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Veröffentlicht am 01.07.2026

Unterhaltsame Spannung

Royal Fake
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"Royal Heist" hat uns mit einem spannenden, offenen Ende zurückgelassen.
In "Royal Fake" befinden wir uns nun 6 Monate später mit Darcy in New York City. Tristan hat sie nach dem missglückten Heist gehen ...



"Royal Heist" hat uns mit einem spannenden, offenen Ende zurückgelassen.
In "Royal Fake" befinden wir uns nun 6 Monate später mit Darcy in New York City. Tristan hat sie nach dem missglückten Heist gehen lassen, doch sie befürchtet, immer noch verhaftet werden zu können und lebt deswegen abseits von dem Rest ihrer Crew.

Zu ihrer großen Überraschung steht Tristan in New York aber plötzlich wieder vor ihr, weil er ihre Hilfe braucht. Seine Schwester Matilda soll mit dem spanischen Kronprinzen verheiratet werden, der schon als Kind grausame Verhaltenszüge an den Tag gelegt hat. Um das zu verhindern, möchte Tristan mit Darcy das brisante Gemälde zurückstehlen, dass die Crew der Queen ursprünglich entwendet hat und mit dem der spanischen König die Queen jetzt erpresst. Also spielen die beiden ein Paar und geben eine Verlobung bekannt, unwissend darüber, welche Gefahren und Gegner auf sie lauern. Und auch ihre gegenseitige Anziehung zueinander lässt sich trotz vergangener Verletzungen nicht so leicht leugnen wie erhofft ...

Lena Kiefer hat mich auch mit dem zweiten Band der Reihe wieder total begeistert! Dieses Mal tauchen wir tiefer in die Welt der spanischen Royals ein und fiebern bei dem geplanten Gemäldegalerie mit. Dazu gibt es noch einige Intrigen und Geheimnisse, die in diesem Band noch darauf warten, aufgedeckt zu werden. Im Mittelpunkt der Handlung stehen dieses Mal auch eindeutig Darcy und Tristan, von der Crew und den britischen Royals bekommen wir weniger mit. Die Lovestory zwischen den beiden hatte also genug Raum, sich weiter zu entfalten und zu vertiefen und einen auf ein Happy End hoffen zu lassen.

Erstmal erwarten uns allerdings abermals ein Cliffhanger, den ich noch gemeiner als den von Band 1 empfunden habe.

Ich kann euch die Reihe wirklich empfehlen und bin jetzt super gespannt auf den finalen Band.

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Ein weiteres Mal Green Valley ♡

New Dreams
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Als Elara überstürzt von Phoenix nach Green Valley flieht, rechnet sie nicht damit, dass ein Schaf ihren Weg kreuzt. Allein im verschneiten Nirgendwo wäre sie eigentlich aufgeschmissen. Zum Glück trifft ...

Als Elara überstürzt von Phoenix nach Green Valley flieht, rechnet sie nicht damit, dass ein Schaf ihren Weg kreuzt. Allein im verschneiten Nirgendwo wäre sie eigentlich aufgeschmissen. Zum Glück trifft sie auf Noah, der sie vor möglichen Erfrierungen oder einer Nacht im Auto rettet.

In Green Valley angekommen, wird sie jedoch mit den hohen Reparaturkosten ihres Autos konfrontiert. Ihre Mutter erklärt sich nur bereit, diese zu übernehmen, wenn Elara das Medizinstudium aufnimmt, das sie eigentlich gar nicht mehr antreten möchte. Genau dieser Konflikt war auch der Grund für ihre spontane Reise nach Green Valley.

Also beschließt Elara, sich das Geld selbst zu verdienen und für ihre Träume zu kämpfen. Unterstützung bekommt sie dabei von ihrer Grandma – und von Noah, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht ...

Auch in diesem Band fiel es mir überhaupt nicht schwer, die Figuren schnell ins Herz zu schließen. Noah hat eine liebevolle Familie, ist fasziniert vom Weltall und musste erst vor Kurzem einen schweren Schicksalsschlag verkraften.

Elara war lange nicht mehr in Green Valley, fühlt sich dort dank der herzlichen Menschen aber schnell wieder wohl. Und ihre Grandma ist einfach nur zuckersüß.

Die Liebesgeschichte zwischen Noah und Elara lebt vor allem von den kleinen Momenten. Wenn Noah sie darin bestärkt, das Geld für die Reparatur selbst zu verdienen. Wenn er sie an seiner Leidenschaft für das Weltall teilhaben lässt und ihr Sternbilder sowie die Milchstraße zeigt. Oder wenn die Autowäsche aus dem Ruder läuft und beide anschließend triefend nass sind. Ihre Zuneigung füreinander ist dabei nicht frei von Zweifeln und Konflikten, verliert sich jedoch nie in unnötigem Drama.

