Profilbild von buchgestapel

buchgestapel

Lesejury Star
offline

buchgestapel ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchgestapel über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2019

Ein Ausflug in Schottlands erste offizielle Buchstadt

Tagebuch eines Buchhändlers
0

Worum geht‘s?
Seit knapp zwanzig Jahren führt Shaun Bythell seinen „Bookshop“ in der schottischen Bücherstadt Wigtown. Im Laufe der Jahre haben große Buchhandelsketten und der Ausbau des Onlinehandels ...

Worum geht‘s?
Seit knapp zwanzig Jahren führt Shaun Bythell seinen „Bookshop“ in der schottischen Bücherstadt Wigtown. Im Laufe der Jahre haben große Buchhandelsketten und der Ausbau des Onlinehandels seinem Geschäft merklich zugesetzt, und der Alltag in einem Buchladen ist weder so gemütlich, noch so entspannt, wie man sich das als Nicht-Buchhändler vielleicht vorstellen würde. In seinem „Tagebuch eines Buchhändlers“ nimmt uns Bythell mit in eine Welt der zerschossenen Kindles, unhöflichen Kunden und dem obligatorisch fetten Kater Captain.


Meine Meinung
Das Cover finde ich schon mal sehr schön gestaltet, es wirkt kuschelig und ich könnte mich speziell in so einer Buchhandlung sicherlich eine halbe Ewigkeit lang aufhalten.

Dass der Autor selbst eine Buchhandlung führt, hat mich auf jeden Fall schon mal neugierig darauf gemacht, wie er die Welt zwischen nervigen Kunden und sinkenden Einkünften wahrnimmt.

Damit, dass die einzelnen Beiträge tatsächlich in Tagebuchform verfasst wurden, hatte ich vor dem Lesen des Buches ehrlich gesagt nicht wirklich gerechnet. Obwohl ich eigentlich kein besonders großer Fan von Tagebuch- oder Chatgeschichten bin, haben mich die teilweise ziemlich kurzen Einträge hier überraschenderweise nicht wirklich gestört. In keinen wirklich Lesefluss, zumindest keinen über eine längere Zeitspanne hinweg kommen zu können, war zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig für mich. Ich habe mich allerdings relativ schnell daran gewöhnt und kam dann auch problemlos durch den Rest des Buchs.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass „Tagebuch eines Buchhändlers“ durch diese meist sehr kurzen Textpassagen gerade für Zeiten einer Leseflaute oder bei kurzen Konzentrationsspannen sehr praktisch sein kann. Man kann ohne viel Mühe auch mal eben kurz etwas lesen und hat trotzdem das „Erfolgserlebnis“ eines beendeten Kapitels bzw. in diesem Fall eines beendeten Tages.

Auch der Schreibstil ist ziemlich locker gehalten, und so würde ich mir auch Shaun Bythell selbst vorstellen. Er selbst hält sich in manchen Situationen für eine ziemlich klischeehaften Buchhändler, zieht aber auch gerne mal über seine Kunden und deren teils seltsame Angewohnheiten her. Insgesamt wirkt er auf mich manchmal ein wenig zynisch, aber das hält sich immer noch so in Grenzen, dass er nicht unsympathisch oder durchgehend herablassend wird.

Während des Lesens und auch nach Beendigung des Buches habe ich mich des Öfteren gefragt, als was für eine Art von Kunde mich Bythell wahrnehmen würde, und ob ich einen Tagebuch- oder Facebookeintrag wert wäre. Ob das aber wirklich ein Kompliment wäre, liegt vermutlich auch im Auge des Betrachters.

