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Veröffentlicht am 25.09.2023

Mental Health: Angststörung

Nur ein wenig Angst
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❄REZENSION ❄
ℕ𝕦𝕣 𝕖𝕚𝕟 𝕨𝕖𝕟𝕚𝕘 𝔸𝕟𝕘𝕤𝕥


➡️ wieder ein ganz starkes Jugendbuch im Mental Health Bereich zum Thema Angststörung!

"𝒁𝒖 𝒈𝒆𝒔𝒖𝒏𝒅, 𝒖𝒎 𝑯𝒊𝒍𝒇𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏. 𝒁𝒖 𝒌𝒓𝒂𝒏𝒌, 𝒖𝒎 𝒌𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑯𝒊𝒍𝒇𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒓𝒂𝒖𝒄𝒉𝒆𝒏."

Cover ...

❄REZENSION ❄
ℕ𝕦𝕣 𝕖𝕚𝕟 𝕨𝕖𝕟𝕚𝕘 𝔸𝕟𝕘𝕤𝕥


➡️ wieder ein ganz starkes Jugendbuch im Mental Health Bereich zum Thema Angststörung!

"𝒁𝒖 𝒈𝒆𝒔𝒖𝒏𝒅, 𝒖𝒎 𝑯𝒊𝒍𝒇𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒆𝒌𝒐𝒎𝒎𝒆𝒏. 𝒁𝒖 𝒌𝒓𝒂𝒏𝒌, 𝒖𝒎 𝒌𝒆𝒊𝒏𝒆 𝑯𝒊𝒍𝒇𝒆 𝒛𝒖 𝒃𝒓𝒂𝒖𝒄𝒉𝒆𝒏."

Cover & Titel sind für mich wirklich ansprechend, die Illustration könnte den Inhalt nicht besser darstellen!

Schreibstil & Layout sind modern und jugendlich gehalten, indem es keine richtigen Kapitel gibt, sondern nur kurze Abschnitte oder Gedankenanstöße von wenigen Sätzen. Dies lässt das Buch einerseits sehr flüssig lesen, andererseits zwischendrin Luft holen, um die emotionalen und tiefgründigen Zitate sacken zu lassen.
Metaphorisch betrachtet finde ich diesen Stil im Kontext des Themas Angst sehr gelungen, die ja auch nicht in Schubladen gesteckt, kategorisiert und richtig eingeordnet werden kann.

Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um own voice handelt, doch fühlt es sich so an, auf Augenhöhe mit der Zielgruppe, und vor allem dieses zielsichere, bildliche, unglaublich authentische in Worte Fassen von Dingen, von denen man eigentlich gar nicht so recht weiß, wie man sie in Worte fassen soll. Das trifft auch auf den Protagonisten zu, der einfach nicht weiß, wie er das, was ihm passiert, ausdrücken soll gegenüber Menschen, die sich gar nicht wirklich in seine Situation hineinversetzen können.
In gewisser Weise handelt es sich um einen kurzen Auszug aus C.'s Leben, wenige Szenen, die das Wesentlich (und nur das!) voll und ganz umfassen.

"𝑾𝒊𝒓 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒕𝒓𝒂𝒖𝒓𝒊𝒈𝒆 𝑱𝒖𝒏𝒈𝒔 𝒐𝒉𝒏𝒆 𝑻𝒓𝒂𝒊𝒏𝒊𝒏𝒈 𝒊𝒏 𝑶𝒇𝒇𝒆𝒏𝒉𝒆𝒊𝒕."

Interessant fand ich auch, dass die Angst keinen bestimmten Auslöser hatte, sondern immer wieder aus dem Nichts kam, oft in Situationen, die C. kaum mit Angst in Verbindung brachte, weil es früher eben ganz anders war.
Er ist beliebt, hat viele Freunde, kommt aus einem wohlbehüteten Elternhaus mit Geld, was seine Kernfrage umso gravierender macht: Hat jemand wie ich, der doch alles hat, das Recht auf eine psychische Krankheit? Die Antwort ist ein klares Ja.
Der Vater reagiert hier toll, indem er sofort merkt, dass etwas nicht stimmt, und einen Psychologen konsultiert. Hier ist zu erkennen, wie unbeschreiblich wichtig der Halt und Zuspruch durch das Umfeld ist.

Der Autor hat einen sehr wichtigen Beitrag im Mental Health Bereich geleistet, einen Jugendroman über Angststörungen kannte ich bislang noch nicht, würde das Buch aber als Schullektüre empfehlen, die Jugendliche für das Thema sensibilisiert. Zurecht gewann es 2022 eine Auszeichnung, den Uprisen, und wurde für den Kinder- und Jugendbuchpreis des Norwegischen Kultusministeriums nominiert.

