Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2026

Düstere Verschwörung mit etwas überzogenem Ende

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
0

Worum geht’s?
Dass der plötzliche Tod einer Energiemanagerin ein Schlaganfall gewesen sein soll, bezweifelt Fabian Risk doch stark, als er ihre schlimm zugerichtete Leiche in einem Waldstück findet. Ein ...

Worum geht’s?
Dass der plötzliche Tod einer Energiemanagerin ein Schlaganfall gewesen sein soll, bezweifelt Fabian Risk doch stark, als er ihre schlimm zugerichtete Leiche in einem Waldstück findet. Ein Zusammenhang mit einem kürzlich erfolgten und weitreichenden Stromausfall erscheint ihm da schon logischer – zumal auch der Stromausfall weitreichendere Folgen hat, als sich Fabian und sein Team vorstellen können.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Reihe um Fabian Risk bisher noch nicht kannte, hat mich David Nathan als Sprecher des Hörbuchs definitiv davon überzeugen können, die Geschichte unbedingt hören zu wollen. Meiner Meinung nach sind Vorkenntnisse aus den übrigen Bänden der Reihe auch gar nicht notwendig, um der Handlung folgen zu können, und auch wenn es immer wieder kleine Rückbezüge gab, hatte ich beim Hören nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder fehlendes Vorwissen ausgleichen zu müssen.

Die Geschichte an sich fand ich wirklich spannend, da ich generell ein Fan von Verschwörungen und politischen Intrigen in Thrillern bin, vorausgesetzt, sie sind auch wirklich gut umgesetzt. Dieses Buch hätte durchaus ein paar Seiten weniger vertragen können, denn mit über 600 Seiten ist es doch ein ganz schöner Wälzer, grundsätzlich hatte ich jedoch keine Phase, in der mich die Handlung wirklich gelangweilt hätte. Über die Notwendigkeit der Darstellung von Gewalt kann man sicherlich streiten, denn locker und leicht war dieses Buch auf jeden Fall nicht. Die Spannungsmomente insgesamt fand ich jedoch recht gelungen platziert, von daher haben mich die Momente, die mir eigentlich zu viel des Guten waren insgesamt gar nicht mal so sehr gestört.

Mit den Figuren bin ich zu Beginn zugegebenermaßen ein wenig durcheinander gekommen, da die häufigen Perspektiv- und Ortswechsel meiner Orientierung in der Geschichte nicht ganz so zuträglich waren. Mit der Zeit wurde das durchaus besser, weshalb ich die damit einhergehende Dynamik innerhalb der Handlung dann auch deutlich mehr wertschätzen konnte.

Nichtsdestotrotz war der Umfang der Geschichte dann insgesamt doch recht sportlich, auch wenn man die Menge an Verkettungen und Zusammenhänge anders vermutlich gar nicht richtig hätte unterbringen können. Insbesondere die Hinführung zur großen Auflösung war für meinen Geschmack dann aber doch ein wenig zu sehr konstruiert, zumal mich die fast schon beiläufigen Erwähnungen der glücklichen Fügungen in den letzten Kapiteln angesichts der zuvor doch sehr detaillierten Schilderungen eher irritiert haben.


Fazit
Dieses Buch kann man definitiv auch unabhängig von den übrigen Bänden der Reihe lesen oder hören und dabei grundsätzlich gut unterhalten werden. Auf das Maß an Gewalt sollte man dabei aber definitiv vorbereitet sein, denn einen reinen Politthriller findet man hier auf jeden Fall nicht.

Von mir gibt es dafür (und für meinen Lieblingssprecher) knappe vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 30.05.2026

Niedliches Jugendbuch mit einer Prise Magie

Happy – Wo du mich findest
0

Worum geht’s?
Um das Strandhaus ihrer Eltern zu retten, muss Anouk nicht nur eine Menge Aufwand betreiben, sondern auch die große Liebe finden. Die rätselhaften Postkarten, die sie dazu auffordern, geben ...

Worum geht’s?
Um das Strandhaus ihrer Eltern zu retten, muss Anouk nicht nur eine Menge Aufwand betreiben, sondern auch die große Liebe finden. Die rätselhaften Postkarten, die sie dazu auffordern, geben ihr weitere Rätsel auf – und stellen sie vor das große Problem, ausgerechnet ihren besten Freund aus Kindheitstagen dazu überreden zu müssen, ihr Date zu sein.


Meine Meinung
Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass mir der Name der Autorin zwar definitiv geläufig war, ich ihre erfolgreiche Zimt-Reihe bisher aber ehrlicherweise noch nicht gelesen habe. Nichtsdestotrotz hat sich dieses Buch auf jeden Fall für mich gelohnt, weshalb ich mir auch die übrigen Bücher der Autorin endlich auf die Leseliste gesetzt habe.

