Mörderisches Canterbury
Wer blind vertrautCanterbury, Januar 2020.
Die Psychotherapeutin Lily Brown bekommt zeitgleich zwei neue Patientinnen.
Einmal die völlig verschüchterte 33-jährige Mary-Ann dessen Tochter Laura seit einigen Jahren vermisst ...
Canterbury, Januar 2020.
Die Psychotherapeutin Lily Brown bekommt zeitgleich zwei neue Patientinnen.
Einmal die völlig verschüchterte 33-jährige Mary-Ann dessen Tochter Laura seit einigen Jahren vermisst wird und die 42-jährige resolute Caroline welche einem skrupellosen Heiratsschwindler aufgesessen ist.
Lily, welche schwanger ist, wollte eigentlich beruflich etwas kürzer treten doch sie möchte den Frauen ihre Hilfe nicht verweigern.
Außerdem befindet sie sich in einem finanziellen Engpass und kann die Honorare für die Therapiesitzungen gut gebrauchen.
Zur selben Zeit werden immer wieder junge Mädchen in der Umgebung als vermisst gemeldet. Sollte etwa ein Serientäter sein Unwesen treiben und ist Laura womöglich eines seiner Opfer geworden?
Dieser bereits 3. Fall der Canterbury-Fälle beruht wiederum auf wahren Tatsachen.
Geschickt versteht es die Autorin Tessa Duncan (welche mir bislang nur unter dem Namen Marie Lacrosse aus dem historischen Bereich bekannt war) die Geschichten der verzweifelten Frauen zu entwirren.
Die Charaktere werden einfühlsam beschrieben, man fühlt und leidet beim Lesen mit den Opfern.
Dabei taucht die Autorin tief in die Abgründe der menschlichen Seele ein, oft genug fragt man sich als Leser wie unfassbar brutal manche Menschen sein können.
Die räumlichen Gegebenheiten dieser stattgefundenen echten Fälle werden sehr detailliert beschrieben, zum Glück können Bücher keine Gerüche wiedergeben.
Die Autorin verfügt über einen sehr lesenswerten Schreibstil, kurze Kapitel aus verschiedenen Perspektiven machen das ganze unglaublich spannend zumal sich auch eine aus Tätersicht darunter befindet.
Das Cover passt sehr gut zum Inhalt, ein dunkler alter Friedhof mit verwitterten Grabsteinen weist schon sehr gut auf das Genre hin.
Obwohl ich die vorherigen Bände nicht kannte konnte ich ohne Schwierigkeiten in die Serie einsteigen. Es war sehr spannend und zum Schluss wurden alle Handlungsstränge gekonnt aufgelöst.
Besonders interessant war auch noch der Anhang in dem auf die wahren Begebenheiten und wie sie zur Entstehung dieses Buches beigetragen haben noch näher eingegangen wurde.
Ein toller Krimi den ich gerne weiterempfehlen werde.
Vielen Dank an die Autorin und an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar und für das persönliche Feedback der Autorin während der Leserunde.