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Veröffentlicht am 01.08.2026

absolut genial

Der Astronaut – Project Hail Mary
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Ryland Grace wacht auf und ist orientierungslos. Schon bald bemerkt er, dass er sich in einem Raumschiff befindet mit Kurs auf Tau Ceti. Doch warum? Langsam tauchen Erinnerungen auf. Er ist auf einer Mission, ...

Ryland Grace wacht auf und ist orientierungslos. Schon bald bemerkt er, dass er sich in einem Raumschiff befindet mit Kurs auf Tau Ceti. Doch warum? Langsam tauchen Erinnerungen auf. Er ist auf einer Mission, die Erde zu retten. Und er weiß, dass er nicht wieder zurückkehren wird. Kurze Zeit später stößt er auf ein anderes Raumschiff mit einer außerirdischen Lebensform, die genau dasselbe Ziel hat, wie Grace. Eine ungewöhnliche Zusammenarbeit beginnt.

"Der Astronaut" im Kino war seit langem ein Film, der mich unheimlich fasziniert hat. Nicht nur die schauspielerische Leistung von Ryan Gosling, auch die Story hat mich in den Bann gezogen.

Ein weiteres Anschauen zuhause bei einem bekannten Streamingdienst hat mich dann doch dazu gebracht, auch nach dem Buch zu greifen.

Und das hat mich noch mehr fasziniert. Schon "Der Marsianer" war für mich ein voller Erfolg und der Autor hat es geschafft, mich nun auch mit "Der Astronaut" vollkommen abzuholen. Auch ein weiteres Buch aus seiner Feder (Artemis) war spannend und interessant.

Hier geht es um Ryland Grace, der auf eine Selbstmordmission geschickt wurde. Sein Flug ins Tau-Ceti-Sonnensystem ist ohne Rückfahrkarte, denn der Treibstoff reicht nicht aus, um wieder nach Hause zurückzukehren.
Doch die Erde braucht Gewissheit, warum Tau Ceti nicht von den zerstörerischen Astrophagen verdunkelt wird, im Gegensatz zu unserer Sonne.

Eine spektakuläre Rettungsmission wird gestartet. Ein Raumschiff gebaut, Astronauten ausgebildet und instruiert, die genau wissen, dass sie nie zurückkehren werden. Alle Nationen arbeiten zusammen, um eins zu tun: Die Erde zu retten.

Und unser Held Grace ist mittendrin. Er ist Physiker und hilft bei der Entwicklung des Rettungsplanes. Doch dann endet er selbst auf dem Raumschiff und seine Crew ist tot. Er ist allein und kann sich zuerst an gar nichts erinnern.

Das Buch ist so aufgebaut, dass wir erleben, wie Grace sich an Bord der Hail Mary zurechtfinden muss. Unterbrochen wird dies durch Rückblenden, in denen wir erfahren, wie es zu allem kam. Dem Bau des Raumschiffes, dem Abflug und letztendlich dann zu der Situation, in der sich Grace befindet.

Gleichzeitig wird erzählt, wie Grace sich einem weiteren Raumschiff nähert und Freundschaft schließt mit Rocky, einem Eridianer vom Planeten 40 Eridani A.
Beide haben die gleiche Mission: ihren Planeten zu retten. Und so entstehen eine ungewöhnliche Zusammenarbeit und eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht.

Rocky ist so herzerweichend wunderbar. Ebenso auch Grace, der sich langsam aber sicher damit abfindet, sein Leben im All beenden zu müssen. Und aber doch immer wieder nach einer Lösung sucht, dies doch nicht zu müssen. Rocky ist eine so unschuldige Lebensform. Er lernt schnell, aber manchmal versteht er die Zusammenhänge nicht richtig und so ergeben sich Momente, bei denen man schmunzeln oder sogar herzhaft lachen muss.

Im Vordergrund steht natürlich das Wissenschaftliche. Und hier dreht der Autor richtig auf. Er bringt uns Physik, Astrophysik, Astronomie, Chemie und Mathematik näher. Er erklärt Raumfahrt, Schwerkraft und Zeit. Er spielt mit Elementen, Lebewesen und Stoffen. Und doch ist alles spannend und nicht langweilig. Auch wenn ich manchmal dachte "Ich verstehe nur Bahnhof" hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass sich das Buch in die Länge zog oder mein Interesse abflaute.

