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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Motivation, Gesundheit und eine sympathische Atmosphäre!

Healthy Food
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Vor uns haben wir ein Sachbuch liegen, welches über ein gesundes Leben informiert und ebenso gesunde Rezepte vorschlägt. Ist es etwas Besonderes in einer Masse an Ratgebern bzw. Kochbüchern? Nein, aber ...

Vor uns haben wir ein Sachbuch liegen, welches über ein gesundes Leben informiert und ebenso gesunde Rezepte vorschlägt. Ist es etwas Besonderes in einer Masse an Ratgebern bzw. Kochbüchern? Nein, aber ich habe trotzdem nichts auszusetzen, weil es Neues mit Altbekanntem kombiniert und sehr gut für an dem Thema Interessierte geeignet ist. Nur das Cover mit dem langweiligen Grau hätte man besser gestalten können, denn so hebt es sich nicht ab. Dabei ist die sonstige Qualität des Buches sehr hochwertig und besonders die Bilder sowie die authentische Gestaltung regen zum Lesen an.

Das Buch richtet sich nicht an Menschen, die nach einer strengen Diät oder komplizierten Ernährungsregeln suchen, sondern an alle, die ihre Ernährung langfristig bewusster und gesünder gestalten möchten. Besonders angenehm ist dabei der natürliche und alltagsnahe Stil der Autorin. Man hat beim Lesen nicht das Gefühl, belehrt zu werden, sondern eher hilfreiche Impulse für mehr Wohlbefinden zu bekommen. Dabei hat mir die persönliche Geschichte der Autorin besonders gefallen, denn dadurch kommt man ihr und ihrer Welt einen Schritt näher.

Im Mittelpunkt stehen Themen wie ausgewogene Ernährung, Darmgesundheit, entzündungshemmende Lebensmittel und ein gesunder Lebensstil ohne Perfektionsdruck. Monika Svendsen erklärt verständlich, wie bestimmte Lebensmittel den Körper unterstützen können und warum kleine Veränderungen im Alltag oft mehr bringen als kurzfristige Trends. Gerade diese Mischung aus Information und Motivation macht „Healthy Food“ so angenehm zu lesen.

Interessant sind die Rezepte. Sie wirken modern, frisch und realistisch umsetzbar. Viele Gerichte lassen sich schnell vorbereiten und eignen sich gut für einen stressigen Alltag. Von nährstoffreichen Frühstücksideen über sättigende Hauptgerichte bis hin zu gesünderen Snacks und Desserts bietet das Buch eine abwechslungsreiche Auswahl. Teilweise ist es aber wirklich nicht kreativ, sodass kaum Rezepte vorkommen, von denen man noch nie gehört hat. Ein Smoothie oder so ist zwar schön und gut, es gehört auch zum Thema, aber da hätte man teilweise irgendwie mehr erwartet, was einen halben Stern wegnimmt. Trotzdem wird abwechselnd informiert und motiviert, sodass man nach einer Fülle von Informationen erst einmal mit dem Kochen oder vorbereiten starten kann. Dadurch macht es einfach Spaß, durch das Buch zu gehen und Sachen auszuprobieren. Die letzten Wochen habe ich genau das getan und kann eine kleine Verbesserung sogar schon sehen, wenn man sich strikt daran hält und es durchzieht, was für mich ein großer Pluspunkt ist.

Insgesamt ist es ein inspirierendes Koch- und Gesundheitsbuch mit vielen alltagstauglichen Ideen, sympathischer Atmosphäre und einer motivierenden Botschaft!

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Es fängt seicht an und wird immer spannender bis zum finalen Höhepunkt!

House of the Beast
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Nachdem Almas Mutter schwer krank geworden ist, sucht sie ihren Vater auf, den sie nicht kennt. Im Gegenzug für ein Heilmittel geht sie mit ihm mit und wird als seine Erbin zu einer Hand des Biests. Doch ...

Nachdem Almas Mutter schwer krank geworden ist, sucht sie ihren Vater auf, den sie nicht kennt. Im Gegenzug für ein Heilmittel geht sie mit ihm mit und wird als seine Erbin zu einer Hand des Biests. Doch ihre Mutter stirbt trotzdem und jetzt hat Alma nur noch ein Ziel: Rache.