Besonders lustig fand ich Nicky, die im „Bookshop“ arbeitet und so ziemlich immer genau das Gegenteil von dem tut, was Bythell zu ihr sagt. Ob sie die gestapelten Bücher erst wegräumen soll, bevor sie eine neue Kiste auspackt, oder ihr Essen nicht einfach im Laden herum liegen lassen soll – Nicky hat meistens einen ausgesprochen plausiblen Grund, warum ihr das absolut unmöglich ist. Bei ihrem „Feinschmecker Freitag“ ist mir teilweise echt schlecht geworden, aber irgendwo war es dann auch schon wieder lustig, was sie so alles an mehr oder weniger Essbarem angeschleppt und im Laden verteilt hat.


Fazit
Eine groß angelegte Storyline oder einen ausgearbeiteten Spannungsbogen hatte das „Tagebuch eines Buchhändlers“ jetzt vielleicht nicht, aber dadurch muss ein Buch ja nicht unbedingt schlecht sein. Ich konnte wirklich oft lachen, sei es über einige echt schräge Kunden, über Nicky, die hin und wieder lieber die Facebookseite an sich reißt, als sich um das Einsortieren und Auspreisen von Büchern zu kümmern, oder über Shaun Bythell selbst, der mit trockenem Humor auf die seltsamsten Fragen antwortet und auch selbst manchmal für die eine oder andere peinliche Situation sorgt.

Wer sich ab und an mal mit einem Buchhändler unterhält, der keiner großen Handelskette angehört, dem werden die von Bythell beschriebenen Probleme seines Geschäfts nicht völlig fremd sein. Dass Onlinehändler und große Buchhandelsgesellschaften den Gewinn kleiner und unabhängiger Buchhandlungen und Antiquariate nicht gerade steigern, ist auch kein Geheimnis.

Trotzdem fand ich es sehr spannend, einmal aus der Perspektive eines solchen „bedrohten“
Geschäfts auf den Buchhandel und das Konsumverhalten unser heutigen Gesellschaft zu blicken.

Was wir daraus lernen können? Sicherlich kann man als eine Absicht hinter dem „Tagebuch eines Buchhändlers“ vermuten, dass wir als Leser und Kunden unser Konsumverhalten auch einmal überdenken sollten, um lokale und unabhängige Buchhandlungen zu unterstützen. Das ist sicherlich nicht verwerflich und für mich persönlich ein Gedanke, auf den ich bei meinen zukünftigen Bücherkäufen hoffentlich vermehrt achten werde.

Insgesamt vergebe ich dafür vier Bücherstapel und überlege, vielleicht auch mal einen Urlaub im schottischen Wigtown zu verbringen.

Veröffentlicht am 27.08.2026

Gewöhnungsbedürftige Office-Romance

A Business Proposal 1
0

Worum geht’s?
Eigentlich hat Shin Hari überhaupt keine Zeit, sich Gedanken um die große Liebe zu machen. Um ihrer besten Freundin ein Blind Date zu ersparen und ein bisschen Geld für ihre Familie zu verdienen, ...

Worum geht’s?
Eigentlich hat Shin Hari überhaupt keine Zeit, sich Gedanken um die große Liebe zu machen. Um ihrer besten Freundin ein Blind Date zu ersparen und ein bisschen Geld für ihre Familie zu verdienen, gibt sie sich jedoch widerwillig als Jin Yeongseo aus – und trifft ausgerechnet auf ihren Chef, den der Gedanke einer Scheinehe viel weniger abschreckt, als sie selbst.


Meine Meinung
K-Dramen waren mir bisher definitiv noch nicht vertraut, da ich weder die Serie zu diesem Buch, noch eine andere aus diesem Genre gesehen habe. Für mich war das vermutlich auch der Grund, warum mich die Geschichte bzw. vor allem ihre Erzählweise schlussendlich nicht ganz so überzeugt hat, wie das für richtige Fans vermutlich der Fall war.

Mit der Erzählweise bin ich ehrlicherweise lange nicht so richtig warm geworden, da der Umgang der Figuren miteinander für mich durchaus gewöhnungsbedürftig war und ich auch mit dem Schreibstil nicht sofort glücklich war. Je weiter die Handlung dann voranschritt, desto höher wurde dann zwar auch mein Lesefluss, hundertprozentig genießen konnte ich die Geschichte aber trotzdem nicht.

