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Dani_Lisbeth

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2025

Auf Samtpfoten zum Nachdenken gebracht

Frankie
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Ein Kater, der eigentlich auf einer Mülldeponie lebt, trifft zufällig auf einen tief traurigen Mann, der sich umbringen will.
Frankie, der Kater, kann sprechen und er weiß so einiges über die Menschen. ...

Ein Kater, der eigentlich auf einer Mülldeponie lebt, trifft zufällig auf einen tief traurigen Mann, der sich umbringen will.
Frankie, der Kater, kann sprechen und er weiß so einiges über die Menschen. Gold, der seine Liebe verloren hat, sieht keinen Sinn mehr im Leben und weiß so gar nichts über Katzen.
Beide ziehen zusammen und entwickeln eine tiefe Verbundenheit.

Ein Buch, das auf Samtpfoten daherkommt und dem Leser kräftig auf das Zwergfell trommelt, die Krallen ausfährt gegen die Überheblichkeit der Menschen und schnurrend genossen werden will!
Einfach großartig: Frankie hat bei mir alle möglichen Emotionen angesprochen! Ich habe laut gelacht, gestaunt über so viel sanfte Weisheit und mich geärgert über so vieles, das wir als selbstverständlich ansehen.

Ich empfehle diese Sicht eines Katers - der auch als Kater spricht und denkt - sehr!
Man kann viel (über sich selbst) lernen.

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Veröffentlicht am 08.11.2025

Eine wunderschöne Graphic Novel

Freud
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Das Buch ist wirklich mit viel Liebe gestaltet worden. Die Bilder sind künstlerisch sehr ansprechend.
Die Einblicke in das private Leben des Psychoanalytikers sind gut recherchiert und sehr interessant. ...

Das Buch ist wirklich mit viel Liebe gestaltet worden. Die Bilder sind künstlerisch sehr ansprechend.
Die Einblicke in das private Leben des Psychoanalytikers sind gut recherchiert und sehr interessant.
Auch die Einbettung in die Geschehnisse der Zeit sind faszinierend dargestellt.
Tolle Bilder! Ich bin begeistert!

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Alt, aber bissig und abgebrüht

Die Glorreichen 77. Rache kennt keinen Ruhestand
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Angelika Niestrath und Andreas Hüging nehmen uns mit ins Leonardo, dem Traum eines Lebens im Alter. Aber das hat seinen Preis. Ohnehin schon, denn eine Senioren-WG mit Hausdame, Café und Fitnessstudio ...



Angelika Niestrath und Andreas Hüging nehmen uns mit ins Leonardo, dem Traum eines Lebens im Alter. Aber das hat seinen Preis. Ohnehin schon, denn eine Senioren-WG mit Hausdame, Café und Fitnessstudio kann sich wohl nicht jeder leisten. Aber hier soll es bald noch teurer werden. Unverschämt teuer und das mit unkoscheren Mitteln. Aber da ist ja noch Neuzugang Jo Brenner, der gesuchte Profikiller, der ausgerechnet im Leonardo untertaucht.

Sicherlich darf man nicht mit der Goldwaage an jedes Wort der Autoren gehen, wenn man dem Realismus auf der Spur ist. Aber gerne, wenn man Humor verträgt. „SilverCrime“, so nennen sie das neue Genre und das hat es in sich!
Ein Profikiller unter lauter alten Menschen mitten in Berlin. Eine wunderbare Seniorenwohnanlage mit lauter liebenswerten, sehr rüstigen Alten. Und dann wollen neue Betreiber alles zerstören. Da haben sie aber den Plan ohne die gewieften Senioren und Seniorinnen gemacht! Die sind tougher als man meinen möchte und schlagen mit gleichen Mitteln zurück. Was habe sie in ihrem Alter schon zu verlieren?!? Irgendwie ihr Liebstes: das Leonardo und die Gemeinschaft. Und um das zu retten, gehen sie weit über ihre eigenen Grenzen und pflastern ihren Weg auch mit Leichen, wenn nötig. Schließlich haben sie mit einem Profikiller und einem Kriminalbeamten a. D. des LKA!

Mich hat das Buch einfach prima unterhalten. Die Geschichte war zeitweise herrlich überdreht und absurd, die Charaktere absolut liebenswert. Ein schöner, angenehmer Schreibstil, der wirklich witzige Momente hatte, machte das Ganze einfach lesenswert.

Wer CosyCrime mag und nun auch bereit ist für SiverCrime, wird ganz sicher nicht enttäuscht werden! Ein wunderbares Buch für den Sommerurlaub, eine Tasse Tee bei schlechtem Wetter oder einfach, weil man gut Unterhaltung wünscht.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Wenn das Leben dir Kräuter bietet, brenne Schnaps daraus

Mord mit Schwips
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Romy Fuchs kehrte in den Bayrischen Wald zurück, nachdem sie sich von Ihrem Manngetrennt und ihren Beruf als Journalistin an den Haken gehängt hatte. München und das schnelle Leben ist passé und im Kreise ...

