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Veröffentlicht am 26.06.2026

Wenn Du denkst, es geht nicht mehr ...

Pina fällt aus
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Mein Eindruck:
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"Und dann kommt eine Frage in ihm auf, die auf den ersten Blick ungeheuerlich klingt, aber vielleicht liegt das auch daran, dass er sich so oft nicht als Teil dieser Welt fühlt, ...

Mein Eindruck:
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"Und dann kommt eine Frage in ihm auf, die auf den ersten Blick ungeheuerlich klingt, aber vielleicht liegt das auch daran, dass er sich so oft nicht als Teil dieser Welt fühlt, sondern als außenstehender Beobachter. Die Frage lautet: Diese soziale Kälte, von der alle reden. Bin das vielleicht auch ich?" (S. 71)

Dieses Buch ist wirklich etwas ganz Besonderes: Es ist warmherzig geschrieben und dadurch, dass die Sichtweisen aller Beteiligten mit Ausnahme der von Leo geschildert wurden, kann man sich in alle gut hineinfühlen.
Da ist einmal die 86-jährige Inge Russeck, die seit dem Tod ihres Ehemannes und vieler Freundinnen keinen rechten Lebensantrieb mehr hat. Dann ist da Alina, genannt Zola. Sie ist 16 Jahre alt, von der Schule verwiesen und zockt die meiste Zeit. Jegliche Bemühungen ihres Vaters, ihr einen Ausbildungsplatz zu vermitteln, scheiterten bisher. Sie ist frustriert, wenig selbstbewusst und hat eine Menge Wut in sich. Und dann ist da Woijtek, der sich einsam fühlt und nur, um einer Frau zu imponieren und Kontakt zu ihr als Händlerin zu haben, bestimmte Figuren sammelt, die ihn eigentlich gar nicht interessieren. Nach und nach lernt diese Zweckgemeinschaft, einander zu schätzen und wird so etwas wie eine Familie für Leo. Sie nennen sich scherzhaft "Drei schräge Vögel für Leo".
Und das trifft auch den Kern des Romans: Er ist schräg - und gleichzeitig wunderbar! Zum einen ist Leos Gedankenwelt für einen Außenstehenden seltsam und trotzdem, oder gerade deshalb vermag er das Wesentliche mit seinen einfachen Kommentaren auf den Punkt zu bringen und den Leser manchmal auch zum Schmunzeln zu bringen, aber auch zum Nachdenken. Dies ist eine andere Erzählung von Inklusion. Eine Inklusion, die durch Zufall entsteht und doch funktionierte. Eine Lebensgeschichte, die vielleicht unrealistisch klingt, aber doch realistisch sein könnte. Eine Geschichte, die Menschen aus unserer Regierung lesen sollten, die aktuell mit Sparmaßnahmen für Menschen wie Leo drohen. Aber natürlich auch eine Geschichte für alle Menschen. Es ist eine Geschichte, die Mut macht, dass Inklusion keine Maßnahme ist, die in irgendwelchen Einrichtungen isoliert stattfindet. Sie sollte Teil der gesamten Gesellschaft sein und jeder von uns ist dazu aufgerufen, sich seine Gedanken zu machen, um seinen Teil beizutragen. Es ist aber auch eine Geschichte über die soziale Vereinsamung in unserer Gesellschaft, durch Alter, Social Media etc.
Auch wenn die Figuren in diesem Roman mit viel Mut, Zufall und manchmal auch absurden Ideen aktiv werden, so kann sich jeder Leser von den Charakteren eine Scheibe abschneiden und lernen, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sein Leben in die Hand zu nehmen.
Und auch Pina erfährt eine positive Entwicklung. Sie verkörperte den Prototyp einer Mutter, an der alles hängt, die alles perfekt machen will, aber letztendlich daran zerbricht. Am Ende merkt sie, dass es auch anders gehen kann. Manchmal braucht es einen radikalen Schicksalsschlag, der ein Leben verändern kann, auch zum Positiven. Dass es genauso kommt, erscheint in der Realität sehr unwahrscheinlich. Aber es gibt immer Hoffnung auf das scheinbar Unmögliche!

