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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2025

Wunderschöner Liebesroman-witzig, emotional, herzerwärmend

How To End A Love Story
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Ich habe mich in diese Love Story von Anfang an verliebt. Die Autorin schreibt auf sehr erfrischende, witzige Art und Weise auch über schwierige Themen wie Trauerbewältigung und mentale Gesundheit. Dies ...

Ich habe mich in diese Love Story von Anfang an verliebt. Die Autorin schreibt auf sehr erfrischende, witzige Art und Weise auch über schwierige Themen wie Trauerbewältigung und mentale Gesundheit. Dies alleine finde ich schon sehr beeindruckend.

Die Geschichte von Helen, der nerdigen Bestsellerautorin, und Grant, dem Drehbuchautor und Homecoming - King, und ihrer komplizierten gemeinsamen Vergangenheit an der High School, hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und gefesselt. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll mit emotionaler Tiefe aber gleichzeitig auch lustig mit Ironie und Sarkasmus. Die Sprache ist flüssig und sehr durchdacht, jeder Satz ist ausgereift und perfekt formuliert. Das Buch macht Mut, auch Krisen durchzustehen, zu heilen und nach Schicksalsschlägen wieder glücklich zu sein.

Die Story ist spannend erzählt und man erhält einen coolen Einblick in das Filmbusiness in L.A. inkl. der Besonderheiten und Intrigen dieser Welt. Da die Autorin Yulin Kuang auch Drehbuchautorin ist, war es für mich spannend zu erleben, wie aus einem Bestseller-Buch eine TV-Serie entsteht, wie Drehbuchautoren im Writers Room zusammenarbeiten und emotional die Figuren entwickeln, um sie in einer TV-Serie darzustellen.

Ich liebe das Buch wirklich sehr. Es ist eine wundervolle, emotionsgeladene, herzerwärmende und von der ersten bis zur letzten Seite spannende Liebesgeschichte. Gänsehautfeeling und Schmetterlinge im Bauch garantiert!

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Sehr interessantes, empfehlenswertes Buch über Tuberkulose

Tuberkulose
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In seinem neuen Buch "Tuberkulose" nimmt uns John Green mit auf eine Reise zur tödlichsten Infektionskrankheit der Welt.

Wir erfahren viele Hintergründe, über die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ...

In seinem neuen Buch "Tuberkulose" nimmt uns John Green mit auf eine Reise zur tödlichsten Infektionskrankheit der Welt.

Wir erfahren viele Hintergründe, über die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit und den verzweifelten Kampf gegen sie, als es noch kein Heilmittel gab. Seit ca. 70 Jahren gibt es eine Antibiotikatherapie, die die Krankheit unschädlich machen kann. Allerdings gibt es die Medikamente dort, wo die Krankheit nicht im hohen Maße existiert. Wo die Krankheit weit verbreitet ist, bspw. in Afrika und Indien etc. fehlt oft die geeignete medizinische Versorgung und die Medikamente. Außerdem herrscht ein Mangel an Aufklärung und viel Aberglauben. Was ich wirklich schockierend fand war, dass viele an Tuberkulose erkrankte Menschen in Afrika von ihrer Familie verstoßen werden, da sie als Schande gilt.

Das Buch ist wirklich sehr fundiert recherchiert. John Green spannt den Bogen von den historischen Hintergründen über Tuberkulose in seiner Familiengeschichte bis hin zu aktuellen Fakten und gesundheitspolitischen sowie medizinischen Informationen. Außerdem hat er mit der Geschichte des Patienten Henry, einem 16- jährigen Jungen aus Sierra Leone, gleich ein Tuberkulose Schicksal parat, über das er hautnah und sehr berührend berichtet.

Ich finde das Buch wirklich phantastisch. Es liefert so viele unglaubliche Informationen, ist sehr spannend und leidenschaftlich geschrieben, dabei aber auch mitreißend sowie praxisnah und keinesfalls deprimierend. Es ist ein leidenschaftliches Plädoyer dafür, anzupacken, Medikamente mit den ärmsten Ländern zu teilen, Spenden für die Bekämpfung der Tuberkulose zu samneln, den Hunger zu besiegen und endlich aktiv zu werden. Denn wie John Green schreibt, es ist an der Zeit, die tödlichste Infektion der Welt zu besiegen.