"Ich redete mir ein, dass mir das egal war. Ich wollte nichts von ihnen; meine Mutter und ich waren allein besser dran. Doch zu meinem großen Verdruss war ich immer noch einsam. Deshalb erschuf ich mir selbst einen Freund."

Ich habe lange mit mir gehadert, ob ich diesem Buch fünf oder doch vier Sterne geben soll und habe mich schließlich dazu entschieden, dass es die fünf Sterne verdient hat. Der Roman war nicht mein Jahres- oder gar Monats-Highlight, aber es war spannend, durchtrieben und mit viel Magie und Schwertkampf. Hervorzuheben sind auf jeden Fall das Cover und der Farbschnitt sowie Seitenklappen, die allesamt wunderschön gestaltet wurden. Wir haben auch eine Karte der Welt und der Schattenebene, die dringent nötig war. Hinzu kommen kleine Zeichnungen von Personen, Orten oder Dingen in den Kapiteln, die perfekt waren und die Geschichte abrunden. Selbst die Kapitelanfänge sind ein Hingucker.

Optisch ist das Buch auf jeden Fall gelungen und auch inhaltlich gibt es fast nichts zu bemängeln. Das Setting in der fremden Welt, die vier Götter anbeten und in der Familien als deren Gefäße regieren, ist makellos und der Wert, den die Religionen haben, ist greifbar. Später wird auch von Nachbarlänern berichtet, die der unseren ähneln, aber die mittelalterliche Welt, in der Alma lebt, wurde sehr gut gestaltet. Außerdem kommen wir im Verlaufe des Buches auf die Schattenebene, eine Kopie des Landes, in welcher Schrecken die Lebenden heimsuchen, und auch die Gestaltung und Idee davon ist gut gelungen.

Hier muss ich eine kleine Spoilerwarnung aussprechen, denn ohne die komme ich heute nicht weit, wenn es um Alma und ihr Monster geht, das nur sie sehen kann. Die Geschichte beginnt mit Alma im Kindesalter und endet, wenn sie eine junge Frau ist und alles überlebt hat. Es bleibt emotionale von vorne bis hinten, denn Alma hat schon früh viel verloren und hat beinahe nur negative Gefühle, wie Rachelust, Wut und Trauer. Das kommt auch gut rüber, nur ihre Gedankengänge sind nicht immer ganz durchdacht, beispielsweise wenn sie darüber redet, dass sie die Herrscherin des Hauses des Biests werden möchte und das durch pure Gewalt. Aber sie durchläuft eine realistische Charakterentwicklung und das Mädchen, das ganz allein ist und niemanden braucht außer ihren unsichtbaren Freund, sucht sich Freunde und Verbündete.

Dadurch, dass Verrat und Intrigen im Spiel sind, bleibt es unberechenbar und ich finde es toll, wie menschlich sie ist, trotz großartiger Schwertkunst und der Magie des Biests. Ich muss jedoch gestehen, dass die Story besser gewesen wäre, wenn im Klappentext nichts über den Tod ihrer Mutter stehen würde, denn so wussten wir was passiert und die Hoffnungslosigkeit und das Aufgeben ihrer Selbst kommen nicht ganz bei mir an. Faszinierend finde ich die Verwebung der magischen Kräfte der vier Häuser, wie das eine Haus heilen kann und das andere beispielsweise aus Menschen Maschinen baut. Und eben Alma und ihre Familie, die mit einer Metall-Prothese an der Stelle des Armes die stärksten Krieger sind.

Auch die Nebencharaktere beeinflussen die Geschichte und die einzelnen Motive der wichtigen Persönichkeiten herauszufinden, ist spannend. Trotzdem liegt der Fokus sehr stark auf Alma, sodass andere Personen leicht an den Rand gedrängt werden. Eine weitere faszinierende Person ist Aster, Almas unsichtbarer Freund. Man weiß nicht, was er vorhat, wer er überhaupt ist und was seine Rolle in dem ganzen Geschehen ist. Ist er wirklich Almas bester Freund? Und warum sie? So viele Fragen und am Ende werden sie auch zufriedenstellend beantwortet. Durch seinen mysteriösen Hintergrund wusste ich nicht, was ich von ihm halten soll, aber wie er mit Alma umgeht, ist wirklich süß.