Es kommt nicht oft vor, dass ich ein Buch nach dem Film lese. Aber diesmal war es so und ich muss ehrlich zugeben, dass ich es nicht bereue. Denn so hatte ich beim Lesen natürlich immer die verschiedenen Schauspieler vor Augen und konnte auch Mimik und Gestik von Rocky sehr gut nachvollziehen.

Alles in allem war ich total begeistert und mache dieses Buch zu einem meiner Jahreshighlights. Den Film werde ich sicherlich noch sehr oft schauen. Gerade höre ich auch das Hörbuch, um abermals in den Weltraum abzutauchen.

Meggies Fussnote:
Absolut lesenswert, absolut sehenswert, absolut hörenswert.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

mehr Bomben, mehr Carl, mehr Donut - mehr genial

Carl's Doomsday Scenario
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Matt Dinniman – Dungeon Crawler. Carl`s Doomsday Scenario #2

Meine Meinung:
Kaum auf Ebene 3 angekommen, bleibt Carl und Prinzessin Donut keine große Ruhepause. Denn nun fängt der Kampf erst richtig an. ...

Matt Dinniman – Dungeon Crawler. Carl`s Doomsday Scenario #2

Meine Meinung:
Kaum auf Ebene 3 angekommen, bleibt Carl und Prinzessin Donut keine große Ruhepause. Denn nun fängt der Kampf erst richtig an. Die Zuschauerzahlen schießen in die Höhe und je mehr Likes man einfährt, umso größer sind die Belohnungen. Aber nicht nur das wartet auf Carl und Donut. Auch neue Quests sind am Start. Killerclowns, Himmelsvögel und vom Himmel fallende tote Prostituierte. Die KI im Spiel lässt sich so einiges einfallen. Und Carls Probleme nehmen nicht ab. Denn er hat immer noch keine Hose.

Der erste Teil war herrlich, chaotisch, abenteuerlich und witzig. Der zweite steht nicht nach und zieht auch nochmals mehr an. Carl und Donut, mittlerweile unzertrennlich, kämpfen auf Leben und Tod. Während Carl sich auch an den Nebenquests ergötzen kann, ist Donut mehr der geradlinige Teil. Hilfe erhalten die beiden von Mordecai, ihrem Berater, Unterstützer und dann auch noch Manager.

Der Witz ist wieder wunderbar sarkastisch. So finden wir uns gleich zu Anfang bei einer Aufgabe wieder, die Carl alleine lösen muss. Und dies mit Verstand und Logik. Die nächsten zwei Drittel des Buches wird es rasant.

Während die KI sich immer wieder neue Sachen einfallen lässt, lösen Carl und Donut eine Nebenquest. Oder versuchen es zumindest. Denn schnell stellt sicc heraus, dass dies gar nicht so einfach ist. Aber es würde Punkte bringen, Klicks und Likes. Also ran an den Speck und die Bomben.

Ich wurde wieder sehr gut unterhalten und hätte mir nicht vorstellen können, dass der Autor hier gleich mit der Spannung und der Action anzieht. Wie wird dies dann erst in den Folgebänden?

In Band 1 musste erst einmal alles erklärt werden und Carl selbst musste herausfinden, was eigentlich los ist. In Band 2 konnte er sich voll und ganz auf den Dungeon und das Spiel konzentrieren. Und das ist ihm sehr gut gelungen.

Carl und Prinzessin Donut machen nicht nur im wörtlichen Sinne eine Verwandlung durch. Auch wenn sie ein Level nach dem anderen aufsteigen, wachsen sie mit ihren Aufgaben und fangen an, zu rebellieren. Was von den Außerirdischen nicht gerade gern gesehen wird. Dementsprechend werden ihnen Steine in den Weg gelegt, welche sie aber nutzen und teilweise gegen die Spielleitung einsetzen.

Dafür stehen sie aber nun im Fokus. Was gleichzeitig aber wieder Klicks einfährt.

Das ganze Schauspiel ist so gelungen und der Autor hat mit seinem unvergleichlichen Schreibstil dazu beigetragen, dass Carl und Donut sich so sehr in mein Herz geschlichen haben, dass ich die Reihe nun nicht nur als ebook besitzen muss, sondern auch in gedruckter Form. Das schaffen nicht viele Autoren.

Meggies Fussnoten:
Mehr Bomben, mehr KI, mehr Carl und Donut.


