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Veröffentlicht am 20.06.2026

Spiel der Reichen

Rätsel
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Das Cover zeigt nur den Titel RÄTSEL in großen Buchstaben und so war für mich auch die erste Hälfte des Buchs.

Wir lernen Esther kennen, die zunächst etwas unsympathisch rüber kommt und selbst ein düsteres ...

Das Cover zeigt nur den Titel RÄTSEL in großen Buchstaben und so war für mich auch die erste Hälfte des Buchs.

Wir lernen Esther kennen, die zunächst etwas unsympathisch rüber kommt und selbst ein düsteres Geheimniss hat. Doch dann wird sie entführt und für tot erklärt. Nun nach 5 Jahren taucht sie plötzlich wieder auf, in einem körperlich sehr schlechten Zustand und ohne Erinnerung an die vergangenen Jahre ihrer Gefangenschaft. Was ist ihr passiert? Wozu wurde sie gefangen gehalten und ist sie nun wirklich frei oder geht das grausame Spiel um Leben und Tot noch weiter?

Am Anfang passiert gleich so viel, Personen kommen und gehen, familäre Verhältnisse werden geklärt. Ich musste mich konzentrieren nicht den roten Faden beim Lesen zu verlieren. Gleichzeitig war ich jedoch direkt im Rätsel gefangen und wollte Antworten auf meine unzähligen Fragen, die beim Lesen auftauchten. Vor allem in der zweiten Hälfte war ich zwischen Spannung und Unglaube gebannt auf die immer schlimmer werdenden Ereignisse und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Teilweise waren die Szenen brutal und auswegslos, alle waren verdächtig und Esther und Marie, welche ihr zur Hilfe geschickt wird, sind bald völlig auf sich allein gestellt. Es kommt zu unglaublichen Wendungen und einem Ende, mit dem ich so defintiv nicht gerechnet habe. Aber auch enthalten sind teils unlogische Aktionen, die man nicht so einfach überlesen kann.

Dennoch hat "Rätsel" für mich eine überraschende Story, über eine Welt in der alles möglich ist, wenn Geld keine Rolle spielt und nur ein Spiel um Leben und Tot noch Spannung erzeugen kann. Mal ein etwas anderer Psychothriller, der aus der Masse hervorsticht, aber leider auch erst an Fahrt aufnehmen muss.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Entspannter Thriller

Bachelorette Party
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Das harmonische Cover mit der idyllischen Abendstimmung verspricht Urlaub und Entspannung, was eigentlich im Kontrast zum klassischen Thriller steht.
Auf einer privaten Schäreninsel starben vor 10 Jahren ...

Das harmonische Cover mit der idyllischen Abendstimmung verspricht Urlaub und Entspannung, was eigentlich im Kontrast zum klassischen Thriller steht.
Auf einer privaten Schäreninsel starben vor 10 Jahren 4 Frauen, die sich einmal im Jahr dort trafen. Offiziell gelten sie immer noch vermisst und man geht davon aus, dass sie im Meer ertrunken sind. Auf genau dieser Schäreninsel ist nun ein Hotel und Spa entstanden und als erste Gäste, noch vor der Eröffnung, dürfen Anneliese und ihre Freundinnen ihr Bachelorette-Wochenende dort verbringen. Nur Tessa, Journalistin und Freundin von Anneliese hat von Anfang an ein mulmiges Gefühl, denn sie ahnt auf der Insel lauert der Tod.