Diejenigen, die eine krasse Liebesgeschichte wie angepriesen erwarten, muss ich leider enttäsuchen, denn auch wenn sich die Protagonisten näher kommen und ab und zu von Küssen und eventuell von Liebe die Rede ist, geschieht das nebensächlich und nimmt so gut wie keinen Raum ein. Für diejenigen, die mal einen Fantasy-Einzelband ohne große Liebe lesen wollen, ist dieses Buch auf jeden Fall geeignet.

Das Ende war mit dem Plottwist und dem finalen unvorhersehbaren Kampf gigantisch und holt noch einmal alles raus. Während in den ersten 50% des Buches trainiert wird und Vorbereitungen getroffen werden, ist die zweite Hälfte sehr spannend und actiongeladen, sodass man alles stehen und liegen lassen will, um das Buch zu Ende zu bringen. Schließlich möchte jeder aus Almas Familie in der Schwattenwelt, die sich nur für drei Tage öffnet, den Gegner besiegen und Anführer des Hauses werden, mit de ganzen Macht die damit einhergeht. Das ist eine grandiose Grundlage für Spannungen und Kämpfe an verschiedenen Fronten. Und vielleicht ist nicht alles so, wie es den Anschein hat...

Insgesamt ist "House of the Beast" als Debütroman der Autorin sehr gut gelungen und ein solides Buch für zwischendurch, wenn man mal keine langen Buchreihen lesen möchte!

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Veröffentlicht am 01.08.2026

Eine Romantasy über Drachen mit ein paar Längen!

Burning Crown
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Captain Yessa wird nach einem schief gegangenen Auftrag der Armee ein neuer Drache zugeteilt. Eigentlich sind Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern verboten, doch zwischen Yessa und Cassim reicht ...

Captain Yessa wird nach einem schief gegangenen Auftrag der Armee ein neuer Drache zugeteilt. Eigentlich sind Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern verboten, doch zwischen Yessa und Cassim reicht ein Funke aus, um ein Inferno auszulösen.

“Yessa schaut derart hoffnungsvoll zu mir hoch, dass sich mein schlechtes Gewissen wie ein Dolch in meine Brust bohrt. Sie vertraut mir. Und das sollte sie nicht. Nur warum nimmt mich das so mit?” -Cassim

Dieser Auftakt einer Fantasy-Trilogie war nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut, sodass ich mit gemischten Gefühlen heraus gehe und eher 3,5 als 4 Sterne gebe. Das Cover ist in Ordnung, dafür gefällt mir der Farbschnitt umso mehr und besonders schön wurden die Klappenseiten mit Bildern der Protagonisten gestaltet. Hinzu kommt der gut verständliche Schreibstil, der die Geschichte gefühlvoll rüberbringt. Was eindeutig fehlt, ist eine Weltkarte, die meiner Meinung nach bei High-Fantasy beinahe Pflicht ist und wenn die Charaktere viel reisen oder durch die Welt fliegen und verschiedene Städte und Stützpunkte besuchen, kommt man ohne eine Karte schnell durcheinander, was schade ist. Allgemein wurde dem Worldbuilding nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, stattdessen wurde sich auf Yessa und Cassim und deren Beziehung fokussiert. Es gibt sehr viel verschenktes Potenzial und hier habe ich mehr Hoffnungen auf den zweiten Band. Trotzdem ist das Terrain mit den Bergen und den Vulkanen interessant.

Die Story ist noch mit das Beste an dem Buch, weil sie stellenweise mit Plottwists und neuen Informationen überrascht und damit zum großen Teil unvorhersehbar bleibt und zudem spannende Kampfszenen von der sonstigen Langeweile ablenken. Insbesondere der Anfang hat mich in das Buch gezogen, da es fesselnd und voller Action beginnt und die Charaktervorstellung punktgenau ist. Das Thema “Drachen” scheint eigentlich auch wieder vorbei zu sein, doch mich hat es hier ziemlich gecatcht und die Diskriminierung von Drachenwandlern sowie der politische Krieg im Hintergrund wurden sehr gut rüber gebracht.

Auf solche Szenen in der Luft habe ich mich gefreut, nur leider hat es stark angefangen und danach wieder stark nachgelassen bis der Spannungsbogen in den letzten wenigen Seiten noch einmal kurz ansteigt und mit einem Cliffhanger den zweiten Teil der Dragonbound-Reihe vorbereitet. Obwohl sich hier auf die zwei Protagonisten konzentriert wird und das große Ganze nur am Rande Erwähnung findet, ist man daran interessiert, was dahinter steckt und wie man diese Diskriminierung und die Rassentrennung beseitigen kann. Dementsprechend folgen ernste Themen auf große Gefühle und das ist der Punkt, bei dem ich mit gemischter Meinung bei der Sache bin.