4.5 ⭐

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2023

Toll recherchierter historischer Vampirroman

Die Schwarze Königin I
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❤REZENSION🖤

𝑨𝒖𝒕𝒐𝒓: Markus Heitz
𝑻𝒊𝒕𝒆𝒍: Die Schwarze Königin
𝑽𝒆𝒓𝒍𝒂𝒈: @knaurfantasy
𝑮𝒆𝒏𝒓𝒆: Dark Fantasy
𝑺𝒆𝒊𝒕𝒆𝒏: 544
21.08.2023

🧛🏻 Gekonnt mischt der Autor historische Fakten mit fantastischen Elementen. ...

❤REZENSION🖤

𝑨𝒖𝒕𝒐𝒓: Markus Heitz
𝑻𝒊𝒕𝒆𝒍: Die Schwarze Königin
𝑽𝒆𝒓𝒍𝒂𝒈: @knaurfantasy
𝑮𝒆𝒏𝒓𝒆: Dark Fantasy
𝑺𝒆𝒊𝒕𝒆𝒏: 544
21.08.2023

🧛🏻 Gekonnt mischt der Autor historische Fakten mit fantastischen Elementen. Erstere wurden erstaunlich intensiv und genau recherchiert, was den Roman unheimlich interessant macht. Ich persönlich liebe ja die Mischung aus Fiktion und Fakten in Büchern!

🧛🏻‍♀️ Der Roman spielt auf zwei Ebenen: Im heutigen Tschechien & in Ungarn zu Beginn des 15. Jhdts.
Dort begegnen wir Barbara von Chilli alias der Schwarzen Königin, Alchemistin und blutjunge Königin Ungarns. Am ihrer Seite im Krieg gegen die Strigoi: Vlad II, Vater des uns als Dracula bekannten Pfählers.
Die gut recherchierten Infos über die beiden beeindrucken!

🧛🏻‍♂️ In der Gegenwart kämpft Len mit seinem Erbe als Nachfahre Vlads und der Erkenntnis, dass Vampire tatsächlich existieren - und er eine ganz bestimmte Rolle in ihrem Krieg hat.
Zu Beginn wirkt er eher unbeholfen, was durchaus realistisch ist angesichts der Ereignisse - ebenso wie seine authentische Entwicklung. Man kann ihn nur gern haben!

🧛🏻 Barbara hingegen durchschreitet gekonnt patriachale Rollenbilder und begegnet uns als intelligente, fast moderne, selbstbewusste und wirklich mutige junge Frau, die ihr Leben der Wissenschaft widmet. Sie war meine Heldin des zurecht nach ihr benannten Romans!

🧛🏻‍♀️ Der eher düstere, historisch tangierte Schreibstil ist aufgrund des historischen Settings nicht ganz so schnell zu lesen, aber absolut passend zum Text.
Man bekommt absolut Lust auf eine Urlaubsfahrt zu den beschriebenen Orten!

🧛🏻‍♂️ Die Action-, Horror- und Suspence Szenen sind absolut packend. Am Anfang gibt es interessehalber noch relativ viele Infos zu recherchieren, doch nimmt der Roman zunehmend an Fahrt auf. Und das Beste: Man weiß wirklich nie, was als nächstes passiert, geschweige denn, wie das Ganze endet!

➡️ Der Autor schafft eine einzigartige Atmosphäre zwischen Dark Fantasy und wahnsinnig gut recherchierten historischen Fakten, die noch lange im Gedächtnis bleiben. Ein durchweg gelungener Roman mit Highlight-Cover - beides sticht ganz klar aus der Masse heraus!

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Durchwachsen

Deviant Hearts (Deutsche Ausgabe)
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Mich hat überrascht, dass der Autor männlich ist, das habe ich in dem Genre bislang nicht gelesen und hatte deswegen etwas Sorge, aber letztlich muss ich sagen, ich hätte es nicht gemerkt, hätte ich es ...

Mich hat überrascht, dass der Autor männlich ist, das habe ich in dem Genre bislang nicht gelesen und hatte deswegen etwas Sorge, aber letztlich muss ich sagen, ich hätte es nicht gemerkt, hätte ich es nicht gegoogelt. Besonders die weibliche Protagonistin wurde hier nämlich durchaus aus tough und feministisch beschrieben.

