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Brombeere

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2026

teilweise leider verwirrend

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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Worum geht es?
Eine Leiche, bedeckt von Schnee, wirft Rätsel auf. Kommissar Wase ermittelt und kommt dem Fall näher als er beabsichtig hatte.

Worum geht es wirklich?
Aufmerksamkeit, Verlust und Überleben.

Lesenswert?
Ja, ...

Worum geht es?
Eine Leiche, bedeckt von Schnee, wirft Rätsel auf. Kommissar Wase ermittelt und kommt dem Fall näher als er beabsichtig hatte.

Worum geht es wirklich?
Aufmerksamkeit, Verlust und Überleben.

Lesenswert?
Ja, auch wenn mich ein paar Dinge gestört haben.
Es handelt sich bei diesem Buch um den zweiten Band einer Reihe, was eventuell auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Wenn man Band 1 nicht kennt (oder es wie bei mir länger her ist) können Handlungsstränge unklar und verwirrend sein.
Die CHARAKTERE haben mich auf jeden Fall überzeugt. Mir gefällt, wie vielschichtig sie sind, wie gut ihre Erfahrungen und Schicksale einfließen und wie die Figuren im Kommissariat ohne nähere Bemerkung dazu diverser wirken als in vielen anderen Thrillern. Wase als Hauptfigur hat mir sehr gefallen.
Ich konnte mir die ATMOSPHÄRE sehr gut vorstellen. Es wirkt alles lebendig und real. Man hat direkt Bilder im Kopf.
Dies liegt auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL der Autorin. Manche Sätze sind kurz, andere ausschweifender. Trotzdem wirkt es manchmal etwas poetisch ohne je zu viel oder zu wenig zu sagen. Störend habe ich das starke Denglisch wahrgenommen. Nun habe ich dies durchaus auch in meiner eigenen Sprache und einige Begrifflichkeiten konnte ich sehr nachvollziehen, aber an anderen Stellen war es einfach zu viel. Schränkt eventuell die Zielgruppe ein wenig ein.
Der HANDLUNG zu folgen, wenn man Band 1 gar nicht kennt, stelle ich mir schwer vor. So viele Andeutungen und Themen, die auch für den weiteren Verlauf wichtig sind. Zwar wird man im Laufe der Handlung etwas einführend mitgenommen, habe ich jedoch als zu wenig empfunden. Das Ende bzw. die Auflösung ist für mich nicht befriedigend, hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht. Manche Figuren werden einfach zu sehr in Leid versenkt,
Mit SPANNUNG konnte das Buch hingegen wieder punkten bei mir. Die angenehm kurzen Kapitel, die besonderen Absätze, die Zitate und die Cliffhanger haben die Spannung stets aufrecht gehalten.
Ich habe das Gefühl, dass die LOGIK durchaus gegeben ist, aber mehrere Stellen und Situationen wirkten schon sehr konstruiert und erzwungen.
LESESPASS hatte ich bei der Lektüre und der Verlauf von diesem zweiten Band lässt mich neugierig auf Band 3 werden, da dieser vielleicht mehr neue Themen wagen kann.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 6,29 Bewertungspunkten somit gute 3 Sterne für dieses Buch.
Ich kann Band 1 und 2 in Kombination definitiv empfehlen und werde weitere Bücher der Autorin lesen (wollen)!

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Veröffentlicht am 11.07.2026

nichts besonderes

Bachelorette Party
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Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im ...

Worum geht es?
Ein Junggesellinnenabschied auf einer abgelegenen Schäreninsel mit Luxus-Resort. Sie sind nahezu allein, weil die Eröffnung erst noch folgen wird. Doch ausgerechnet diese Insel steht im Zusammenhang mit verschwundenen Frauen vor einem Jahrzehnt. Jemand beginnt zu bohren.

Worum geht es wirklich?
Suche, Ruhe und Schuld.

Lesenswert?
Nein, leider nicht das, was ich mir erhofft habe. Das Buch ist zwar grundsätzlich okay und eine nette Lektüre für zwischendurch. Aber im Vergleich zu anderen Büchern halt nichts besonderes.
Die CHARAKTERE sind okay, teilweise nett, aber auch hier ist nichts außergewöhnlich.
Bei der ATMOSPHÄRE hingegen war ich sogar eher enttäuscht, denn die Stimmung auf der Insel und in der Unterkunft kam für mein Empfinden kaum auf. Es wirkte austauschbar und beliebig, ich konnte mich nicht in die Stimmung reinfühlen. Finde ich schade, wenn man einen eher besonderen Ort wählt.
Das Buch konnte ich schnell lesen, was vermutlich auch an dem angenehmen SCHREIBSTIL (Übersetzung Melike Karamustafa) lag.
Auch bei der HANDLUNG kann ich das ganze wieder nur mittelmäßig beurteilen: Keine richtigen Überraschungen, nichts raffiniertes. Sie war solide und in Ordnung, aber mehr nicht. Die Auflösung gefiel mir weniger, das eigentliche Ende hingegen aber wieder gut.
Es war ausreichend SPANNUNG vorhanden, damit man weiter lesen und endlich hinter das Geheimnis kommen wollte. Wäre die Lektüre schwieriger zu lesen gewesen, hätte mir die Spannung vermutlich aber nicht ausgereicht um dranzubleiben.
Die LOGIK fand ich wieder eher enttäuschend, da alles sehr konstruiert wirkte und künstlich erzeugt.
Trotz der Kritik würde ich den LESESPASS, den ich empfunden habe, schon mit okay bis gut bewerten, da mich das Buch kurzweilig unterhalten konnte. Es wird mir jedoch nicht in Erinnerung bleiben und mehr in einem Einheitsbrei von ähnlichen Büchern verschwimmen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,86 Bewertungspunkten eher knappe 3 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