Yessa und Cassim haben mir einzeln sehr gut gefallen. Beide haben eine eigene Persönlichkeit bekommen, ohne dass sie zu Stereotypen wurden. Sie ist die Captain, die ein geheimes Ziel verfolgt und gar nicht so stark hinter den Werten der drachenhassenden Armee steht, wie sie vorgibt. Wenn man sie näher kennenlernt, merkt man, dass sie ihre Kindlichkeit und Naivität ein Stück weit behalten hat und auf eine positive Zukunft hofft. Es geschehen tragische Sachen, vor allem am Anfang, was sie uns Lesern näher bringt. Auch Cassim muss sich als Drachenwandler einer harten Gegenwart und einer noch härteren Vergangenheit stellen. Dabei steht sein Überleben ganz oben und dahinter steht er auch, während er langsam Gefühle zulässt. Beide haben Geheimnisse, die wir nach und nach erfahren und die Story spannender gestalten.

Nur zusammen gepasst haben sie nicht wirklich. Aus meiner Sicht gab es keine Chemie zwischen ihnen und plötzlich wurden aus Hass und Neutralität Annäherungsversuche und erste Anzeichen von Liebe. Manche Szenen, wie zum Beispiel, wenn Cassim mit Yessa allein im Zelt ist, waren annehmbar, alles andere hat nicht gestimmt. Besonders genervt hat mich, dass Cassim alles von Yessa wissen will und sie bei leichter Verunsicherung angemotzt hat, während er riesige Geheimnisse verbirgt, die alles auf den Kopf stellen können und die Loyalität, auf die er so einen Wert setzt, völlig untergraben. Diese Doppelmoral und das Ungleichgewicht der Beziehung stören die Atmosphäre des Romans und wenn es in 70% des Buches darum geht, verliert man die Lust am Lesen.

Insgesamt kann ich die Romantasy wegen der positiven Dinge in der Story weiterempfehlen, doch man braucht Geduld und Zeit für deren Entfaltung!

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Ein schönes Debüt mit viel Magie!

Die Gaben der Fünf
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Kehlani wacht ohne ihre Erinnerungen auf und muss feststellen, dass sie zusammen mit anderen zu Kämpfern für die Götter ausgebildet werden soll. Das ist gar nicht so leicht, denn dafür müssen sie Prüfungen ...

Kehlani wacht ohne ihre Erinnerungen auf und muss feststellen, dass sie zusammen mit anderen zu Kämpfern für die Götter ausgebildet werden soll. Das ist gar nicht so leicht, denn dafür müssen sie Prüfungen und andere tödliche Gefahren überstehen.

“Denken Sie daran, dass Sie alle hier zu Kriegern ausgebildet werden. Krieger töten. Gewöhnen Sie sich besser gleich an den Gedanken von … Mördern umgeben zu sein.” -Direktor

Dieses Buch ist ein solides Debüt der Autorin mit einem schönen Cover und einem noch schöneren Farbschnitt, die sich stark an der Handlung orientieren. Der Schreibstil ist flüssig und man kommt aus Kehlanis Sichtweise gut durch die Geschichte, da stark auf ihren Charakter und ihre Gedanken geachtet wird. Auch das Worldbuilding mit dem Reich der Götter und der Insel, wo die Academy sitzt und wir die meiste Zeit verbringen, ist gut gelungen. Nach und nach erfahren wir Stücke der Vergangenheit der Territorien und wie die Götter zueinander stehen oder beispielsweise wogegen überhaupt Krieg geführt wird, schließlich werden Kehlani und ihre Mitschüler zu Krieger der Götter ausgebildet. Es bleiben aber unzählige Fragen und Mysterien offen, sodass man mit dem zweiten Band der Reihe weiterlesen möchte. Die bunte Karte vervollständigt das Leseerlebnis und auch die Atmosphäre in Admisea trägt den Leser wunderbar durch die Romantasy.