Gut gefallen hat mir direkt das Setting in Junos-Bay, was mich vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ich eigentlich kaum Geschichten lese, die in den USA spielen sehr positiv überrascht hat. Die Nähe zum Meer und die sommerlichen Vibes fand ich aber beim Lesen einfach sehr charmant, weshalb ich durchaus geneigt bin, auch die übrigen Bände der Reihe lesen zu wollen.

Durch den flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel bin ich insgesamt sehr schnell voran gekommen, was das Buch regelrecht hat verfliegen lassen. Bei diesem hohen Tempo hatte ich dann allerdings leider ein paar kleine Probleme mit den Figuren, was sich bei diesem Genre aber vermutlich auch einfach nicht vermeiden lässt.

Protagonistin Anouk und ihr bester Freund Noah waren in meinen Augen leider nicht ganz authentisch als Paar, auch wenn mir ihre Freundschaft wirklich gefallen hat. Durch das hohe Tempo hatte ich zeitweise leider auch das Gefühl, dass ihre Geschichte ein wenig oberflächlich wurde, was für ein Jugendbuch noch eher zu verzeihen ist, meine Begeisterung aber doch ein kleines bisschen gedämpft hat.

Darüber hinaus fand ich es wirklich schade, dass die eigentlich ganz zentralen Elemente der Handlung irgendwann ein wenig in den Hintergrund gerückt sind und kaum bis gar nicht mehr thematisiert wurden. Der Klappentext verspricht daher eine etwas andere Geschichte, und auch wenn das Ergebnis mir grundsätzlich wirklich gut gefallen und Spaß beim Lesen gemacht hat, gingen meine Erwartungen an dieses Buch doch in eine etwas andere Richtung.


Fazit
Auch wenn ich die Zimt-Reihe der Autorin noch nicht gelesen habe, kann ich nach diesem Buch definitiv verstehen, warum sie so erfolgreich ist. Setting, Charaktere und Handlungsbogen haben mir insgesamt trotz kleiner Kritikpunkte wirklich gut gefallen, weshalb ich die Autorin definitiv auf meine Leseliste setzen werde.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 18.05.2026

Die Psychologie des Tennis

Tennis ist Kopfsache
0

Meine Meinung
So spannend wie ich Psychologie und mentale Gesundheit finde, in Hinblick auf Leistungssport war das bisher definitiv ein Thema, mit dem ich mich ehrlicherweise gar nicht so stark auseinandergesetzt ...

Meine Meinung
So spannend wie ich Psychologie und mentale Gesundheit finde, in Hinblick auf Leistungssport war das bisher definitiv ein Thema, mit dem ich mich ehrlicherweise gar nicht so stark auseinandergesetzt habe.

Spannend gemacht fand ich daher tatsächlich die Umsetzung der Kombination aus Einblicken in den Sport und psychologischer Analyse der einzelnen Spielsituationen. Stilistisch war das Buch in meinen Augen zwar eher etwas für wirkliche Tennisfans, da es wirklich viele ausführliche Schilderungen einzelner Tennisspiele gab, die sich wie ein Fernsehbild lasen und ehrlicherweise in der Masse nicht ganz meinen Geschmack getroffen haben. Wer wirklich leidenschaftliche Tennis schaut oder spielt, dem dürften diese Erinnerungen aber sicherlich gefallen, zumal es auch einige Bildserien gab, die den reinen Text durchaus aufgelockert haben.

Rein von den psychologischen Aspekten her fand ich das Buch insgesamt aber wirklich spannend, da die Auseinandersetzung mit dem Thema an sich zwar nicht unbedingt irgendwelche bahnbrechenden Geheimnisse zu Tage gefördert hat, ich die Überlegungen zum Thema mentale Stärke aber durchaus spannend fand, und das auch ohne, dass ich selbst Leistungssport betreiben würde.

Die Idee dieses Buches ist meiner Meinung nach daher auf jeden Fall lesenswert, eine gewisse Grundbegeisterung für Tennis ist aber sicherlich sehr hilfreich, um beim Lesen wirklich Spaß zu haben.


Fazit
Wirkliche Tennisfans werden an diesem Buch sicherlich deutlich mehr Freude habe als ich, auch wenn ich die Umsetzung durchaus spannend und das Grundprinzip aus Spielberichten, Analysen und Bildern schon gelungen fand. Wer sich mehr für den Tennis und vielleicht nur zweitrangig für die Psychologie hinter dem Sport interessiert, dem dürfte dieses Buch aber noch einmal deutlich besser gefallen als mir.

Dafür vergebe ich vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Informative Aufarbeitung eines eher unbekannten Themas

"Ich habe getötet, aber ein Mörder bin ich nicht"
0

Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich historisch interessiert bin, war mir der Völkermord an den Armeniern bisher noch kein wirklicher Begriff und somit ein Thema, zu dem ich selbst noch kein Vorwissen ...

