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Veröffentlicht am 22.06.2026

Wenn das Ende erst der Anfang ist - spannende Drachen-Romantasy

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe)
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Meine Meinung:

Ruck-zuck zieht einen diese Geschichte in ihren Bann, da Autorin Elise Kova nicht lange fackelt und Protagonistin Isola mit ihrem coolen Side-Kick Saipha gleich auf den ersten Seiten in ...


Meine Meinung:

Ruck-zuck zieht einen diese Geschichte in ihren Bann, da Autorin Elise Kova nicht lange fackelt und Protagonistin Isola mit ihrem coolen Side-Kick Saipha gleich auf den ersten Seiten in eine brenzlige Situation schickt. So taucht man atemlos ein in diese phantastische Geschichte um den letzten Rest der Menschheit, der sich in der Stadt Vingard verbarrikadiert hat, um den Drachen, die die Welt beherrschen zu entkommen. Einmal im Jahr müssen sich alle 18jährgen Vingards einer geheimnisvollen, gefährlichen Prüfung unterziehen, denn nur so kann sichergestellt werden, dass sie nicht den Fluch in sich tragen und sich eines Tages in einen todbringenden Drachen verwandeln…

Das klaustrophobisch anmutende Setting der verwinkelten und ständig vom Tod bedrohten Stadt Vingard ist großartig gewählt, und mit Isola und Saipha verfügt die Story über zwei starke, sympathische Charaktere, mit denen ich gerne mitgefiebert habe. Zu der klassischen, teils Quest-artigen und mitunter grausamen Prüfungs-Storyline gesellt sich eine slow-burn Romance. Eine gute Mischung, die zu dieser Geschichte passt und eng mit der Storyline verwoben ist. Stellenweise hat mir das Zusammenspiel zwischen Isola und Lucan aber doch zu breiten Raum eingenommen, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Hier wäre für meinen Geschmack weniger mehr gewesen, da sich die beiden gefühlt immer wieder um die gleichen Themen drehen. Das war schon seeeehr „slow“.

Dennoch hat mich die Story von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, wobei nicht Isola oder Lucan mein liebster Charakter gewesen sind, sondern die toughe und so bedingungslos treue Saipha. Die einzelnen Prüfungen haben dabei zwischendurch immer wieder für Action und Schockmomente gesorgt. Man sollte sich allerdings bewusst sein, dass es hier „trotz Romantasy“ stellenweise durchaus blutig und brutal zugeht.

Richtig überrascht hat mich die Autorin dann gegen Ende dieses ersten Bandes, und zwar nicht nur einmal. Vor lauter überraschenden Plot-Twists konnte einem da beim Lesen regelrecht schwindelig werden. Großartig gemacht! Und selbstverständlich, wie bei einer Dilogie erwartbar, endet Band 1 derart offen, dass ich am liebsten sofort weitergelesen hätte.

Zur Hörbuchproduktion:
Im Hörbuch leiht Aileen Wrozyna ihre Stimme der Protagonistin Isola, und das macht sie sehr gut und authentisch. Mit viel Gefühl und stets passender Betonung verleiht sie Isola eine glaubwürdige Eigenständigkeit. Es macht Spaß, ihr zuzuhören!

FAZIT:
Düster, spannend, teils blutig und am Ende echt überraschend - eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Eine gelungene und mal wieder sehr humorvolle Fortsetzung

Mord ist die beste Beseitigung
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„Vor dem Hintergrund der Industriebrache, deren brüchige Mauern wie ein verwunschenes Schloss in den Himmel ragten, balgten sich die Schatten dreier Menschen und stießen dabei fast tierische Laute aus.“ ...

„Vor dem Hintergrund der Industriebrache, deren brüchige Mauern wie ein verwunschenes Schloss in den Himmel ragten, balgten sich die Schatten dreier Menschen und stießen dabei fast tierische Laute aus.“ (S. 159)

Meine Meinung:
Nachdem in Band 1 unvermittelt ein Kind aufgetaucht war, ist nun in Band 2 eine Frau verschwunden. Naja, zumindest fast. Denn just als der Reiseruf (ja, sowas gibt es noch!) im Radio verkündet wird, sehen Svetlana und Tommi den blauen Audi der Gesuchten auf der Autobahn…