"Wojtek hat bislang geglaubt, dass es eine Normalität gibt. Dass es einen Normalmenschen gibt, der normale Dinge tut, sagt und denkt. Aber das war, bevor er wusste, dass Zola von zu Hause rausgeflogen ist, weil sie den Familienfrieden gestört hat. Oder dass Inge mit einem Formular beweisen muss, dass sie am Leben ist. Bevor er erlebt hat, wie Leo aus dem Bus rausgebrüllt wurde. Vielleicht gibt es keine Normalität. Vielleicht wird ganz schön viel Mist im Namen dieser Normalität gemacht, weil alle so furchtbar viel Angst davor haben, nicht normal zu sein." (S. 130)

Und nicht zuletzt ist dieses Buch einfach toll, weil in den Gedanken der Figuren so viele wahre Dinge poetisch auf den Punkt gebracht wurden. Ich habe diesen ruhigen, sehr tiefsinnigen Roman sehr genossen!

Fazit:
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Ein warmherzig geschriebener Roman über soziale Einsamkeit, Inklusion und Hoffnung in scheinbar ausweglosen Situationen

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Nichts und niemand ist so, wie es scheint

Liars all around me
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Inhalt:
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"Wenn das hier kein Traum ist, dann zumindest ein schlechter Scherz.
Nie im Leben wird mir jemand abkaufen, dass mir die Tochter von Bürgermeisterin Nari
Lee-Whitmore auf meinem ...

Inhalt:
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"Wenn das hier kein Traum ist, dann zumindest ein schlechter Scherz.
Nie im Leben wird mir jemand abkaufen, dass mir die Tochter von Bürgermeisterin Nari
Lee-Whitmore auf meinem Heimweg gefolgt ist, um mich darum zu bitten, ihr eine Pistole
zu besorgen."(Ryle, S. 10f)

Avery bittet Ryle, der an der Highschool den Ruf eines Kleinkriminellen hat, ihr eine Pistole zu besorgen. Er kommt ihrer Bitte jedoch nicht nach. Kurz darauf wird die Schülerin Sheila erschossen aufgefunden. Sie war Averys größte Konkurrentin im Kampf um den Titel der Jahrgangsbesten. Zufall? Ryle verdächtigt Avery des Mordes, doch diese bittet ihn um Zeit, um den wahren Täter zu finden. Ryle willigt ein, und schon bald stecken er, Avery und deren beste Freundin mitten in den Ermittlungen.
Dabei zeigt sich, dass fast jeder ein Geheimnis hat und viele einen Grund gehabt hätten, Sheila zu töten. Nichts ist so, wie es scheint – das gilt auch für Avery und Ryle, die sich gegenseitig hinter ihre Fassaden blicken lassen und sich dabei näherkommen. Vielleicht zu nah?

Mein Eindruck:
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"Ich habe mein Leben im Griff. Gut, zumindest zu achtzig Prozent der Zeit und nur dann, wenn jemand hinsieht. Die restlichen zwanzig Prozent sind mir mit Abschluss des letzten Schuljahres verloren gegangen, als ich zum ersten Mal in meinen siebzehn Jahren damit begonnen habe, schlechte Entscheidungen zu treffen. (Avery, S. 16)

Die Handlung ist abwechselnd aus den Ich-Perspektiven von Avery und Ryle geschrieben, wodurch man als Leser tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekommt. Die Story übte von Beginn an einen Sog auf mich aus. Beide waren mir auf ihre Weise sympathisch und ihr Gefühlsleben ist so gut beschrieben, dass man automatisch mitfühlt. Diese Perspektiven ermöglichen zudem, dass man nach und nach Einblicke in unterschiedliche Personengruppen bekommt, da Ryles soziales Umfeld konträr zu dem von Avery ist.
Der Fall ist spannend gestaltet, indem im Verlauf der Handlung immer wieder neue Figuren in den Fokus der Verdächtigen rücken. Am Schluss folgt ein fulminanter Showdown sowie eine Auflösung im Epilog, mit der ich niemals gerechnet hatte. Im Nachgang betrachtet konnte man von alleine auch nicht auf die verantwortliche Person kommen und einige Fragen blieben offen. Aber für mich mussten diese nicht geklärt werden, denn die wichtigsten Sachen aus meiner Sicht abgeschlossen wurden.

