bibliothek zu kommen, um dort ihre Idee einer großen Weltkarte umzusetzen. Doch Liudger bleibt in ihren Gedanken...

Um die Eingangsfrage zu beantworten: ich hatte vor dem Buch noch nie etwas von die Ebstorfer Weltkarte gehört. Und nach dem Lesen des Buches bedauere ich sehr, dass es sie im Original nicht mehr gibt. Sie muss fantastisch gewesen sein. Was das Buch angeht, vermittelt es zum einen natürlich sehr viel Wissen über diese Karte. Man erfährt aber auch sonst einiges über die damalige Zeit. Dabei kommt es nicht langweilig und gelehrt daher, sondern lässt sich sehr gut lesen. Die Geschichte ist interessant. Auch wenn das Zusammentreffen von Agnes und Liudger - zwar der Geschichte geschuldet - etwas zu unrealistisch in meinen Augen ist. Die weitere Entwicklung allerdings folgt dann mehr der damaligen Realität. Die Auflösung finde ich gelungen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Starke Frauen

Die Honigfrauen - Ein Sturm zieht auf
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1910 in einer kleinen Stadt im Bergischen Land. Der bekannte Konditormeister Ludwig Honig stirbt überraschend. Er hatte ein großes Geheimnis. Bevor er seine Frau Auguste geheiratet hat, gab es eine andere ...

1910 in einer kleinen Stadt im Bergischen Land. Der bekannte Konditormeister Ludwig Honig stirbt überraschend. Er hatte ein großes Geheimnis. Bevor er seine Frau Auguste geheiratet hat, gab es eine andere Frau, die ein Kind mit ihm hatte. Er hat diese Familie die ganze Zeit unterstützt. Allerdings wusste das niemand und so ist Auguste schockiert, als sie erfährt, dass es jetzt einen Haufen Schulden gibt und sie nicht weiß, von was sie künftig leben sollen.

Das Buch erzählt eine sehr gelungene Geschichte über die Zeit um 1910 und die damalige Situation von Frauen. Sie waren als ledige Mütter geächtet, sie waren als Geschiedene geächtet und sie waren auch geächtet, wenn sie gar nichts dafür konnten... so wie Auguste, deren Mann heimlich eine zweite Familie hatte. Sie mussten irgendwie zusehen, dass sie über die Runden kommen. Und das ist ihnen schon sehr schwer gemacht worden. Genau das beschreibt das Buch sehr gut. Gleichzeitig zeigt es aber auch, wie starke Frauen mit Zusammenhalt doch einiges erreichen konnten. Das alles ist gut lesbar und nachvollziehbar und das einzig „fiese“ an dem Buch ist der Cliffhänger ganz zum Schluss. Und es dauert noch eine Weile, bevor man Teil Zwei lesen kann. Von mir gibt es jedenfalls eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Noch ein Pilgerbuch?

Nach Santiago wollte ich nie
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Nach dem erfolgreichen Buch von Hape Kerkeling über seinen Jakobsweg sprossen entsprechende Bücher wie Sand am Meer aus dem Boden. Warum also jetzt noch ein Pilgerbuch, warum sollte man es lesen?

Meine ...

Nach dem erfolgreichen Buch von Hape Kerkeling über seinen Jakobsweg sprossen entsprechende Bücher wie Sand am Meer aus dem Boden. Warum also jetzt noch ein Pilgerbuch, warum sollte man es lesen?

Meine Antwort darauf ist: weil es zu den absolut sehr guten in diesem Genre gehört. Die Autorin ist Journalistin und kann schreiben. Das muss nicht unbedingt zusammenpassen. In diesem Fall aber doch. Sie schreibt sehr locker, mit viel Selbstironie, aber auch Selbstreflexion. Sie vermeidet ewig lange Ausführungen über detailliert gelaufene Kilometer. Auch die üblichen Pilgerprobleme mit Schlafsälen oder gesundheitlichen Sachen handelt sie relativ kurz ab. Das Besondere an dem Buch ist das Zusammentreffen mit verschiedenen Menschen, die man auf diese Weise ebenfalls mit kennenlernt. Auch die Änderung, die in ihr selbst vorgeht, ist gut beschrieben und absolut nachvollziehbar. So macht das mit Wandern von zu Hause aus große Lust und das Lesen Spaß. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Interessante Wendungen

Weil sie lügt
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Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert ...

Annas Schwester Juliane ist vor anderthalb Jahren verschwunden. Inzwischen geht die Polizei von einem Verbrechen aus und verdächtigt Annas Vater, der in Untersuchungshaft im Gefängnis sitzt. Er beteuert seine Unschuld. Anna glaubt ihm mehr oder weniger. Sie selbst versucht, etwas über Julis Verbleib herauszufinden.

Das Buch ist sehr gut lesbar und über weite Strecken auch sehr spannend. Man möchte Anna glauben, doch sie selbst hat scheinbar viele Geheimnisse und nach und nach werden mögliche Verdächtige und Täter präsentiert, doch irgendwie passt alles nicht zusammen. Und so bleibt man ziemlich bis zum Ende ahnungslos, was denn passiert sein könnte und wer der Täter ist. Und dann werden eben zum Ende hin interessante Wendungen präsentiert, die zumindest ich nicht so auf dem Schirm hatte. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Spannende Zeitreise

Jonathan Clock (Band 1) – Die Rache des Pharao
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Jonathan lebt allein mit seiner Mutter, seinen Vater kennt er nicht. Sie bleiben eher selten an einem Ort und müssen oft umziehen. So ist es relativ ungewöhnlich, dass sie bereits zwei Jahre in London ...

Jonathan lebt allein mit seiner Mutter, seinen Vater kennt er nicht. Sie bleiben eher selten an einem Ort und müssen oft umziehen. So ist es relativ ungewöhnlich, dass sie bereits zwei Jahre in London über einem Museum wohnen. Doch dann kommen fremde Männer und seine Mutter erklärt ihm, dass sie fliehen müssen. Noch weiß er nicht, warum. Sie landen bei Onkel und seiner Cousine. Doch das ist nicht das Ende der Reise. Das richtige Abenteuer beginnt noch, denn sie müssen ins alte Ägypten, um einen bestimmten Skarabäus zu finden.

Das Jugendbuch ist eine spannende Mischung aus Abenteuer, Wissensvermittlung und sehr schönen Illustrationen. Es ist eine gewisse Magie und Fantasy vorhanden, doch die Erklärungen dazu sind verständlich und nachvollziehbar und den größten Teil über geht es um interessante Abenteuer und um eine sehr unterschwellige, aber gute Wissensvermittlung. In diesem Band in erster Linie um das alte Ägypten. Am Ende gibt es dann noch eine Seite mit Erklärungen über die wichtigsten Fremdwörter bzw. die wichtigsten Sachen, das historische Ägypten betreffen. Dabei liest sich die Geschichte sehr gut und man will einfach immer nur vorwärtskommen und herauszufinden, was passiert und was verhindert werden kann. Eine schöne Reihe, die mit Teil Zwei bei den Wikingern fortgesetzt wird. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung.

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