Einmal mehrt stolpert das dynamische Duo aus Svetlana, der gewitzten Putzfrau mit ausgeprägtem Detektiv-Trieb, und dem chaotisch aussehenden Berufsjugendlichen Tommi, dem Autor mit Ladehemmung und selbsternannten „Derrick himself“, mitten hinein in einen neuen Fall. Wie schon im ersten Band nimmt auch diesmal der Kriminalfall eher gemächlich an Fahrt auf, so wie Tommis altes Wohnmobil auf der Autobahn. Überhaupt steht hier nicht der Kriminalfall im Vordergrund, sondern die ganz wunderbaren und eigenen Charaktere. Nicht nur die beiden Protagonisten sind mir in Rekordtempo ans Herz gewachsen, sondern auch einige der Sidekicks, wie Tommis Vater Leo, der Pflegeheim-Bond mit Nummer 1007, oder auch die komplette, nicht ganz legale, aber dafür umso fidelere Rommé-Runde. Selbst Tommis Erzfeind aus Band 1, Ordnungshüter und -fanatiker Kleinschmidt, sammelt hier Sympathiepunkte.

Neben den großartigen Charakteren ist Volker Klüpfels stets humorvoll-beschwingte Schreibweise die zweite große Stärke dieser Reihe. Svetlanas anscheinend unerschöpflicher Vorrat an unermüdlich umgetexteten Sprichwörtern („Wenn zwei sich streiten, freut sich Brigitte“ oder auch „Hätte, hätte, Kettensäge“) und Lebensweisheiten sorgten bei mir immer wieder für Grinser, Giggler und Lacher. Und Tommis oft unbeholfen wirkende Tollpatschigkeit sowie sein besonderes Talent, sich um Kopf und Kragen zu reden, bescheren dem Plot zahlreiche humorvolle Momente, die manchmal schon slapstickartig anmuten. Svetlana würde dazu wahrscheinlich sagen „Mögen man muss“ - ich mags´!

Selbstverständlich wird am Ende auch der Krimiplot aufgelöst und dem Autor ist es auf der Zielgraden auch noch gelungen, mich deutlich aufs Glatteis zu führen. So kommt das große Finale actionreich und in Teilen überraschend daher und schließt diesen Band entsprechend würdig ab.

Ich freue mich schon jetzt darauf, mehr von Svetlana und Tommi zu lesen!

FAZIT:
Humorvolle Leseunterhaltung, die durch ihre liebenswerten Figuren und viel Wortwitz besticht.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine sommerlich leichte Liebesgeschichte vor toller Kulisse

Summer Tides
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„Ich wende den Kopf, schließe die Augen und atme tief den frischen Seewind ein. Ich bin sowas von verloren.“

Meine Meinung:
„Summer Tides“ bietet genau das, was ich erwartet habe: eine sommerlich leichte ...

„Ich wende den Kopf, schließe die Augen und atme tief den frischen Seewind ein. Ich bin sowas von verloren.“

Meine Meinung:
„Summer Tides“ bietet genau das, was ich erwartet habe: eine sommerlich leichte Lektüre vor der wunderbaren Kulisse des kornischen Küstenörtchens St. Ives. Zur Handlung brauche ich nicht viel schreiben, denn die offizielle Kurzbeschreibung des Buches ist schon fast eine perfekte Zusammenfassung der gesamten Handlung.

Die Storyline folgt dem klassischen Muster und bietet dabei keine großen Überraschungen (mal abgesehen davon, dass kurzzeitig tatsächlich die Seegurken-Population im Weddellmeer thematisiert wird) oder eine besondere Tiefe. „Summer Tides“ ist ein Roman, der seinen Lesenden ein sommerliches Urlaubsfeeling, seichte Leseunterhaltung und eine knisternde Slow-Burn-Liebesgeschichte bietet. Denn gleich zu Beginn dürfte wohl jedem klar sein, dass es zwischen der Nebenjob-Aussteigerin Scarlett Green (die nebenbei noch eine toxische Nicht-Beziehung mit Exklusivität am Laufen hat) und dem Rettungsschwimmer Jonah Anderson, der so einige gar nicht mal so kleinen Jugendsünden auf dem Kerbholz hat, knistert und funkt.