will mehr als es liefert

Wenn Katzen reden könnten
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Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um ...

Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um einen berühmten Autor zu begleiten - der bald darauf tot aufgefunden wird.

Worum geht es wirklich?
Lügen, Gemeinschaft und Geld.

Lesenswert?
Ja, auch wenn es nur eine gute Unterhaltung für zwischendurch war. Das Buch ist mir wegen seines schönen ansprechenden Covers aufgefallen und klang super für einen Sommerkrimi.
Die CHARAKTERE habe ich leider als eher klischeehaft empfunden, dabei auch einseitig ohne Ecken und Kanten und generell waren es mir einfach zu viele Männer in Hauptrollen in diesem Buch.
Hinsichtlich ATMOSPHÄRE war die Lektüre jedoch wirklich gut. Es war vorstellbar beschrieben und man konnte sich gut an die Orte denken.
Beim SCHREIBSTIL (Übersetzung Katharina Schmidt, Barbara Engelmann und Barbara Neeb) bin ich zwiegespalten. Es werden viele Begriffe nicht übersetzt und lassen das Italienisch nebenbei mit einfließen, was für einen Urlaubsroman natürlich super ist. Andererseits wirkt es dadurch teilweise gekünstelt. (Ich meine, dass es auch eine Stelle gab, bei der von „zwei Espressos“ die Rede war, was wiederum im Gegensatz zur sonstigen Verwendung der Originalsprache steht.)
Die HANDLUNG ist in Ordnung, das Ende jedoch war eher mittelmäßig und zwischendrin zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge.
Darunter hat auch die SPANNUNG gelitten, denn ich wollte zwar wissen wie es weiter geht und was die Auflösung sein wird, der Weg dahin war jedoch stellenweise eher langweilig.
Auch die LOGIK war zu künstlich gewollt, zu unrealistisch und konstruiert.
Somit war mein LESESPASS leider nicht so hoch wie ich gehofft habe. Ich würde kein weiteres Buch von dem Autor lesen, liebe die Kampa-Cover aber einfach sehr!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,8 Bewertungspunkten knappe 3 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

leider nichts neues

Schlafende Vulkane
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Worum geht es?
Eine junge Mutter wird ermordet aufgefunden und ihr 10-jähriger Sohn ist nicht auffindbar. Für eher unerfahrene Polizistin und einen ehemalige Polizist beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. ...

Worum geht es?
Eine junge Mutter wird ermordet aufgefunden und ihr 10-jähriger Sohn ist nicht auffindbar. Für eher unerfahrene Polizistin und einen ehemalige Polizist beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn der Täter hat noch nicht genug.

Worum geht es wirklich?
Hass, Rache und Schnelligkeit.

Lesenswert?
Es war okay, aber leider auch nicht mehr.
Ich habe die Reihe von Hjorth&Rosenfeldt früher super gerne gelesen und nun froh, dass es von den Autoren in neuen Kombinationen durchaus auch neuere Werke gibt. Leider hat sich die Art der Handlungen nicht weiterentwickelt.
Die CHARAKTERE sind in Ordnung, haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und müssen sich in der Ermittlungswelt behaupten. Trotzdem ist man ihnen bei der Lektüre nicht allzu nah gekommen und ich könnte sie nun nicht näher einordnen. Teilweise gab es klischeehafte Ansätze, manchmal auch Neuerungen.
Die ATMOSPHÄRE hat mich für das Setting Island tatsächlich eher enttäuscht, da es auch in jedem anderen skandinavischen Land hätte spielen können und keine wirkliche Stimmung aufgekommen ist - selbst wenn die Handlung in eher menschenleeren Gebieten spielt.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Wibke Kuhn) hingegen ist gewohnt angenehm und war super zu lesen, sodass man durch die Seiten nur so geflogen ist. Hier habe ich keine Kritik.
Die HANDLUNG als solche ist klassisch aufgebaut. Sie startet mit einem Fall, mit dem Kennenlernen der ermittelnden Personen und dann nimmt die Handlung langsam Fahrt auf. Generell gibt es aber auch hier nicht viel neues (auch thematisch).
Ebenfalls ist auch der Aufbau der SPANNUNG nicht neu. Wer ist schneller: Ermittlerinnen oder Täterinnen? Dadurch, dass recht viel passiert, ist der Ablauf eher kurzweilig und es passiert genug um die Spannung aufrecht zu halten. Samt dramatischer Höhepunkte.
Hinsichtlich LOGIK auch wieder alles weitgehend zusammenpassend und keine Kritikpunkte. Die Logik der Taten ist meiner Meinung nach auch ausreichend erklärt. Sie ist leider nicht unrealistisch, aber ermüdend durch das immer gleiche Erzählmuster in Thrillern.
Am meisten hat vermutlich mein LESESPASS gelitten. Das Buch war zwar spannend, die ermittelnden Personen okay, aber ansonsten bin ich es einfach leid von toten Frauen und dem Ausschlachten des Mordes zu lesen. Während ich Beginn noch dachte, dass die Tat als solche und die Täterperspektive keine so große Rolle spielen, entwickelt sich das Buch im Verlauf leider in genau die Richtung. Man bekommt also „klassisch“ die Welt des Täters präsentiert und begegnet im Verlauf auch ausgeschlachtet Gräueltaten samt Tatbeschreibung. Dies sind für mich einfach Dinge, die ich schon vor 15 Jahren gelesen habe und deren ständige Wiederholung etc. mir reichen!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 5,29 Bewertungspunkten schließlich 3 Sterne für dieses Buch.
Ich habe einfach genug von der immer gleichen erzählten Misogynie und den dazugehörigen Tätern.
Davon losgelöst ist das Buch vermutlich eine spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