Die Figuren waren mir mit Ausnahme von Hari leider ebenfalls nicht wirklich sympathisch, was vor allem an ihrem Umgang miteinander lag. Auch an dieser Stelle vermute ich, dass die kulturellen Unterschiede mir die Nähe zur Geschichte etwas erschwert haben, aber auch mit diesem Wissen haben mich die Charaktere nicht deutlich mehr angesprochen.

Was mich ganz besonders gestört hat, war vor allem das Verhalten der männlichen Figuren, die mir häufig kalt, egoistisch und teils auch übergriffig erschienen. Natürlich trägt auch dieser Umstand zu mehr Drama bei, was für diese Geschichte offensichtlich ganz essenziell war, angenehm zu lesen fand ich diese Männer dadurch aber ebenfalls nicht.

Mit dem Wissen aus diesem Buch bin ich trotzdem gespannt darauf, die Serie zu beginnen, da ich erst danach entscheiden möchte, ob Band zwei nicht vielleicht doch eine Lektüre wert ist. Zeit für Charakterentwicklung sollte somit auf jeden Fall gegeben sein, ob diese dann jedoch auch umgesetzt wird und mir die Geschichte im nächsten Teil besser gefällt, werde ich aber einfach abwarten müssen.


Fazit
Auch wenn mich dieses Buch nicht ganz so begeistert hat, wie ich mir durch den Hype um die Serie eigentlich versprochen hatte, möchte ich die Geschichte noch nicht ganz abschreiben. Mit den Figuren und dem Erzählstil habe ich mich eher schwer getan, da ich aber bis zum Schluss durchgehalten habe, werde ich zumindest die Verfilmung sehen wollen und dann erst entscheiden, ob sich Band zwei für mich lohnen könnte.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 30.07.2026

Düsteres Szenario mit hektischer Auflösung

Darkly
0

Worum geht’s?
Für Dia ist das Sommerpraktikum der legendären Darkly-Stiftung die Chance ihres Lebens. Gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen soll sie sich auf die Spur des letzten und seit Jahrzehnten ...

Worum geht’s?
Für Dia ist das Sommerpraktikum der legendären Darkly-Stiftung die Chance ihres Lebens. Gemeinsam mit sechs anderen Jugendlichen soll sie sich auf die Spur des letzten und seit Jahrzehnten verschollenen Darkly – Spiels machen – und landet dabei mitten in einem Abenteuer, das sie das Leben kosten kann.


Meine Meinung
Das Setting dieser Geschichte war auf jeden Fall sehr ungewöhnlich, weshalb ich mich tatsächlich aus Neugierde gegen das Buch und stattdessen für das Hörbuch entschieden habe. Die Umsetzung hat mir auch grundsätzlich gefallen, lediglich die Geschichte an sich hat mich schlussendlich mit einigen Fragen zurückgelassen, auf die ich eigentlich gerne eine Antwort erhalten hätte.

Die Idee mit den legendären Brettspielen fand ich wirklich cool, insbesondere weil „klassische“ Offline-Elemente so ein seltener Punkt sind, der in einer so hoch technisierten Welt wie unserer traurigerweise schon etwas Besonderes ist.

Die Handlung an sich ist mir dann aber leider etwas zu spät ins Rollen gekommen, da das viele Vorgeplänkel eher weniger mein Interesse geweckt hat und ich eigentlich nur wissen wollte, welche Mysterien hinter dem Praktikum und dem Verschwinden von Louisiana Veda stecken. Bis man dann allerdings überhaupt erst Mal an den Punkt kommt, an dem tatsächlich etwas passiert und die düstere Stimmung aufkommt, vergeht für meinen Geschmack deutlich zu viel Zeit.