Man wird direkt in die Geschichte geworfen, sodass von Anfang bis Ende Spannung da war und es zu keinen Längen kommt.
Während die Beziehung der beiden sich im Laufe der Handlung positiv und authentisch entwickelt, hat mir besonders zu Beginn die Tiefe gefehlt. Obwohl Neve sich gegen die Heirat gewehrt hat, schläft sie noch am selben Tag mit ihm, das war für mich aufgrund ihrer Abscheu nicht wirklich realistisch. Tension gab es primär durch das Physische und leider Oberflächliche, erst später durch die Menschen hinter den Körpern. Ich habe das Gefühl, besonders Ares nicht wirklich kennengelernt zu haben - wer der Mann hinter seiner Funktion als Kopf der Mafia ist oder auch, was dort überhaupt seine Aufgabe ist. Für mich war er hauptsächlich da, um hot zu sein (ist er auch). Der Twist am Ende hat hier einiges geändert und ein anderes Bild auf ihn geworfen.

Neve mochte ich unheimlich gern, sie ist stark, mutig, feministisch, gibt Konter und setzt Grenzen, die leider nicht immer eingehalten werden. Eine großartige Protagonistin, die zu sich und ihren Werten steht.
Ares hingegen behauptet direkt, sie gehöre ihm und er würde mit ihr machen, was er will, droht Rape an, das fand ich wirklich daneben und alles andere als hot. Trzd muss ich betonen, dass nie etwas gegen ihren Willen geschehen ist und der Consens immer da war, also er nur weird daher geredet hat.

Auch die Nebenfiguren sind mir ans Herz gewachsen, ganz besonders die beiden Schwestern und der Bodyguard Castle, von denen ich gern mehr lesen würde. Große Liebe für Calliope, die für mich women support women repräsentiert ♡

Der "Verräter" war mir direkt suspekt und ihr Onkel tatsächlich etwas naiv dafür, dass er das Oberhaupt ist. Er wusste vieles nicht und es war merkwürdig, dass alles so stark überwacht war, nur Neves Wohnung nicht, obwohl sie ganz allein zuhause war.
Mir hat das logisch Durchdachte gefehlt, das ich bei der Mafia erwarte, vlt sogar das brutal-Düstere, aber auch generell mehr Fokus auf deren Tätigkeit, denn im Prinzip haben sie immer nur zusammen gegessen.

Ein paar Kleinigkeiten wirkten auf mich etwas konstruiert, zB dass in der Szene in der Holzhütte zufällig ein Erstehilfekasten mit Kanülen herumsteht. Warum sollte ein Serienk1ller einen Erstehilfekasten herumtragen.

Die Spiceszenen sind von Anfang bis Ende verteilt und häufen sich, aber ich würde sie nicht als dark bezeichnen, zum Ende hin war es nur noch Vanilla Bubblegum. Das Vokabular ist nicht cringe übersetzt, sondern ganz gut gemacht. Die Gedanken dabei fand ich zT etwas übertrieben, zB nach einem Stoß spricht sie von "außerkörperlicher" und "spiritueller Erfahrung" don't know. Es sind eben alle sehr schön und physisch perfekt :D

Besonders zum Ende hin nahm es dann nochmal richtig an Fahrt auf, der K1ller war wirklich heftig drauf. Für mehr Gänsehautgefühl hätte ich mir gewünscht, dass diese Szenen länger andauern, hier wurde es nämlich zum ersten Mal richtig emotional und tief.
Trotzdem war die Mischung aus Romance/Spice und Spannung gut ausgeglichen (wenn auch beides auf einer eher oberflächlichen Ebene) und der Schreibstil fesselnd.

Insgesamt habe ich es mir etwas deeper gewünscht, ich habe es nicht so gefühlt, wie ich es mir gewünscht habe oder es bei Geissinger der Fall ist, aber das Lesen hat definitiv Spaß gemacht und ich kann eine Leseempfehlung für eine ganz unterhaltsame Mafia Romance aussprechen, von der auch schon der nächste Band erschienen ist

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Fokus auf Erzählstil

Gifted and Talented
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Es geht um den Zerfall einer magischen Familie und die Frage, welches der Geschwister das Erbe des Milliardenschweren Vaters erhält.

Durch den Begriff "magisch" & Atlas Six habe ich mit etwas anderem ...

Es geht um den Zerfall einer magischen Familie und die Frage, welches der Geschwister das Erbe des Milliardenschweren Vaters erhält.

Durch den Begriff "magisch" & Atlas Six habe ich mit etwas anderem gerechnet bzw mit mehr Magie. Arthur verteilt elektrische Schläge und bringt Lampen zum explodieren. Meredith kann durch Gedankenkraft Menschen beeinflussen, was sie für den Betrug in ihrem Millionenprojekt Chirp benutzt, das Menschen durch einen Chip glücklich machen soll, aber nicht funktioniert. Auf beidem lag kein großer Fokus. Am spannendsten fand ich Eilidhs Fähigkeit, Apokalypsen heraufzubeschwören, was dem Roman düstere Spannung verlieren hat. Dass A und M die Fähigkeiten nur besitzen, weil sie als Teenager danach gegoogelt haben, fand ich wenig. Bei E gibt es keine Erklärung. Auch nicht, ob andere Menschen dazu in der Lage sind.
> Den fantastischen Teil hatte ich mir viel präsenter und auch ausschlaggebend für das Worldbuilding vorgestellt.
> spannend fand ich die sich durch das Buch ziehende Frage: Was ist Glück?

