Profilbild von Furbaby_Mom

Furbaby_Mom

Lesejury Star
offline

Furbaby_Mom ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Furbaby_Mom über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2018

"Kleine Stadt, große Gefühle"... - Ich.Herz.Redwood.

Redwood Love – Es beginnt mit einem Blick
0

Bereits nach wenigen Kapiteln dieses fesselnden Auftaktes der Redwood-Trilogie bestellte ich mir vorsorglich Band 2 und 3...weil ich schon ahnte, dass ich von dem idyllischen und von Natur umgebenen Örtchen ...

Bereits nach wenigen Kapiteln dieses fesselnden Auftaktes der Redwood-Trilogie bestellte ich mir vorsorglich Band 2 und 3...weil ich schon ahnte, dass ich von dem idyllischen und von Natur umgebenen Örtchen Redwood mit seinen liebevoll beschriebenen Einwohnern nicht Abschied nehmen wollen würde.

"Cade, Flynn und Drake O'Grady führen das Vermächtnis ihres Vaters fort und betreiben gemeinsam die Tierarztpraxis ihrer Heimatstadt Redwood. Cade kümmert sich um den Großteil des Tagesgeschäfts, während Drake operiert und Flynn die Farmen der Umgebung betreut. In der Praxis läuft so alles rund. Oder zumindest denkt Cade das. Denn als Avery Stowe den Empfang übernimmt, wird aus dem geordneten Chaos plötzlich echte Ordnung. Allein dafür könnte Cade sie küssen. Und je besser er die alleinerziehende Mutter kennenlernt, desto mehr Gründe findet er, sie küssen zu wollen. Zu dumm, dass Avery gegen seinen Charme immun zu sein scheint. Aber so leicht gibt Cade nicht auf..."

Ich bin restlos begeistert. Dieses war mein erstes Buch von Kelly Moran und hat mich vollkommen überzeugt...so sehr, dass inzwischen auch bereits Band 2 und 3 ausgelesen sind. Ich wünschte, ich könnte mehr Sterne vergeben, allein schon für den angenehmen, flüssigen Schreibstil - die Seiten flogen nur so dahin, egal wie sehr ich mich bemühte, möglichst langsam zu lesen, weil die erschaffene Wohlfühlatmosphäre SO SCHÖN war. Selten habe ich mich so selbstverständlich in Charaktere hineinversetzen können, waren deren Gedanken und Motive so nachvollziehbar beschrieben, dass alles stimmig erschien im großen Ganzen. Die Autorin brilliert nicht nur in der Beschreibung der Hauptfiguren, auch die Nebencharaktere muss man als Leser/in einfach ins Herz schließen. Dies gilt insbesondere für Cades Brüder (den von Geburt an tauben Flynn und den um seine verstorbene Frau trauernden 'Brummbären' Drake) sowie für Averys autistische Tochter Hailey, welche sich hauptsächlich durch Gesten verständigen kann und nicht spricht. Einfühlsam und realistisch zugleich wird der Alltag mit einem Kind, das besondere Bedürfnisse hat, ein die Geschichte mit eingewoben. Averys Leben mit Hailey wird uns behutsam und schonungslos zugleich vor Augen geführt. Nichts wird beschönigt, aber auch nichts überdramatisiert...die Story gewinnt dadurch sogar an Leichtigkeit und ist alles andere als traurig. Hailey ist so reizend, dass sie die Leser völlig verzaubert.

Der US-Bundesstaat Oregon mit seinen üppigen grünen Wäldern, rauschenden Wasserfällen und zum Entlangspazieren einladenden langen Stränden bildet die perfekte Kulisse für diese gefühlvolle, mitreißende Geschichte. Das Kleinstädtchen Redwood, samt seinem für kleine Gemeinden typischen Tratsch und Klatsch, wirkt wie der perfekte Ort zum Heimkommen, wenn man Kummer vergessen und sein Leben neu gestalten möchte, auch wenn man darauf gefasst sein muss, als "Neuzugang" zunächst einmal Gesprächsthema Nummer 1 zu sein. Da ich Tiere über alles liebe, habe ich es sehr genossen, vom Alltag in der Tierklinik zu lesen. Die drei attraktiven O'Grady Brüder nehmen die Avancen der lokalen Damenwelt mit Humor und gehen alle gänzlich in ihrem Beruf auf.

