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Veröffentlicht am 12.07.2026

Spannende Fortsetzung

Les Bouttiers – Wir sind alles
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Was verbirgt die Familie Bouttiers und was weiß Adam Le Blancs Vater? Während beide Familien ihre Kinder zwischen die Fronten kommen lassen, verbergen sie weiterhin Geheimnisse, die einen Schatten auf ...

Was verbirgt die Familie Bouttiers und was weiß Adam Le Blancs Vater? Während beide Familien ihre Kinder zwischen die Fronten kommen lassen, verbergen sie weiterhin Geheimnisse, die einen Schatten auf die Familienimperien legen.

„Les Bouttiers - Wir sind alle“ von Antonia Wesseling ist der zweite Band der Dilogie „Love Couture“ und er hat sich für mich zu einem regelrechten Krimi entwickelt.
Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Im Fokus stehen vor allem Elodie und Adam, die als Fakepaar die Presse unterhalten sollen.
Elodie ist hin- und hergerissen. Während sich Adam zu einem guten Freund, teils mit gewissen Vorzügen, entwickelt hat, schlägt ihr Herz immer noch für Gabriel. Doch der kämpft an seiner ganz eigenen Front und scheint Elodie zu ignorieren.
Weiterhin kommt dazu, dass Elodies Familie sie und Adam für ihre Zwecke nutzt, gleiches gilt für Le Blanc.
Adam und Elodie raufen sich zusammen und versuchen gemeinsam den Geheimnissen auf die Spur zu kommen.
Im Buch gibt es vier Erzählperspektiven, wobei die Protagonisten Elodie, Gabriel und Adam sind. Die vierte Perspektive kommt im Laufe der Entwicklungen dazu und bringt noch mehr Abwechslung in die ohnehin schon turbulente Geschichte.
Ich finde, dass es Antonia Wesseling besonders gelungen ist, die Emotionen und Gefühle der Hauptcharaktere hervorzuheben. Ihre inneren Konflikte, ihre Denkweisen und Überlegungen, alles ist gut nachvollziehbar und ließ mich regelrecht mitfiebern.
Die Entwicklungen, die sich ergeben, sind in keiner Weise vorhersehbar, meine Meinung sogar nicht mal wirklich zu erahnen.
Im Gesamten finde ich es spannend, wie sich die Charaktere innerhalb der beiden Romane entwickelt haben. Gerade Elodie ist enorm gewachsen, was ihre mentale Stärke betrifft.
Vor allem das Ende hat mich sehr berührt und war ein gelungener Abschluss.

Fazit: Eine super tolle Fortsetzung, deren Lesen sich lohnt. Die Geschichte ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite und geprägt von stolzen Charakteren, die sich nicht durch Imperien beeindrucken lassen.

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Veröffentlicht am 06.07.2026

Heidelbeeren, Strand und Bücher

Himmelsee – Wo der Wind von Liebe erzählt (Himmelsee 2)
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Astrids Leben ist ihr Büchergeschäft „Bücherhimmel“ im beschaulichen Urlaubsort Himmelsee an der Ostseeküste. Hier gehen Einheimische als auch Touristen tagtäglich ein und aus. Darunter auch ein junger, ...

Astrids Leben ist ihr Büchergeschäft „Bücherhimmel“ im beschaulichen Urlaubsort Himmelsee an der Ostseeküste. Hier gehen Einheimische als auch Touristen tagtäglich ein und aus. Darunter auch ein junger, introvertierte Urlauber, der sich zum täglichen Besucher mausert, aber auch zu einem Lieblingskunden Astrids. Als dieser sich als Bestsellerautor herausstellt, ist Astrid begeistert. Doch Thore leidet unter einer Schreibblockade. Astrids Helferinstinkt ist geweckt und sie versucht Thore von dieser zu überwinden, indem sie ihm die schönen Dinge des Lebens zeigen möchte.

