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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2020

eine amüsante Story Mr Right zu finden

Scheiß auf Intelligenz
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Ein salopp, provokativ, abwertender Titel und trotzdem extrem passend. Miriam ist Mitte 30, beruflich erfolgreich, schicke Wohnung, doch etwas fehlt zum perfekten Glück: ein Mann, eine Familie. Das will ...

Ein salopp, provokativ, abwertender Titel und trotzdem extrem passend. Miriam ist Mitte 30, beruflich erfolgreich, schicke Wohnung, doch etwas fehlt zum perfekten Glück: ein Mann, eine Familie. Das will nicht so recht klappen. Sie hatte schon viele gescheiterte kurze Beziehungen, schwärmt für einen Kollegen, der sich nachmittags eher von weniger gebildeten, deutlich jüngeren, aber sehr attraktiven Damen abholen lässt. Ihren aktuellen Freund wollte sie zum 5monatigen überraschen und findet ihn mit der Reinigungskraft in eindeutiger Stellung in seiner Küche. Ihre Freundin Carla (Lehrerin, verheiratet, Kinder) hat immer ein offenes Ohr für sie. Hier findet sie auch Unterstützung und beschließt: ich stell mich dumm. Carla heißt ihren Plan nicht gut. Umso mehr aber ihr jüngerer Bruder Alex. Er tauscht mit ihr Wohnung und Auto, geht mit ihr zum Friseur – wasserstoffblond ist jetzt angesagt und geht mit ihr etwas billiger wirkende, engere Kleidung kaufen. Sie lässt sich von ihrem Job als Projektmanagerin beurlauben und arbeitet als Aushilfe in einer Bäckerei. Dort trifft sie auf Marie. Für sie ist sie der Inbegriff von Dummheit und will von ihr lernen. Miriam meldet sich bei einem Flirtportal an, holt sich Tipps von Marie (und freundet sich mit ihr an). Interessiert sich für ein Hobby eines Typen aus dem Netz, den sie sympathisch findet und kauft sich ein teureres Rennrad und fährt jetzt regelmäßig. Sie geht aus und wird lockerer. Nun interessiert sich auch der Kollege aus der Firma für sie. Sie gibt ihm eine Chance, hat ein Date mit ihm, muss aber im Bett an jmd. anderen denken. Sie lernt auch Marie immer mehr kennen und stellt fest, dass sie ganz schön was im Köpfchen hat. … Am Ende kommt Miriam mit dem Richtigen zusammen, mehr will ich nicht verraten.

Ich finde das Buch und die Handlung toll. Auch wenn es wieder um eine Geschichte a la: sie ist erfolgreich, aber ohne Mann geht, hat diese doch etwas anderes. Sie zeigt, dass eben auch jmd. der intelligent erscheint, auch seine „dummen Phasen“ hat und Bereiche im Leben hat, wo eben nicht alles perfekt läuft. Die Handlung ist flüssig geschrieben und liest sich einfach gut. Die Szenen sind toll beschrieben, so dass ich sie vor meinem bildlichen Auge sah. Mir gefällt, dass, als Miriam feststellt, wer ihr Mr Right ist, nicht gleich ein Happy End eintritt, sondern noch mal eine „Schleife“ kommt. Das gibt dem Buch mehr Spannung. Interessant fand ich den Abschnitt über die Studie. Ein Zitat ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: „Die Menschen werden net blöder, die Blödheit wird nur besser sichtbar“ (sagte der Kabarettist Frank-Markus Barwasser angesprochen auf soziale Netzwerke wie Facebook und Co). Wie wahr

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Veröffentlicht am 05.08.2026

locker, romantisch und stimmig

Mama mag keine Spaghetti
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Ich habe bereits einige Bücher von Tessa Hennig gelesen und mich deshalb sehr auf diesen Roman gefreut. Schon das Cover hat mich sofort an ihre anderen Bücher erinnert und passt wunderbar dazu. Auch ihrem ...

Ich habe bereits einige Bücher von Tessa Hennig gelesen und mich deshalb sehr auf diesen Roman gefreut. Schon das Cover hat mich sofort an ihre anderen Bücher erinnert und passt wunderbar dazu. Auch ihrem lockeren und leichten Schreibstil ist sie treu geblieben, sodass ich schnell in die Geschichte eintauchen konnte.