Ich kann das Buch von ganzem Herzen wärmstens empfehlen. Es ist sehr lesenswert für alle Menschen, besonders diejenigen, die politisch oder medizinisch interessiert sind. Tuberkulose ist gar nicht so weit weg, wie man meint, es gab in der Schule meiner Kinder (eine sehr gute Gesamtschule) schon mehrere Fälle. Unsere Lungenfachärztin hat mir gesagt, dass man sich auch in Deutschland Tuberkulose quasi überall z. B. in der Bahn holen könne und da ist es wichtig, informiert zu sein und Bescheid zu wissen.

Fazit: Ein sehr informatives, beeindruckendes und empfehlenswertes Buch über Tuberkulose.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Interessanter, praxisnaher Ratgeber zum Thema Freundlichkeit

Radikale Freundlichkeit
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Das Buch „Radikale Freundlichkeit“ von Nora Blum ist ein sehr interessanter, inspirierender Ratgeber mit viel psychologischem Background. In leicht verständlicher Sprache wird in übersichtlich gegliederten ...

Das Buch „Radikale Freundlichkeit“ von Nora Blum ist ein sehr interessanter, inspirierender Ratgeber mit viel psychologischem Background. In leicht verständlicher Sprache wird in übersichtlich gegliederten Kapiteln praxisnah das Thema Freundlichkeit behandelt.

Wir lernen, wie es uns gelingen kann, auch in schwierigen Situationen wie Stress oder Leistungsdruck freundlich zu bleiben, wie man auf Unfreundlichkeit reagieren kann und freundlich „Nein“ sagen kann. Sehr interessant ist auch die Kraft freundlicher Gesten und wie man schwierige Situationen mit Humor und Freundlichkeit entschärfen kann. Spannend finde ich auch das Kapitel in dem es darum geht, freundlich und wohlwollend mit uns selbst zu sein. Die Kapitel, wie man freundlich mit Neid umgeht und verzeiht und sich damit von altem Schmerz befreit, empfinde ich ebenfalls als sehr wertvoll und bereichernd.

In jedem Kapitel gibt es informative Kästchen mit praktischen Übungen. Hier wird in nachvollziehbaren Schritten dargestellt, wie wir das Ziel des jeweiligen Kapitels wie bspw. „Radikal freundlich Grenzen setzen“ leicht und locker erreichen können. Ich finde diese praktischen Übungen phantastisch, da man hier direkt in die Umsetzung des Gelernten gehen kann, um eine Verbesserung und Erhöhung der Lebensqualität zu erreichen.

Ich persönlich finde das Buch wirklich ganz großartig, praxisnah und leicht umsetzbar. Mir hat es sehr geholfen, mich zu reflektieren und einen Weg einzuschlagen, bei dem ich freier, gelassener und glücklicher sein kann. Ich bin nach dem Studium dieses Buchs davon überzeugt, dass es sich mit radikaler Freundlichkeit entspannter, unabhängiger und freier leben lässt. Das Buch ist sehr lesenswert und ich kann es als praxisnahen Ratgeber wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Eine phantasievoll erzählte, anspruchsvolle Reise

Alice im Land der Ideen
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Im Buch "Alice im Land der Ideen" erleben wir die Reise von Alice, einem Mädchen mit Weltschmerz, das Antworten auf ihre großen Fragen zu Naturschutz, Menschlichkeit, Krieg etc. sucht. Sie landet hierbei ...

Im Buch "Alice im Land der Ideen" erleben wir die Reise von Alice, einem Mädchen mit Weltschmerz, das Antworten auf ihre großen Fragen zu Naturschutz, Menschlichkeit, Krieg etc. sucht. Sie landet hierbei im Land der Ideen und unternimmt eine atemberaubende Reise, die sie zu führenden Gelehrten bringt. Die Reise beginnt bei Sokrates im alten Griechenland und führt über die Antike, Indien, die Weltreligionen auf vielen Stationen bis hin zur Revolution und der Neuzeit. Alice erlebt hautnah das Leben und Wirken der Gelehrten, Weisen, Denker und Naturwissenschaftler mit.

Ich persönlich fand das Buch sehr anspruchsvoll und habe mehrere Tage zum Lesen benötigt, da ich viele Pausen zum Nachdenken brauchte. Auch empfehle ich, das Buch sehr aufmerksam zu lesen, damit in der phantasievollen Geschichte um Alice und ihren süßen und lebendigen Gefährten die Hauptbotschaften nicht verloren gehen.

Der Inhalt ist spannend und interessant erzählt und enthält viel Wissen über die Philosophen, Denker, Weisen und ihre Lehren. Eingebettet ist dieses Wissen in eine lebendige, anschauliche und atmosphärische Erzählung, die phantasievoll an Alice im Wunderland angelehnt ist.

