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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.08.2020

Eine besondere Familie

Hanna und die Zauberer
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Mit dem Roman "Hanna und die Zauberer" von Elsa Rieger bekommt man eine tolle Familiengeschichte zu lesen. Toll gerade deshalb, da nicht traute Familienatmosphäre herrscht sondern, zahlreiche Konflikte ...

Mit dem Roman "Hanna und die Zauberer" von Elsa Rieger bekommt man eine tolle Familiengeschichte zu lesen. Toll gerade deshalb, da nicht traute Familienatmosphäre herrscht sondern, zahlreiche Konflikte und Kämpfe untereinander ausgetragen werden. Damit ist die Geschichte sehr nah am Leben und macht nachdenklich.

Die Geschwister Hanna und Tobi hatten schon immer ein besonderes Verhältnis zueinander und so ist es auch nicht verwunderlich das die große Schwester Tobi bei sich aufnimmt, als dieser nicht mehr bei den Eltern leben kann. Doch Tobi`s Krankheit, die Schizophrenie, macht ein normales Zusammenleben nicht möglich. Hier wird ungeschönt der Alltag mit einem psychisch kranken Menschen beschrieben, mit all seinen Höhen und Tiefen. Der Autorin gelingt es dabei wunderbar beide Seiten aufzuzeigen und gleichzeitig ein reales Bild zu vermitteln.

Durch den angenehmen Schreibstil lässt sich die Geschichte leicht und flüssig lesen. Deshalb mein Fazit: Lesenswert!

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Veröffentlicht am 23.07.2020

Ansprechende Kurzgeschichten

Bevor der Brand kam
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Dem Autor Christos Anastasopoulos ist in seinem wunderschön gestalteten Kurzgeschichtenband "Bevor der Brand kam - Geheimnisse unter Bäumen" ein kleines Meisterwerk gelungen. Die Geschichten überzeugen ...

Dem Autor Christos Anastasopoulos ist in seinem wunderschön gestalteten Kurzgeschichtenband "Bevor der Brand kam - Geheimnisse unter Bäumen" ein kleines Meisterwerk gelungen. Die Geschichten überzeugen mit starken Charakteren, welche sofort Gefühle im Leser wecken.

Nicht jede der Geschichten hat mich gleich stark angesprochen oder überzeugt, doch das ist gerade der Reiz an diesem Buch. Obwohl alle Geschichten in Griechenland spielen und damit vom Setting ähnlich sein sollten, sind sie es nicht. Hier zeigen sich ein alter Gärtner, ein Häftling, ein junges Mädchen, ein Sportler und noch Andere ganz authentisch in und mit ihrem Leben und bieten dabei für den Leser die Möglichkeit über die wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken.

Dieses Buch lohnt sich, da man es immer wieder in die Hand nehmen und lesen kann!

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Richtig guter Ratgeber, nicht unbedingt nur für Eltern

Und wir mittendrin
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Insgesamt ist „Und wir mittendrin“ von Toni Fiung sehr informativ und interessant zu lesen. Da ich mich regelmäßig mit psychologischen Themen beschäftige, war für mich einiges Bekanntes dabei. Dafür kann ...

Insgesamt ist „Und wir mittendrin“ von Toni Fiung sehr informativ und interessant zu lesen. Da ich mich regelmäßig mit psychologischen Themen beschäftige, war für mich einiges Bekanntes dabei. Dafür kann ich aber auch bestätigen das der Ratgeber aktuell und auf dem neuesten Stand der Forschung ist. Jedes Kapitel schließt mit einer praktischen Übung ab, welche mit etwas Zeit einfach umzusetzen ist. Für Eltern ist aber gerade diese oft Mangelware. Ein kleiner Kritikpunkt wäre für mich, das sich das Buch erst im letzten Drittel so richtig mit dem Thema Paarsein in der Elternschaft beschäftigt. Davor lassen sich die Kapitel für alle Paare anwenden, egal ob mit oder ohne Kind. Für meinen Geschmack hätte das Alleinstellungsmerkmal Eltern zu beraten stärker sein dürfen. Die Gestaltung ist sowohl optisch als auch grafisch toll. Sehr übersichtlich, immer gleicher Kapitelaufbau, prägnante Überschriften, praktische Listen und das alles umrahmt von sehr divers gezeichneten Illustrationen. Richtig toll! Warum allerdings die Namen in den Fallbeispielen durchgehend heterosexuelle Paare darstellen, verstehe ich nicht. Vielleicht sind hier Autor und Grafik nicht auf dem selben Level. Von den kleineren Kritikpunkten abgesehen ist „Und wir mittendrin“ aber finde ich durchaus zu empfehlen. Gerade die hohe Praxistauglichkeit, bringt im Alltag denke ich den Unterschied. Insgesamt vergebe ich 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Geteilte Perspektive

Sunshine Man
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„Sunshine Man“ von Emma Stonex ist wieder mal so ein Buch welches mir die Bewertung schwer macht. Einerseits ist die Geschichte durchaus fesselnd geschrieben und schafft es trotz langsamer Entwicklung ...

„Sunshine Man“ von Emma Stonex ist wieder mal so ein Buch welches mir die Bewertung schwer macht. Einerseits ist die Geschichte durchaus fesselnd geschrieben und schafft es trotz langsamer Entwicklung Spannung zu erzeugen. Die Handlung taucht dabei tief in die Biografien der Figuren ein und wirkt streckenweise wie ein historischer Roman. Auch mit dem Ende bin ich an und für sich nicht unzufrieden. Der Schreibstil ist eingängig und trägt durch die Erzählung. Nur inhaltlich ist der Plot, insbesondere aus feministischer Sicht, irgendwie deprimierend. Wieder mal ein Femizid, welcher sehr tief in die Psyche des Täters eintaucht. Aus Sicht der getöteten Frau erfahren wir gar nichts, stellvertretend blickt ihre Schwester Birdie aufs Leben von Providence. Auch deshalb lässt mich das Werk zwiegespalten zurück. Wer mit diesem Fokus zurecht kommt, findet hier ein spannendes Psychogramm rund um Schuld und Vergebung. Ich persönlich ziehe aus dem genannten Grund einen Stern ab und belasse es bei einer eingeschränkten Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Zarter Coming of Age Roman voller beeindruckender Naturbeschreibungen

Mit dem ersten Licht
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„Mit dem ersten Licht“ des Autoren Florian Knöppler ist für alle etwas die ruhige Geschichten mögen. Obwohl die Handlung durchaus schwierige Themen wie psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen und Trauer ...

„Mit dem ersten Licht“ des Autoren Florian Knöppler ist für alle etwas die ruhige Geschichten mögen. Obwohl die Handlung durchaus schwierige Themen wie psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen und Trauer bereithält liegt über all dem stets eine große Ruhe. Arne war für mich ein sehr angenehmer Protagonist und ich mochte es wirklich sehr das hier mal ein sehr sensibler und introvertierter Junge im Mittelpunkt steht. Aber auch die weiteren Charaktere überzeugen durch Authentizität und ganz viel Gefühl. Die Atmosphäre des Buches wird auf jeden Fall von der Umgebung in welcher sich alles abspielt geprägt. So ergänzen poetische Naturszenen, die Gedanken des Heranwachsenden. Es geht auch um eine Liebesgeschichte, wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mich hier insbesondere das Ende nicht so recht überzeugen konnte. Aufgrund dessen lande ich bei insgesamt 4 Sternen. Dennoch kann ich den Roman weiterempfehlen, da es eine wertvolle und durchaus besondere Lektüre ist.

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