Außerdem treffen wir auch in diesem Band Figuren wie Izzy, Ryan und Will wieder und erkennen natürlich einige Orte aus den beiden vorherigen Bänden. Dieses Gefühl des Nachhausekommens liebe ich an der Green-Valley-Reihe einfach sehr.

In der Schmuckausgabe gibt es außerdem wieder einige Illustrationen. Besonders das Bild von Elara und Noah vor der Bergkulisse Green Valleys fand ich wunderschön. Und über Sternbilder habe ich tatsächlich auch einiges gelernt.

Auch „New Dreams“ empfehle ich sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Gelungenes Retelling

Beth is dead
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"Beth is dead" ist ein Retelling von Little Women, dass ich in die Atmosphäre eines modernen Thrillers verpackt wurde. Grund genug für mich, das Buch unbedingt lesen zu wollen!

Jo, Amy, Meg und Beth werden ...

"Beth is dead" ist ein Retelling von Little Women, dass ich in die Atmosphäre eines modernen Thrillers verpackt wurde. Grund genug für mich, das Buch unbedingt lesen zu wollen!

Jo, Amy, Meg und Beth werden unfreiwillig ins Rampenlicht gezerrt, als ihr Vater ein Büch mit intimen Details über sie veröffentlicht. Der Shitstorm, der über ihren Vater hereinbricht, lässt nicht lange auf sich warten und so verlässt er das gemeinsame Heim in der Hoffnung, dass wieder mehr Ruhe einkehrt.

Doch dann wird Beth tot aufgefunden. Beth, die Schwester introvertierte Schwester mit dem großen Herzen, die auch im Buch ihres Vaters stirbt. Nach und nach kommen immer mehr Geheimnisse der Schwestern ans Licht. War es am Ende eine von ihnen, die den Mord begangen hat?

Das Buch wird aus den verschiedenen Perspektiven der Schwestern und unterschiedlichen Zeitebenen erzählt.

So erfahren wir nicht nur mehr über die Ermittlungen in der Gegenwart nach dem Tod von Beth, sondern auch, wie es den Schwestern nach Veröffentlichung des Buches ging und wie jede einzelne damit umgegangen ist. Ihre Handlungen und Gedanken setzen die Geschehnisse rund um den Mord von Beth langsam bis zu dem mitreißenden Ende zu einem Ganzen zusammen. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt und die Auflösung irgendwann geahnt - ein Plot-Twist kam dann aber dann doch noch überraschend für mich.

"Beth is dead" ist ein Thriller, der auch für Einsteiger:innen des Genres geschrieben wurde und auf wunderbare Art die Sichtweisen von vier ganz unterschiedlichen jungen Frauen wiedergibt. Dadurch kann man sich auf jeden Fall mit einer oder mehreren der Schwestern identifizieren. Ich habe mich sowohl in Megs verantwortungsbewusster Art als große Schwester gesehen, als auch in der introvertierten Beth und gerade deswegen teilweise sehr mitgefühlt. Ich empfehle "Beth is dead" sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 25.06.2026

Wie ein Fiebertraum

Yesteryear
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Natalie führt ein scheinbar perfektes Leben, das die Werte einer traditionellen christlich-amerikanischen Familie verkörpert: Mit dem sechsten Kind schwanger, betrachtet sie jede Schwangerschaft als gottgegebenes ...

Natalie führt ein scheinbar perfektes Leben, das die Werte einer traditionellen christlich-amerikanischen Familie verkörpert: Mit dem sechsten Kind schwanger, betrachtet sie jede Schwangerschaft als gottgegebenes Geschenk. Mit ihrem Mann Caleb lebt sie auf einer hübschen kleinen Farm, auf der sie Gemüse anbauen, Tiere halten und ihren Kindern die Tugenden der guten alten Zeit vermitteln. Genau dieses Leben hält sie auf ihrem Instagram-Account fest, eine Szene perfekter und idyllischer als die nächste.

Als sie eines Tages aufwacht, befindet sie sich jedoch plötzlich in einem Amerika der Pionierzeit. Ohne Strom, die Kleidung unzählige Male geflickt und einem Ehemann ausgeliefert, der vor körperlicher Züchtigung nicht zurückschreckt. Und so bemüht Natalie sich mit der Situation zu arrangieren, während sie gleichzeitig verzweifelt nach einem Ausweg sucht.

Die Lektüre von "Yesteryear" war ein Fiebertraum für mich - und das im besten Sinne. Wir haben mit Natalie eine Protagonistin, die arrogant, unnahbar und unsympathisch ist und mit der ich doch oft mitgefühlt habe. Eingeengt in das gedankliche Korsett eines Lebens als gute christliche Frau bricht Natalie das hart erarbeitete Studium an der Harvard University ab, als sie Caleb heiratet und schon bald ein Kind von ihm erwartet.