»Du hast keine Ahnung«, presse ich hervor. Sie mag das intelligenteste Mädchen der Schule sein, und doch weiß sie so vieles nicht. Zum Beispiel, wie es ist, den eigenen
Vater zum Aufstehen zu überreden, um uns wenigstens einen Mindestlohn für den Monat zu erarbeiten. Schimmelige Stellen vom Toastbrot zu schneiden und mit den Resten die
Lunchbox des kleinen Bruders zu befüllen. Die Häuser fremder Menschen nicht nach Diamanten abzusuchen, sondern nach Schuhen, die dem Vater passen könnten, damit er bei seinen Bewerbungsgesprächen nicht gleich heraussticht. (Ryle, S. 14)

Der Titel und das Cover hatten mich zu der Annahme verleitet, dass es sich um einen reinen Thriller oder Kriminalroman handelt. Dass die sich anbahnende Zuneigung zwischen den Protagonisten ebenso stark in den Vordergrund rückt, habe ich zunächst nicht erwartet. Eigentlich lese ich keine Liebesromane, doch in diesem Fall habe ich gerne eine (unfreiwillige) Ausnahme gemacht. Die Beziehung der beiden hat mich mitgerissen, und vor allem Ryle hat mir gut gefallen. Es geht dabei auch um soziale Unterschiede und darum, Menschen nicht vorschnell zu verurteilen, bevor man die Gründe ihres Handelns kennt. Avery mochte ich ebenfalls, auch wenn ich ihre starken Gefühlsausbrüche gelegentlich nicht ganz nachvollziehen konnte.
Ich habe das Buch in einer Nacht verschlungen und die Mischung aus Thriller und Romanze mit Tiefgang hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
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Fesselnd geschriebener Thriller mit überraschenden Wendungen und einer Teenager-Liebesgeschichte mit Tiefgang.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.05.2026

Schulwahnsinn und Freundschaft auf der Probe

Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn
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Gestaltung:
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Daniel Steudtner hat auch diesen Band wunderbar illustriert! Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und sowohl das Cover als auch die schwarz-weißen Illustrationen im Buch ...

Gestaltung:
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Daniel Steudtner hat auch diesen Band wunderbar illustriert! Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet und sowohl das Cover als auch die schwarz-weißen Illustrationen im Buch sind lustig und veranschaulichen die Erzählung. Sie zaubern immer wieder ein Lächeln auf unsere Gesichter beim Durchblättern.

Mein Eindruck:
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"Wer da denkt, die Grause-Sause in der Sackgasse hätte nun alles verändert .... Wer da denkt, die Grauses wurden von nun an von allen Nachbarn für normal gehalten, wer da denkt, jetzt wäre alles gut und die Familie Grause könnte nun einfach so sein, wie sie eben ist, der irrt sich gewaltig.[...]
Und manchmal genügt nur ein kleines Zahnrädchen in einem noch nicht lange funktionierenden Getriebe, um alles aus dem Gleichgewicht zu bringen." (S. 5)

So beginnt der dritte Teil und die Geschichte geht genauso spannend weiter, wie sie aufgehört hat. Nach dem Nachbarschaftsfest in Band 2 dachte man wirklich, das war es jetzt – wenn da nicht der kleine Cliffhanger am Ende gewesen wäre, den Sabine Bohlmann nun geschickt wieder aufgreift, um den Faden weiterzuspinnen.
Nun kommen Wolfi und Muh in die Schule und der Anfang ist nicht leicht. Vor allem, weil Husch beleidigt ist und für allerlei chaotische Szenen sorgt, die meine Tochter (12 J) und mich zum Schmunzeln gebracht haben, ebenso wie einige Situationen mit den anderen Grauses und vor allem mit dem Schrat (wir lieben den Schrat!). Neben den vielen humorvollen Seiten kommen aber auch die spannenden und die emotionalen Momente der Handlung nicht zu kurz. Denn wie immer wacht die Krähe über alle Taten und Sprüche der Grauses und gegen Ende kommt es zu einer grandiosen Verfolgungsjagd sowie einem emotionalen Schluss.
Außerdem steht diesmal die Freundschaft zwischen Ottilie und den Grauses auf einer harten Probe, denn beim Bandwettbewerb ist sie hin und hergerissen zwischen den Mona-Lisas, die sie in ihrer Band haben wollen, und den Grauses. Für wen wird sie sich am Ende entscheiden? Und dürfen die Grauses weiterhin in der normalen Welt verweilen?