Meine Meinung
Auch wenn ich wirklich historisch interessiert bin, war mir der Völkermord an den Armeniern bisher noch kein wirklicher Begriff und somit ein Thema, zu dem ich selbst noch kein Vorwissen hatte. Die Aufarbeitung der Geschichte hat mir hier daher insgesamt wirklich gut gefallen, insbesondere weil die zunächst vielleicht etwas ausschweifenden Erklärungen Hintergründe erläutern, die es auch ohne Vorwissen recht einfach machen, dem Geschehen zu folgen.

Nicht ganz so überzeugend fand ich dann insgesamt leider den Schreibstil, da man durchaus gemerkt hat, dass das Buch vermutlich nicht in der Reihenfolge der Kapitel geschrieben wurde und ich somit leider den Eindruck hatte, keinem roten Faden von Anfang bis Ende folgen zu können.

Darüber hinaus gab es einige Abschnitte, die in meinen Augen etwas unnötig gestreckt wurden, insbesondere wenn ich innerhalb von zwanzig Seiten sieben Mal die Information lesen muss, dass Istanbul früher einmal Konstantinopel hieß. Da sich dieses Muster glücklicherweise nicht durch das gesamte Buch gezogen hat, konnte ich dabei durchaus ein Auge zudrücken, stilistisch habe ich jedoch auch im Sach- und Fachbuchbereich schon deutlich angenehmer zu lesende Bücher gelesen.

Die Informationen an sich waren für mich überwiegend neu, weshalb ich auch durchaus gespannt darauf war, mit welchen Quellen hier gearbeitet wurde. Die Quellenangaben habe ich als umfangreich wahrgenommen und konnte somit auch direkt weiter recherchieren, wenn mich ein Thema besonders interessiert hat, was ich insgesamt sehr zufriedenstellend fand.


Fazit
Ich konnte in diesem Buch auf jeden Fall eine Menge lernen und war wirklich überrascht, wie umfangreich die Aufarbeitung insgesamt angelegt war. Stilistisch bin ich allerdings nicht ganz glücklich mit der Umsetzung, da ich mich stellenweise durchaus anstrengen musste, um weiterzulesen und bis zum Ende durchzuhalten.

Dafür gibt es trotzdem noch knappe vier Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Informative Grundlagen, aber keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse

HOW TO LOOK BETTER.
0

Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich sehr vielseitig interessiert bin und auch meinen Lesestoff gerne breit aufstelle, kenne ich mich mit dem Thema Haut und Hautgesundheit allenfalls oberflächlich aus. ...

Meine Meinung
Auch wenn ich persönlich sehr vielseitig interessiert bin und auch meinen Lesestoff gerne breit aufstelle, kenne ich mich mit dem Thema Haut und Hautgesundheit allenfalls oberflächlich aus. Die Idee zu diesem Buch fand ich daher durchaus interessant, insbesondere weil die angepriesenen 10 Maxime nach einer einfach umsetzbaren Handreichung klangen.

Die Umsetzung ist meiner Meinung nach auch durchaus gelungen, insbesondere weil der vorgelagerte Informationsteil sehr umfangreich ausfällt. Die Mischung aus Erfahrungsberichten aus dem Praxisalltag und reiner Wissensvermittlung ist dabei grundsätzlich interessant, stellenweise aber durchaus von Selbstdarstellung geprägt, was man eventuell einfach überlesen muss. Auch die Länge dieses Buchabschnittes wirkt im Vergleich zum zweiten Teil ein wenig arg umfangreich, wer sich für wissenschaftlich fundierte Informationen zum Thema Haut interessiert, dem wird dieser Teil allerdings sicherlich gut gefallen.

Der für mich wirklich interessante zweite Teil des Buches, in dem es um die 10 Maxime für eine schönere Haut ging, hat mir daher tatsächlich auch am besten gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass meine Erwartungen an den Inhalt vermutlich ein bisschen zu hoch angesetzt waren. Bei einem ganzen Buch zu dem Thema hatte ich ehrlicherweise mit vollkommen neuen Erkenntnissen oder überraschenden Geheimtipps gerechnet, auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür realistisch betrachtet nicht wirklich hoch war.

Insgesamt lohnt sich das Buch meiner Meinung nach trotzdem, man muss aber in Hinblick auf die eigenen Erwartungen eben realistisch bleiben und darf keine geheimen Wundermittel erwarten, die dieses Buch eben (logischerweise) nicht liefern kann.


Fazit
Auch wenn es hier keine bahnbrechenden und geheimen Tipps für die Hautpflege gibt, ist die fundierte Sammlung an Informationen durchaus lesenswert. Als Dekoration oder Nachschlagewerk zur Erinnerungsstütze finde ich das Buch daher gleich mehrfach nützlich, allzu überzogene Erwartungen sollte man hinsichtlich des Inhalts aber nicht hegen.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.