„Himmelsee - Wo der Wind von Liebe erzählt“ ist Band 2 der Reihe „Himmelsee“ von Tanja Janz.
Wer Tanja Janz kennt, der kennt auch ihre St. Peter-Ording-Reihe. Ich gebe zu, dass ich mittlerweile in Himmelsee genauso gern zu Besuch bin, wie in St. Peter-Ording. 
Auch diese Reihe baut aufeinander auf, dennoch ist es problemlos möglich, die Bücher unabhängig zu lesen.
Ich liebe ja Reihen, in denen man nach und nach die Geschichten der Einwohner kennenlernt und so ist es hier Buchhändlerin Astrid, die bereits im ersten Roman eine Nebenfigur war.
Astrid ist eine junge Frau, die mit ihrer ruhigen und bescheidenen Art begeistert. Zwischen rauschenden Wellen, weißen Sandstränden und den wiegenden Wäldern ist sie zu Hause und diese Begeisterung merkt man der Figur an. Tanja Janz ist es wieder einmal gelungen, dass man sich von der ersten bis zur letzten Seite wohlfühlt und in Urlaubsstimmung kommt. Auch der Zusammenhalt zwischen Eltern, Familie, Freunden und Einwohnern ist wieder einmal sehr schön beschrieben.
Thore ist ebenso ein besonderer Mensch. Seine Geschichte ist eine Geschichte, die vermutlich viele schon erlebt hab, egal ob in einer Kreativbranche tätig oder in einer anderen. Es ist eine Geschichte, die erzählt, wie es ist, wenn die „Luft raus“ ist, wenn man sich versuchen muss, auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren bzw. rausfinden muss, was für einen jeweils die wichtigen Dinge sind.
Sicher ist es auch eine Idealstory, denn immer, wenn sich ein Problem auftut, gibt es eine perfekte Lösung. Aber so etwas gehört für mich, bei solchen Romanen dazu. Probleme gibt es im wahren Leben schon genug, umso schöner, wenn sie hier schnell gelöst werden.

Mein Fazit für diesen Roman: Wer Tanja Janz’ Romane mag, den Alltag gerne vergessen will und sich in einem Urlaubsort heimisch fühlen möchte, der möge einen Abstecher nach Himmelsee machen. Ruhe, familiäre Atmosphäre und auch Entspannung sind möglich und vermutlich auch ein kleines bisschen Herzschmerz.

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Veröffentlicht am 29.06.2026

Wahre Charaktere

Building Trust
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Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns ...

Phyn ist ein introvertierter Mensch, die sich zwischen und in Büchern am wohlsten fühlt. Ihr Herz hat sie an den ältesten Bevyn Bruder, Gideon verschenkt, der von seinem Glück jedoch nichts weiß.
Als Phyns Mutter sich erneut zur Wahl als Senatorin in New York stellt, rückt Phyn in den Fokus der Öffentlichkeit. Durch diesen Druck kommt es dazu, dass sie im familieneigenen Unternehmen eine Führungsposition bekommt. Gezwungenermaßen arbeitet sie dabei mit Gideons kleinem Bruder zusammen, der diese Zusammenarbeit gleichzeitig mit einer raffinierten Idee verbinden will.

„Building Trust“ von April Dawson ist der zweite Band der Trilogie um die „Bevyn Boys“.
In diesem zweiten Band stehen Phyn und Adric, die auch schon im ersten Band eine Nebenrolle haben, im Fokus der Erzählung.
Auch wenn dieser Band ähnlich beginnt, wie der erste, empfand ich ihn dennoch komplett anders. Während Marissa erfrischend und schlagfertig war, sind mir hier zwei Charaktere begegnet, die introvertiert und ein wenig geheimnisvoll erscheinen. Hier geht es um ganz viel Gefühl, vor allem Feingefühl, Wünsche, Träume und Erwartungen. Es geht hier viel weniger um die eigenen Erwartungen, als um die, anderer Menschen. Es geht um den Druck der eigenen Familie, aber auch der Öffentlichkeit. Es geht darum, den schönen Schein zu wahrend, während sich hier zwei Menschen völlig verlieren und ihrem eigenen Ich untreu werden.
Ich fand diese Aspekte sehr berührend, zeigen sie doch auch auf, dass hinter einer schönen Fassade nicht alles perfekt ist und welchen Einfluss die Medien auch nach wie vor auf das Leben erfolgreicher Familien haben.
Gleichzeitig lernt man hier aber auch sehr viel Familienbande und echt Freundschaften kennen.
Adric ist ein sehr erstaunlicher Charakter mit sehr viel Tiefe. Wirkt er oberflächlich und arrogant, entwickelt er sich im Verlauf der Story immer mehr zu einem verletzlichen Menschen, der seine eigenen Bedürfnisse verdrängt hat.
Gerade diese Entwicklung ist der perkfekte Part zur ebenso sensiblen Phyn. Es entwickelt sich hier eine perfekte Symbiose einer Freundschaft hin zu einem schlagkräftigen Duo.
Wichtige Nebenstränge waren für mich das Verhalten von Gideon Bevyn, aber auch von Senatorin Pearce. Diese empfand ich als wichtigen belehrenden Part.
Den Immobilienzweig habe ich in diesem Band nur als recht unscheinbaren Nebenpart wahrgenommen, was aber auch nicht schlimm war. Beeindruckend fand ich ihn dennoch nach wie vor.

Mein Fazit: Ein toller Anschluss an den ersten Band, der wirklich absolut gefühlvoll ist, aber auch eine Art Vorbildfunktion beschreibt, sich nicht dem Druck der Gesellschaft anzupassen.

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Veröffentlicht am 17.06.2026

Erfrischender, historischer Roman

Kurbad Hiddensee - Meeresleuchten
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Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt ...

