Wahre Charaktere
Building TrustPhyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß. Als Phyns ...
Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns Mutter sich erneut zur Wahl als Senatorin in New York stellt, rückt Phyn in den Fokus der Öffentlichkeit. Durch diesen Druck kommt es dazu, dass sie im familieneigenen Unternehmen eine Führungsposition bekommt. Gezwungenermaßen arbeitet sie dabei mit Gideons kleinem Bruder zusammen, der diese Zusammenarbeit gleichzeitig mit einer raffinierten Idee verbinden will.
„Building Trust“ von April Dawson ist der zweite Band der Trilogie um die „Bevyn Boys“.
In diesem zweiten Band stehen Phyn und Adric, die auch schon im ersten Band eine Nebenrolle haben, im Fokus der Erzählung.
Auch wenn dieser Band ähnlich beginnt, wie der erste, empfand ich ihn dennoch komplett anders. Während Marissa erfrischend und schlagfertig war, sind mir hier zwei Charaktere begegnet, die introvertiert und ein wenig geheimnisvoll erscheinen. Hier geht es um ganz viel Gefühl, vor allem Feingefühl, Wünsche, Träume und Erwartungen. Es geht hier viel weniger um die eigenen Erwartungen, als um die, anderer Menschen. Es geht um den Druck der eigenen Familie, aber auch der Öffentlichkeit. Es geht darum, den schönen Schein zu wahrend, während sich hier zwei Menschen völlig verlieren und ihrem eigenen Ich untreu werden.
Ich fand diese Aspekte sehr berührend, zeigen sie doch auch auf, dass hinter einer schönen Fassade nicht alles perfekt ist und welchen Einfluss die Medien auch nach wie vor auf das Leben erfolgreicher Familien haben.
Gleichzeitig lernt man hier aber auch sehr viel Familienbande und echt Freundschaften kennen.
Adric ist ein sehr erstaunlicher Charakter mit sehr viel Tiefe. Wirkt er oberflächlich und arrogant, entwickelt er sich im Verlauf der Story immer mehr zu einem verletzlichen Menschen, der seine eigenen Bedürfnisse verdrängt hat.
Gerade diese Entwicklung ist der perkfekte Part zur ebenso sensiblen Phyn. Es entwickelt sich hier eine perfekte Symbiose einer Freundschaft hin zu einem schlagkräftigen Duo.
Wichtige Nebenstränge waren für mich das Verhalten von Gideon Bevyn, aber auch von Senatorin Pearce. Diese empfand ich als wichtigen belehrenden Part.
Den Immobilienzweig habe ich in diesem Band nur als recht unscheinbaren Nebenpart wahrgenommen, was aber auch nicht schlimm war. Beeindruckend fand ich ihn dennoch nach wie vor.
Mein Fazit: Ein toller Anschluss an den ersten Band, der wirklich absolut gefühlvoll ist, aber auch eine Art Vorbildfunktion beschreibt, sich nicht dem Druck der Gesellschaft anzupassen.