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Veröffentlicht am 09.08.2025

Ganz großes Kino!

Die sieben Männer der Evelyn Hugo
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Der Roman Die sieben Männer der Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid, erschienen im Ullstein Buchverlag, entführt uns in die schillernde Welt von Hollywoods High Society. Als Leser:in reist man in die Vergangenheit ...

Der Roman Die sieben Männer der Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid, erschienen im Ullstein Buchverlag, entführt uns in die schillernde Welt von Hollywoods High Society. Als Leser:in reist man in die Vergangenheit der legendären Ikone Evelyn Hugo und erhält intime Einblicke in ein Leben voller Glamour, Intrigen und tragischer Schicksalsschläge. Eine unglaublich tiefgründige Geschichte, die sich im Laufe der Handlung wie ein Puzzle Stück für Stück zusammensetzt.

Es ist das Interview, das die Hollywood-Szene für immer verändern wird, denn Evelyn Hugo packt aus: über sich selbst, ihr bewegtes Leben und darüber, was sich hinter den Kulissen der glitzernden Filmwelt wirklich abspielt. Wer sie befragen soll, steht für sie dabei außer Frage: Monique Grant. Die junge Journalistin wird auserwählt, Evelyns Geschichte zu erzählen. Chronologisch beginnt eine Reise durch ein Leben, das wirkt, als sei es selbst einem Film entsprungen.

Beim ersten Blick auf das Cover hätte ich niemals mit einer derart intensiven Handlung gerechnet, vielmehr mit einem „netten Buch für zwischendurch“. Nichts jedoch hat mich auf die Wucht dieser Geschichte vorbereitet, die sich durch das gesamte Buch zieht und mich mehr als einmal sprachlos zurückgelassen hat. Diese Geschichte hat mich nicht nur zutiefst berührt, sondern hallt auch lange in mir nach.

Die Charaktere sind ikonisch ausgearbeitet, passend zur glamourösen Kulisse, in der sie agieren. Die eindringliche Darstellung eines Doppellebens und eines Versteckspiels mit weitreichenden Folgen ist so authentisch und greifbar geschrieben, dass dieses Buch es ganz an die Spitze meiner Lieblingsbücher geschafft hat. Oder um es passender auszudrücken: Ganz großes Kino!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein Tag wie ein Leben

Man vergisst nicht, wie man schwimmt
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„Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ – ein Roman von Christian Huber, erschienen 2022 im dtv Verlag – ist eines dieser Bücher, das ich ganz spontan in meiner Buchhandlung entdeckt und mitgenommen habe. ...

„Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ – ein Roman von Christian Huber, erschienen 2022 im dtv Verlag – ist eines dieser Bücher, das ich ganz spontan in meiner Buchhandlung entdeckt und mitgenommen habe. Ich hatte keine großen Erwartungen, eher mit einer leichten Sommerlektüre gerechnet. Niemals hätte ich gedacht, dass es sich zu einem meiner Lieblingsbücher entwickeln würde.

Wir begleiten Krüger an seinem letzten Sommertag, dem 31.08.1999. Gemeinsam mit seinem Kumpel Viktor trifft er auf das taffe Zirkusmädchen Jacky. Zu dritt erleben sie einen Tag voller Höhen und Tiefen, voller Gefahr, Freundschaft und unvergesslicher Momente. Getrieben von dem Wunsch, diesen letzten Tag des Sommers für immer festzuhalten, beginnt eine Geschichte, die zwar nur einen Tag dauert – aber ein Leben lang nachhallt.

Dieses Buch hat mich zum Lachen, Weinen und Mitfiebern gebracht. Die Charaktere – besonders Jacky und Krüger – sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen.
Der Roman hat alles, was ein gutes Buch ausmacht: tiefe Figuren, eine spannende, dynamische Handlung, eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen (Was bedeutet es, ein Mann zu sein? Welche Folgen haben patriarchale Strukturen?) – und einen mitreißenden Schreibstil, der sowohl leise Momente wunderschön einfängt als auch Spannung meisterhaft aufbaut.

Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Zart, melancholisch & sommerlich

Weißer Sommer
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''Weißer Sommer'' von Eva Pramschüfer erzählt die Geschichte einer Beziehung, die erst aufblüht und sich dann im Erwachsenwerden verfängt. Es geht um die schmerzliche Erkenntnis, dass Liebe allein oft ...