Drei junge Frauen, drei Schicksale, ein Kurheim auf einer Insel - Edith, Mette und Wally sind drei Frauen, die sich im Kurheim auf Hiddensee begegnen. Während die junge Edith aus gutem Hause stammt, nimmt Wally stellvertretend für ihre Herrschaft die Kur an und Mette arbeitet als Krankenschwester dort. Drei unterschiedliche Geschichte, die alle einen ähnlichen Verlauf nehmen.

Annette Weber hat mit „Kurbad Hiddensee-Meeresleuchten“ einen wunderbaren und erfrischenden, historischen Roman geschaffen.
Schon der Prolog lässt einem den Seewind um die Nase pusten und vermittelt einen Hauch von Leichtigkeit, der in mir den Wunsch formte, diese Insel auch einmal zu besuchen.
Die drei Protagonistinnen Edith, Wally und Mette sind einerseits drei sehr unterschiedliche Charaktere, andererseits sind sie sehr gleich und harmonieren wunderbar zusammen.
Edith ist die kluge, Wally die loyale und Mette die bodenständige Figur innerhalb der Geschichte.
Alles wird umrahmt durch die Geschichten um die Liebe. Lässt sich Edith zu Beginn noch von ihrem zukünftigen Verlobten Kleinhalten, wächst sie im Laufe der Zeit über sich heraus. Wally blüht durch die Freundschaft zu den beiden Frauen auf und vergisst dabei ihre Schranken, während Mette ebenfalls dabei ist, die größte Schranke in ihrem Leben zu beseitigen und mittendrin Henning, Johannes und Rudolf.
Annette Weber hat mit den drei Frauen ebenso moderne Figuren ihrer Zeit geschaffen, die anderen Frauen als Vorbild dienen können. Es sind drei Frauen, die Mut beweisen und aufzeigen, dass es sich lohnt zu kämpfen, um seine Ziele zu erreichen.

Mein Fazit: Ein erfrischender historischer Roman über Freundschaft, Liebe und Träume, der sich kurzweilig lesen lässt und darauf hoffen lässt, dass es eine Fortsetzung geben wird.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Wie alles begann

Der Morgen (Art Mayer-Serie 1)
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Von der Frau verlassen, vor den Kollegen gedemütigt, die Nachbarin spurlos verschwunden, Diabetes diagnostiziert und von der Vergangenheit eingeholt. Für Artur Mayer könnte es nicht schlechter laufen. ...

Von der Frau verlassen, vor den Kollegen gedemütigt, die Nachbarin spurlos verschwunden, Diabetes diagnostiziert und von der Vergangenheit eingeholt. Für Artur Mayer könnte es nicht schlechter laufen. Als er in einen Verkehrsunfall gerät, ahnt er nicht, dass er wenig später von seinen Kollegen gebeten wird, genau zu diesem Verkehrsunfall zu ermitteln.

„Der Morgen“ von Marc Raabe ist der Beginn der Art Mayer-Serie. Das Hörbuch wird von Peter Lontzek geschrieben.
Für mich war Art Mayer kein neuer Charakter, da ich vorher schon den dritten Teil als Hörbuch gehört habe. Aber genau deswegen war es für mich umso interessanter, die Vorgeschichte Arts kennenzulernen.
Der Krimi spielt in zwei Zeitebenen, der Vergangenheit und damit in Arts Jugend und der Gegenwart. Mittendrin in beiden Ebenen finden sich Juli und Henrik Westphal wieder.
Der Einstieg war schwierig. Ich habe lange gebraucht, um herauszufinden, was der Autor mit der Geschichte aus der Vergangenheit bewirken möchte und wer dabei wer in der Gegenwart ist.
Was mir richtig gut gefallen hat, ist das Kennenlernen von Nele und wie sich die Beziehung zwischen ihr und Art nach und nach aufgebaut hat. Dieser unterschwellige, aber respektvolle Schlagabtausch, der zwischen den beiden stattfindet, fand ich super dargestellt und hat mich so manches Mal zum Schmunzeln gebracht.
Auch Henrik Westphals Figur finde ich äußerst spannend. Die Darstellung seiner Figur in ihrem strategischen Denken bringt nochmal ganz andere Aspekte in den Verlauf der Geschichte. 
Ebenso sind die Verflechtungen zwischen den verschiedenen Charakteren interessant beschrieben. Gleiches gilt für die Geschichte Dana Karaschs. Was sie betrifft, zieht sich Milas Rolle wie ein roter Faden durch die Bücher der Reihe. Für mich ist die kleine Maus eine sehr beeindruckende Persönlichkeit.
Für mich ist der Sprecher auch ein kleines Highlight. Er schafft es seine Stimme und damit die Stimmung immer perfekt an die Lage anzupassen.

Fazit: Ein von der ersten bis zur letzten Minute spannender Thriller, dem ich jedem Krimi- und Thrillerfan nur ans Herz legen kann.

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