Da es der Auftakt einer Pentalogie ist, geht die Story recht langsam voran und auch wenn viele Geheimnisse gelüftet werden und Plottwists die Spannung erhöhen, geht der Rest gediegen voran und man genießt eben jene Atmosphäre. Kehlani und der Rest müssen Magie- und Kampf-, aber auch Erdkunde- und Geschichtsunterricht durchnehmen, um praktische und theoretische Prüfungen zu bestehen und von einem Gott mit spezifischen Fähigkeiten ausgewählt zu werden. Es kommt zu Streitereien und Rivalitäten, doch auch Freundschaften und kleine Liebeleien prägen den Alltag.

Der Unterricht war interessant und neue Sachen zu erlernen und die Kämpfe zwischen den Schülern zu sehen, war faszinierend, aber es kommt nie richtig Spannung auf, weil die Story stattdessen dahin plätschert. Zum größten Teil stört das gar nicht, da man die Charaktere kennenlernen möchte und ankommen muss. Aber das Finale holt nochmal alle Action und Spannung raus, sodass sich das Lesen bis zum Schluss lohnt. Auch Morde und Unfälle während der Schulzeit bringen einen kleinen Kick hinzu, was mir gut gefallen hat. Damit bleibt es zum Teil unvorhersehbar und wir Leser sowie die Charaktere bereiten uns auf etwas Größeres vor.

Relativ schnell werden uns viele Personen vorgestellt, die uns begleiten und Kehlani entweder positiv oder negativ gesinnt sind. Gruppendynamiken und Beziehungen nehmen viel Raum an und irgendwann fühlt sich die Gruppe rund um Kehlani wie eine Familie an. Kora, Raphael und Mason werden zu Kehlanis Freunden und Verbündeten und man fiebert mit ihnen fast genauso mit, wie mit der Protagonistin. Lehrkräfte und die Schüler aus der Mobber-Gruppe fügen Drama in die Story hinzu und an Brutalität und Ernsthaftigkeit wird nicht gescheut, aber auch schöne Momente im Unterricht oder beim Essen gehören dazu. Außerdem kommen Lael und Tane aus dem höheren Jahrgang hinzu, die die Rolle des (potenziellen) Love-Interests übernehmen. Es ist zwar schwierig, eine Liebesgeschichte ohne Vergangenheit aufzubauen, wo die Gespräche nur um den Alltag und den Unterricht handeln, doch es war mal etwas anderes und die Abwechslung hat mir gut gefallen. Beide bleiben undurchschaubar und ich bin gespannt auf den zweiten Band. Immerhin gibt es keine intime Szenen, das ist ein Plus.

Man weiß, dass sich Kehlani nicht an ihre Vergangenheit erinnert, aber man unterschätzt, was für ein Ausmaß es auf die Gegenwart und ihren Charakter hat. Und an diesem Punkt erklärt sich, warum ich nur vier Sterne gebe anstatt fünf, denn Kehlani ist total unscheinbar und flach, insbesondere am Anfang. Es ist schwierig, direkt mit ihr zu fühlen oder ihre Schwäche zu entschuldigen, wenn man nichts über sie weiß. Ich bin mir klar darüber, dass es gewollt ist und es im späteren Verlauf zu einer großen Enthüllung kommt, auch was ihre Einzigartigkeit angeht, die mir das Ende gerettet hat. Nichtsdestotrotz ist es schwierig für Leser, vor allem in der ersten Hälfte, weil man distanziert bleibt und man ungefähr ab der zweiten Hälfte des Buches drüber stehen und die Geschichte genießen kann. Irgendwann haben wir genug Informationen, um mit Kehlani was anfangen zu können, bis dahin dauert es aber seine Zeit.

Insgesamt kann ich diesen Fantasy-Auftakt wegen der kleinen Plottwists und der vielen Charaktere ohne Zweifel weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein perfektes Buch für Romantasy-Einsteiger!

Phönixfeuer
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Elyria ist die letzte ihrer Art: ein Phönix. Die letzten Jahrhunderte hat sie durch ständiges Verstecken überlebt, aber die Zeiten ändern sich und die Vampire machen mehr denn je Jagd auf sie. Ein Funken ...

Elyria ist die letzte ihrer Art: ein Phönix. Die letzten Jahrhunderte hat sie durch ständiges Verstecken überlebt, aber die Zeiten ändern sich und die Vampire machen mehr denn je Jagd auf sie. Ein Funken der Hoffnung ist der Dunkel-Fae-König Vaelion, mit dem sie unfreiwillig eine Verbindung eingeht.