''Weißer Sommer'' von Eva Pramschüfer erzählt die Geschichte einer Beziehung, die erst aufblüht und sich dann im Erwachsenwerden verfängt. Es geht um die schmerzliche Erkenntnis, dass Liebe allein oft nicht ausreichend ist. Ums sich Finden und dann wieder Loslassen müssen. Ums ''Wer bin ich und wer will ich sein?''.

Besonders bemerkenswert fand ich den unglaublich schönen Schreibstil, der mit seiner malerischen Detailverliebtheit überzeugen konnte. Die Autorin spielt mit Worten als wären es feine Pinselstriche und erschafft somit lebhafte Kulissen, intensive Gespräche und charakterstarke Figuren. Die verschiedenen Lebensrealitäten der einzelnen Protagonistinnen wurden überzeugend transportiert. Dabei behandelt das Buch auch gesellschaftliche Themen wie z.B: Klassismus. So zeigt das Buch auf wo finanzielle Mittel, den Unterschied machen und welches Privileg es ist seinem Lebenstraum nacheifern zu können wie Alma, während Theo nicht die selben Möglichkeiten hat. Ich hätte mir hier noch mehr Einblicke und Kapitalismuskritik gewünscht.

Das Ende fand ich traurig, aber nachvollziehbar und realistisch. Ein klassisches Happy Ende wäre aus meiner Sicht nicht passend gewesen und hätte der Geschichte die Wucht genommen. So aber, zeigte die Geschichte auf, dass eine Beziehung eine Entscheidung ist, für die man sich trotz vorhandener Liebe nicht immer entscheiden kann. Die Priorisierung des eigenen Glücks seitens der Protas fand ich sehr gelungen.

Ein wunderschönes, stellenweise auch melancholiches Buch über einen letzten Sommer voller Sehnsucht, Entscheidungen und dem schmerzhaften Blick in eine ungewisse Zukunft. Ich kann das Buch definitiv weiterempfehlen!

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Female Rage

Die Wut, die bleibt
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„Die Wut, die bleibt“ hat schon mit dem Titel alle Erwartungen erfüllt, denn nachdem ich das Buch beendet habe war ich einfach nur wütend. Die Autorin hat ein Meisterwerk geschrieben, welches aufzeigt ...

„Die Wut, die bleibt“ hat schon mit dem Titel alle Erwartungen erfüllt, denn nachdem ich das Buch beendet habe war ich einfach nur wütend. Die Autorin hat ein Meisterwerk geschrieben, welches aufzeigt welche patriarchale Strukturen in unserer Gesellschaft herrschen und das Zusammenleben mit Männern ermüdend und oft auch gefährlich machen.
Die verschiedenen Perspektiven durch die Protagonistinnen fand ich total gelungen, denn so konnte ich die Geschichte noch besser greifen und für mich einordnen. Die Einblicke zeigen dabei sowohl Erlebnisse der Vergangenheit, als auch der Gegenwart.
Hier passt einfach alles für mich: Titel, Cover, Schreibstil & natürlich die unglaubliche Handlung. Ein Buch, dass mit so einer Wucht einschlägt, einer die wir ganz dringend brauchen, einer die laut und wütend sein muss.
Ein absolutes Highlight, welches ich jedem Menschen empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 19.05.2026

Intime Einblicke in eine Vater-Sohn-Beziehung

Brief an den Vater
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Ich kann diesen „Brief“ jedem empfehlen, der „die Verwandlung“ gelesen hat. Mir haben sich durch das Lesen viele neue Erkenntnisse ergeben und ich konnte das Verhältnis zwischen Kafka und seinem Vater ...

Ich kann diesen „Brief“ jedem empfehlen, der „die Verwandlung“ gelesen hat. Mir haben sich durch das Lesen viele neue Erkenntnisse ergeben und ich konnte das Verhältnis zwischen Kafka und seinem Vater besser verstehen. Durch den „Brief“ konnte ich „die Verwandlung“ noch besser einordnen und die tiefere Ebene der Geschichte erkennen.

Kafka zeigt sich hier sehr privat und gibt tiefe Einblicke in sein Familienleben. So erfährt man viel über die Beziehung zu seinen Eltern, seinen Sehnsüchten, aber auch welche Gedanken ihn geplagt haben. Auch das Thema „Generationskonflikt“ spielt hier eine Rolle.

Sehr sehr interessant und für mich ein echtes Highlight.

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