Tanzend durchs Leben bis ins Alter
Fünf, sechs, sieben, achtAnton ist Stepptänzer am Theater. Obwohl er bereits 60 Jahre alt ist kann er mit der Jugend noch immer mithalten - meint er - und hofft deshalb, die demnächst freiwerdende Stelle als Choreograf zu bekommen. ...
Anton ist Stepptänzer am Theater. Obwohl er bereits 60 Jahre alt ist kann er mit der Jugend noch immer mithalten - meint er - und hofft deshalb, die demnächst freiwerdende Stelle als Choreograf zu bekommen. Die neue Intendantin jedoch vergibt die Stelle an eine Jüngere, an die 30jährige Emma, Antons Tochter. Anton ist wütend und verärgert – alle, auch Emma, haben es gewusst aber keiner hat es ihm gesagt. Er weiß nicht wie es weiter gehen soll, fühlt sich plötzlich alt und denkt über sein vergangenes Leben nach. Was wäre gewesen wenn damals Jo, seine große Liebe nicht plötzlich verschwunden wäre? Lange hatte er nach ihr gesucht, sie aber nicht gefunden. Nun ist es ausgerechnet Emma, die wieder auf ihren Vater zukommt. Sie hat im Internet nach Jo gesucht und ihre Spur gefunden. Vater und Tochter reisen zusammen nach Irland. Wird Anton auf dieser Reise Emma verzeihen können und ihr endlich sagen, dass er stolz auf ihren Erfolg ist?
Ewald Arenz, geb. 1965 in Nürnberg, ist ein deutscher Schriftsteller. Er machte sein Abitur in Fürth, studierte an der Universität in Erlangen-Nürnberg zunächst Jura, wechselte dann das Studienfach zu Anglistik, Amerikanistik und Geschichte. Für seine literarischen Arbeiten wurde er bereits mit zahlreichen Kulturpreisen ausgezeichnet. Arenz ist Gymnasiallehrer in Nürnberg, wo er Englisch und Geschichte unterrichtet. Er ist Vater von drei Kindern und lebt in der Nähe von Fürth.
In seinem Roman "Fünf sechs sieben acht“ (2026, DuMont Buchverlag) ist es dem Autor großartig gelungen, die seelische und körperliche Verfassung des Vaters und die mentale Stimmung der Tochter zu Papier zu bringen. Der Schreibstil ist dabei sehr einfühlsam, ausdrucksvoll und fesselnd, die Protagonisten und auch alle Nebenfiguren sind klar und präzise herausgearbeitet. Nach anfänglich ruhigem Dahingleiten nimmt die Geschichte bald ordentlich Fahrt auf. Die Entwicklung, die Anton durchmacht ist glaubhaft, seine Auseinandersetzung mit dem Alter ist nachvollziehbar und der realistische Ausblick in die Zukunft stimmt hoffnungsvoll.
Fazit: Ein warmherziges, berührendes Buch voller Zuversicht über das Leben, das Älterwerden und über den Generationenkonflikt – empfehle ich gerne weiter!