Nimmt man dieses Buch zur Hand, ist man rasch berauscht von der Qualität der Illustrationen, die sehr lebensecht und detailliert wirken.
Kuscheln ist keine menschliche Erfindung und Liebe und Körperkontakt ...
Nimmt man dieses Buch zur Hand, ist man rasch berauscht von der Qualität der Illustrationen, die sehr lebensecht und detailliert wirken.
Kuscheln ist keine menschliche Erfindung und Liebe und Körperkontakt auch für Tiere wichtig. Dies zeigt dieses Buch, reichert aber auch das Wissen um die Lebensweise der einzelnen Tiere an. Dafür wurden zahlreiche kurze Texte im Bild integriert in denen die Tiere selbst zu Wort kommen und von ihrem Leben erzählen. Unübersichtlich oder überladen wirkt das Buch dadurch dennoch nicht. Man verweilt jedoch sehr lange auf einer Seite, liest alles, oder nur das was gerade von Interesse ist- beides ist möglich. Doch muss ich auch sagen, dass teilweise Vokabular verwendet wird, dass Kindern nicht geläufig sein wird. Hier werden wohl Erklärungen seitens des Vorlesenden nötig. Alles in allem aber ist es ein tolles Buch; schön anzuschauen und sehr lehrreich.
Dieses Buch richtet sich an Kinder mit ADHS/ADS, aber auch an Menschen, ob klein oder groß, die Neurodivergenz verstehen lernen und Kinder mit diesen Besonderheiten begleiten wollen. In erster Linie ist ...
Dieses Buch richtet sich an Kinder mit ADHS/ADS, aber auch an Menschen, ob klein oder groß, die Neurodivergenz verstehen lernen und Kinder mit diesen Besonderheiten begleiten wollen. In erster Linie ist es jedoch für Kinder bestimmt. Laut der Autorin gibt es dazu kaum Literatur für diese Altersgruppe. Und diese Lücke möchte sie hiermit schließen. Ihr Stil ist zwar sachlich, aber auch wohlwollend und zeigt Neurodivergenz als Individualität und nicht als Krankheit.
Die Gestaltung des Buches ist jedoch voll und etwas unübersichtlich. Als visuelle Verständnishilfe wird eine Konfettifabrik benutzt und für die Erklärungen der Hintergründe und Zusammenhänge herangezogen. Ich finde das eine schöne Idee aber just Menschen mit ADHS/ADS könnten durch die unruhige Darstellung auch abgelenkt werden und den Faden verlieren, was den Nutzen des Bildes leider untergräbt. Wird das Buch jedoch vorgelesen, verflüchtig sich dieser Punkt natürlich.
Empfohlen wird ‚Konfetti im Kopf‘ für Kinder ab 5 Jahren. Es erklärt verschiedene Verhaltensmuster und gibt auch Tipps um mit diesen besser umzugehen. Doch das setzt auch eine gewisse Kooperationsbereitschaft voraus, die ich in meinem Kind noch nicht sehe. Auch finde ich die Erklärungen und Formulierungen für Kinder diesen Alters als zu komplex. Diese werden nämlich nicht in Geschichten verpackt sondern ähneln eher einem Sach- und Selbsthilfebuch.
Die Idee zu diesem Buch ist durchaus nicht schlecht. Manche Texte und Erklärungen waren für mich sogar wahre Augenöffner und nicht selten habe ich mein Kind in den Beschreibungen wiedererkannt. Die begleitenden Erwachseneninfos empfand ich aber als zu schwammig und verallgemeinernd, als dass sie wirklich hätten Hilfestellung leisten können. Auch glaube ich dass etwas ältere Kinder, vielleicht so ab Grundschulalter, sehr viel mehr von diesem Buch profitieren als jüngere.
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass Loibls es hervorragend vertont. Es ist ein Sachbuch und doch ist es in keinster Weise langweilig zu hören. Toll!
Wohlleben kannte ich bereits ...
Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und muss sagen, dass Loibls es hervorragend vertont. Es ist ein Sachbuch und doch ist es in keinster Weise langweilig zu hören. Toll!
Wohlleben kannte ich bereits von seinen Büchern zu Wald und Tier und fand sie immer sehr beeindruckend. Nun widmet es sich den Kleinstlebewesen und ich war ehrlich gesagt etwas unsicher, ob er sich damit nicht etwas zu weit in fremdes Gebiet wagt. Seine ‚Beziehung‘ zu Bakterien beschreibt er durch Kindheitserinnerungen. Mehr Expertise scheint er selbst nicht zu haben, nutzt aber für sein Buch das die Erkenntnisse aus der Wissenschaft. Zumindest im Hörbuch fehlen diesbezüglich jedoch Quellenangaben.
