Platzhalter für Profilbild

Claudia86

Lesejury Star
offline

Claudia86 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Claudia86 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2026

Wenn Schafe ermitteln...

Glennkill
0

An sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein ...

An sich finde ich Krimis, in denen Tiere ihren ermittlerischen Spürsinn beweisen können, ganz spannend. Und so bin ich also zu Glennkill gekommen. Vor allem hat der Trailer zum Kinofilm hier auch mein Interesse geweckt.

Als der Schäfer George eines Tages tot auf seiner Wiese aufgefunden wird, ist für seine Schafe rund um Miss Maple schnell klar, dass dies nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Und so versuchen sie alle Spuren, Erlebnisse und Erinnerungen zusammenzuführen und so dem Täter auf die Spur zu kommen.

Und so lernt man im Krimi die einzelnen Schafe als Individuen auch mit ihren ganz eigenen Geschichten und Marotten kennen. So gleicht die Geschichte aber leider auch stellenweise mehr einer Aneinanderreihung von einzelnen Geschichten, als dass der rote Faden der Mordermittlung wirklich immer eindeutig klar ist. Das Miteinander in der Herde ist durchaus unterhaltsam. Aber der Krimianteil war für mich als CozyCrime-Fan doch auch etwas zu seicht. Und der Mörder wurde dann doch sehr abrupt gestellt.

Die Autorin Leonie Swann hat es gewagt, hier Schafe in die Rolle von Ermittlern in einem Mordfall zu stecken. Und wer gern Geschichten liest, in denen Tiere die Hauptrolle spielen, wird sich bestimmt auch gut unterhalten fühlen. Aber man sollte nicht zu viel von dem „Krimi“ erwarten.




  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.04.2026

Leider etwas enttäuschend

Bridgerton – In Liebe, Ihre Eloise
0

„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ...

„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ein bereits definiertes Bild von Eloise.

Aus diesem Grund habe ich mich wirklich auf diesen Band gefreut, aber irgendwie ist der Funke nicht so wirklich übergesprungen.

Eloise pflegt einen starken Briefwechsel mit Philip. Und als sie dann heimlich zu ihm fährt, sieht man doch eigentlich schon kommen, was jetzt passiert. Als Eloise dann feststellen muss, dass Philip augenscheinlich nur eine Mutter für die Zwillinge seiner verstorbenen Frau sucht, kommt auch hier nicht wirklich ein Gefühl auf. Aber irgendwie scheint der ruhige Botaniker Philip auch nicht so wirklich der Mann großer Gefühle und Worte zu sein, denn da er nur die Verlobte seines im Krieg verstorbenen Bruders heiraten musste, hat er noch selbst die große Liebe kennengelernt. Und mit dem Tod seines Bruders kam auch die Verantwortung über den Familientitel und das -anwesen.

Eloise schafft es, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, das Herz der Kinder zu erobern und so auch das von Philip. Doch als dann ihre Brüder plötzlich auf der Matte stehen, gibt es für diese nur eine Möglichkeit, dass Philip und Eloise heiraten müssen, um die Ehre ihrer Schwester zu schützen. Aber irgendwie habe ich in der Geschichte diesen Eigenwillen und den Wissensdurst und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben vermisst, der Eloise in der Serie auszeichnet.

Eloise muss man auch in der Geschichte mögen. Aber zu Philip habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Alles in allem hat mich die Geschichte zwar unterhalten, doch gegenüber den vorangegangenen Bänden war diese leider sehr schwach.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Wer hat Angst vorm bösen Wolf

Böser, böser Wolf
0

„Böser, böser Wolf“ von der Autorin Alexandra Benedict war mein erster Thriller überhaupt. Und da ich mich gern für Märchenadaptionen begeistern lasse, habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Die Autorin erzählt ...

„Böser, böser Wolf“ von der Autorin Alexandra Benedict war mein erster Thriller überhaupt. Und da ich mich gern für Märchenadaptionen begeistern lasse, habe ich zu diesem Buch gegriffen.

Die Autorin erzählt die Geschichte auf zwei Ebenen, zum einen wird das Schicksal von K.T. Hexen in den Händen des wolfsgesichtigen Mörders in den Fokus gestellt und zum anderen lernt man die Ermittlerin Lyla Rondell kennen.

Die Autorin K.T, wird von dem Mann mit der Wolfsmaske gezwungen Kurzkrimis zu schreiben, die auf Märchen basieren und ihm die Grundlage zum Morden geben. Und so ist der „Grimm-Ripper“ geboren. Mit der Zeit zeigt sich aber auch, dass Lylas Vergangenheit auf seltsame Art und Weise mit diesem Märchenhintergrund in Verbindung zu stehen scheint.