Romy Fuchs kehrte in den Bayrischen Wald zurück, nachdem sie sich von Ihrem Manngetrennt und ihren Beruf als Journalistin an den Haken gehängt hatte. München und das schnelle Leben ist passé und im Kreise ihrer Familie will sie zur Ruhe kommen. Doch dann besucht sie ihre Großtante im Seniorenstift Gut Luisenau und wird dort vom schönen Brennmeister bezirzt, der kurze Zeit später kopfüber in seinem Waldmeisterlikör aufgefunden wird. Aber es kommt noch vermeintlich schlimmer: ihr Exmann wurde strafversetzt und leitet nun die Ermittlungen!

Eva Cramer nimmt uns mit in ihrer Heimat den Bayrischen Wald und schafft einen CosyCrime mit wunderschönem Lokalkolorit. Sprachlich wird es wenig Bayrische, aber dafür dann auch leicht und angenehm zu lesen. Die Charaktere werden mit viel Herzblut dargestellt. Allen voran Romy, die sich nach ihrer gescheiterten Ehe eine neue Existenz aufgebaut hat. Ihr Exmann Ben hatte bislang für den Bayrischen Wald außer Hohn und Spott nicht viel übrig und möchte durch eine schnelle Mordaufklärung so bald wie möglich zurück nach München. Oder gibt es doch noch etwas, dass ihm hier gefallen und ihn halten würde?
Die Geschichte ist wirklich sehr lebhaft geschrieben, sie unterhält gut und ist mitunter auch wirklich witzig. Alle relevanten Personen werden gut eingeführt und ausführlich beschrieben – so ergibt sich endlich mal wieder ein Krimi zum Miträtseln bis Hour letzten Seite! Das hat mich besonders gefreut!
Das und natürlich das leichte und vorsichtige Annähern der beiden Protagonisten, das bis Thum Schluss eine zarte Ahnung bleibt, kein eindeutiger Weg.

Wer CosyCrime mag und dazu noch Bayern, der kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten! Eva Cramer schreibt witzig und liebevoll, die Charaktere sind sehr unterschiedlich und abwechslungsreich. Ein rundum gelungener Lokalkrimi!

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Zauberhafte Liebeserklärung an das Leben und das Lesen

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Mathilda Nightingale, genannt Tilly, ist eine erfolgreiche Lektorin und begeisterte Lesemaus. Sie hat ihr ganzes Leben lang gelesen und ihre Leidenschaft zumindest zum Teil, denn sie würde gerne Romane ...


Mathilda Nightingale, genannt Tilly, ist eine erfolgreiche Lektorin und begeisterte Lesemaus. Sie hat ihr ganzes Leben lang gelesen und ihre Leidenschaft zumindest zum Teil, denn sie würde gerne Romane statt Autobiographien lektieren, zum Beruf gemacht. Doch dann stirbt ihr Mann Joe und Tilly hat das Lesen aus ihrem Leben verbannt. Aber Joe macht ihr nach seinem Tod ein wunderschönes Geschenk: ein Jahr lang bekommt sie jeden Monat ein Buch von ihm. Sie muss es sich nur aus der Buchhandlung in ihrem Viertel abholen.

Libby Page weiß, wie man romantische Bücher schreibt. Und die Idee zu diesem Buch ist wirklich eine besondere. Dass Joe für seine Frau Bücher aussucht, um sie aus ihrer Trauer um ihn zu befreien und ihre Leidenschaft für das Lesen und damit auch für das Leben wiederzuerwecken, ist einfach unbeschreiblich romantisch.
Die Charaktere im Buch sind allesamt liebenswert dargestellt und der Schreibstil ist angenehm und macht das Lesen zu einem täglichen Begleiter. Ziel erreicht, Frau Page!
Mir hat es besonders gefallen, dass die Bücher, die Tilly erhält so abwechslungsreich und vielschichtig ausgewählt sind. Damit hatte ich gar nicht gerechnet, wenngleich ich auch nicht sagen kann, womit ich gerechnet hätte.
Weil sie von Joe kommen und er jedes Buch mit einem Brief begleitet verschenkt, macht sich Tilly daran, auszuprobieren, was die Bücher ihr vorschlagen.
Und natürlich findet sie nicht nur zurück zum Lesen und zurück ins Leben, sie findet auch das Gefühl der Liebe wieder. Doch ob sie dazu wirklich bereit ist?

Mich hat das Buch einfach umfangen wie eine warme kuschelige Decke und gehalten wie eine Umarmung. Vieles ist vorhersehbar und manches wirklich sehr seicht. Der Schreibstil ist extrem leichtgängig. Ein Happyend wird zwar herausgezögert, aber es scheint schnell offensichtlich. Aber genau das erwartet man doch auch von einer Romance! Mich hat die Idee begeistert und mitgenommen. „Das Jahr voller Bücher und Wunder“ ist für mich ein echter Seelenschmeichler!


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