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Veröffentlicht am 31.05.2026

manchmal braucht es Träume um das Leben zu finden

Ms. Atkins und die Bibliothek der Träume
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Amanda Eleonore Atkins ist eigentlich Finanzbuchhalterin. Durch einen strikten Tagesablauf ist alles geregelt. Auch, dass jeden Freitag die Bibliothek aufgesucht wird, um sich mit neuen Büchern zu versorgen. ...

Amanda Eleonore Atkins ist eigentlich Finanzbuchhalterin. Durch einen strikten Tagesablauf ist alles geregelt. Auch, dass jeden Freitag die Bibliothek aufgesucht wird, um sich mit neuen Büchern zu versorgen. Aber bloß nichts Fiktives. Denn damit kann Ms Atkins nichts anfangen. Doch heute steht jemand anderes hinter dem Tresen der Bibliothek. Henry, ein Schüler, der einen Aushilfsjob betreibt. Dies irritiert Ms Atkins, erst recht, als Henry ihr den Zugang zu einem Lesezimmer zeigt, von dem sie nichts wusste. Dort trifft sie auf Robert Joy, der ihr das Geheimnis der Bibliothek näher bringt. Später kommt noch die unnahbare Xiao Mei dazu. Und gemeinsam lernen sie, dass die fantastischen Abenteuer mehr in sich bergen, als sie für möglich gehalten haben. Und Freundschaft zu den wichtigsten Dingen gehört.

Wenn Geschichten in Bibliotheken spielen, hat mich schon der Klappentext des Buches eingefangen. Und ich muss sagen, dass ich bislang noch kein einziges Buch über Bibliotheken gelesen habe, dass mich nicht für sich eingenommen hat. Genauso geht es mir auch mit der vorliegenden Geschichte.

Schon die ungewöhnliche Protagonistin Amanda Eleonore Atkins hat mich fasziniert. Sie hat sich ein Leben angeeignet, in dem Ordnung vorherrschend ist. Sie ist gewissenhaft, hat einen geregelten Tagesablauf und achtet darauf, ja nicht aus ihrer Rolle zu fallen. Was aber eines Tages geschieht, da die Bibliothekarin, die sie sonst begrüßt hat, nicht mehr da ist. Stattdessen erwartet sie Henry, ein Aushilfsbibliothekar, der von nichts eine Ahnung hat. Zumindest in Ms Atkins Augen.

Doch im Laufe des Buches ändert sich so einiges für Ms Atkins. Nicht nur zieht das Chaos ein, auch neue Menschen. Und schleichen sich auch langsam in ihr Herz.

Außerdem lernt sie eine neue Seite der Bibliothek kennen und merkt, dass man auch mal über den Tellerrand blicken muss, um nicht stillzustehen. Denn was Ms Atkins kennenlernen darf, ist außergewöhnlich, abenteuerlich und absolut traumhaft.

Die Story hat keinen Leerlauf. Sie fließt dahin, zieht einem mit und zeigt, dass Freundschaft, Vertrauen und der Mut für Neues dazu führen, dass man sein Leben überdenkt und sich auch mal etwas Neuem widmen muss, um nicht gänzlich unterzugehen.
Ms Atkins erlebt genau dies und mir hat der Wandel, der sich durchgemacht hat, so gut gefallen, dass ich mich nicht nur für sie, sondern auch für die anderen drei Protagonisten gefreut habe.

Henry wird erwachsen, Xiao Mei merkt, dass nicht alle gegen sie sind und Robert weiß nun, dass sein Leben erfüllt war, trotz der Widrigkeiten, die ihm entgegengebracht wurden. Warum, wird wunderschön dargestellt und mit viel Fantasie, Hoffnung und auch etwas Traurigkeit erzählt.

Das Ende hat mich umgehauen, hatte ich doch gehofft, dass es noch anders kommt. Aber ich bin zufrieden, denn die Story hat gezeigt, dass man sich den Änderungen nicht entgegensetzen soll, da einem ansonsten das Leben einfach wegläuft. Denn leider ist es zeitlich begrenzt.

Auch wenn ich das ebook gelesen habe, muss ich kurz auf das wunderschöne Hardcover eingehen. Mit Farbschnitt, einem traumhaften Schutzumschlag und innenliegendem Page Overlay lässt es auch das Sammlerherz höher schlagen. Schaut es Euch unbedingt an!