Das Ende dieses Buches wirkt so rund, dass wir befürchten, es könnte der letzte Band sein. Trotzdem hoffen wir sehr, dass die Autorin noch weitere Ideen für die Reihe hat, denn wir würden ungern auf diese skurrile und liebenswerte Familie verzichten.

Fazit:
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Der dritte Band ist bisher der spannendste und emotionalste und hoffentlich nicht der letzte!

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Eine tote Tante und viele Geheimnisse in Seagull Bay

Mord & Breakfast
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Das Cover wirkt idyllisch und passt von den Motiven her sehr gut zum Titel: Das Pub-Schild, das altmodische Gemäuer und die Bulldogge davor inmitten einer wilden, schottischen ...

Gestaltung:
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Das Cover wirkt idyllisch und passt von den Motiven her sehr gut zum Titel: Das Pub-Schild, das altmodische Gemäuer und die Bulldogge davor inmitten einer wilden, schottischen Landschaft. Eigentlich ist es für einen Kriminalroman schon zu idyllisch, aber der Wohlfühlfaktor überwiegt inhaltlich und das kommt im Titelbild zum Ausdruck.

Inhalt:
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Melody Moss ist eine junge, engagierte Journalistin in London. Gerade als sie denkt, die passende Story für ihren Karriereaufstieg geschrieben zu haben, wird sie aus unerfindlichen Gründen gefeuert. Kaum hat sie sich von diesem Schock erholt, eröffnet ihr ein schottischer Anwalt am Telefon, dass ihre Tante Mable plötzlich verstorben ist und ihr das Bed & Breakfast "Coastal Inn" inklusive einem größeren Geldbetrag vererbt hat.
Um das Erbe anzutreten, reist Melody nach Schottland. Dort trifft sie nicht nur ihren Freund Dean aus Kindertagen wieder, sondern bekommt in Tante Mables Bulldogge "Cheddar" unverhofft einen neuen Gefährten an ihre Seite. Zugleich keimt in ihr der Verdacht auf, dass Tante Mables Tod kein Unfall war und dass sowohl ihre Tante als auch viele Bewohner des Ortes Seagull Bay ihre Geheimnisse haben. Aber wer sollte Mable ermordet haben? Melodys journalistische Neugier ist geweckt und sie beginnt zu ermitteln.

Mein Eindruck:
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Der Roman beginnt mit einem Prolog, der mit einem Cliffhanger endet und dadurch gleich Spannung aufbaut, bevor die Handlung einen Sprung ins Alltagsleben von Melody macht.
Melody fand ich von Anfang an sympathisch, sie ist süchtig nach Kaffee, neugierig, clever und lässt sich nicht so leicht von etwas abbringen, was sie sich vorgenommen hat. Außerdem ist sie sehr selbstbewusst und macht ihr Verhalten nicht abhängig von der Meinung anderer.
Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und ausgeglichen gestaltet, was ich von vielen Cosy-Crime-Romanen nicht so kenne. Es gibt auf der einen Seite einige Landschaftsbeschreibungen und typische Merkmale der schottischen Kultur werden beschrieben, wodurch bei mir ein Urlaubsgefühl aufkam und ich mich gleich in das Geschehen versetzt fühlte. Die Figuren waren teilweise etwas klischeehaft und schrullig, aber gerade das hat für mich den Reiz ausgemacht. Auf der anderen Seite verliert sich die Handlung jedoch nicht in Nebensächlichkeiten, denn die Autorin flicht immer wieder neue Personen und Geheimnisse ein, sodass die Geschichte viele überraschende Wendungen bekommt und es bis zum Schluss immer neue Verdächtige gibt. Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar, aber überzeugend.
Der Klappentext vermittelt den Eindruck, dass Melody mit Dean und Cheddar ein Ermittlungsteam bildet, aber im Wesentlichen ermittelt sie im Alleingang. Die Polizei ist in diesem Fall nicht nur unfähig, wie so häufig, sondern auch unwillig zu ermitteln. Dem älteren DS Johnson ist mehr an gutem Essen als an Aufklärung gelegen. Somit hat Melody freie Bahn.
Obwohl es im Vergleich zu anderen Krimis hier nicht blutig zugeht und wenig gefährlich für die Protagonistin wird, versteht es die Autorin durch das gewebte Netz an Intrigen und Geheimnissen zwischen der verstorbenen Tante und den Dorfbewohnern eine permanente, subtile Spannung aufzubauen.
Ich bin kein Fan von viel Romantik in Krimis, daher empfand ich es als wohltuend, dass die sich entwickelnde Beziehung zwischen Dean und Melody eher im Hintergrund bleibt. Etwas genervt hat mich lediglich, dass Dean und seine ansprechende Optik in Melodys Gedanken immer wieder auftreten, aber das kenne ich aus anderen Romanen schlimmer.
Am Ende wurden im Prinzip alle Geheimnisse gelüftet, daher bin ich gespannt auf einen zweiten Teil und hoffe, dass dieser genauso fesselnd und unterhaltsam wird, wie dieser.

