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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Würdevoll

Alt genug
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n ihrem (Hör)Buch Alt genug zieht Ildikó von Kürthy ein sehr persönliches Resümee aus ihren gelebten Jahren. Sie spricht offen, ungeschönt und mit viel Herz über ihre Gedanken und Gefühle. Dabei geht es ...

n ihrem (Hör)Buch Alt genug zieht Ildikó von Kürthy ein sehr persönliches Resümee aus ihren gelebten Jahren. Sie spricht offen, ungeschönt und mit viel Herz über ihre Gedanken und Gefühle. Dabei geht es vor allem um die Haltung zum Leben, die man mit den Jahren entwickelt.
Die Autorin beschreibt, was es bedeutet, eine erfahrene Frau zu sein. Nach vielen Lebensjahren sammelt sich ein großer Schatz an Wissen und Erfahrungen an. Man wird stärker, gelassener und auch widerstandsfähiger. Man lernt, was wirklich wichtig ist – und was nicht mehr zählt. Besonders berührt hat mich ihre Ehrlichkeit. Sie spricht darüber, dass man nicht mehr jedem gefallen möchte. Freundlich sein – ja. Aber nicht mehr um jeden Preis „lieb“ sein. Diese Haltung wirkt nicht hart, sondern klar und selbstbewusst. Es geht darum, zu sich selbst zu stehen und die eigene Würde zu bewahren. Ich konnte viele Gedanken deuur Autorin sehr gut nachvollziehen. Vieles fühlte sich vertraut an. Das Buch macht Mut, zu sich selbst zu stehen und den eigenen Weg anzunehmen. Es zeigt eine Lebensposition, die Achtung verdient. Ich habe das Hörbuch, gesprochen von der Autorin selbst, sehr genossen. Ihre Sprechstimme ist angenehm, die Leseart authentisch. Alt genug ist ein ehrliches und kluges Buch. Es regt zum Nachdenken an, zum Verinnerlichen und vielleicht auch zum Nachmachen. Für mich eine absolute Hör- und Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Wie ist es im Osten?

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Statt aus dem Fenster zu schauen erzählt die Geschichte von Sophie, einer Studentin, die immer alles richtig macht. Sie war eine Einzelschülerin, eine brave Tochter und jemand, auf den man sich verlassen ...

Statt aus dem Fenster zu schauen erzählt die Geschichte von Sophie, einer Studentin, die immer alles richtig macht. Sie war eine Einzelschülerin, eine brave Tochter und jemand, auf den man sich verlassen kann. Ihr Leben verläuft in geordneten Bahnen – bis sie eines Tages eine ungewöhnliche Entscheidung trifft: Sie kauft ein Haus in Ostdeutschland für nur 3.000 Euro. Ohne genau zu wissen, wie ein Hauskauf funktioniert oder was auf sie zukommt, stürzt sie sich in dieses Abenteuer. Man begleitet Sophie bei jedem Schritt, bei jeder Unsicherheit und bei jedem kleinen Erfolg. Die Herausforderungen rund um das alte Haus bringen sie dazu, über sich selbst hinauszuwachsen. Beim Lesen hat man fast das Gefühl, selbst in diesem Haus zu wohnen, durch die leeren Räume zu gehen und mit ihr Pläne zu schmieden. Besonders berührend ist, dass die Autorin auch Themen anspricht, die viele Menschen sofort mit Ostdeutschland verbinden – zum Beispiel Neonazis. Dieses schwierige Thema wird jedoch sehr menschlich und differenziert dargestellt. Die Autorin bezieht klar Stellung und macht deutlich, dass Neonazis keine Selbstverständlichkeit in Ostdeutschland sind. Sie zeigt vielmehr, dass dort viele Menschen leben, die eine klare und aufrichtige Haltung gegen Rechtsextremismus haben. Dadurch bekommt die Geschichte eine gesellschaftliche Tiefe, ohne belehrend zu wirken. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Die Kapitel sind kurzweilig, und die Gedanken und Erlebnisse der Protagonistin wechseln sich lebendig ab. Man kann das Buch problemlos in einem Zug durchlesen, weil man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Ein schönes, ehrliches Buch, das zum Nachdenken anregt. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Nachts im Museum

Zwei in einem Bild
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Dieses Buch ist eine besondere Empfehlung für alle, die Kunst lieben. Im Buch entsteht eine regelrechte „Nachts-im-Museum“-Stimmung: In der Nacht wechseln die Figuren die Gemälde und wandern von Bild zu ...