Meggies Fussnote:
Jeder braucht einen Fahrstuhl zu seinen Träumen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Manchmal braucht es einen Oktopus ...

Das Glück hat acht Arme
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Tova Sullivan ist Witwe und arbeitet im Sowell Bay Aquarium, wo sie abends aufräumt und putzt. Mit der Zeit freundet sie sich mit dem dort lebenden Oktopus Marcellus an. Dieser ist enorm klug und büxt ...

Tova Sullivan ist Witwe und arbeitet im Sowell Bay Aquarium, wo sie abends aufräumt und putzt. Mit der Zeit freundet sie sich mit dem dort lebenden Oktopus Marcellus an. Dieser ist enorm klug und büxt abends gerne aus seinem Becken aus, um alles zu erkunden und sich in anderen Aquarien einen Snack zu holen. Bei den abendlichen Treffen erzählt Tova auch von ihrem Sohn, der vor Jahrzehnten verschwunden ist. Als Tova sich verletzt und mehrere Woche nicht putzen kann, übernimmt Cameron ihre Aufgabe und lernt ebenfalls Marcellus kennen. Dabei erkennt das clevere Tier ein Geheimnis, welches eigentlich gar keines ist. Und nun hat er alle acht Arme zu tun, um Tova wieder glücklich zu machen.

Mein zweiter Oktopus-Roman für dieses Jahr. Mit "Das White Octopus Hotel" habe ich schon einiges über diese cleveren Tierchen lernen dürfen, auch wenn sie nur eine zweitrangige Rolle spielten. Aber hier wird es richtig tief. Denn wir erfahren nicht nur etwas über das Tier, sondern auch über die Gedanken von Marcellus, der in einigen Kapiteln selbst zu Wort kommt und seine Sicht der Dinge schildert.

Diese Zwischenkapitel sind herrlich. Denn Marcellus ist alles andere als ein normales Tier. Seine Gedanken sind berührend und vor allem wahr.

In den anderen Kapiteln erzählt ein Dritter abwechselnd aus Tovas und Camerons Sicht. So erfahren wir zuerst etwas über Tova, deren erster Schicksalsschlag das Verschwinden ihres Sohnes Eric war und der zweite der Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren. Tova aber ist zäh. Auch wenn sie manchmal an den Verlusten zu zerbrechen scheint, rappelt sie sich auf und tut, was verlangt wird. Ihr Job im Aquarium ist allerdings wie eine Erholung für sie. Der Alltag verschwindet, sie genießt die Ruhe und die einzigartige Stimmung, die dort nachts entsteht. Und ihre Gespräche mit dem Oktopus, die zwar einseitig sind, aber sie glaubt fest daran, dass Marcellus sie versteht.

Etwas später kommt Cameron hinzu, der eigentlich auf der Suche nach seinem Vater ist. Als er diesen findet, aber nicht mit ihm reden kann, bleibt er in Sowell Bay, bis sich die Gelegenheit dazu findet. Dabei lernt er Tova kennen und ist gleich fasziniert von deren Stärke und Ausstrahlung. Cameron fängt an, sein chaotisches Leben zu überdenken. Denn nicht nur Tova bringt ihn dazu, sondern auch andere Personen, und auch Marcellus hat keinen unerheblichen Anteil daran.

Wie sich die Stränge dann letztendlich kreuzen, kann ich natürlich nicht verraten. Ich kann nur sagen, dass das Glück eben acht Arme hat und die Story sich mit einer Leichtigkeit lesen lässt, die die Hintergründe Lügen straft. Denn auch wenn sich alles so "leicht" anhört, steckt hinter den drei Hauptcharakteren ein hartes Leben und alle drei müssen herausfinden, wer sie sind.

Während Marcellus an die Freiheit glaubt, hat Tova Probleme mit dem Älterwerden. Cameron dagegen weiß nicht, wie seine Zukunft aussieht, da seine zerrüttete Kindheit ihn immer wieder einholt.

Ich habe mehr als eine Träne vergossen und werde auch garantiert die Verfilmung auf Netflix anschauen. Denn eine großartige Sally Field spielt Tova, und in der Vorschau habe ich sehen können, dass sie Tovas Rolle verinnerlicht hat.

Wenn jemand also sein Glück sucht, ist mit "Das Glück hat acht Arme" bestens bedient.