Auch mit den Figuren bin ich in dieser Zeit leider nicht wirklich warm geworden, was es mir dann schlussendlich schwer gemacht hat, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Bei sieben Figuren hatte ich außerdem zeitweise gar keinen wirklich Überblick darüber, wer eigentlich wer war und mit welchem Interesse die einzelnen Figuren überhaupt gehandelt haben.

Die Handlung an sich hat mich dann zwar interessiert, schlussendlich aber nicht so wirklich mitgerissen. Solange alles ein wenig mysteriös und bedrohlich gewirkt hat, war ich zwar voll dabei, die Auflösung fand ich aber leider nicht zu einhundert Prozent überzeugend und gerade in ihrem Tempo einfach völlig überzogen dargestellt. Auch den Nachtrag zur weiteren Entwicklung der Ereignisse fand ich eher enttäuschend, da ich den plötzlichen Zusammenhalt der Gruppe nicht logisch fand und die lediglich zusammengefassten Fügungen viel zu zufällig fand. Einen runden Abschluss hat das Ende für mich nicht dargestellt, auch wenn ich die Symbolik von Dias Verhalten natürlich auch erkannt habe und die Botschaft an sich grundsätzlich gut fand.


Fazit
Dieses Buch hatte auf jeden Fall Potenzial, welches ich aber schlussendlich nicht ganz ausgeschöpft sehe. Ohne die Auflösung hätte mich die Handlung daher vermutlich etwas mehr begeistern können, da ich vielversprechende Ansätze und spannende Szenarien erlebt habe, die mir das irgendwie ungeschickt konstruiert wirkende Ende leider etwas vermiest hat.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.05.2026

Grundsätzlich spannende Story mit etwas zu viel Dehnung

Eisnebel
0

Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors ...

Worum geht’s?
Theodora weiß eigentlich nicht mal ihren richtigen Namen, als sie auf Connor trifft und sich unsterblich verliebt. Die beiden wollen heiraten, müssen vorher jedoch das Kennenlernen mit Connors Familie überstehen – und die scheint alles daran zu setzen, die beiden auseinander zu bringen und Theodora dazu zu bringen, das Familienanwesen in den Bergen so schnell wie möglich zu verlassen.


Meine Meinung
Diese Geschichte fand ich auf jeden Fall grundsätzlich spannend, die Umsetzung hätte für meinen Geschmack aber durchaus ein wenig flotter vonstatten gehen dürfen. Insbesondere zu Beginn plätscherten die Geschehnisse meiner Meinung nach etwas zu gemütlich dahin, weshalb ich selbst bei doppelter Geschwindigkeit des Hörbuchs Probleme dabei hatte, mich wirklich auf die Handlung zu konzentrieren.

Die Charaktere blieben dabei für mich etwas zu blass, da selbst Protagonistin Theodora irgendwie keine wirklich greifbare Figur wurde. In gewisser Weise spiegelte das zwar ihre eigene Verlorenheit und Unwissenheit über ihre Vergangenheit wider, authentisch wurde ihr Charakter so für mich aber leider nicht dargestellt. Auch ihr Partner Connor und seine Familienmitglieder hatten in meinen Augen nicht genug Substanz, was es mir angesichts der eher unterschwelligen Spannung recht schwer gemacht hat, einen Verdacht hinsichtlich eines möglichen Täters zu hegen.

Auch das Setting kam meiner Meinung nach nicht so zur Geltung, wie es eigentlich wünschenswert gewesen wäre. Der einsame Berg und der Schneesturm haben auf mich ehrlicherweise gar nicht so bedrohlich gewirkt, auch wenn ich die Stimmung ganz grundsätzlich eigentlich gut beschrieben fand. Darüber hinaus waren auch die Spannungsmomente eher spärlich verteilt, was zwar grundsätzlich das Potenzial für überraschende Wendungen geboten hätte, mir aber in der Umsetzung beim Hören ehrlicherweise keinen Schauer über den Rücken gejagt hat.