Die erste Hälfte konnte mich leider nicht ganz abholen und fesselnd, weil der Fokus auf innerem Monolog und vor allem seitenlangen Erklärungen eines übergeordneten Erzählers liegt, wodurch so gut wie kein Plot entstehen kann. Literarisch ist es dadurch sehr gut geschrieben, aber es wird sich eben auf die Sprache konzentriert und dann auf die Charakterentwicklung. Letzteres ist eben dadurch gelungen, selten habe ich so eine tiefe Figurenausarbeitung gelesen, was zwar zu Lasten der Handlung ging, aber mich auf einer anderen Ebene stark fesseln konnte, weil mich die unterschiedlichen Figuren und Schicksale sehr gecacht haben.
Alle drei suche  nach Anerkennung und Liebe und finden diese schließlich an ganz anderen Stellen als angenommen.
Das Ende hält einige unerwartete Plot Twists bereit, auch wenn es den Großteil des Buchs erfordert, bis das Testament des Vaters überhaupt verlesen wird.
Überrascht hat mich, dass ich am Ende am meisten an denjenigen Figuren hing, die ich zu Beginn gar nicht sympathisch fand.

> Das Buch ist für diejenigen geeignet, die Charaktere und die Erzählung um des Erzählens Willen zügigem Plot vorziehen. Ich persönlich bleibe etwas zwiegespalten zurück, obwohl es mich im letzten Drittel dann wirklich gefesselt hat.

3.5☆

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Zwiegespalten

Die Dinner Party
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Das Buch hallt noch immer nach, trotzdem und vielleicht gerade deshalb bin ich noch unsicher, wie ich es rezensieren soll.
Mit der ersten Hälfte hatte ich meine Schwierigkeiten. Das lag vor allem an der ...

Das Buch hallt noch immer nach, trotzdem und vielleicht gerade deshalb bin ich noch unsicher, wie ich es rezensieren soll.
Mit der ersten Hälfte hatte ich meine Schwierigkeiten. Das lag vor allem an der Überlagerung der drei Zeitebenen, wodurch ich mich nicht so gut in die Szenen fühlen konnte, weil sie so schnell wechselten. Auf der anderen Seite hat mich nur die Ebene bei der Party richtig gefesselt. Das lag daran, dass die Therapie erst zur zweiten Hälfte Sinn machte und reflektiert behandelt werden konnte, weil wir ja nicht wussten, was passiert ist. Das wurde so lange hinausgezögert, bis es mich zunächst gar nicht mehr richtig interessiert hat, was mir dem Messer passiert ist. Die Szenen in der Vergangenheit hatten für mich nur wenig Bezug zum Thema, auch das hat erst mit der zweiten Hälfte mehr Sinn ergeben.
Zuerst hat es mich die Protagonistin ziemlich aufgeregt, weil sie die brave Hausfrau gespielt hat, entgegen ihren eigenen Wunsch oder sich gezwungen sah, als Vegeterierin Fleisch zu kochen, weil ihr Verlobter es wünschte. Ich sehe es deshalb wie Harry und fand es schwierig, dass sie so gar keine Entscheidung für sich selbst treffen konnte.
Das Trauma hingegen war sehr gut ausgearbeitet, auch die Halluzinationen und ihre Emotionen, ab hier hat mich die Dinner Party wirklich gefesselt. Auch die Diskussion um den literarischen Kanon und die Frage, weshalb bestimmte westliche Literatur als repräsentativ gilt, was der Westen überhaupt ist und warum diese Werke zum Mond geschossen werden sollen, waren richtig interessant, ab hier habe ich mir einiges markiert.
Ebenso wie die Therapeutin sah ich Harrys Identität nicht kommen, habe mich dann aber gefragt, warum man das so voraussetzt. Großartige Idee und regt definitiv zum Nachdenken an.
Die Auflösung mit dem Messer ließ mich zwiegespalten zurück, warum sie ausgerechnet diesen Ausweg wählte, aber damit gerechnet habe ich nicht.
Die Figurenkonstellation bei der Party hat mir wahnsinnig gut gefallen, diese völlig verschiedenen Menschen, deren Anschauung aufeinanderprallt.
Ich kann das Buch eingeschränkt empfehlen, eben weil die erste Hälfte für mich etwad zäh verlief, die zweite es aber wieder um 180 Grad ausgeglichen hat. Auf jeden Fall ein sehr spannender, kontroverser Titel!

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