Über die weitere Handlung des Buches erfahren wir im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart mehr über ein Leben, das perfekt ist - so perfekt - und in dem Natalie innerlich doch immer am Schreien ist, was sich auch immer wieder in spontanen Gefühlsausbrüchen äußert. Das Buch zeigt die Illusion von Social Media auf und den Druck, dem Frauen durch die patriarchale Erwartungshaltung unterliegen und an dem sie teilweise zerbrechen.

Häufig misst Natalie ihr Leben an dem von Reena - ihre ehemalige Zimmergenossin in Harvard, die nach New York zieht um dort Karriere zu machen und sich in einer männerdominierten Branche beweisen muss. Im Vergleich zu ihr ist Natalies Leben leicht, so leicht - schließlich ist es Gottes Wille, dass die Frau als Mutter und in ihrer Ehe Erfüllung findet ... oder?

Mal subtil, mal sehr deutlich lässt die Autorin ihre Kritik am Gesellschaftssystem durchscheinen, etwas wenn die Frauen in dem Roman zu süchtig machenden Substanzen greifen, ihren Alltag zu bewältigen. So sehr die Handlungen von Natalie moralisch verwerflich sind, versucht sie nur in einem System zu überleben, das von bescheidenen, netten und aufopferungsvollen Frauen profitiert.

An dem Ende habe ich einige Kritik gelesen - für mich war es schlüssig und passend zum Verlauf der Handlung.

„Yesteryear“ thematisiert nicht nur das Leben einer Tradwife, sondern greift allgemein die Sehnsucht nach traditionellen Rollenbildern und einer vermeintlich „guten alten Zeit“ auf, die mitunter mit verschwörungstheoretischen Narrativen verknüpft wird. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Ein Buch wie ein Wohlfühlort

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Auf „Statt aus dem Fenster zu schauen“ war ich schon seit der Frankfurter Buchmesse total gespannt, weil mich die Leseprobe sofort für sich eingenommen hat.

Sophie fühlt sich in ihrem Leben gefangen. ...

Auf „Statt aus dem Fenster zu schauen“ war ich schon seit der Frankfurter Buchmesse total gespannt, weil mich die Leseprobe sofort für sich eingenommen hat.

Sophie fühlt sich in ihrem Leben gefangen. Eigentlich macht sie alles auf die Art und Weise richtig, wie es von ihr erwartet wird: Sie geht auf eine gute Uni, absolviert das für ihren Lebenslauf passende Praktikum und ist auf dem besten Weg, es zu „schaffen“. Doch was bedeutet das eigentlich? Und ist es wirklich das, was sie möchte?

In „Statt aus dem Fenster zu schauen“ macht Sophie das, wovon einige von uns bestimmt schon einmal geträumt haben – sie kehrt ihrem bisherigen Leben den Rücken und wagt etwas komplett Neues. So wird das verfallene Haus in der ostdeutschen Provinz aus einem Inserat auf Kleinanzeigen zu ihrem neuen Zuhause. Zwischen weiten Wiesen und wenig Kontakt zu anderen Menschen hat Sophie nun viel Zeit, mit sich allein zu sein und einen Raum zu schaffen, in dem sie fernab der Erwartungen anderer Menschen existieren kann.

Das Buch hat sich dabei auch für mich selbst wie eine Atempause angefühlt. Es gab so viele entschleunigende Momente, die man gemeinsam mit Sophie erleben durfte. Wenn sie die ersten Tage in ihrem Haus verbringt, ganz ohne Strom, das Handy zur Seite gelegt und die Geräusche der Natur im Ohr. Sie beschäftigt sich lediglich mit ihren eigenen Gedanken – etwas, das gänzlich ungewohnt ist, da wir in unserem Alltag doch eigentlich unzählige Ablenkungen und Erledigungen haben.

Nach und nach lebt sie sich in ihre neue, ungewohnte Umgebung ein, macht neue Bekanntschaften und verbringt ihre Zeit damit, Dielen abzuschleifen oder sich über den Anbau von Kartoffeln und Tomaten einzulesen.

Das Erzähltempo ist dabei ähnlich ruhig wie die Geschichte selbst, und gerade deshalb hat es mir so viel Freude gemacht, Sophie über die Seiten hinweg zu begleiten.

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ lässt uns gemeinsam mit Sophie einen Neuanfang wagen und eine Erzählung erleben, die gerade durch ihre ruhigen Momente besticht. Dadurch wird eine Charakterentwicklung vorangetrieben, die einfühlsam sowie nachvollziehbar dargestellt ist.
Ich kann das Buch aus vollstem Herzen empfehlen!

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