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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2026

Atmosphärisch sehr gelungen und spannende Geschichte

No Place Left to Hide
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Nachdem ich das erste Buch von der Autorin nicht so gelungen fand, wollte dem zweiten Buch dennoch eine Chance geben. Gerade, weil mich der Klappentext so sehr angesprochen hat.

In dem Buch treffen wir ...

Nachdem ich das erste Buch von der Autorin nicht so gelungen fand, wollte dem zweiten Buch dennoch eine Chance geben. Gerade, weil mich der Klappentext so sehr angesprochen hat.

In dem Buch treffen wir auf Brooke, dessen Freundin Claire vor einigen Monaten tödlich verunglückte. Seither ist nichts mehr so wie es war, da sie – nachdem das Unglück als Unfall eingestuft wurde –immer wieder seltsame Anrufe von Anonym erhält und ihr weitere angsteinflößende Dinge wiederfahren.
Als Leser erfahren wir noch nicht, was in jener schicksalhaften Nacht geschah und warum diese Person glaubt, dass Brooke Schuld an Claires Tod haben soll. Dies wird erst nach und nach aufgerollt, da ihr Stalker ihr bei der letzten Party folgt und sie bedrängt, während sie mit ihrer besten Freundin Jenna auf dem Heimweg ist.

Wer sich genau hinter Anonym verbirgt, war mir relativ zeitnah bewusst. Allerdings hätte ich auch nicht mit dieser kompletten Auflösung gerechnet. Daher fand ich auch die Umsetzung und die hineingesteckten Ideen zur Aufklärung wirklich gut gelungen.
Ebenso fand ich den Wechsel zwischen damals und heute wirklich gut gelungen, da ich auf der einen Seite wissen wollte, wie die Teenager in diese Situation geraten sind und auf der anderen Seite, was in den actiongeladenen Szenen der Gegenwart passiert.

Wer da noch keine Gänsehaut bekommt – ich weiß ja nicht. Diese beschriebenen Aspekte haben mich immer wieder an ‚Pretty Little Liars‘,‚Joy Ride‘ und diverse #TrueCrime – Dokumentationen erinnert, wodurch ich die Geschehnisse umso spektakulärer fand.
Vielleicht ist es aber auch die Faszination, dass man trotz weniger Handlungsorte und Charakteren, einem kurzen Zeitstrahl sowie einem sehr flüssigen und großartigen Schreibstil einen sehr atmosphärischen Roman erschaffen kann.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Etwas überspitzt, aber dennoch sehr lesenswert

Body Number One
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Der Fall selbst war von Beginn an sehr verzwickt, denn scheinen die Morde zunächst keine Gemeinsamkeiten zu haben, fügen sich die Beweise nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Durch geschickte Brotkrumen ...

Der Fall selbst war von Beginn an sehr verzwickt, denn scheinen die Morde zunächst keine Gemeinsamkeiten zu haben, fügen sich die Beweise nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen. Durch geschickte Brotkrumen bin ich wohl wie die meisten anderen in dieselbe Richtung gelaufen und fand daher die Auflösung sehr gelungen. Einzig das Ende war etwas zu heile Welt für mich – aber vielleicht bin ich hier auch schon zu abgebrüht.

DS Lively mochte ich sehr gern, auch wenn er mit seinen Sichtweisen noch von der alten Schule kommt. Das merkt man vor allem in seinem Verhalten und den Ansichten, die für manchen fehl am Platz sind, aber für mich seine Person ausgemacht haben.
Ebenfalls empfand ich die Profilerin Colin als einen spannenden Charakter, aber an der einen oder anderen Stelle doch zu intensiv. Denn um sich in die Täter reinzuversetzen, spricht sie mit den Opfern oder versucht wie der Täter zu denken. Gleichzeitig wirkte sie in ihren Handlungen, wenn sie sich in diesem ‚Zustand‘ befindet zu sehr involviert und wirkte eher manisch.