Besonders gut gefallen hat mir das Setting in und um St. Ives, nebst kleinem Ausflug zum naturgewaltigen Landstrich „The Lizard“, dass Autorin Sarah Fulmar für meinen Geschmack gut und zutreffen portraitiert, auch wenn hier mehr die Charaktere als die Natur im Vordergrund stehen. Besonders die kleine und wunderbar verschworene Gemeinschaft, die Scarlett sofort in ihren Kreis aufnimmt, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und man merkt, dass hier die ein oder andere Figur mit dabei ist, die das Potenzial bietet, Protagonist*in in einen eigenen Roman zu werden.

Alles in allem hatte ich ein paar unterhaltsame, unaufgeregte und unbeschwerte Lesestunden, die mich sehr angenehm an meinen Sommer in Cornwall haben zurückdenken lassen. Dankeschön dafür!

FAZIT:
Seichte, sehr angenehme Wohlfühl-Unterhaltung mit Potenzial für weitere Bände.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Das Geheimnis des Waschstraßen-Mädchens

Giftiger Grund
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Meine Meinung:
Eine alte, verlassene Tankstelle. In einem Gewerbegebiet, das niemals auch nur ein einziges Unternehmen angezogen hat. Vor sieben Jahren Schauplatz eines Raubüberfalls, nun hinter Bauzäunen ...

Meine Meinung:
Eine alte, verlassene Tankstelle. In einem Gewerbegebiet, das niemals auch nur ein einziges Unternehmen angezogen hat. Vor sieben Jahren Schauplatz eines Raubüberfalls, nun hinter Bauzäunen sich selbst und der Natur überlassen. Ein „Lost Place“, der Scheitern, Einsamkeit, Verbitterung und Hoffnungslosigkeit ausstrahlt. Dazu drei junge Menschen, mehr oder weniger von der Gesellschaft allein gelassen und vollkommen auf sich selbst gestellt. Auch sie sind einsam - drei Schicksale, die bewegen.

Ein sehr atmosphärisches und zu Beginn sehr geheimnisvolles Setting, das sich Autor Thomas Knüwer da erdacht hat. Dreh- und Angelpunkt ist dabei das geheimnisvolle kleine Mädchen, das sich immer wieder mitten in der Nacht in die verlassene Tankstelle schleicht und sich dort ihren eigenen, kleinen Safe-Space geschaffen hat. Auch wenn die Geschichte zu Beginn aus der Sicht der Urbexerin Charu und des frisch gebackenen „Ex-Knackis“ Joran erzählt wird, so ist es doch das Rätsel um das kleine Mädchen und ihr mysteriöses Schicksal, das den wahren Sog dieser Geschichte ausmacht. Entsprechend gebannt bin ich den sich stetig abwechselnden, kurzen Kapiteln gefolgt um endlich zu erfahren, was es mit dem Tankstellen-Mädchen auf sich hat. Doch auch Charu und Joran bringen ihre ganz eigenen Probleme mit, aus der Vergangenheit genauso wie aus der Gegenwart, was gleichfalls spannend zu lesen ist.

Es ist eine spannend zu lesende, fesselnde und auch bewegende Geschichte, die Thomas Knüwer hier erzählt. Auf dem Cover prangt präsent die Klassifizierung als „Kriminalroman“, doch ein „klassischer Krimi“ ist es definitiv nicht. Er gibt hier keine Ermittler, keine Spurensuche, ja bis auf eine kurze Ausnahme noch nicht mal Polizisten - und mehr mag ich hier nicht verraten. Für mein Empfinden ist es eher ein Roman mit einem zentralen Todesfall und mit klaren Einflüssen von Drama und Coming of Age.

Dafür gibt es hier bewegende Schicksale, abgründige Menschen und Verkettungen unglücklicher Zufälle und schlechter Entscheidungen. Drei Underdogs stolpern durch eine Geschichte, die immer wieder gegen sie zu laufen scheint. Und immer wieder dreht sich alles um die alte Tankstelle. Am Ende wird die Geschichte auch hier gelöst werden. Und dann, wenn man denkt, alles ist gut, hält Thomas Knüwer doch noch eine gemeine Überraschung für uns Lesende und eine seiner Figuren bereit…

Zur Hörbuchproduktion: Ich liebe es, wenn Hörbücher von verschiedenen Personen gesprochen werden. Diesem Buch hat der Verlag gleich fünf verschiedene Sprecher*innen spendiert und das kommt im Hörbuch voll und ganz zur Geltung. Hierdurch wird jeder Hauptcharakter einzigartig und unverkennbar und damit auch nahbarer. Eine sehr gelungene Hörbuchproduktion!