Der Schreibstil ist flüssig und enthält überraschend viel wörtliche Rede. Besonders gut gefallen haben mir die vielen bildhaften Darstellungen des Lebens der Philosophen, Weisen, Denker etc. Man war oft mitten im Geschehen dabei und daher war dieses Buch auch eine Welt- und Zeitreise, bei der wir nicht nur das Land der Ideen, sondern auch die Welt und die verschiedenen Epochen beginnend ab dem alten Griechenland kennenlernen durften.

Fazit: Ein ausgesprochen anspruchsvoller und interessanter Read für Menschen, die sich für Philosophie, verschiedene Lehren und Gelehrten und ihren Einfluss auf die menschliche Entwiclung und ihr Denken verpackt in eine phantasievolle Geschichte begeistern können.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Sehr interessanter Roman über familiäre Beziehungen

Die Scheinheiligen
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Der Roman "Die Scheinheiligen" ist ein scharfsinnig erzählter, vielschichtiger und tiefgründiger Roman über die Eltern-Kind Beziehung. Sophia verbringt 2010 gemeinsam mit ihrem Vater einen vierwöchigen ...

Der Roman "Die Scheinheiligen" ist ein scharfsinnig erzählter, vielschichtiger und tiefgründiger Roman über die Eltern-Kind Beziehung. Sophia verbringt 2010 gemeinsam mit ihrem Vater einen vierwöchigen Urlaub auf Sizilien. Die Eltern sind getrennt, der Vater erfolgreicher Autor und die damals 17-jährige Sophia muss im Urlaub seinen Roman als Assistentin niederschreiben. Im Jahr 2020 während der Pandemie lädt Sophia ihren Vater ein, ihr erstes Theaterstück in London, Covent Garden, auf der Bühne zu sehen, während sie auf der Dachterrasse des Theaters im Restaurant mit ihrer Mutter den Nachmittag verbringt und gespannt auf die Reaktion ihres Vaters wartet. Der Vater ist sehr überrascht, dass das Theaterstück von ihm (und seinen weiblichen Eroberungen) im Sizilienurlaub handelt. Während des Stücks und danach entladen sich viele über Jahrzehnte verdrängte Emotionen zwischen Sophia, ihrem Vater und ihrer Mutter wie ein lange brodelnder Vulkan.

Ich finde das Buch sehr spannend. Der Schreibstil der Autorin ist eindringlich, manchmal brutal ehrlich und teilweise wirklich mitreißend. Die Beschreibung des Theaters und des Sizilienurlaubs sind wunderbar bildhaft und atmosphärisch. Die Autorin springt zwischen den einzelnen Zeitebenen 2010 und 2020 und diversen Perspektiven hin und her. Wir haben als Leser die Gelegenheit, tief in die Gedanken und Gefühle des Vaters, der sich während des Theaterstücks gekränkt und bloßgestellt fühlt, sich aber auch selbst reflektiert, einzutauchen. Auch Sophia, die sich immer noch nach Liebe und Anerkennung ihrer Eltern seht, ihnen aber auch brutal den Spiegel vorhält, lernen wir tiefgehend kennen. Auch die Sichtweise der Mutter, die frustriert ist, so viele gute Jahre mit dem Vater verschwendet zu haben und es als Alleinerziehende nicht leicht hatte, ist sehr interessant dargestellt. Familiäre Bande werden scharfsinnug beobachtet und hervorragend seziert, sodass man sich als Leser gut identifizieren kann.

Das Ganze ist wie ein Theaterstück in vier Teile aufgebaut und sehr interessant sowie spannend erzählt. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch feine Gesellschaftskritik übt und soviele Themen beinhaltet. Die Themen reichen von der Pandemie und ihre Empfehlungen zur Distanz, über die Revolution der 70er Jahre, die Probleme der Millennials, dem harten Los alleinerziehender Mütter bis hin zu nazisstischen, selbstverliebten Vätern und einer unglücklichen Ehe. Es geht auch um Selbstreflexion, die eigene Wahrnehmung und die Wahrnehmung der Kinder und unterdrückte Emotionen, die sich Bahn brechen, benannt, gefühlt, gelebt und kommuniziert werden möchten. Außerdem geht es auch um Liebe und Verzeihung.

Fazit: Ein eindringliches, vielschichtiges, tiefgründiges und scharfsinnig beobachtetes Werk voller leiser Zwischentöne, das einen zum Nachdenken anregt und noch lange nachhallt.

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