Erzählt wird aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren Hanna, Michael und Julia. Die Perspektivwechsel waren mir stellenweise etwas zu kurz bzw. gingen mir manchmal etwas zu schnell. Insgesamt hat das aber gut funktioniert und die Geschichte abwechslungsreich gemacht.

Mir hat die Mischung aus Romantik, Humor und einigen spannenden Momenten sehr gut gefallen. Besonders das Weingut und später Venedig sind so bildhaft beschrieben, dass ich die Schauplätze direkt vor Augen hatte.

Das Ende war für mich zwar etwas vorhersehbar, trotzdem wirkte die Geschichte rund und stimmig. Ich habe mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt

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Veröffentlicht am 28.07.2026

Vielfältiges veganes Kochbuch mit tollen Rezeptideen

Gemeinsam vegan
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Das schön gestaltete Kochbuch zeigt, wie abwechslungsreich und kreativ vegane Küche sein kann. Besonders gefallen haben mir die persönlichen Einblicke der Autorin und die unkomplizierte Art, mit der sie ...

Das schön gestaltete Kochbuch zeigt, wie abwechslungsreich und kreativ vegane Küche sein kann. Besonders gefallen haben mir die persönlichen Einblicke der Autorin und die unkomplizierte Art, mit der sie das Thema vermittelt.

Ich habe einige Rezepte ausprobiert, um zu testen, wie alltagstauglich sie sind. Besonders begeistert haben mich die vegane Paella und die Risotto-Rezepte. Auch nicht ausschließlich vegan essende Gäste waren überrascht, wie lecker die Gerichte sind.

Die Fotos machen Lust aufs Nachkochen und viele Rezepte kommen mit gut erhältlichen Zutaten aus. Kleine Abzüge gibt es für fehlende Zeitangaben bei den Rezepten und die Kennzeichnung mit einer Legende, bei der man immer wieder nachschlagen muss. Symbole direkt beim Rezept wären praktischer gewesen.

Der süße Bereich trifft nicht ganz meinen persönlichen Geschmack – ich bin eher der Typ für Schokolade, Nüsse oder Pudding –, aber auch hier zeigt die Autorin die Vielfalt der veganen Küche.

Insgesamt ein gelungenes Kochbuch mit vielen inspirierenden Rezepten und schönen Ideen für alle, die mehr pflanzlich kochen möchten.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Leichte Wohlfühlgeschichte mit kleinen Schwächen

Fischbrötchen und Salzkaramell
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Das war mein erstes Buch von Jane Hell und es hat  mir gut gefallen.

Das Cover gefällt mir. Es zeigt einen Strand, das Meer, einen gepackten Rucksack, etwas Salzkaramell und eine Flagge, die offensichtlich ...

Das war mein erstes Buch von Jane Hell und es hat  mir gut gefallen.

Das Cover gefällt mir. Es zeigt einen Strand, das Meer, einen gepackten Rucksack, etwas Salzkaramell und eine Flagge, die offensichtlich Eckernförde darstellen soll. Da das Stadtwappen darauf jedoch nicht zu erkennen ist, wirkt sie auf den ersten Blick eher wie die ukrainische Flagge – das hat mich zunächst etwas irritiert.

Es handelt sich um den zweiten Band der Reihe „Fördeliebe“. Die Geschichte ist jedoch in sich abgeschlossen und lässt sich problemlos ohne Vorkenntnisse des ersten Teils lesen.

Die Hauptprotagonistin Katharina ist organisiert, perfektionistisch und lebt für ihren Job. Karriere steht für sie an erster Stelle. Dass ihr Körper irgendwann streikt, überrascht daher kaum: Nach einem Schwächeanfall wird sie von ihrem Arbeitgeber in einen Zwangsurlaub geschickt. Hinzu kommt der Frust darüber, dass ihr immer wieder eine Beförderung in Aussicht gestellt wird, sie Tag und Nacht arbeitet und dennoch nicht befördert wird. Ihr fehle Biss und die nötige Durchsetzungskraft.