Der Thriller startet mit einem Rückblick in die Vergangenheit in der von einer Sekunde auf die andere, die Stimmung von süffiger Party zu Albtraum wechselt. Anschließend lernen wir die Figuren aus der Gegenwart kennen. Es ist eine eingeschworene Gruppe, die sich seit Kindertagen kennt, aber auch noch Geheimnisse im Petto hat, weil sie sich auch mittlerweile etwas entfremdet haben. Mir persönlich waren die Charaktere sympathisch, jedoch nicht weiter ausgearbeitet und man lernt eigentlich nur Tessa richtig kennen. Vielleicht hatte ich daher zunächst Probleme zwischen den einzelnen Personen zu unterscheiden, zudem wenn so viele gleichzeitig ankommen und ich gedanklich noch bei den Personen aus der Vergangenheit hänge.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in der Gegenwart, aber es gibt einzelne Rückblicke in die Vergangenheit. Meist sehen wir die Ereignisse aus Tessas Sicht, durch die recht eingeschränkte Perspektive nehmen wir Tessas Angst vor einer Bedrohung bewusst war, auch wenn ich ihre Motivation nicht so recht nachvollziehen kann, da nur wir Leser den Mord vor 10 Jahren bewusst mitbekommen haben. Aber schon das Setting wirkt beklemmend, allein auf einer kleinen Insel mit einem ungewissen Mörder, ohne Flucht und Versteckmöglichkeit. Mit jedem neuen Kapitel steigt der Druck, wann denn ein Mord geschieht und wenn es trifft. Diese sind jedoch sehr kurz und geradezu beim Lesen verflogen. Die Auflösung war dann für mich recht überraschend, aber nachvollziehbar.

Ich wurde von Bachelorette-Party gut unterhalten auch wenn das Buch nicht unter meinen top 10 Thrillern landet, aber es war für mich ein schöner Wohlfühlthriller. Die Spannung blieb unterschwellig da, ohne mich jedoch dazu zu verleitet, alles in einem Schwung zu lesen. Für Thrillerfans mit schwachen Nerven, die es gerne ruhiger angehen.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Wer spielt falsch?

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
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In "Die Psychopathin" lernen wir Karolin kennen. Sie ist privat glücklich in einer heimlichen Beziehung und auch beruflich könnte es kaum besser laufen. Alles sieht danach aus, dass sie bald die Leitung ...

In "Die Psychopathin" lernen wir Karolin kennen. Sie ist privat glücklich in einer heimlichen Beziehung und auch beruflich könnte es kaum besser laufen. Alles sieht danach aus, dass sie bald die Leitung des Unternehmens übernehmen wird. Doch plötzlich gerät ihr nahezu perfektes Leben aus dem Gleichgewicht, merkwürdige Ereignisse häufen sich und sie fühlt sich zunehmend bedroht. Steckt die Exfrau ihres Partners dahinter? Jemand bohrt auch in ihrer schwierigen Vergangenheit und alles läuft daraufhin, dass ein Kollege ihren sicher geglaubten Job wegschnappt. Ist er ihr Stalker, der über Leichen geht um seine eigene Karriere voran zu treiben?

An einem mangelt es in Rose Klays Psychothriller nicht, Verdächtige. Sie stellt nicht umsonst die Frage "Wer manipuliert dich wirklich?" Denn Karolin wirkt zunehmend fremd gesteuert und beginnt an ihren eigenen Erinnerungen und Handlungen zu zweifeln. Was ist noch real und auch als Leser fragt man sich gegen Ende, wem möchte ich trauen und wieso verhält sich Karolin immer seltsamer. Das ganze steuert auf eine große Katastrophe zu und man möchte Karolin an manchen Stellen einfach nur schütteln. Sprachlich hat mich das Buch gut abgeholt, das Werk spielt damit, dass wir nur Karolins Sichtweise erleben und man selbst einschätzen muss, wer es ehrlich mit ihr meint und wer sie belügt. Spannung und Tempo kommt auf, dank der sehr kurzen Kapitel (meist unter 10 Seiten), man fliegt durch die Seiten und am Ende angelangt blieb dann bei mir ein Beigeschmack hängen. Es wirkt unfertig und zu sehr nach: Es muss am Ende passen und einen positiven Ausblick geben. Es ist perse kein offenes Ende, für mich kamen jedoch rückwirkend Fragen zu einzelnen Aktionen auf und ich bin nicht gänzlich vom "Happy End" überzeugt. Die Fragen ist nun steckt Zeitmangel oder Absicht hinter den letzten Zweifeln, denn wie heißt es am Anfang: "Du glaubst, du merkst, wenn dich jemand manipuliert? – Denk noch einmal nach."

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Spannender Schauplatz, beklemmende Stimmung

Das Gehöft
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Lara zieht mit Freunden und ihrem autistischen Bruder auf eine abgelegene Hallig, die nur mit einem Boot erreichbar ist und keine sichere Kommunikation mit der restlichen Welt zulässt. Eigentlich sollten ...