Aber wer glaubt, dass sich der ganze Fall schlicht und einfach auflösen wird, wird hier definitiv überrascht werden. Aber mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, nur soviel, es wird sehr komplex.

Ich muss gestehen, anfänglich habe ich mich sehr schwer getan, Zugang zu der Geschichte zu finden und die unterschiedlichen Erzählebenen einzuordnen. Und auch das Ende hat es mir nicht unbedingt leicht gemacht. Aber dennoch hat mich die Geschichte wirklich überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.08.2025

Wo bleibt die kalte Rache?

Signora Commissaria und die kalte Rache
0

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem ...

„Signora Commissaria und die kalte Rache“ ist der dritte Teil der Kriminalromane von Alexander Oetker um die Kommissarin Giulia Ferrari, die in Florenz ermittelt. Der erste Teil erschien noch unter seinem Pseudonym Pietro Bellini.

In Florenz verfolgt ein Mann nachts Frauen durch die Straßen, Er „begleitet“ sie bis vor ihre Haustür und am nächsten Morgen hängen dort Vermisstenplakate mit den Fotos der Frauen. Doch plötzlich verschwindet eine Frau spurlos. Giulia nimmt gemeinsam mit ihrem blinden Partner und Kollegen Enzo und dem ehemaligen Commissario Luigi Batista die Spur auf. Doch auch ein Rätsel in Giulias Vergangenheit gilt es zu lösen.

Die Handlung wird vor allem aus der Sicht von Giulia und Luigi erzählt. So treffen hier auch wortwörtlich wiedergegebene Gespräche zwischen Luigi und seiner Frau und Briefe von Giulia an ihre verstorbene Schwester aufeinander. Aber auch der Entführer kommt zu Wort.

Die Geschichte ist unterhaltsam, auch wenn es hier nicht um Mord und Totschlag geht, sondern ein Stalker, der nachts Frauen begleitet, im Kern der Geschichte steht.

Die Beziehung zwischen Giulia und ihrem blinden Kollegen Enzo gibt der ganzen Geschichte noch eine romantische Note. Jedoch finde ich die Entwicklungen um Giulias Familiengeschichte und den Tod ihrer Eltern und ihrer Schwester stark überzeichnet. So gerät die Geschichte um den Stalker schnell in den Hintergrund und man bekommt den Eindruck, dass Giulia den Fokus verliert. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Part in den folgenden Bänden aufklären wird.

Ich kann bestätigen, dass man den Band gut lesen kann, ohne die vorhergehenden Teile zu kennen. Die Geschichte hat mich unterhalten, aber den Bruch mit der Mafia hätte es für mich nicht gebraucht. Momentan weiß ich noch nicht, ob ich die Geschichte weiterverfolgen werde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Rund um Whiskey

Ein Schuss Whiskey
0

Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist ...

Er hat einen Mord gesehen, doch niemand glaubt ihm. Janus Rosner, der deutsche Schriftsteller mit Schreibblockade, der nach einem durchzechten Pubabend in Dublin einen Mord beobachtet, ist der Protagonist dieser Geschichte.

Doch als er sieht, dass eine bildhübsche Frau mit einem roten Schal am Flussufer erschossen wird, ist er wieder stocknüchtern. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Erst am nächsten Tag wird eine weibliche Leiche aus der Liffey gefischt. Diese ist aber nicht die Frau, deren Ermordung Janur beobachtet hat.

Als er wenig später in einem naheliegenden Buchladen einen roten Schal entdeckt, der auch noch etwas feucht ist und Splitter aufweist, die zum Steg am Ufer gehören könnten, macht er sich selbst auf die Suche. Zusammen mit seiner Mitbewohnerin macht er sich auf die Jagd. Doch wer jagt hier wen?

Im dritten Teil der „Kulinarischen Kriminalromane“ von Autor Carsten Henn dreht sich alles um Dublin und den irischen Whiskey. Ich muss aber dazu sagen, dass ich die ersten beiden Teile nicht kenne.

Das Umfeld der Geschichte gefällt mir gut, aber die Handlung wirkt stellenweise doch sehr konstruiert und wenig glaubwürdig. So kann der Höhepunkt auch sehr unerwartet. Aber man lernt in der Geschichte viel Wissenswertes über Whiskey, Fachbegriffe und Herstellung, sowie nette Cocktail- und Kochrezepte.

Ich denke die Geschichte ist zur Unterhaltung für Krimi- und Whiskeyfans gut geeignet, doch leider hat sie mich nicht wirklich überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere