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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2026

Erfüllt leider nicht meine Erwartungen

Time for Tacheles
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„Time for Tacheles“ bietet zwar gewohnt gewitzte Denkanstöße, bleibt aber leider hinter Nicole Staudingers früheren Werken zurück. Als großer Fan ihrer bisherigen Bücher habe ich mich sehr auf diesen Titel ...

„Time for Tacheles“ bietet zwar gewohnt gewitzte Denkanstöße, bleibt aber leider hinter Nicole Staudingers früheren Werken zurück. Als großer Fan ihrer bisherigen Bücher habe ich mich sehr auf diesen Titel gefreut. Während mich ihre anderen Werke durchgehend gefesselt und inspiriert haben, verliert sich dieses Buch streckenweise in etlichen Wiederholungen.

Besonders das extrem in die Länge gezogene Kapitel über die Redegewandtheit vor vielen Leuten hat mich enttäuscht – dieses Thema hat mich persönlich kaum interessiert und nahm für meinen Geschmack viel zu viel Raum ein.

Staudingers direkte, humorvolle Art blitzt zwar immer wieder durch, aber wer die messerscharfe Struktur und den gewohnten Tiefgang ihrer früheren Ratgeber sucht, wird hier eventuell enttäuscht. Für mich leider ihr schwächstes Buch.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Ein träger Start im Schatten eines Meisterwerks

Die Mitternachtsreise
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Das Cover ist optisch eng an den Vorgänger „Die Mitternachtsbibliothek“ angelehnt, dennoch finde es tatsächlich noch um einiges hübscher. Es wirkt warm und heimelig.

Nach dem absolut großartigen Erfolg ...

Das Cover ist optisch eng an den Vorgänger „Die Mitternachtsbibliothek“ angelehnt, dennoch finde es tatsächlich noch um einiges hübscher. Es wirkt warm und heimelig.

Nach dem absolut großartigen Erfolg von „Die Mitternachtsbibliothek“ waren meine Erwartungen an Matt Haigs „Die Mitternachtsreise“ riesig. Ich hatte auf eine ähnlich tiefgründige, magische und von der ersten Seite an fesselnde Geschichte im selben unverkennbaren Stil gehofft. Leider wurde diese Vorfreude zunächst ziemlich gedämpft.

Die erste Hälfte des Buches war für mich eine echte Enttäuschung. Wo Die Mitternachtsbibliothek sofort eine unglaubliche Sogwirkung entfaltete, plätschert Die Mitternachtsreise anfangs ziemlich langweilig vor sich hin.
Die Handlung kam einfach nicht in die Gänge. Die Charaktere blieben flach, und ich musste mich streckenweise wirklich zwingen weiterzulesen, weil die vertraute Leichtigkeit und der philosophische Tiefgang, den ich an Haig so schätze, komplett fehlten.

Die Rettung ab der Hälfte: Wer kurz davor ist, das Buch wegzulegen, sollte ihm aber noch eine Chance geben. Ab der Mitte wird es wesentlich besser.
Als hätte Matt Haig plötzlich seinen alten Rhythmus wiedergefunden, nimmt die Geschichte ab der zweiten Hälfte spürbar an Fahrt auf. Die Erzählung verliert ihre lähmende Bravheit, die Emotionen werden echter und die Handlung entwickelt endlich die Dynamik, die ich mir von Anfang an gewünscht hätte. Die zweite Hälfte tröstet über vieles hinweg.

Fazit
Wer einen direkten Nachfolger im Stil der Mitternachtsbibliothek erwartet, wird in der ersten Buchhälfte eine herbe Enttäuschung erleben – hier fehlt dem Buch einfach der gewohnte Zauber. Wer sich jedoch durch die ersten zähen Kapitel gekämpft hat, wird ab der Mitte mit einer deutlich stärkeren, packenden Story belohnt. Insgesamt gut, reicht aber bei Weitem nicht an das große Vorbild heran.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Zwischen Klappentext-Vorfreude und literarischer Einschlafhilfe

Die mörderischen Cunninghams. Jeder im Zug ist verdächtig (Die mörderischen Cunninghams 2)
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Der Krimi ist das zweite Buch von Benjamin Stevenson um Ernest Cunningham, den ersten Teil kenne ich leider nicht.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, und ich hatte gehofft, in etwa die Atmosphäre ...


Der Krimi ist das zweite Buch von Benjamin Stevenson um Ernest Cunningham, den ersten Teil kenne ich leider nicht.
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, und ich hatte gehofft, in etwa die Atmosphäre eines Orient-Express-Krimis von Agatha Christie zu finden.

Der Starautor Henry McTavish wird im Laufe der Zugfahrt tot aufgefunden. Zuerst wurde ein natürlicher Tod vermutet, aber kurz darauf wurde festgestellt, dass es sich um Mord handelt.
Kurz darauf wird auch noch der Verleger von McTavish ermordet. Wer hatte Grund beide Männer zu ermorden? Verdächtige gibt es viele, aber wer davon ist der Mörder.

Ernest, der hängeringend nach Inspiration für sein nächstes Buch sucht, möchte den Fall aufklären, vielleicht kann er ja daraus seinen nächsten Krimi spinnen.
Ich hatte erwartet, dass die Krimiautoren zusammen nach dem Mörder fahnden, aber das war nicht der Fall. Somit konnte der Krimi meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Es kam wenig Spannung auf und plätscherte vor sich hin. Viele Figuren bleiben blass oder wirken unfähig, wodurch sich die Lektüre stellenweise zieht. Ich hatte Probleme mir die zahlreichen Personen zu merken.