Dieses Buch ist eine besondere Empfehlung für alle, die Kunst lieben. Im Buch entsteht eine regelrechte „Nachts-im-Museum“-Stimmung: In der Nacht wechseln die Figuren die Gemälde und wandern von Bild zu Bild. Diese Idee verleiht der Geschichte eine ganz magische Atmosphäre. Jean Matisse lebt zusammen mit seinen Schwestern und seiner Mutter seit über einhundert Jahren in einem Bild, gemalt von seinem Vater und ist dort in der Zeit eingefroren. Sein Dasein verläuft ruhig und gleichmäßig – bis die neue Putzfrau Claire im Museum angestellt wird. Sie redet beim Putzen mit ihm, und ahnt gar nicht, dass er sie hören kann. Doch eines Abends entdeckt sie, dass sie das Bild betreten kann. Eine warmherzige, fantasievolle und romantische Geschichte, die besonders Kunstliebhaber begeistern wird. Eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Warmherzig

Violette
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Valérie Perrins Roman ist eine schöne Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer und die Kraft, trotz schwerer Schicksalsschläge weiterzuleben. Im Mittelpunkt steht Violette Toussaint, die als Friedhofswärterin ...

Valérie Perrins Roman ist eine schöne Geschichte über Liebe, Verlust, Trauer und die Kraft, trotz schwerer Schicksalsschläge weiterzuleben. Im Mittelpunkt steht Violette Toussaint, die als Friedhofswärterin arbeitet und sich mit großer Fürsorge um die Gräber und die Menschen kümmert, die den Friedhof besuchen. Ihr ruhiges Leben verändert sich, als ein fremder Mann nach Antworten auf ein Familiengeheimnis sucht.
Nach und nach erfährt man mehr über Violettes bewegte Vergangenheit, ihre Enttäuschungen, Verluste und den Widerstandfähigkeit allen Lebensschwierigkeiten. Alle Figuren wirken komplex, lebendig und glaubwürdig, mit ihren Stärken und Schwächen.
Anfangs braucht die Geschichte etwas Zeit, um sich zu entfalten. Doch je weiter man liest, desto stärker wächst die Verbindung zu den Charakteren. Das Buch ist emotional, warmherzig und voller Menschlichkeit. Eine absolute Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Salto Mortale

Salto
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In dem Hörbuch geht es um Marko, einen jungen Mann, der nach dem Abitur vor der Frage steht, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Die Geschichte begleitet ihn auf seinem Weg ins Erwachsenwerden, während ...

In dem Hörbuch geht es um Marko, einen jungen Mann, der nach dem Abitur vor der Frage steht, wie es mit seinem Leben weitergehen soll. Die Geschichte begleitet ihn auf seinem Weg ins Erwachsenwerden, während er versucht, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und einen Lebensweg zu finden, der sich für ihn richtig anfühlt. Man taucht nicht immer gewollt in seine Gedankenwelt ein, fühlt mit ihm mit und erlebt seine Unsicherheit, Melancholie und auch die Momente der Tatenlosigkeit, obwohl eigentlich Handeln gefragt wäre. Die Stimmung des Buches ist vor allem anfangs eher trist, weshalb ich etwas Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden und eine Verbindung zur Hauptfigur aufzubauen. Insgesamt ist es eine interessante und nachdenkliche Geschichte, die flüssig erzählt wird und nicht von übertriebener Action lebt. Der Sprecher Lukas von Horbatschewski hat eine angenehme Stimme und trifft die Stimmung des Buches hervorragend. Ich kann das Hörbuch sehr empfehlen.

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