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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Dunkle Machenschaften

Coram House
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Ich mag alte Waisenhaus-Settings, und so hat mich das Buch gleich angesprochen. Die Story, die Alex hier recherchieren will, ist dementsprechend mysteriös und interessant. Alex und ihre Vorgehensweise ...

Ich mag alte Waisenhaus-Settings, und so hat mich das Buch gleich angesprochen. Die Story, die Alex hier recherchieren will, ist dementsprechend mysteriös und interessant. Alex und ihre Vorgehensweise leider weniger - so richtig warm werden konnte ich mit ihr nicht, wobei ich sie aber auch nicht unsympathisch fand. Ihre Gedanken waren mir teilweise etwas zu viel, und ihr Verhalten fand ich manchmal zu impulsiv und unüberlegt. Beeindruckend fand ich allerdings, wie sie sich an dem Fall des verschwundenen Jungen festgebissen hatte und nicht locker ließ, um die Umstände des Verschwindens aufzudecken. So fand ich auch sämtliche Handlung, in der tatsächlich gehandelt und agiert wurde, recht spannend. Die Auflösung war durchaus überraschend und gelungen. Fazit: routinierter Krimi, der aber zu oft im Kopf der Protagonistin verweilt, was die Handlung immer mal wieder ausbremst.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Flucht vor und zu sich selbst

Der Wind und die Wellen und wir
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Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und neugierig gemacht, wie Hanna nach der Flucht vor der eigenen Hochzeit weitermachen wird. Leider war sie mir im weiteren Verlauf aber leider nur noch mäßig ...

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen und neugierig gemacht, wie Hanna nach der Flucht vor der eigenen Hochzeit weitermachen wird. Leider war sie mir im weiteren Verlauf aber leider nur noch mäßig sympathisch. Besonders gestört hat mich, dass sie keinen eindeutigen Schlußstrich unter ihre Beziehung setzt und ihren Fast-Ehemann wochenlang im Unklaren lässt, wieso sie eigentlich abgehauen ist. Selbst wenn sie sich darüber erstmal selbst im Klaren werden muss, hätte sie wenigstens ein kurzes Lebenszeichen von sich geben können. Blendet man diese unfaire Aktion aus, fand ich ihre Zeit bei Iris und die gemeinsamen Renovierungsarbeiten recht unterhaltsam, aber leider ploppten eben immer wieder ihre Gedanken über München, ihre Arbeit im dortigen Luxushotel, ihre zukünftige Familie auf und haben die vermeintliche Idylle wieder gestört. Es hat immer wieder daran erinnert, das da ja noch eine andere große Baustelle offen war, und prompt war ich wieder genervt von Hannas Feigheit, sich ihrer Realität zu stellen. Fazit: Nette Geschichte mit unschönem Beigeschmack.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Ausmisten auf schwedische Art

Frau Magnussons Kunst, die letzten Dinge des Lebens zu ordnen
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Gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Leben, gibt dieses Buch Tipps, wie man seinen Hausstand reduzieren kann - sei es nun tatsächlich im Hinblick auf das Leben nach dem eigenen Leben, in dem andere sich ...

Gespickt mit Anekdoten aus dem eigenen Leben, gibt dieses Buch Tipps, wie man seinen Hausstand reduzieren kann - sei es nun tatsächlich im Hinblick auf das Leben nach dem eigenen Leben, in dem andere sich um das Entsorgen kümmern müssen, oder um einfach mal wieder Platz zu schaffen. Die Anregungen an sich fand ich jetzt nicht wirklich neu, lediglich der Aspekt des schwedischen Döstädning, also seine Dinge und Angelegenheiten rechtzeitig zu ordnen, war mir bisher unbekannt. Als kleiner Anschubser, selbst mal wieder aktiv zu werden und auszumisten, war das Buch eine unterhaltsame Erinnerung.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Stiller Überlebenskampf

Westlake Soul
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Leider kann ich dem Hype um dieses Buch nicht ganz folgen. Obwohl die Geschichte wirklich beeindruckend ist und ich Westlake für seinen Kampfgeist bewundert und für seine Situation bemitleidet und überhaupt ...

Leider kann ich dem Hype um dieses Buch nicht ganz folgen. Obwohl die Geschichte wirklich beeindruckend ist und ich Westlake für seinen Kampfgeist bewundert und für seine Situation bemitleidet und überhaupt bis zum bittersüßen Ende mitgefiebert habe, konnte mich die Geschichte nicht so packen wie ich es mir gewünscht hätte. Was sich schon allein daran zeigt, dass ich das Buch immer wieder zur Seite gelegt und etwas anderes eingeschoben habe. Das Gefühl, nicht mit dem Lesen aufhören zu können, wollte sich leider so gar nicht einstellen, und über weite Strecken war es eher so etwas wie Pflichtgefühl, das Buch endlich fertig lesen zu wollen/müssen, als echtes Interesse daran die Story weiterzuverfolgen. Fazit: vermutlich tolle Geschichte, aber für mich leider falscher Zeitpunkt und falsche Chemie.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Page-Turner mit zu vielen Seiten

Missing Page - Tödliche Worte
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Ein spannender Whodunit Krimi mit interessanten, aber oft anstrengenden Charakteren, der stark anfängt, sich dann aber zu viel Zeit lässt um zum Ende zu kommen. Es wird immer noch ein bisschen komplexer ...

Ein spannender Whodunit Krimi mit interessanten, aber oft anstrengenden Charakteren, der stark anfängt, sich dann aber zu viel Zeit lässt um zum Ende zu kommen. Es wird immer noch ein bisschen komplexer und hat man einen Verdacht, wie alles abgelaufen sein könnte, wirft die nächste Wendung sämtliche schönen Theorien wieder über den Haufen. Das ist eigentlich eine gute Eigenschaft eines Krimis - wenn in Maßen dosiert. Hier hat sich die Autorin aber wohl nicht dazu hinreißen können, zum Ende zu kommen, und so zieht sich das Buch nach der Hälfte immer mehr in die Länge. Eigentlich möchte man langsam zur finalen Auflösung gelangen, stattdessen werden neue Details und Hintergrundinformationen enthüllt, die zugegebenermaßen faszinierend und unerwartet waren, mich aber dennoch immer weniger fesseln konnten. Und so tauche ich zwiegespalten aus dem Buch auf, denn eigentlich ist die Handlung schon sehr geschickt konstruiert, jedoch konnte sie mich gegen Ende nicht mehr uneingeschränkt fesseln. Fazit: origineller Krimi mit Längen.

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