Gut fand ich, dass Ernest mit uns Lesern spricht, dadurch entsteht eine gewisse Nähe. Ich denke, dass das auch nicht den Lesefluss behinderte, wie einige meiner Vorrezensenten anmerkten.

Interessant fand ich den Zwischenstopp, als Ernest um die Löcher, verursacht durch Opalabbau, herumlaufen musste. Da gab es viel Interessantes und Wissenswertes zu entdecken.

Die Handlung zog sich wie gesagt ziemlich, zumindest bis zu dem Mord. Danach kamen nach und nach diverse Geheimnisse der verdächtigen Autoren/Personen zu Tage.

Die Auflösung fand ich relativ stimmig und der Abschluss nach der Aufklärung des Mordes ist überraschend und gelungen.

Fazit: Ein leichter Krimi, der sich gelegentlich zieht und nicht ganz die Erwartungen erfüllt, aber dennoch lesbar ist. Für Fans von gemütlicher Krimi-Lektüre, doch kein wirklicher Höhepunkt.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Eine skurrile Reise durch die Arbeitswelt

Nimms nicht persönlich
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Die Inhaltsbeschreibung des Buches weckte meine Neugier, doch was ich dann las, war eine unerwartete Erfahrung. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen erleichtert. Allerdings blieben die ...

Die Inhaltsbeschreibung des Buches weckte meine Neugier, doch was ich dann las, war eine unerwartete Erfahrung. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, was das Lesen erleichtert. Allerdings blieben die Reaktionen der Charaktere für mich oft unverständlich. Ich hatte mir mehr Tiefe und Nachvollziehbarkeit gewünscht, besonders in Bezug auf die kritischen Themen, die angesprochen werden.

Die düstere und zugleich unterhaltsame Kritik an der Arbeitswelt zieht sich durch die Handlung und lässt einen oft fassungslos zurück. Immer wieder stellte ich mir die Frage, warum die Protagonisten nicht eingreifen oder reagieren, obwohl sie die Missstände offensichtlich wahrnehmen. Ein weiterer Punkt, der mich irritierte, war die Figur Lombard. Wer oder was ist Lombard?

Trotz dieser Kritikpunkte hat das Buch eine gewisse Faszination auf mich ausgeübt. Es ist skurril und merkwürdig, was es zu einem einzigartigen Leseerlebnis macht. Insgesamt bleibt es jedoch ein zwiespältiges Vergnügen, das mich mit einem Gefühl der Verwirrung zurücklässt.

Fazit: Eine sehr skurrile Handlung, die sowohl fasziniert als auch fassungslos macht

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Veröffentlicht am 29.12.2024

Blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Die Fitness-Lüge
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Als jemand, der häufig unter Rückenschmerzen leidet, war ich sehr gespannt auf das Buch von Herrn Neumann, das sich mit dem Thema Faszien beschäftigt. Die zentrale These des Autors, dass nicht die Muskeln, ...

Als jemand, der häufig unter Rückenschmerzen leidet, war ich sehr gespannt auf das Buch von Herrn Neumann, das sich mit dem Thema Faszien beschäftigt. Die zentrale These des Autors, dass nicht die Muskeln, sondern die Faszien entscheidend für ein schmerzfreies Leben sind, hat mein Interesse geweckt. In der heutigen Zeit, in der viele Menschen mit ähnlichen Beschwerden kämpfen, ist es wichtig, neue Perspektiven zu betrachten und mögliche Lösungen zu finden.
Herr Neumann argumentiert überzeugend, dass die Faszien eine zentrale Rolle im Bewegungsapparat spielen. Dennoch kann ich seine Meinung nicht vollständig teilen. Aus eigener Erfahrung habe ich festgestellt, dass meine Rückenschmerzen und auch die Beschwerden im Knie zunehmen, wenn ich mich nicht ausreichend bewege. Aktivitäten wie Fitnessstudio und Yoga sind für mich essenziell, um meine Schmerzen zu lindern. Es ist mir bewusst, dass die Faszien dabei eine Rolle spielen, jedoch sehe ich auch die Bedeutung der Muskulatur und der allgemeinen körperlichen Fitness.

Ein weiterer Punkt, der mich an dem Buch enttäuscht hat, ist der Mangel an praktischen Übungen. Während Herr Neumann darauf hinweist, dass viele Menschen im Alltag oft falsch sitzen, stehen und laufen, vermisse ich konkrete Anleitungen, wie man diese Bewegungsmuster verbessern kann. Es wäre hilfreich gewesen, praxisnahe Übungen oder Tipps zu erhalten, die man leicht in den Alltag integrieren kann, um die eigene Bewegungsweise zu optimieren und somit die Beschwerden zu lindern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Buch interessante Ansätze bietet und das Thema Faszien auf eine neue Weise beleuchtet. Dennoch bleibt es hinter meinen Erwartungen zurück, insbesondere in Bezug auf praktische Hilfestellungen. Für Leser, die sich intensiver mit der Rolle der Faszien auseinandersetzen möchten, könnte es dennoch eine wertvolle Informationsquelle sein. Wer jedoch auf der Suche nach konkreten Übungen zur Linderung von Rückenschmerzen ist, wird möglicherweise enttäuscht sein.

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