Fazit: Ein sehr gelungener Start der Redwood-Trilogie. Meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Authentische Dialoge, sympathische Charaktere und eine Geschichte, die einfach glücklich macht.

Veröffentlicht am 24.07.2026

Sehr emotional

Echoes of Yesterday
0

Bereits beim Anblick des traumhaft schönen Covers mit seinem zauberhaften Farbschnitt (und spätestens nach dem Lesen des vielversprechenden Klappentextes) wusste ich, dass dieser Dilogie-Auftakt ein absolutes ...

Bereits beim Anblick des traumhaft schönen Covers mit seinem zauberhaften Farbschnitt (und spätestens nach dem Lesen des vielversprechenden Klappentextes) wusste ich, dass dieser Dilogie-Auftakt ein absolutes Must-Read für mich werden würde. - Dass mich diese wunderbare, zugleich voller Schmerz und Heilung steckende Geschichte letztlich jedoch derart tief berühren würde, hatte ich nicht erwartet. Wow! Wow, wow!

Jessica Winter erzählt mit einer Sensibilität, einem Feingefühl und einer sprachlichen Schönheit, die mich restlos begeistert haben. Ihr Schreibstil ist unglaublich poetisch, bildgewaltig und zugleich so nahbar, dass jede Emotion unfassbar echt wirkt. Sie schafft es, schwerste Traumata und schmerzhafte Erfahrungen mit außergewöhnlicher Achtsamkeit zu erzählen, ohne ihnen jemals ihre Schwere oder ihre Ernsthaftigkeit zu nehmen. Für mich fühlte sich dieser Read gleichermaßen bittersüß wie ehrlich - und vor allem enorm bereichernd - an.

Asher und Tori gehören für mich zu den authentischsten und liebevoll ausgearbeiteten New-Adult-Protas, die ich seit Langem kennenlernen durfte. Beide tragen tiefe Wunden mit sich, kämpfen mit ihren Dämonen, hadern mit Verlust und ihrer Vergangenheit, während sie im Alltag versuchen, einfach über die Runden zu kommen. … getarnt hinter einer Maske, hinter die sie teilweise nicht ihre engsten Freunde blicken lassen. Zu beobachten, wie langsam das Vertrauen zwischen ihnen wächst und aus zwei gebrochenen Herzen Schritt für Schritt Hoffnung entsteht, war einfach wunderschön.

Der Slow-Burn-Trope wurde hier meisterhaft umgesetzt. Obwohl die Geschichte komplett ohne Spice auskommt, hat mir nichts davon gefehlt. Im Gegenteil: Die Tension zwischen Asher und Tori war quasi greifbar und beweist eindrucksvoll, dass große Emotionen keine expliziten Szenen brauchen, um mitten ins Herz zu treffen.

Auch die Dialoge waren on point, betonten die Zerbrechlichkeit, Sehnsucht und Hoffnung, die beide Figuren begleiten. Man spürt auf jeder einzelnen Seite, wie viel Herzblut die Autorin in diese Geschichte gelegt hat. Apropos: Für mich zählt Jessica Winter schon jetzt zu meinen schönsten literarischen Entdeckungen. I'm talking Brittainy-C.-Cherry- oder Colleen-Hoover-Niveau. Ernsthaft, ich bin absolut hingerissen von ihrem außergewöhnlichen Gespür für Sprache und Emotionen.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
"Echoes of Yesterday" ist definitiv kein leichter happy-peppy Feel-Good-Read für zwischendurch, sondern eine tiefgründige, bewegende Geschichte über Traumata, Heilung, Vertrauen, Familie und die Kraft der Liebe. Ich freue mich riesig auf den zweiten Band und kann dieses wundervolle Werk jedem ans Herz legen, der intensive New-Adult-Romance mit großartigem Charakteraufbau, SlowBurn, Haters-to-Lovers und gaaaanz viel Gefühl liebt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.07.2026

Tolle Workplace-RomCom!

Annie Knows Everything
0

Mit diesem durchwegs unterhaltsamen Read hat Rachel Wood eine RomCom geschrieben, die mich von der ersten Seite an zum Schmunzeln, Mitfiebern und Wohlfühlen gebracht hat. Bereits der Einstieg versprüht ...