Fazit:
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Durch subtile Spannung fesselnder Cosy-Crime, sympathischer Ermittlerin, skurrile Charakteren und wunderschöne schottische Küstenkulisse.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Besser miteinander statt übereinander reden!

Obacht!
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Das Titelbild ist schon ein echter Eyecatcher. Vor allem die riesige schwarze Pranke, die unter einer Decke hervorlugt, macht neugierig. Drum herum stehen lauter lustige Gestalten, ...

Gestaltung:
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Das Titelbild ist schon ein echter Eyecatcher. Vor allem die riesige schwarze Pranke, die unter einer Decke hervorlugt, macht neugierig. Drum herum stehen lauter lustige Gestalten, die erstaunt nach oben gucken. Diese amüsanten Illustrationen findet man in der gesamten Erzählung wieder. Mir fiel auf, dass die verwendeten Farben Schwarz, Rot und Orange eher nach 70er-Jahre aussehen und das Buch auf diese Weise nostalgisch wirkt. Besonders deshalb gefiel es mir sehr gut, denn es ist – ebenso wie die Geschichte – zeitlos.

Inhalt:
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In einer Stadt ohne spezifischen Namen leben sehr unterschiedliche Wesen: der Wimpf, der Wompf, Timpe-Ma mit dem Timpe-Pa und das Mienchen. Eines Tages beobachtet der Wimpf von seinem Turm, dass vor der Stadt ein riesiges, unbekanntes Tier liegt und schläft. Ohne diese Tatsache näher zu hinterfragen, sind die Bewohner sich einig, dass sie etwas DAGEGEN machen müssen. Also lassen sie sich einiges einfallen, um von dem Tier nicht mehr gestört zu werden: Sie bedecken es, sie bauen eine Brücke darüber und vieles mehr. Aber nichts löst das "Problem" und dem Mienchen gefällt das gar nicht. Es möchte, dass man mit dem Tier redet. Doch keiner hört zunächst auf das Mienchen...

Mein Eindruck:
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Gleich vorweg: Dieses Kinderbuch ist liebevoll illustriert und die Geschichte ist zwar einfach, aber prägnant geschrieben, sodass nicht nur Kinder, sondern auch alle (vor)lesenden Erwachsenen ihre helle Freude daran haben werden.
Die Autorin hat hier auf sehr anschauliche und auch amüsante Weise geschildert, auf welche absurde Ideen Menschen oft kommen, um ein Problem "lösen" zu wollen. Dabei übersehen sie jedoch oft die Ursache und dass man manchmal auch Probleme sieht, wo gar keine sind. Wir lassen uns oft schnell blenden von unbekannten Wesen oder Situationen, dass wir gleich in den Angst- und Abwehrmodus gehen, anstatt genauer hinzuschauen. Wir reden lieber über andere als mit ihnen und übersehen dabei, dass man sonst viel besser zu einer Lösung käme. Hier kann sich jeder wiedererkennen, denke ich. Obwohl man beim Lesen aufgrund der lustigen Bilder und scheinbar irrsinnigen Ideen der Leute im Buch schmunzeln muss, so verfehlt besonders das Ende, in dem das Mienchen die Kommunikation mit dem Tier sucht, seine Wirkung nicht.
Die Botschaft, dass die Lösung oft einfach in direkter Kommunikation und Ursachenforschung liegt, ist angekommen und jeder sollte sie sich zu Herzen nehmen!

Fazit:
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Kinderbuch, das auf liebevolle Weise auch Erwachsenen die klare Botschaft vermittelt, wie wichtig Toleranz und direkte Kommunikation ist.

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