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Veröffentlicht am 29.08.2025

Nervenaufreibender Locked Car Thriller

Der Stau
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Ein endloser Stau vor den Toren von London, eine Kommissarin kurz vor dem Ruhestand und ein Mörder, der ebenso wie seine potenziellen Opfer im Verkehrschaos gefangen ist. Das ist das Setting von „Der Stau“ ...

Ein endloser Stau vor den Toren von London, eine Kommissarin kurz vor dem Ruhestand und ein Mörder, der ebenso wie seine potenziellen Opfer im Verkehrschaos gefangen ist. Das ist das Setting von „Der Stau“ und ich wurde sofort neugierig.

Schon der Einstieg zieht mich unweigerlich in die beklemmende Szenerie. Belinda Kidd – genannt Billy, vom Jetlag gezeichnet und eigentlich nach einer Auszeit in Australien auf dem Weg nach Hause, wird von der plötzlichen Explosion im Tunnel und der damit verbunden Sperrung der Autobahn genau wie alle anderen zum Anhalten gezwungen, denn nichts geht mehr. Die Idee, dass niemand entkommen kann – weder die Ermittlerin, noch der Täter – erzeugt ein konstantes, greifbares Spannungsfeld. Die Autorin spielt mit der Dynamik des Stillstandes.

Jo Furniss versteht es, die Figuren mit wenigen, prägnanten Kapiteln vorzustellen und so nach und nach ein Kaleidoskop menschlicher Abgründe, Ängste und Hoffnungen zu entwerfen. Extremes Setting, extreme Reaktionen: Ausnahmesituationen fördern bei allen Beteiligten überraschende Seiten zutage, sei es Misstrauen, Panik oder auch unerwartete Solidarität. Besonders Billy wird dabei nicht nur zur Ermittlerin, sondern auch zur Getriebenen ihrer eigenen Vergangenheit. Furniss gelingt es, die inneren Konflikte und Dämonen ihrer Hauptfigur schrittweise zu enthüllen, sei es durch Selbstgespräche oder Rückblicke in die Vergangenheit.
Der Schreibstil mag für manch einen etwas rau oder derb wirken; für andere passt er jedoch ausgezeichnet zu der düsteren, angespannten Atmosphäre, die über der gesamten Handlung liegt.

Ein besonderes Lob verdient die detailverliebte Ermittlungsarbeit: Billy setzt im Kopf und mit scharfem Blick Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen zusammen. Die Spannung entsteht nicht durch wilde Verfolgungsjagden, sondern durch akribische Beobachtung und das allmähliche Entschlüsseln menschlicher Verhaltensmuster.

Insgesamt hat mir „Der Stau“ gut gefallen. Die raffinierte Konstruktion, die vielschichtigen Charaktere und die konsequent durchgehaltene Stimmung machen das Buch lesenswert und spannend.

Fazit: Eine coole Idee, packend umgesetzt – und definitiv ein Thriller, der nachwirkt, denn wir alle geraten mal in einen Stau ...

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Veröffentlicht am 11.04.2025

Solider Cold case

Dunkle Asche
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Eine Partynacht im Badeort Kalifornien an der Ostsee endet mit dem Mord an der jungen Sanna. Sie wird mit zwölf Messerstichen getötet und anschließend im Ferienhaus ihrer Eltern verbrannt. Dreißig Jahre ...

Eine Partynacht im Badeort Kalifornien an der Ostsee endet mit dem Mord an der jungen Sanna. Sie wird mit zwölf Messerstichen getötet und anschließend im Ferienhaus ihrer Eltern verbrannt. Dreißig Jahre später versuchen die Kommissarinnen Gudrun Möller und Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei, den Fall erneut aufzurollen, nachdem ein sterbender Zeuge seine Tochter beschuldigt.

Das klingt und ist zunächst sehr spannend. Die Atmosphäre ist düster, die Ermittlungsarbeit wird detailliert und nachvollziehbar geschildert. Der Schreibstil ist fesselnd. Gudrun und Judith arbeiten zum ersten Mal zusammen und müssen sich erstmal beschnuppern. Dabei geben sie gegenseitig ihre Geheimnisse nicht preis. Die von Gudrun erfahre ich ziemlich schnell, für sie ist ein Heimspiel, denn sie hat damals auch in Kalifornien gefeiert.

In Rückblicken erfahre ich so nach und nach die Hintergründe zu dem, was damals passiert ist. Gleichzeitig werde ich Zeuge, wie der Täter von damals die Ermittlungen beobachtet. Das könnte spannend sein, ist es aber nicht. Zwischenzeitlich zieht sich die Handlung etwas und als man den vermeintlichen Täter gefasst hat, waren einfach noch zu viele Seiten übrig und ich wusste dann, dass da noch mehr kommen muss. Das hat mir nicht gefallen.

Gegen Ende hat Jona Thomsen den Spannungsbogen noch mal gestrafft, aber dennoch lässt mich „Dunkle Asche“ etwas unzufrieden zurück. Motiv und Täter waren zwar eine große Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe, aber dennoch konnte mich der Thriller nicht wirklich begeistern. Ich habe schon weitaus bessere und auch spannendere Cold Cases verfolgt.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Kupernikus ermittelt

Mord im Himmelreich
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Andreas Winkelmann ist bekannt für seine spannenden Thriller hat sich nun an ein neues Genre gewagt: Cosycrime oder besser gesagt, Campingcrime. Denn die ganze Geschichte spielt sich auf einem Campingplatz ...

Andreas Winkelmann ist bekannt für seine spannenden Thriller hat sich nun an ein neues Genre gewagt: Cosycrime oder besser gesagt, Campingcrime. Denn die ganze Geschichte spielt sich auf einem Campingplatz in der Nähe von Berlin ab. Da bekommt der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus die Rolle seines Lebens und ich als Leser jede Menge Schmunzelmomente. Denn Humor hat der liebe Andreas Winkelmann!

Kupernikus und seinen 30 Jahre alten Camper mag ich sofort und damit bin ich nicht alleine, denn die Künstlerin Annabelle ist auch ganz angetan von ihm. Sie lockt ihn sehr oft aus der Reserve und dann ermitteln beide in dem Mordfall, bei dem die ortsansässige Polizei nicht wirklich weiter kommt. Das Trio komplett macht Pinguin, die kleine Hündin, die Kupernikus rettet und dann auch bei sich behält.

Wie es sich für einen Cosy-Krimi gehört, geht es ganz gemächlich zu und Wortwitz und Spannung gehen einher. In der Tat ist es auch spannend, aber nicht so sehr, dass ich es kaum aushalten kann.

Mord im Himmelreich ist ein Wohlfühlbuch mit netten und auch ein paar bösen Menschen und es hat einfach Spaß gemacht, Annabelle und Björn bei ihren Annäherungsversuchen aber auch bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Etwas ungewöhnlich ist der Aufbau, denn die einzelnen Kapitel (insgesamt 4) sind noch mal in Szenen unterteilt. Am Ende gibt es dann noch 2 Rezepte und ein schönes Nachwort.

Mir hat es gefallen, ich wurde gut unterhalten mit einer komplexen Story und vielen lustigen und spannenden Momenten!

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Veröffentlicht am 18.08.2026

Ein Herz zwischen Vergangenheit und Gegenwart

People in Love
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Die Ausgangsidee von „People in Love“ hat mich zunächst sehr neugierig gemacht.

Nora führt seit zehn Jahren eine vertraute und harmonische Beziehung mit Robin und glaubt, in ihm den Mann für ihre Zukunft ...

Die Ausgangsidee von „People in Love“ hat mich zunächst sehr neugierig gemacht.

Nora führt seit zehn Jahren eine vertraute und harmonische Beziehung mit Robin und glaubt, in ihm den Mann für ihre Zukunft gefunden zu haben. Doch ausgerechnet bei ihrer Verlobungsfeier taucht Bren wieder in ihrem Leben auf. Bren ist ihr bester Freund und ihre große Jugendliebe, der allerdings 12 Jahre zuvor plötzlich verschwunden ist. Plötzlich werden alte Gefühle und längst verdrängte Fragen wieder lebendig und Nora beginnt, an ihrer eigentlich so sicheren Zukunft zu zweifeln.

Besonders interessant fand ich dabei das „Was wäre, wenn?“. Wie sehr können kleine Missverständnisse, unausgesprochene Worte und falsche Entscheidungen ein ganzes Leben verändern? Die Geschichte zeigt drei Menschen, die mit ihren Gefühlen, ihrer Vergangenheit, Eifersucht, Trauer und Selbstzweifeln kämpfen. Durch die wechselnden Perspektiven bekomme ich einen guten Einblick in ihre Gedanken und verstehe, warum sie handeln, wie sie handeln.

Leider konnte mich die Umsetzung trotzdem nicht wirklich überzeugen. Der Schreibstil war einfach nicht meins. Vieles wurde für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben, immer wieder aufgegriffen und regelrecht durchgekaut. Dadurch zog sich die Geschichte für mich stellenweise sehr in die Länge und verlor dadurch leider an Spannung. Statt emotional berührt zu sein, war ich zwischendurch eher gelangweilt oder sogar genervt.

Trotzdem hat mich das Ende ein Stück weit mit dem Buch versöhnt. Es hat für mich noch einmal einiges aufgefangen und dafür gesorgt, dass ich die Geschichte nicht ganz unzufrieden beendet habe.
Insgesamt eine interessante und durchaus tiefgründige Idee, die bei mir leider an der Umsetzung gescheitert ist. Schade, denn aus dem emotionalen Konflikt hätte für mich deutlich mehr herausgeholt werden können.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Interessanter Einblick, aber wenig Spannung

Dunkelmann
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Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ...

Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ich den roten Faden vermisst. Die Handlung wirkte auf mich oft sprunghaft und eher verwirrend als fesselnd. Statt Spannung aufzubauen, verlor ich immer wieder den Überblick, wodurch es schwerfiel, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Zu Ende gelesen habe ich das Buch letztlich nur, weil ich wissen wollte, wie alles ausgeht. Leider konnte auch das Ende meine Erwartungen nicht erfüllen und hinterließ bei mir eher Enttäuschung als Begeisterung.

Wer sich für die Arbeitsweise von Geheimdiensten interessiert, findet hier sicherlich einige interessante Aspekte. Wer jedoch einen packenden Thriller mit einer klaren Handlung erwartet, könnte – so wie ich – enttäuscht werden

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