Mit diesem durchwegs unterhaltsamen Read hat Rachel Wood eine RomCom geschrieben, die mich von der ersten Seite an zum Schmunzeln, Mitfiebern und Wohlfühlen gebracht hat. Bereits der Einstieg versprüht pures New-York-Feeling - und ich liebe alles an diesem Vibe!

Von Annie war ich ebenfalls direkt begeistert! - Der Klappentext beschreibt sie als jemanden, der sich gern in das Leben anderer einmischt - aber ehrlich gesagt habe ich sie überhaupt nicht so empfunden. Für mich ist Annie vielmehr ein unglaublich liebenswerter, spontaner und direkter Mensch mit einem riesengroßen Herzen. Jemand, der helfen möchte, manchmal vielleicht etwas vorschnell handelt, dabei aber stets die besten Absichten verfolgt. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle unglaublich gut nachvollziehen und hätte sie im realen Leben gern selbst zur Freundin - also nix da mit Besserwisserei & Co.

Auch Connor hat sich ganz schnell in mein Herz geschlichen. Statt unnötiger Dramen oder Missverständnisse verkörpert er einen sympathischen, reflektierten Love Interest, der Annie immer wieder den richtigen Impuls gibt. Gerade seine Haltung gegenüber der schwierigen Situation rund um Annies Schwester hat mir ausgesprochen gut gefallen. Anstatt sie diesbezüglich zum Kämpfen oder Kontrollieren der Situation aufzustacheln, zeigt er ihr, wie wertvoll es sein kann, einfach da zu sein - mit großer Wirkung.

Überhaupt sind die Nebenfiguren ein großes Highlight dieses Romans. Ob Connors herrlich nerdiges Team mit John, Ben und Martin, Annies wunderbar direkte Mitbewohnerin Sam, Annies beste Freundin Carrie oder Annies Schwester Shannon - sie alle fühlen sich lebendig an und verleihen der Geschichte noch mehr Charme. Speziell die Geschwisterdynamik zwischen Annie und Shannon empfand ich als enorm glaubwürdig, berührend und feinfühlig ausgearbeitet. Familienkonflikte sind selten einfach, und hier wird sehr authentisch verdeutlicht, dass Liebe manchmal bedeutet, jemanden loszulassen und trotzdem an seiner Seite zu bleiben, während man einfach das Beste hofft.

Schreibstil: Locker, humorvoll, modern und herrlich flüssig - die Story liest sich quasi von selbst, so entspannt fliegt man durch die Seiten. Die Dialoge sind witzig und die Situationskomik sitzt genau an den richtigen Stellen - gleichzeitig verlieren die emotionaleren Momente niemals ihre Wirkung.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Eine rundum gelungene RomCom mit viel Herz, großartigen Figuren, einer wunderschönen New-York-Atmosphäre und genau der richtigen Balance zwischen Lachen und Gefühl. Ich habe jede einzelne Seite genossen, Annie nur allzu gern durch ihr turbulentes Leben begleitet und vermisse New York nach der letzten Seite mehr denn je. Klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2026

Niedlich und informativ

Max-Bilderbücher: Max und die Dinosaurier
0

Mein kleiner Schatz findet Dinosaurier super spannend - folglich freuten wir uns riesig, dass dieses bezaubernde Bilderbuch aus dem Hause CARLSEN bei uns einziehen durfte.

Zu Beginn lernen wir Max und ...

Mein kleiner Schatz findet Dinosaurier super spannend - folglich freuten wir uns riesig, dass dieses bezaubernde Bilderbuch aus dem Hause CARLSEN bei uns einziehen durfte.

Zu Beginn lernen wir Max und seine Familie + Freunde kennen. Die kunterbunten, niedlichen Zeichnungen von Illustratorin Sabine Kraushaar bilden den perfekten Rahmen zur Geschichte, die kindgerecht und in kurzen Textpassagen erzählt wird - angereichert mit leicht verständlich formulierten Dino-Fakten (z.B. dass der Triceratops drei Hörner hatte).

Mein Kleiner amüsiert sich königlich darüber, dass ich mir bei einigen Dinosaurier-Namen (Archaeopteryx und Pteranodon) schier die Zunge breche - auch dass eine "Dino-Kackawurst" vorkommt, findet er natürlich zum Brüllen komisch. (Und ich kann nun damit glänzen, dass ich weiß, was sich hinter dem Begriff "Koprolith" verbirgt - das wäre doch eine schöne Frage für "Wer wird Millionär?", oder?)

Das vom Verlag empfohlene Lesealter (3 Jahre) ist passend gewählt worden, wobei ich in puncto Inhaltsverständnis auch eine Empfehlung ab 4 Jahren nachvollziehbar fände.

Für uns war es das erste, aber definitiv nicht das letzte Werk aus dieser schönen Kinderbuchreihe.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: Goldig und lehrreich zugleich, genau so soll es sein. Klare Leseempfehlung für alle kleinen (und großen) Dino-Fans!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.05.2026

Wunderbarer, warmherziger Familienroman

Andere nennen es Urlaub
0

Dieser wunderbare Read ist so viel mehr als die locker-leichte, sommerliche Wohlfühllektüre, auf die ich mich im Vorfeld eingestellt hatte - was für eine schöne Überraschung!

Einstieg: herrlich unbeschwert. ...

Dieser wunderbare Read ist so viel mehr als die locker-leichte, sommerliche Wohlfühllektüre, auf die ich mich im Vorfeld eingestellt hatte - was für eine schöne Überraschung!

Einstieg: herrlich unbeschwert. Netti hatte mich von der ersten Seite an - sie ist so nahbar, auf mega sympathische Weise ein bisschen chaotisch, leicht überfordert, bewundernswert direkt (oft ungewollt und intuitiv) und einfach durch und durch liebenswert.

Ich liebe ja Mehrgenerationenromane, und dieser hier hat genau das geliefert, was ich mir erhofft hatte: eine gleichermaßen berührende wie unterhaltsame Familiengeschichte mit einer interessanten Rahmenhandlung und viel Herz. Besonders die Dynamik zwischen Netti und ihrem Vater Bruno fand ich unglaublich authentisch dargestellt; zwischen liebevoll, anstrengend und stellenweise einfach nur zum Schmunzeln.

Der Schreibstil war genau mein Ding - warmherzig, unbeschwert, modern und immer wieder richtig amüsant. Die Dialoge wirken so realistisch … und der Humor ist on point! Ich musste mehr als einmal auflachen - z.B. beim ersten Gespräch zwischen Netti und Giorgio) oder als es hieß "Hände anschauen bringt Ärger", - weil es original das Gleiche bei meiner Oma war, sie sagte immer: "Hände anschauen bringt Ärger - schnell die Füße angucken!" (Bis heute weiß ich nicht, warum man das sagt.)

Gleichzeitig steckt in den Figuren unglaublich viel Feingefühl; gerade in den tiefgründigen Passagen zeigt sich, wie einfühlsam hier erzählt wird.

Die Trauer um Nettis kürzlich verstorbene Mutter ging mir sehr nahe. Immer wieder blitzen kleine Details auf, Gedankengänge, die einem die Tränen in die Augen treiben, ganz wie im realen Leben. Diese Mischung aus Verlust, Erinnerung und dem Versuch, irgendwie weiterzumachen ist bittersüß - und die Autorin fängt das Ganze grandios ein, ohne dass je deprimierende Stimmung aufkommt.

Überhaupt hat die Geschichte deutlich mehr Tiefe, als das amüsant gestaltete Cover zunächst vermuten lässt. Klar gibt es viele verrückte, teils absurde Situationen, aber die darunterliegenden Themen (Trauer, Überforderung, Familie) eben auch.

Setting: Die Reise nach Italien, die Kulisse, das Unterwegssein … Ich habe Brunos Hunger direkt nach dem Losfahren so gefühlt - her mit den Stullen! Und dann die Raststätten-Episode (Stichwort: 'Rentnerabzocke') oder die Polizeikontrolle an der Grenze (von wegen Tricolore, köstlich!) - die gesamte Reise hat einfach total Spaß (und Lust auf Dolce Vita) gemacht. Der Fokus liegt nicht einzig auf Romantik, sondern ganz klar auf den Lebenswegen, Beziehungen und Entwicklungen der Figuren.

Die Rilke-Referenz fand ich übrigens richtig cool, weil ich seine Gedichte selbst so gerne mag.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Hat mir prächtig gefallen! Herzliche, lebensnahe, humorvolle und emotionale Unterhaltung - ich hatte fantastische Lesestunden mit diesem tollen Familienroman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere