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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2026

Manche Opfer sind zu groß

Opfer, die wir bringen
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Karhuu und Nordh werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: 3 junge Mädchen wurden mit einem Jagdgewehr erschossen. Das Brisante: die Mädchen waren Teil einer Aussteigerkommune und die anderen Mitglieder ...

Karhuu und Nordh werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: 3 junge Mädchen wurden mit einem Jagdgewehr erschossen. Das Brisante: die Mädchen waren Teil einer Aussteigerkommune und die anderen Mitglieder mauern. Als auch noch 3 männliche Jugendliche verschwinden, beginnt eine fieberhafte Suche.
Das Autorenduo liefert wieder mehr als solide Arbeit ab. Es menschelt bei den Ermittlern und der Fall ist überaus bizarr und scheint unlösbar. Es gibt zwar Verdächtige, aber die Spuren sind schwer zu verfolgen. Das macht das Lesen aber sehr spannend und lädt zum Mitraten ein. Auf die Lösung wäre ich jedenfalls nie gekommen.
Briefe erhellen ein wenig das Innenleben eines der Mädchen. Wobei ich hier am Ende etwas ratlos war – es standen auf einmal zwei Dinge im Raum, die sehr unterschiedlich sind.
Die Schreibweise des Duos ist wieder mitreißend und man kann das Buch kaum zur Seite legen.
Fazit: eine atemberaubende Jagd durch die Wälder Schonens.

Veröffentlicht am 12.07.2026

wieder ein klasse Thriller

Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?
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Schon die Optik ist ein Hingucker – aber was sich im Buch verbirgt ist wieder vom Feinsten.
Tricia und Ethan sind frisch verheiratet und auf der Suche nach einem Haus. Bei der Besichtigung eines abgelegenen ...

Schon die Optik ist ein Hingucker – aber was sich im Buch verbirgt ist wieder vom Feinsten.
Tricia und Ethan sind frisch verheiratet und auf der Suche nach einem Haus. Bei der Besichtigung eines abgelegenen Anwesens werden sie eingeschneit und müssen die Nacht in dem Haus verbringen. Doch komische Geräusche und ein rätselhaftes Bild machen die Nacht alles andere als angenehm.
Freida McFadden ist immer ein Garant für spannende Lesestunden und auch in ihrem neuen „Thriller“ vermag sie zu fesseln. Ich habe das Buch in einem Stück durchgesuchtet. Von der ersten bis zur letzten Seite hing ich wie festgetackert an den Seiten. Die Autorin vermag es wie kaum eine andere, die Handlung voranzupeitschen und die Kapitel so zu setzen, dass ein Cliffhanger den andere jagt.
Die Handlung spielt auf mehreren Ebenen: die Gegenwart mit Tricia und Ethan, die Vergangenheit der vorherigen Bewohnerin des Hauses und einige Kapitel sind Transkripte zwischen Patienten und der Psychiaterin, die die Handlung schnell vorantreiben.
Die Autorin ist auch bekannt für ihre überraschenden Wendungen und auch denen wird sie in ihrem neuen Buch voll gerecht.
Fazit: spannend, wendungsreich und überraschend.

Veröffentlicht am 12.07.2026

Eine Liebe mit gesellschaftlichen Hürden

Sturmland
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Eine Liebe mit Standesproblemen
Cora flieht vor ihrem einschränkenden Leben in Hamburg. Sie findet zur Ruhe auf Norderney. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los und auch die Gegenwart bietet einiges ...

