Wenn echte Begegnungen wieder wichtiger werden
Ich bin dann mal daManchmal braucht es kein großes Drama, sondern nur einen ehrlichen Blick auf den eigenen Alltag, um sich ertappt zu fühlen. Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen von Ich bin dann mal da. Christina Schöffler ...
Manchmal braucht es kein großes Drama, sondern nur einen ehrlichen Blick auf den eigenen Alltag, um sich ertappt zu fühlen. Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen von Ich bin dann mal da. Christina Schöffler schreibt so nahbar, warm und lebensklug, dass viele ihrer Gedanken wie kleine Spiegel wirken.
Besonders schön fand ich, dass das Buch nicht mit erhobenem Zeigefinger daherkommt. Es geht nicht darum, Technik zu verteufeln oder das Handy aus dem Fenster zu werfen. Vielmehr erzählt die Autorin humorvoll und ehrlich davon, wie schnell echte Begegnungen, leise Momente und auch die Beziehung zu Gott zwischen Nachrichten, Terminen und Bildschirmzeit verschwinden können.
Die Alltagsgeschichten haben mich immer wieder berührt, weil sie so normal wirken und gerade deshalb hängen bleiben. Nachbarschaft, Familie, Kindererziehung, verletzliche Beziehungen und der Wunsch nach mehr Tiefe bekommen hier einen liebevollen Rahmen. Es fühlt sich an wie ein Gespräch bei einer Tasse Kaffee, ehrlich, manchmal schmunzelnd, manchmal nachdenklich und immer mit ganz viel Herz.
Für mich ist dieses Buch eine wohltuende Einladung, wieder bewusster da zu sein. Nicht perfekt, nicht krampfhaft, sondern mitten im echten Leben. Ein Buch, das entschleunigt, ermutigt und daran erinnert, dass Nähe, Glaube und Gemeinschaft oft genau dort beginnen, wo der Bildschirm einmal dunkel bleibt.