cozy aber langatmig

The House Witch 1
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Worum geht es?
Ein wird Koch am Hofe des Königs. Von seinen Fähigkeiten als Haushexe ahnt niemand etwas, genau so wie von seiner Vergangenheit. In der Küche offenbaren sich immer mehr Geheimnisse und Verlockungen.

Worum ...

Worum geht es?
Ein wird Koch am Hofe des Königs. Von seinen Fähigkeiten als Haushexe ahnt niemand etwas, genau so wie von seiner Vergangenheit. In der Küche offenbaren sich immer mehr Geheimnisse und Verlockungen.

Worum geht es wirklich?
Sicherheit, Träume und Miteinander.

Lesenswert?
Ja, irgendwie schon. Auch wenn es mich nicht umfänglich überzeugen konnte.
Die CHARAKTERE in dieser Geschichte sind größtenteils angenehm, kennen sich selbst gut und gehen wohlwollend und beschützend miteinander um. Hierbei wird bewusst mit umgekehrten Klischees gespielt, sodass Fin als Mann eine Haushexe ist, deren Eigenschaft Schutz und Häuslichkeit beinhaltet. Finde ich sehr gelungen und hat mir gefallen.
Auch die ATMOSPHÄRE ist angenehm, die Zeit in der Küche oder im Garten immer sehr wohltuend und heimelig schön. Kochen und Genuss spielen immer wieder eine Rolle und fügen sich stimmig in das Konzept.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung V. Topalova und S. Reinhardus) gut lesbar. Verwundert hat mich hier die immer wieder auftretende Betonung von Titel (?) und Name. Also das Fin immer wieder mit ganzem Namen oder als „Koch Fin“ bezeichnet wird, so wie auch „Magier Lee“ fast immer in dieser Namenskombination erwähnt wird. Auf Dauer ist das ein wenig zu viel und unnötig.
Die eigentliche HANDLUNG könnte ich nicht klar benennen, da sie einerseits cozy und mehr beschreibend sein möchte, andererseits aber High Fantasy mit Kämpfen um das Reich. Das driftete für meinen Geschmack zu weit auseinander und hatte zu wenig Fokus auf dem, was die Autorin fokussieren möchte.
Sonderlich Fehler in der LOGIK wären mir nicht aufgefallen. Die Figuren handeln hinsichtlich ihrer Vergangenheit und Erfahrung größtenteils verständlich und die erzählten Stränge wirken zueinander passend.
Den SPASS beim Lesen zu bewerten fällt mir nicht so leicht. Es gab mehrere Aspekte, die mir wirklich gut gefallen haben. Dazu gehört die Behaglichkeit und auch die progressiven Ansätze, die das Buch durch seine Figuren verfolgt. Trotzdem war es mir stellenweise einfach zu langatmig und der rote Faden ging verloren. Kritisch sehe ich die Kombination aus teilweise eher jugendlichen Handlungen und Verhaltensweisen bei den Figuren (Wie sehr kann man sich über die Namen einzelner lustig machen? Das wirkte so kindisch!) im Gegensatz zu dem extremen und immer wieder erwähnten Alkoholkonsum und Trinkgelagern. Nun erwarte ich gar nicht, dass keinerlei Alkohol auftaucht. Aber es war schon wirklich sehr sehr viel und dies passte nicht zu den sonstigen Ansätzen, die die Autorin meiner Meinung nach ganz gut umgesetzt hat.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 5,43 Bewertungspunkten dann 3 Sterne für dieses Buch.
Ich könnte mir vorstellen, auch die weiteren Bücher der Reihe zum Beispiel als Hörbuch zu konsumieren, brauche es jedoch nicht zwingend auch wenn das Ende eher offen war.

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