Inhaltlich fand ich dieses Werk recht interessant. Doch der Titel täuscht etwas. Natürlich geht es darin um positive Eigenschaften von Bakterien, die viele bislang vielleicht noch nicht kannten. Er schweigt aber auch ab in Themen wie Hygiene, Gesundheit und Haushalt. Vom ursprünglichen Thema ‚Wald‘ blieb wenig übrig.
Ob dies nun gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.
Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung ...
Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voran setzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve. Vermutlich geht das auch gar nicht anders, wenn die Ausgangslage die Protagonistin ans Bett fesselt und der Rest der Handlung dadurch eher im Stillen verlaufen muss. Durch die Vermarktung hatte ich mir aber dennoch etwas anderes versprochen.
Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck war ein schönes Stilmittel, für die Handlung selbst aber kaum relevant. Für mich ist ‚noch Fünf Tage‘ das zweite Buch, das einen Mordanschlag voransetzt und das Opfer ermitteln lässt. Ich fand dieses Setting eigentlich sehr spannend, doch beide Male konnte mich die Handlung nicht ganz überzeugen. Diese hier ist aber deutlich realistischer. Lis ist Köchin und Angestellte der wohlhabenden Harmans als diese sterben- allesamt, selbst die Kinder. Und Lis bleibt zurück mit nur noch fünf Tagen Lebenszeit.
Das weitere Szenario setzt sich hauptsächlich zusammen aus Erinnerungen und Überlegungen Lis’ zu den Hintergründen der Tat und ihrem aktuellen, etwas skurrilen Krankenhausalltag. Lis wirkte dabei auf mich sehr gefasst, fast stoisch und wenig nahbar, manchmal sogar etwas überheblich. Mir fehlte Wärme, Verzweiflung und generell Gefühl. Natürlich reagiert jeder anders auf eine solche Nachricht, doch mit der Zeit verlor ich dann mehr und mehr den Bezug zu dieser Frau und konnte sich mit ihrem früheren Leben nur wenig anfangen. Die Auflösung des Rätsels kam dennoch überraschend, wurde aber für mein Empfinden etwas zu rasch abgehandelt. Generell ist dieses Buch interessant geschrieben und durchaus fesselnd und stimmig, es besitzt aber kaum thrillertypische Merkmale und eine eher flache Spannungskurve.
Durch die Vermarktung hatte ich mir ehrlich gesagt, einfach etwas anderes versprochen. Die Zeitangaben und der daraus resultierende Druck waren jedoch ein schönes Stilmittel und sehr passend zur Ausgangslage.
‚Das Leben der Tiere‘ ist eine tolle Reihe, die Kindern die Lebensweisen der verschiedensten Tiere anhand von Geschichten näher bringt. Hier sind es nun die Orcas:
Echo ist ein junger Wal, verspielt und ...
‚Das Leben der Tiere‘ ist eine tolle Reihe, die Kindern die Lebensweisen der verschiedensten Tiere anhand von Geschichten näher bringt. Hier sind es nun die Orcas:
Echo ist ein junger Wal, verspielt und neugierig, der seinen Platz in seiner Familie sucht, irgendwann auf ein fremdes Jungtier trifft und versucht sich mit ihm anzufreunden.
In der Handlung wurden viele Besonderheiten der Orcas aufgegriffen, doch anders als bei anderen mir bekannten Büchern dieser Reihe, war mir diese Geschichte nicht eingängig genug. Der rote Faden verlor sich zwischendrin ein wenig und die Ereignisse wirkten etwas willkürlich und distanziert. Das Meer ist eben eine uns vollkommen fremde Welt, doch hätte ich mir trotzdem gewünscht, dass der Fokus bei manchen Szenen deutlicher gelegt worden wäre. So ist es zwar eine interessante Geschichte, die aber leider kaum Raum lässt sich als Leser in den jungen Wal hineinzuversetzen.
Im Anhang sind zudem noch einige Sachhinweise, die sich direkt auf die Geschichte beziehen und ihr nachträglich noch einiges an Gewichtung verpassen.
Für mich, für uns, meinem Kind und mich, war es ein nettes Buch, leicht lesbar, aber nicht vereinnehmend und altersgemäß. Über Orcas hat es uns einiges gelehrt.