Um den Urlaub sinnvoll zu nutzen, meldet sie sich für ein Survivaltraining an. Doch selbst dort kann sie die Arbeit nicht ganz loslassen – ständig wird sie kontaktiert und gebraucht. Ihr Trainer Hannes ist ihr komplettes Gegenteil: Er lebt im Hier und Jetzt, lässt sich nicht von Zahlen und Karriere bestimmen und genießt das Leben. Zwischen den beiden entwickelt sich nach und nach eine schöne Liebesgeschichte. Besonders gefallen haben mir ihre Spitznamen füreinander: Er nennt sie „Workaholicwoman“, sie ihn „Freizeitjoker“. Das passt perfekt zu ihren unterschiedlichen Charakteren.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Allerdings hätte ich mir etwas mehr Atmosphäre und Ortsbeschreibungen von Eckernförde gewünscht. Die Handlung spielt zwar dort, doch der Ort bleibt für mich etwas blass. Der Ausflug nach Dänemark hingegen war so schön beschrieben, dass ich am liebsten sofort selbst dorthin reisen wollte.

An einigen Stellen wirkte die Handlung etwas sprunghaft. So ist beispielsweise noch von einem Protokoll die Rede, das Katharina dringend schreiben muss und plötzlich geht sie mit ihrer Freundin Miri joggen – was aus dem Protokoll geworden ist, bleibt offen. Solche kleinen Übergänge haben mich etwas gestört.

Außerdem bin ich ein großer Fan von Epilogen, die noch einmal einen Blick in die Zukunft werfen. So etwas hätte ich mir auch hier gewünscht. Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu schnell, zu knapp erzählt und ließ noch einige Fragen offen.

Die Themen Leichtigkeit, Aufopferung und Miteinander werden dagegen sehr schön aufgegriffen und vermittelt.

Fazit: Insgesamt ist Fischbrötchen und Salzkaramell eine unterhaltsame Wohlfühlgeschichte mit sympathischen Figuren und einer schönen Botschaft. 

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Nachdenkliche Kurzgeschichten, die im Kopf bleiben

Alles Liebe
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Es war mein erstes Buch von Ronja von Rönne – und sicherlich nicht mein letztes. Schon das Cover hat mir gut gefallen: schlicht, aber dennoch auffällig und passend zum Inhalt. Das Pistaziengrün dominiert, ...

Es war mein erstes Buch von Ronja von Rönne – und sicherlich nicht mein letztes. Schon das Cover hat mir gut gefallen: schlicht, aber dennoch auffällig und passend zum Inhalt. Das Pistaziengrün dominiert, dazu ein Herz mit dem Titel, das von Bändern zusammengequetscht wird – ein Bild, das neugierig macht.
Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Er ist locker, flüssig und angenehm zu lesen, gleichzeitig schafft er es, die Spannung aufrechtzuerhalten und immer wieder neugierig auf die nächste Geschichte zu machen.
Besonders fand ich die Erzählstruktur: Fünf verschiedene Kurzgeschichten aus der Perspektive von fünf unterschiedlichen Menschen, die jeweils ihre ganz eigene Leidensgeschichte erzählen. Die Geschichten haben mich oft berührt, manchmal erschreckt und insgesamt sehr nachdenklich zurückgelassen. Bei einigen Figuren habe ich mich sogar gefragt, ob sie sinnbildlich für Menschen in meinem eigenen Umfeld stehen. Vielleicht sollte man manchmal genauer hinschauen, wenn einem Parallelen auffallen.
Über manche Protagonisten war ich einfach nur erschrocken oder wütend, bei anderen überwog die Sorge. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie leicht Menschen sich in ihrem eigenen Netz aus Gedanken, Lügen und Geschichten verfangen können.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich: Manche Geschichten enden recht offen und lassen Fragen unbeantwortet. Die letzte Geschichte trägt zwar dazu bei, einige Unklarheiten aufzulösen, dennoch hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Abschluss gewünscht.
Insgesamt ist Alles Liebe ein besonderes, nachdenkliches Buch, das noch eine Weile im Kopf bleibt.

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