In dem Buch gibt es zwei verschiedene Zeitstrahle, die wir verfolgen. Einmal die Gegenwart, die aus den Perspektiven der Ermittler sowie der Pathologin erzählt werden und einem Rückblick, der immer wieder eingeschoben wird, damit wir auch nach und nach erfahren, was der Hintergrund für die aktuellen Taten ist.
Durch die angenehme Kapitellänge und den gezielt gesetzten Spannungsbögen hielt mich das Buch lange Zeit bei Laune, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Alles in allem ein durchaus gelungenes Buch, was an der einen oder anderen Stelle etwas zu überspitzt für meinen Geschmack war – mich aber dennoch auf den Vorgänger neugierig machte.

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Veröffentlicht am 31.05.2026

Fantastisches Ende

Tödliches Angebot
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Die meisten von uns träumen irgendwann von einem Eigenheim – doch wie weit würdet ihr dabei gehen? Würdet ihr eure Mitbewerber ausspionieren? Euch heimlich Vorteile verschaffen? Oder aber die Verkäufer ...

Die meisten von uns träumen irgendwann von einem Eigenheim – doch wie weit würdet ihr dabei gehen? Würdet ihr eure Mitbewerber ausspionieren? Euch heimlich Vorteile verschaffen? Oder aber die Verkäufer in Bedrängnis bringen?

Das sind wohl Fragen, die nicht unbedingt jedem von uns durch den Kopf gehen, wenn es um das Traumhaus geht. Anders ist dies bei Margo, die wirklich sehr weit geht, nachdem sie und ihr Mann einige Pleiten erlebt hatten und die Zeit drängt, da Margo neben dem Traum vom Eigenheim auch von eigenen Kindern träumt.

Die Einführung in das Buch und die außergewöhnlichen Umstände waren sehr gelungen und ich hatte schnell Mitgefühl mit Margo. Schnell fand ich mich in das Geschehen ein und fand die dargestellten Gedanken und Gefühle gut umgesetzt. Daher konnte ich es auch ein verstehen, als sie sich das eine Haus, um welches es vordergründig in diesem Buch geht, genauer anschauen wollte. Doch genau damit begann ihre Wesensänderung. Denn je mehr sie sich auf dieses Haus versteifte, desto skrupelloser wurde sie und für mich als Charakter immer unsympathischer. Mir ist durchaus bewusst, dass die Autorin auch darauf abzielte, aber irgendwann wollte selbst ich als Leser nicht mehr Teil ihres Lebens sein und war froh, dass sie mich weder als Freund noch als Familienmitglied auserwählt hat. An dieser Stelle fand ich die Geschehnisse auch ein wenig langweilig und in mir wuchs das Bedürfnis, dass bald mehr passiert, als Stalking und das Geheule wegen des Hauses. Und als hätte die Autorin meine Bedürfnisse gehört, passiere das im letzten Drittel oder letzten Viertel des Buches: Denn genau hier fing es wiederum an so spannend zu werden, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte. Denn so gruselig und verstörend das Ende auch ist, fand ich es einfach genial, wie ihr Plan nach und nach aufgeht, sich zu einem großen Ganzen gliedert und ein Bild ergibt, wie ich es mir niemals erdacht hätte.
Oder um es mit einem Wort auszudrücken: genial!

Daher an dieser Stelle eine ganz klare Leseempfehlung – man muss jedoch an der Geschichte dranbleiben.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Wenn die Reha in einen spannenden Kriminalfall endet

Stille Wasser
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Was als ruhiger Reha-Aufenthalt nach einer Schussverletzung ins Bein begann, entwickelte sich für Anna Wagner schnell zu einer harten Zerreißprobe. Denn eigentlich sollte sie sich auf ihre Genesung konzentrieren, ...

Was als ruhiger Reha-Aufenthalt nach einer Schussverletzung ins Bein begann, entwickelte sich für Anna Wagner schnell zu einer harten Zerreißprobe. Denn eigentlich sollte sie sich auf ihre Genesung konzentrieren, wären da nicht die Mordfälle und Theresa, die eine gemeinsame Vergangenheit mit Jonathan zu haben scheint und ihm nun erneut schöne Augen macht…

Bei dem Buch handelt es sich um den dritten Band der Reihe, was man an der einen oder anderen Stelle merkt. Denn es gibt immer mal wieder Verweise auf vergangene Ereignisse und auch die Charaktere wirken bereits sehr vertraut miteinander. Daher an dieser Stelle den Hinweis, mit Band eins zu beginnen 😉
Anna und Tom sind mir sehr sympathisch gewesen und ich hätte gern noch mehr von beiden erfahren, da sie als Team perfekt miteinander harmonieren. Anna ist sehr wissbegierig und unternimmt oftmals Alleingänge, um ihre Neugier zu befriedigen. Dadurch wirkt sie auf mich zudem sehr abenteuerlustig und aufgeweckt. Tom ist im Vergleich zu ihr eher zurückhaltend und agiert überlegter, wodurch er als Annas Ruhepol wirkt.
Der dargestellte Kriminalfall ist sehr spannend und ich bin lange Zeit im Dunkeln getappt, wer daran beteiligt ist und worin die Verbindung bestehen könnte. Mit der präsentierten Auflösung habe ich dann jedoch nicht gerechnet und war daher umso erstaunter, denn gerade mit dieser Auflösung hatte ich am wenigsten gerechnet.

Die Kapitel sind recht kurzgehalten und auch der Schreibstil sehr einfach, wodurch sich das Buch sehr schnell lesen lässt – was zudem aber auch eine gewisse zusätzliche Spannung erzeugt.
An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir jedoch gewünscht, dass die Geschichte weniger dialoggetrieben ist, sondern wir mehr über die Gedanken und Gefühle der Charaktere sowie die Umgebung erfahren, in der das Ganze spielt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Wer würde nicht gern als Housesitter einem der renommiertesten Häuser New Yorks Leben wollen?

Verschließ jede Tür
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Nachdem Jules mit einem Wimpernschlag nicht nur ihren Job, sondern auch ihren Freund verloren hatte, entdeckt sie kurz darauf eine Annonce, die ihre Träume wahrwerden lässt. Als sie kurz darauf auch noch ...

Nachdem Jules mit einem Wimpernschlag nicht nur ihren Job, sondern auch ihren Freund verloren hatte, entdeckt sie kurz darauf eine Annonce, die ihre Träume wahrwerden lässt. Als sie kurz darauf auch noch die Zusage erhält, scheint es langsam wieder in ihrem Leben bergauf zu gehen, wären da nicht die seltsamen Vorkommnisse wie die nächtlichen Geräusche in der Wohnung oder das plötzliche Verschwinden von Mitbewohnern…

Schon von Anfang an war ich bei dem Buch in seinen Bann gezogen und wollte unbedingt wissen, was es mit dem Bartholomew auf sich hat. Denn immer wieder gibt es einige Hinweise auf unerklärliche Ereignisse, die auch ich irgendwann ergründen wollte.
Das muss man dem Autor wirklich lassen: Er versteht sich sehr gut darauf, gewisse Brotkrumen zu verstreuen, dass man der Spur folgen möchte und immer wieder neue Hinweise entdeckt, ohne das Rätsel zu schnell zu lösen. Gerade als ich dachte, dass ich der Lösung ein Stück nähergekommen bin, gab es einen Twist und ich stand wieder am Anfang, was mir unglaublich viel Spaß gemacht hatte – denn mit so einem Ende hatte ich garantiert nicht gerechnet.
Die Charaktere hatte ich alle sehr gemocht. Vor allem Dylan und Bobby hatten es mir sehr angetan, auch wenn ich den beiden zu Beginn ein wenig skeptisch gegenüberstand.
Kurzzeitig fand ich es allerdings etwas schwierig nachzuvollziehen, warum Jules ihrer verschwundenen Nachbarin so hinterherjagt. Immerhin kannten sich die beiden erst einen Tag – doch irgendwie muss man hier auch den Bogen schließen, um mit den wirklich wichtigen Ereignissen fortfahren zu können.

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