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Veröffentlicht am 08.07.2026

Gute Ansätze, aber nicht ganz mein Hörbuch

Sunshine Man
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Die Geschichte beschäftigt sich mit Schuld, Verlust, familiären Beziehungen und den Spuren, die traumatische Erlebnisse hinterlassen. Das sind Themen, die ich grundsätzlich sehr gerne lese beziehungsweise ...

Die Geschichte beschäftigt sich mit Schuld, Verlust, familiären Beziehungen und den Spuren, die traumatische Erlebnisse hinterlassen. Das sind Themen, die ich grundsätzlich sehr gerne lese beziehungsweise höre.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht vollständig überzeugen. Die Handlung entwickelt sich sehr langsam und nimmt sich viel Zeit für die inneren Konflikte der Figuren. Das ist stimmig, hat für mich aber dazu geführt, dass die Spannung immer wieder verloren ging. Obwohl ich die Beweggründe der Figuren nachvollziehen konnte, blieb ich emotional eher Beobachterin als Mitfühlende.

Die Hörbuchproduktion hat mir insgesamt gefallen. Besonders Tessa Mittelstaedt bringt viel Gefühl in ihre Passagen. Die zweite Erzählstimme konnte mich dagegen nicht ganz erreichen.

Insgesamt ein solides Hörbuch mit wichtigen Themen, das mich persönlich jedoch nicht so gepackt hat wie erwartet.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Wenn Familie kompliziert wird

Verlorene Schäfchen
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Verlorene Schäfchen hat mich nicht sofort abgeholt, aber genau das hat sich im Verlauf geändert. Der Roman entfaltet sich langsam und bleibt dabei sehr nah an seinen Figuren.
Die Familie steht im Mittelpunkt, ...

Verlorene Schäfchen hat mich nicht sofort abgeholt, aber genau das hat sich im Verlauf geändert. Der Roman entfaltet sich langsam und bleibt dabei sehr nah an seinen Figuren.
Die Familie steht im Mittelpunkt, doch eigentlich geht es um viel mehr: Erwartungen, Beziehungen, Unsicherheiten und das Gefühl, im eigenen Leben manchmal nicht richtig zu funktionieren. Besonders die drei Töchter haben bei mir Eindruck hinterlassen, weil sie sehr unterschiedlich, aber alle sehr greifbar wirken.

Als Hörbuch hat mir die Umsetzung gut gefallen. Die Sprecherin liest ruhig und passend zur Stimmung, wodurch die Geschichte gut zugänglich bleibt.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die etwas unausgewogene Darstellung der Elternbeziehung, bei der ich mir mehr Tiefe in der Perspektive der Mutter gewünscht hätte.

Insgesamt ein ruhiges, aber eindrückliches Hörbuch über Familie und das Miteinander.

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Veröffentlicht am 18.05.2026

Schöne Idee mit kleinen Schwächen in der Umsetzung

Die Taylors
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„Die Taylors“ überzeugt zunächst mit einer originellen und sympathischen Grundidee: Vier Mädchen, die nicht nur denselben Namen teilen, sondern auch ihre Begeisterung für Taylor Swift verbindet. Daraus ...

„Die Taylors“ überzeugt zunächst mit einer originellen und sympathischen Grundidee: Vier Mädchen, die nicht nur denselben Namen teilen, sondern auch ihre Begeisterung für Taylor Swift verbindet. Daraus entwickelt sich eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen.

Besonders gelungen ist, dass die Themen leicht verständlich und nah an der Lebensrealität der Zielgruppe umgesetzt sind. Konflikte innerhalb der Freundschaft wirken nachvollziehbar, auch wenn sie teilweise etwas vorhersehbar bleiben.

Der Schreibstil ist insgesamt einfach gehalten und gut zugänglich, allerdings wirkt die Sprache stellenweise etwas uneinheitlich. Vor allem die Mischung aus deutschen Texten und englischen Überschriften fällt auf und stört gelegentlich den Lesefluss.

Die Charaktere sind sympathisch, wenn auch nicht besonders tief ausgearbeitet. Dadurch bleibt die emotionale Bindung etwas begrenzt, was dem Buch jedoch nicht komplett die Wirkung nimmt.

Fazit: Ein unterhaltsames Buch mit einer schönen Botschaft über Freundschaft, das sich gut für zwischendurch eignet – trotz kleiner stilistischer Schwächen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Neuanfang im Norden

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
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Ein sehr einladendes Cover, das sofort Lust auf eine Geschichte zwischen Meer, Weite und einem Hauch von Luxus macht. Der Umbruch der Familie – weg vom gewohnten Leben hin zu einem einfacheren Alltag im ...

Ein sehr einladendes Cover, das sofort Lust auf eine Geschichte zwischen Meer, Weite und einem Hauch von Luxus macht. Der Umbruch der Familie – weg vom gewohnten Leben hin zu einem einfacheren Alltag im Norden – bildet den emotionalen Kern der Handlung.

Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Figuren. Gerade die Entwicklung innerhalb der Familie und das Entdecken neuer Stärken haben mir gut gefallen.

Der Kontrast zwischen den Lebenswelten wird anschaulich dargestellt und macht die Geschichte besonders interessant. Gleichzeitig bleibt alles gut lesbar und kurzweilig.
Insgesamt eine schöne Familiengeschichte mit klaren Themen, die mich gut unterhalten hat, auch wenn sie für mich kein Highlight war.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Ruhige Internatsgeschichte über Zugehörigkeit und Selbstzweifel

Prep
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Lee Fiora wechselt als Teenager auf ein Eliteinternat und verbringt dort mehrere prägende Schuljahre. Der Roman begleitet sie durch diese Zeit und zeigt ihren Alltag, Freundschaften, Unsicherheiten und ...

Lee Fiora wechselt als Teenager auf ein Eliteinternat und verbringt dort mehrere prägende Schuljahre. Der Roman begleitet sie durch diese Zeit und zeigt ihren Alltag, Freundschaften, Unsicherheiten und erste Beziehungen. Man hat beim Lesen das Gefühl, ihr über mehrere Jahre hinweg beim Erwachsenwerden zuzusehen.

Besonders spannend fand ich den Einblick in das Internatsleben. Da die Jugendlichen ständig zusammen sind, werden soziale Unterschiede, Cliquen und auch Klassismus sehr deutlich sichtbar. Lee stammt aus einem eher normalen Elternhaus und fühlt sich in dieser privilegierten Umgebung oft unsicher. Dieser Konflikt zwischen Herkunft und Elite-Blase wird sehr nachvollziehbar dargestellt.

Der Schreibstil ist angenehm und detailreich, wodurch sowohl Lee als auch die Nebenfiguren gut greifbar werden. Gleichzeitig ist Lees geringes Selbstwertgefühl manchmal schwer auszuhalten – man wünscht sich beim Lesen häufig, dass sie mehr Selbstvertrauen entwickelt.

Sehr gelungen fand ich die Passagen, in denen die erwachsene Lee auf ihr jüngeres Ich zurückblickt. Sie reflektiert ihr Verhalten von damals mit Verständnis, aber auch mit Selbstkritik. Dadurch bekommt die Geschichte eine zusätzliche Tiefe.

Insgesamt ist der Roman eher ruhig erzählt und nimmt sich viel Zeit für Beobachtungen. Für meinen Geschmack hätte er stellenweise etwas kürzer sein können. Trotzdem ist „Prep“ ein interessantes Porträt des Erwachsenwerdens und besonders für Leser*innen empfehlenswert, die Coming-of-Age-Geschichten oder Internatsromane mögen.

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