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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2026

Emotional sehr schwer

Da, wo ich dich sehen kann
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“Da wo ich dich sehen kann” von Jasmin Schreiber ist ein tiefgreifender Roman über Gewalt, Verlust und den Schmerz der Hinterbliebenen.

Maya leidet unter einem tyrannischen Vater und einer maßlos unterdrückten ...

“Da wo ich dich sehen kann” von Jasmin Schreiber ist ein tiefgreifender Roman über Gewalt, Verlust und den Schmerz der Hinterbliebenen.

Maya leidet unter einem tyrannischen Vater und einer maßlos unterdrückten Mutter. Als ihr Vater ihre Mutter tötet, gerät für sie alles aus den Fugen.
Sie wächst dann bei ihren Großeltern mütterlicherseits auf, zu denen sie vorher kaum Kontakt hatte. Doch auch dort wird es für sie nicht leichter. Bis sie mehr Zeit mit Liv verbringt, der besten Freundin ihrer Mutter, die zugleich auch ihre Patentante ist. Die Astrophysikerin nimmt sich Maya an und sie versuchen gemeinsam mit dem Verlust umzugehen.

Dieses Buch ist jetzt schon mein Highlight des Jahres. Es ist emotional so unglaublich fesselnd, dass ich es nur so verschlungen habe. Besonders gefallen hat mir hier, dass der Vater keine Plattform erhalten hat, sondern fast nur nebenbei erwähnt wurde. Es ging auch nicht wirklich um die Tat an sich, sondern um den Weg dahin, besonders aus der Perspektive der Mutter selbst. Aber ebenfalls um die Sicht der Angehörigen. Wie gehen diese mit so einem Verlust um? Wie beantworten sie für sich die Schuldfrage und wie gehen sie mit ihren eigenen Schuldgefühlen um?
Es wurde immer zwischen den Perspektiven gewechselt, was die Sichtweise auf die Tat und die Situation an sich super vielschichtig beschreibt.
Der Schreibstil ist wahnsinnig empathisch und packend, was das Lesen sehr angenehm gestaltet hat.

Alles in allem war das Buch emotional fesselnd, hatte vielschichtige Charaktere und endlich mal die Perspektiven der Menschen, die sonst gerne übersehen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2026

Ein Ort zum Heilen

Where Do Broken Hearts Go?
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“Where do broken hearts go” von Laura Kästner ist eine berührende Geschichte über Verlust und Vertrauen in die Zukunft.

Das “Museum of Broken Hearts” ist der Arbeitsplatz von Heather. Dort empfängt sie ...

“Where do broken hearts go” von Laura Kästner ist eine berührende Geschichte über Verlust und Vertrauen in die Zukunft.

Das “Museum of Broken Hearts” ist der Arbeitsplatz von Heather. Dort empfängt sie Einsendungen aus der ganzen Welt, die für eine weitere gescheiterte Liebe stehen. Als sie ein zerbrochenes Silberarmband mit einer berührenden Nachricht in den Händen hält, kann sie nicht anders und bricht eine der goldenen Regeln des Museums: keinen Kontakt zu den Einsendern aufnehmen. So lernt sie Casey kennen. Casey wurde verlassen und das ohne weitere Erklärungen. Für beide beginnt eine Suche nach Erklärungen und vielleicht auch nach der Chance auf die Liebe…

Besonders gut hat mir die Idee des Museums gefallen. Es wurde super detailliert beschrieben und ich konnte gar nicht anders, als diesen Ort als magisch zu empfinden. Ein Ort der Begegnung, aber auch der Hoffnung, dass diesen Menschen eine neue Chance auf die Liebe gegeben wird, um aus bereits gemachten Fehlern zu lernen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional und mitreißend. Die Gefühle der Protagonisten gehen sofort auf den Leser über. Jede Situation wird sehr detailliert und jedes Problem total feinfühlig beschrieben.
Heather und Casey finden sofort eine Ebene zueinander. Das ging mir persönlich etwas zu schnell, da gerade die Entwicklung der beiden sehr oberflächlich behandelt wurde.
Alle Charaktere waren aber durchweg authentisch und fühlten sich auch unglaublich echt an.
Ich muss aber noch beide Sprecher des Hörbuchs loben. Constanze Buttmann und Max Hoffmann haben die Geschichte sehr empathisch und flüssig vorgelesen. Eine tolle Hörempfehlung!

Alles in allem ist es eine herzerwärmende Geschichte, in einem tollen Setting, allerdings mit kleinen Makeln.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.06.2026

Toller Einblick in das Hotelgewerbe

Mont Lacroix (Band 1) - Longing for Lelibeth
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“Longing for Lelibeth” ist Band 1 der Mont Lacroix Reihe um das gleichnamige Luxushotel in den Alpen.

Lelibeth soll in das Hotelgewerbe einsteigen und es langsam aber sicher auch übernehmen. Um sich zu ...

“Longing for Lelibeth” ist Band 1 der Mont Lacroix Reihe um das gleichnamige Luxushotel in den Alpen.

Lelibeth soll in das Hotelgewerbe einsteigen und es langsam aber sicher auch übernehmen. Um sich zu beweisen, versucht sie sich in der Hochzeitsplanung. Doch das ist nicht ganz so einfach wie gedacht, denn nicht nur die Kundschaft stellt sich als schwierig heraus, sondern es lauern noch weitere Probleme auf ihrem Weg. Eines der Probleme ist es, einen passenden Floristen für die anstehende Hochzeit zu finden. Doch dann lernt sie Noah kennen und ahnt nicht, dass er nicht nur ein Geheimnis mit sich herumträgt.

Besonders gut gefallen hat mir hier das Hotelsetting in den Alpen. Die Landschaft und das Hotel wurden super detailliert beschrieben, was das Abtauchen in die Geschichte nur umso leichter gemacht hat.
Der Schreibstil war generell sehr detailliert und flüssig.
Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie waren authentisch und vielschichtig. Gerade Lelibeth hat mich als Frau sehr beeindruckt. Der Ehrgeiz, den sie an den Tag legt, um ihre Familie zu unterstützen, ist sagenhaft. Besonders gelungen ist die Dynamik zwischen Lelibeth und Noah. Sie wirken eher wie Rivalen, frotzeln aber doch sehr oft untereinander, bevor sie sich letztendlich annähern.
Man wartete quasi nur auf den großen Knall zwischen den beiden und so viel kann ich sagen: man wird nicht enttäuscht!
In der Geschichte sind sehr viele Charaktere und Nebencharaktere untergebracht, was mich aber gar nicht gestört hat. Ich fand es eher erfrischend und vor allem realistisch, dass an jeder Ecke ein neuer Charakter herumwuselt und auch dieser wieder liebevoll und detailgetreu beschrieben wurde.

Einziger kleiner Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Story doch sehr vorhersehbar war. Leider war die ganze Geschichte, was das angeht, sehr eindeutig gestrickt und hatte wenig Überraschungen parat.

Ansonsten bin ich wirklich begeistert und gespannt auf Band 2!

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Spannendes Setting

Safe Space
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“Safe Space” von Sarah Bestgen ist das packende Thriller Debüt der Autorin.

Anna Salomon ist eine forensische Psychologin und tritt ihren neuen Job im Hochsicherheitsgefängnis an. Doch dort wird sie nicht ...

“Safe Space” von Sarah Bestgen ist das packende Thriller Debüt der Autorin.

Anna Salomon ist eine forensische Psychologin und tritt ihren neuen Job im Hochsicherheitsgefängnis an. Doch dort wird sie nicht nur mit Straftätern übelster Sorte konfrontiert, sondern auch mit hohen Erwartungen der Kollegen. Allerdings ist sie dort nicht nur für einen beruflichen Neuanfang, sondern vor allem für ihren eigenen Seelenfrieden. Denn es gibt ein ungeklärtes Verbrechen innerhalb der Gefängnismauern, welches Anna selbst betrifft.

Mein persönliches Highlight war tatsächlich das Setting. Die gedrückte und bedrohliche Stimmung des Gefängnisses kam wirklich toll rüber.
Die Spannung war durchgängig sehr hoch, auch wenn sich manche Abschnitte etwas in die Länge gezogen haben.
Der Schreibstil war flüssig und spannungsgeladen und es wirkte tatsächlich auch psychologisch sehr fundiert. Ich hatte also keine Zweifel an Annas Kompetenz! Durch den emotionalen Schreibstil, sowie die Perspektivwechsel hat mich die Geschichte noch mehr abgeholt. Das Buch ist definitiv etwas besonderes!
Ich hatte allerdings meine Schwierigkeiten mit Anna als Charakter. Sie ließ manche Szenen doch sehr vorhersehbar wirken, was manchmal etwas die Spannung gedämpft hat. Die Nebencharaktere hat man leider sehr wenig bis gar nicht kennengelernt, da sich eher auf Annas “Rachefeldzug” konzentriert wurde, was ich sehr schade fand. In den Charakteren steckt doch sehr viel Potential.

Alles in allem ein durchaus spannender Thriller mit sehr beklemmendem Setting, einer guten Story, aber auch kleinen Ecken und Kanten.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Spannung mit kleinen Schwachstellen

Moorland. Die Zwillinge
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“Moorland : die Zwillinge” von Andreas Winkelmann ist der erste Band um die gefährliche Moorlandschaft.

Nike und Jana verschwinden im Moor, während sie Aufnahmen für ihren Social Media Account machen ...

“Moorland : die Zwillinge” von Andreas Winkelmann ist der erste Band um die gefährliche Moorlandschaft.

Nike und Jana verschwinden im Moor, während sie Aufnahmen für ihren Social Media Account machen wollen. Jede Suche nach den beiden bleibt ohne Erfolg, bis verstörende Bilder im Umlauf sind. Denn auf den Bildern sind die Mädchen zu sehen. Kommissarin Malia Gold fängt also schnell an zu ermitteln. Doch damit deckt sie nicht nur die Geheimnisse des Moores auf, sondern auch die ihrer Familie.

Die Atmosphäre in der Geschichte war absolut düster und beklemmend. Genau richtig also für einen Thriller in so einem Setting.
Außergewöhnlich gut haben mir die Charaktere gefallen. Sie waren authentisch und haben alle ihr eigenes Päckchen mit in die Geschichte gebracht. Besonders Malias Mutter hat es mir angetan. Mit ihrer schroffen und ruppigen Art und Weise hat sie etwas leicht Skurriles an sich, was aber doch ein wenig herzlich wirkt.
Es war durchgehend spannend, hatte aber doch einige Stellen, die sich in die Länge gezogen haben und etwas zu detailliert beschrieben waren.
Das Ende konnte mich aber leider nicht wirklich überzeugen, was mich doch ziemlich enttäuscht hat. Ich hatte mir aufgrund der guten Geschichte doch mehr davon erhofft.

Charles Rettinghaus liest die Geschichte wirklich toll vor und gibt jedem Charakter eine eigene Stimme. Das Hörbuch war also wirklich genial.

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