Meggies Fussnote:
Wenn Fremde zu Freunden zu werden.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

total lesenswert

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Violet würde lieber im Schreiberquadranten ihre Ausbildung weiterführen, aber ihre Mutter hat andere Pläne. Sie holt sie in den Reiterquadranten, damit Violet dort als Drachenreiterin ausgebildet wird. ...

Violet würde lieber im Schreiberquadranten ihre Ausbildung weiterführen, aber ihre Mutter hat andere Pläne. Sie holt sie in den Reiterquadranten, damit Violet dort als Drachenreiterin ausgebildet wird. Eine Ausbildung, die für mehr als die Hälfte der Reiter tödlich endet. Schon bei der Aufnahmezeremonie macht sich Violet ihre Mitstudenten schuldlos zum Feind. Und auch Xaden, ihr Geschwaderführer, scheint nicht gut auf sie zu sprechen zu sein. Kein Wunder, ist ihre Mutter doch für den Tod seines Vaters verantwortlich. Xaden ist grausam, aber auch attraktiv, was Violet in einen großen Zwiespalt bringt. So muss sie nicht nur auf ihre Gefühle achten, sondern auch darauf, nicht umgebracht zu werden, denn nicht nur Xaden hat es auf sie abgesehen. Das erste Jahr am Basgiath College wird für Violet eine ständige Probe. Doch dann kommt alles anders. Und Violet muss entscheiden, auf welcher Seite sie steht.

Lange habe ich mich gegen den Hype um dieses Buch gewehrt. Ich weiß noch, wie auf Facebook, TikTok und Co. fast jeder Blogger dieses Buch vorgestellt und davon geschwärmt hat. Meine Gedanken damals: Drachen können doch gar nicht so toll sein. Und wenn überhaupt, über Fuchur und Ohnezahn geht ja auch nichts drüber.
Tja, falsch gedacht.

Ich habe das Buch als Hörbuch gestartet, weil ich dann doch einfach mal wissen wollte, warum alle so begeistert sind. Und schon nach den ersten zehn Minuten hatte mich einfach auch dieses Fieber gepackt. Ich wollte mehr, wollte mit Violet die Aufnahmeprüfung schaffen, mit ihr neue Freunde kennenlernen, sich über andere aufregen und vor allem diesen verdammt gutaussehenden Xaden zur Hölle schicken.

Die Autorin hat es einfach geschafft, mich so dermaßen in den Bann zu ziehen, dass ich nun auch das gedruckte Buch haben musste. Und nicht nur als ebook, nein, die wunderschöne Hardcover-Ausgabe mit Farbschnitt und was sonst auch noch. Natürlich gleich plus Band 2 und 3. Wenn schon, denn schon ...

Und dann habe ich gelesen. Immer häppchenweise. Warum? Ich wollte nicht so schnell sein. Alles auskosten. Jedes Wort genießen und vor allem zusammen mit Violet Drachenreiterin werden. Und das war gar nicht so leicht. Violet ist klein, zierlich und eben eher als Schriftgelehrte geboren worden. Aber sie kann auch anders und das hat sie eindrucksvoll gezeigt. Sie hat sich geschunden, geopfert und geärgert. Sie verletzt sich ständig, sie leidet still, sie ist zäh und mutig.
Und sie schafft so vieles, was ich mir selbst nicht zumuten würde. Und das macht sie in meinen Augen zu der perfektesten Figur, die ich seit langem in einem Buch gefunden habe.

Und dann die Story. Klar, es geht auf eine Akademie, klar, es gibt eine Liebesgeschichte, klar, die Figuren sind klischeebehaftet. Aber es passt einfach. Es ist gut so.

Der Schreibstil der Autorin packt einem von Anfang an, weil sie aus Sicht von Violet schreibt. Und das führt dazu, dass man sich sehr gut in Violet hineinversetzen kann. Was einem alles sehr viel näher bringt.

Das Buch hat einfach alles, was es braucht: eine starke Heldin, einen Antagonisten, Drachen, Verrat, Missgunst, Liebe, Hass, Trauer, Freundschaft und hatte ich schon die Drachen erwähnt? Kein Fuchur oder Ohnezahn, sondern furchterregende Drachen, leidenschaftliche Drachen, liebenswerte Drachen.

Also, wer bis heute Zweifel hat, diese Reihe zu lesen: Macht es! Traut euch! Lasst euch verzaubern, begeistern oder was auch immer! Aber lest!

Meggies Fussnote:
Mein Highlight, besser spät als nie!

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