“Aber die Welt ändert sich gerade, Elyria. Vielleicht ist es an der Zeit, dass du nicht nur lernst zu kämpfen - sondern auch zu sein, wer und was du wirklich bist.” -Kieran

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da es um Phönixe und andere besondere magische Kreaturen geht, alle vereint in einer Welt, und das hat mich neugierig gemacht. Hinzu kommt das wunderschöne Cover mit dem passenden Farbschnitt, was den Auftakt einer High-Fantasy-Reihe zu einem Hingucker macht. Wunderschön war auch die Karte am Anfang, die durch die politischen Themen wirklich wichtig ist, und die kleinen Verzierungen in den Kapiteln, sodass das Äußere schön überzeugt. Auch der Schreibstil ist schön flüssig und man kommt locker durch die Welt, weil vieles bildlich und poetisch beschrieben wird. Schließlich lesen wir aus der Perspektive beider Protagonisten, was mir besonders gut gefallen hat, vor allem was ihre Gefühle angeht.

Mit den vielen Königreichen und den unterschiedlichen Kreaturen, wie Fae, Hexen, Werwölfe, Vampire oder Menschen, sowie den politischen Intrigen, die sich nach und nach entfalten, ist das Setting und das Worldbuilding mehr als gelungen. In der Story fokussiert sich die Autorin über 50% auf die Liebesgeschichte der Protagonisten, die dadurch viel Spielraum einnimmt. Jedoch haben wir mit der Gefahr, die Elyria in ihre Gewalt bringen will, und der dunklen Macht, die die Kontrolle der Welt übernehmen möchte, einen roten Faden. Besonders der Anfang und das Ende waren spannend, wobei der finale Kampf zum Schluss, der gut den zweiten Band vorbereitet, das Beste an dem Buch war. Man merkt, dass die Autorin sowohl Kampfszenen, als auch gefühlvolle Momente schreiben kann, sodass man als Leser quasi durch die Welt fliegt. Damit ist die Geschichte mit kleinen Twists erfolgreich gelungen, denn durch die Vampire und deren Verbündete kann immer etwas geschehen und man muss den Roman durchlesen

Nun kommen wir zu den Charakteren, auf die fast mehr Wert gelegt wurde, als auf die Story. Und hier geht für mich ein Stern flöten, aber konzentrieren wir uns erst auf die positiven Aspekte. Elyria ist eine verängstigte junge (eigentlich schon sehr alte) Frau, die sich ihr Leben lang verstecken musste und ihr Phönix-Erbe nicht benutzt. Doch dann legt sie eine phänomenale und vor allem authentische Charakterentwicklung hin, die im Finale einen eigenen kleinen Klimax erlebt. Hier bin ich sehr auf ihre Person im zweiten Band der Reihe gespannt. Sie ist sympathisch, auch wenn man Geduld mit ihr haben muss, und besonders schön waren ihre Kampf- und Magiestunden und wie sie sich nach und nach öffnet. Vaelion an sich ist ein charismatischer Führer mit viel Kraft und Stärke. Hier liegt seine ganze Aufmerksamkeit auf seiner Liebe zu Elyria und auch wenn es manchen zu verlangend rüber kommt und er zu schnell zu tief eintaucht, blieb er sich selbst immer treu und seine Sichtweise war immer interessant.

Auch die Nebencharaktere, wie zum Beispiel Vaelions innerer Kreis, der eine wunderschöne Familie abgibt, oder die Feinde der Protagonisten, haben einen guten Anteil an der Geschichte bekommen. Nur die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, weil zum einen das Tempo ihrer Entwicklung seltsam war, und zum anderen die Gespräche zwischen Elyria und Vaelion nicht natürlich sind. Ich akzeptiere zwar ihre Gefühle füreinander, für die Elyria natürlich eine Ewigkeit braucht, sie einzugestehen, und mich freut auch das Ende. Aber der mittlere Teil des Buches, in dem eine klischeehafte Szene der nächsten folgt und ansonsten nichts wirklich passiert, hat sich sehr lange gezogen. Das ist schade, denn es hätte wirklich gut werden können. So jedoch war es nichts Besonderes und es war zum Teil ein Buch, wie es gerade unzählige gleiche Romantasy-Romane auf dem Markt gibt.

Insgesamt spreche ich eine Empfehlung für alle Romantasy-Einsteiger aus, aber auch die anderen werden es genießen können!

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