Lara zieht mit Freunden und ihrem autistischen Bruder auf eine abgelegene Hallig, die nur mit einem Boot erreichbar ist und keine sichere Kommunikation mit der restlichen Welt zulässt. Eigentlich sollten sie alleine sein und die Natur genießen, doch als ihr Bruder Malte verschwindet kippt die Stimmung. Sind sie wirklich allein? Lara beschleicht ein ungutes Gefühl, auch fängt sie an, an ihrer Liebe mit Henry zu zweifeln, der sich von der Gruppe zurück zieht. Bange Tage stehen an, denn ein Sturm bricht los auf verschiedenen Ebenen.
Mich hat die Stimmung in diesem Thriller direkt mitgerissen und wie die immer wieder aufkommenden Unwetter, gehen die Verdächtigungen mal in diese, mal in jene Richtung. Ich fühle den Zwiespalt in Laras Brust, deren Welt mit der Hallig unterzugehen droht. Die Spannung kann sich lange halten, trotz der begrenzten Personenzahl und Versteckmöglichkeiten, teilweise zweifelt man auch an Laras Wahrnehmung. Der Thriller hat mich gut unterhalten, dennoch gibt es auch ein paar Stolpersteine, die mich beim Lesen gestört haben, die mir nicht realistisch erschienen. Natürlich handelt es sich hier um eine Fiktion, dennoch möchte ich keine Wendungen hinterfragen müssen, auch wenn so neue Möglichkeiten entstehen. Aber das große Finale versöhnt mit den kleinen Schwächemomenten, wie der Naivität der Gruppe, relativ unvorbereitet von der Stadt raus in die Einsamkeit zu ziehen.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Spannend aber zum Mitdenken

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
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Das Cover und den Gedanken, dass es um eine teils wahre Begebenheit geht, haben mein Interesse geweckt. Leider habe ich erst später erkannt, dass dies das 6. Buch einer Reihe ist und ich musste erst mit ...

Das Cover und den Gedanken, dass es um eine teils wahre Begebenheit geht, haben mein Interesse geweckt. Leider habe ich erst später erkannt, dass dies das 6. Buch einer Reihe ist und ich musste erst mit den Charakteren warm werden. Auch tauchen zu Beginn viele Namen und Fakten auf, die mir beim Lesen etwas Probleme gemacht haben. Aber ich habe auch im Inhalt gemerkt, wie viel Mühe sich Steffen Jacobsen mit seiner Recherche zu dem Unglück der MS Estonia gemacht hat.

Michael Sander und Lene Jensen, sind ein Paar mit Ecken und Kanten, die aktuell Probleme in der Beziehung haben, wobei dies wohl öfter vorkommt. Beide werden in ein Attentat verwickelt, aber in unterschiedlicher Weise und geraten dadurch in eine Zwickmühle, der eine wird zum Gejagten, während die andere schwankt zwischen ihrer Karriere als Leitende Beamtin und dem Schutz ihrer Familie. Wie kommen beide nur wieder aus dieser misslichen Lage und was spielt das Unglück der MS Estonia für eine Rolle?

Der Thriller konnte mich leider nicht komplett überzeugen, im ersten Drittel kam für mich nicht genügend Spannung auf. Ich bewundere die gute Faktenlage und die ganzen Zusammenhänge der verschiedenen Geheimdienste, aber es las sich für mich zu trocken, als sei es ein Bericht. Irgendwann kam dann die Verschwörungsfiktion dazu und es wurde allmählich flüssiger und actionreicher. Aber vor allem der spannende und skrupellose Schluss im letzten Drittel/Viertel haben mit dem Anfang versöhnt, auch wenn bei mir noch Fragen offen blieben. Vielleicht hätte ich besser in den Thriller gefunden, wenn ich die vorigen Bücher gekannt hätte oder auch die Frage, wieso es heißt "Jensen und Sander ermitteln" würde sich vielleicht aufklären, denn auch wenn Lene Jensen hier ermitteln sollte, ist es doch fast ausschließlich Michael Sander der den Thriller trägt und Lene gerät nach dem holprigen Start mehr in den Hintergrund des Geschehens und betreibt Schadensbegrenzung statt zu ermitteln.
Für mich ein solider Thriller mit Startschwierigkeiten und Längen, aber mit rasantem Schluss.

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