FAZIT:
Ein tolles Setting, außergewöhnliche Charaktere und eine fesselnde Story, aber kein klassischer Krimi.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Epische und blutige High Fantasy - ein gelungener Auftakt!

Flut aus schwarzem Stahl
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„In dunklen Zeiten… steigt er auf… Das Zeitalter des Zorns gebiert einen… König.“ (S. 200)

Meine Meinung:
Der Schotte Anthony Ryan zählt für mich persönlich inzwischen zu den absoluten Größen der zeitgenössischen ...

„In dunklen Zeiten… steigt er auf… Das Zeitalter des Zorns gebiert einen… König.“ (S. 200)

Meine Meinung:
Der Schotte Anthony Ryan zählt für mich persönlich inzwischen zu den absoluten Größen der zeitgenössischen High Fantasy. Mit „Flut aus schwarzem Stahl“ hat er den Grundstein für eine neue Fantasy-Reihe gelegt, die sich in Grundzügen an die nordische Mythologie anlehnt. Wie es aber für Ryan typisch ist, entwirft er auf dieser Grundlage ein ganz eigenes, komplexes High-Fantasy-Universum mit eigener Historie, eigenen Religionen, eigenen Sprachen und eigenständiger Mystik.

Erzählt wird die Geschichte über drei verschiedene Handlungsstränge, von denen zwei die die beiden ungleichen Geschwister Thera Speldrana, Vellihr der Gerechtigkeit der drei Schwesternköniginnen, und ihren Bruder Felnir Skyrnak, Kapitän und Spion, auf ihren gefährlichen Missionen begleiten. Der dritte, und vielleicht geheimnisvollste Handlungsstrang begleitet das Schicksal des Fischers Ruhlin ehs Kestryg.

Zu Beginn habe ich mich etwas schwergetan, mich in dieser Welt und zwischen den zahlreichen Charakteren zurechtzufinden. Hilfreich hierbei war auf jeden Fall das Personenverzeichnis am Ende des Buches, zu dem ich zwischendurch immer wieder blättern musste. Die komplexen Legenden und Geschichten, von denen die Charaktere immer wieder erzählen, haben mir den Überblick über alles auch nicht erleichtert. Aber eines hat Ryan damit auf jeden Fall geschafft: ein sehr dichtes und atmosphärisches Worldbuilding!

Ab ungefähr der Hälfte hatte mich das Buch dann aber doch voll und ganz in seinen Bann gezogen und einige der Charaktere waren mir zu diesem Zeitpunkt schon ans Herz gewachsen. Erstaunlicher Weise sind es in diesem Buch nicht die drei Protagonisten, die mich am meisten faszinierten, sondern die Figuren wie die blitzgescheite Elvine, der undurchsichtige und charmante Colvyn, der rätselhafte, verwirrte Wohtin oder auch die stumme und mutige Lynnea. Hier zeigt Ryan neben dem gelungenen Worldbuilding eine seiner großen Stärken: faszinierende und außergewöhnliche Charaktere. Und selbstverständlich zählt die rätselhafte wie komplexe Storyline ebenfalls zu den ganz großen Pluspunkten, auch wenn der Autor natürlich mit den Folgebänden erst noch beweisen muss, dass er diese große Geschichte zu einem überzeugenden Ende bringen wird (woran ich aber nicht zweifle). Selbstverständlich endet der erste Band nach unzähligen dramatischen Szenen und unvorhersehbaren Wendungen mit gleich mehreren Cliff-Hangern.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Das Buch enthält eine Karte des Reiches von Ascarlia. Etwas, worüber ich mich grundsätzlich immer sehr freue! Doch diese Karte wirkt auf mich total lieblos, als hätte sie eine KI mal schnell nebenbei generiert. Ich kann es schlecht in Worte fassen, aber wenn man sie sieht, weiß man sicherlich, was ich meine. Darüber hinaus werden in der Geschichte viele Orte und Länder genannt, die sich nicht auf der Karte befinden, was mir die Orientierung in dieser komplexen Welt zusätzlich erschwert hat. Sehr schade! Für Band zwei wünsche ich mir auf jeden Fall eine bessere und liebevoll gestaltete Karte! Und gerne auch ein kurzes, vorangestelltes „Was bisher geschah…“. 😊

FAZIT:
Ein zu beginn verwirrender, dann aber starker und sehr vielversprechender Reihenauftakt!

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