Eine Liebe mit Standesproblemen
Cora flieht vor ihrem einschränkenden Leben in Hamburg. Sie findet zur Ruhe auf Norderney. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los und auch die Gegenwart bietet einiges zu verdauen.
Miriam George zu lesen ist immer wieder schön. Ihre Charaktere wirken so lebendig, dass man fast meint, neben ihnen zu sitzen und sie anfassen zu können. Auch ihre Naturbeschreibungen sind so ansprechend, dass man Lust auf Urlaub in der Region bekommt.
Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhunderts und ist in meinen Augen wieder super recherchiert und anschaulich erzählt. Die Einschränkungen, die Frauen damals noch hatten, sind in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellbar. Auch die Beziehung zwischen Cora und Onnen, die eigentlich nicht sein darf, fesselt und ich bin gespannt, was die beiden noch erleben. Beide haben Geheimnisse und Onnens wird im ersten Band noch nicht gelöst. Hier bin ich besonders gespannt, da es bisher nur Andeutungen gab.
Die vielen Geheimnisse sorgen für Spannung und die lebendige Schreibweise dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das Ende ist offen und wir im Oktober mit dem Band „Salzwind“ fortgesetzt, das ich auf jeden Fall lesen werde.
Fazit: hier stimmt einfach alles: Charaktere, Recherche und Erzählweise.

Veröffentlicht am 11.07.2026

Halte niemals (den Atem) an

Halt niemals an
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Mit „Halt niemals an“ ist Chevy Stevens wieder ein Thriller gelungen, der einen davon abhält, das Buch aus der Hand zu legen.
Alice und Tom sind mit ihrem Camper Kanada unterwegs und lernen das junge ...


Mit „Halt niemals an“ ist Chevy Stevens wieder ein Thriller gelungen, der einen davon abhält, das Buch aus der Hand zu legen.
Alice und Tom sind mit ihrem Camper Kanada unterwegs und lernen das junge Paar Jenny und Simon kennen. Sie freunden sich an, doch dann kippt die Stimmung und es wird explosiv.
Chevy Stevens zu lesen ist immer ein wenig wie Achterbahn fahren. Die Story beginnt ganz zart, die Spannung steigt langsam an und steuert unaufhörlich auf den Höhepunkt zu.
Einige Twists und Rückblenden sorgen für zusätzliche Spannung. Was ich toll fand war die Authentizität. Es gibt keine übertrieben konstruierten Handlungen, die unglaubwürdig wirken. Genau so könnte man sich das auch im wahren Leben vorstellen. Dass die Story 1976 spielt, wo es noch keine Handys gab und auch keine GPS-Verfolgung, macht das Ganze noch mitreißender.
Zudem sorgt die scheinbar aussichtslose Lage von Tom und Alice für Mitgefühl.
Fazit: Ein Buch, das mitreißt und eine Story abseits des Mainstream bietet.

Veröffentlicht am 30.06.2026

Vollendung bedeutet Tod

Vollendung
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Veit Etzold ist zurück – und wie
Vollendung bedeutet Tod
Als die Tochter von Clara Vidalis übers Internet mit einer Gruppe in Kontakt kommt, die sich „Vollendung“ nennt, gerät Victoria in große Gefahr. ...

Veit Etzold ist zurück – und wie
Vollendung bedeutet Tod
Als die Tochter von Clara Vidalis übers Internet mit einer Gruppe in Kontakt kommt, die sich „Vollendung“ nennt, gerät Victoria in große Gefahr. Zu tief sitzt noch der Schmerz und die Angst aus der Fast-Tötung.
Clara macht es sich zur Aufgabe, die Gruppe zu unterwandern und den Anführer zu überführen. Doch dabei stößt sie fast an ihre Grenzen.
Also wegen mir hätte das Buch gerne noch weitergehen können. Ein wenig tiefer gehen und manche Szenen ausführlicher beschreiben. Aber auch so hatte das Buch ganz viel von dem, was ich mag. Bereits in den ersten 10 Kapiteln gibt es 4 Tote. Und nicht nur mal eben erschossen. Etzold bereitet hier die ganze Palette der Grausamkeiten aus. Keine Ahnung, wie er auf solche Gedanken kommt – aber mir gefällt es.
Etzold kehrt zurück zu seinen Roots und beschränkt sich auf Action statt langweiliger und langwieriger Erklärungen, die die Handlung nicht voranbringen. Und das ist gut so. Ein Buch ist ein gutes Buch, wenn man es nicht aus der Hand legen kann. Und das gelingt Etzold mit „Vollendung“ perfekt.
Auch das Ende hat es in sich – und ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Fazit: Hart, härter, Etzold.