Gestört hat mich am Ende auch tatsächlich der Epilog, der in meinen Augen einfach nicht hätte sein müssen. Die Auflösung an sich war keine allzu große Überraschung, insbesondere vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Personenkreis ohnehin unglaublich eng gehalten wurde und man somit gar nicht besonders viel Auswahl hinsichtlich des Täters und dessen Motiv hatte. Wirklich zufrieden war ich nach dem Hören dieses Buches aber ehrlicherweise so einfach nicht, denn das Potenzial für atemlose Spannung und eine wirklich bedrohliche Grundstimmung wurde meiner Meinung nach leider verschenkt.


Fazit
Für mich war diese Geschichte insgesamt eher ein bisschen durchschnittlich, wenn auch grundsätzlich mit einigen spannenden Momenten. Der Handlungsbogen hätte dabei allerdings durchaus etwas straffer aufgebaut sein dürfen, denn mein Interesse an der Geschichte hat unter den kleinen Längen und den eher nichtssagenden Figuren doch etwas gelitten, auch wenn sich die Sprecherin durchaus bemüht hat, das Buch zu einem interessanten Hörerlebnis zu machen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ein (vorerst) recht gelungener Abschlussband

Verraten
0

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich ...

Worum geht’s?
Carl wähnt sich mitten in einem Albtraum, als er plötzlich verhaftet wird und in Untersuchungshaft landet. Der Koffer voll mit Drogen und Geld auf seinem Dachboden gehört zwar eigentlich nicht ihm, doch weder die Justiz, noch seine Vorgesetzten wollen ihm das glauben. Als dann auch noch ein Kopfgeld auf ihn angesetzt wird, kann er die Schlinge um seinen Hals schon spüren – und muss gemeinsam mit seinem Team alles daran setzen, seine Unschuld zu beweisen.


Meine Meinung
Auch wenn ich mich mit den letzten Teilen der Reihe etwas schwerer getan habe, als das zu Beginn der Fall war, mochte ich das Team aus dem Sonderdezernat Q immer wirklich gerne. Dem Abschlussband habe ich daher durchaus mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegengesehen, denn insbesondere so lange Reihen und ihre Charaktere wachsen mir irgendwann fast schon zwangsläufig ans Herz.

Der Spannungsbogen war mir persönlich hier fast schon ein wenig zu sprunghaft, was meiner Meinung nach vor allem daran lag, dass es immer wieder Rückbezüge auf alte Fälle und Ereignisse gab, die als Erinnerungsstützen zwar sicherlich ganz nett sind, dabei aber definitiv nicht für einen Neueinstieg in die Reihe geeignet waren. Der eigentliche Fall bekam daher meiner Meinung nach auch nicht die Aufmerksamkeit, die er eigentlich verdient hätte, was es mir stellenweise wirklich nicht leicht gemacht hat, mit Konzentration bei der Sache zu bleiben. Nichtsdestotrotz wollte ich natürlich wissen, wie die Geschichte für Carl und sein Team ausgeht, weshalb ich mich beim Lesen definitiv nicht durchgehend gelangweilt habe.

Die Figuren sind bei zehn Bänden natürlich ein ganz elementarer Bestandteil der Reihe, die mir fast noch wichtiger sind als die Handlung an sich. Ganz rund fand ich das Gesamtbild auch in diesem Punkt leider nicht, was aber vermutlich einfach daran lag, dass die Geschichte um das Sonderdezernat Q mittlerweile dann doch weitestgehend auserzählt ist. Ich habe das Buch daher insgesamt eher als nettes Wiedersehen mit alten Bekannten gelesen, was ich als Abschluss der Reihe dann insgesamt doch recht nett, wenn auch nicht überragend gut fand.


Fazit
Auch wenn dieses Buch meiner Meinung nach nicht unbedingt das Rad neu erfindet, fand ich es als Abschlussband dieser langlebigen Reihe durchaus gelungen. Fans der Charaktere werden hier sicherlich noch einmal Freude beim Lesen haben, als Einstieg in die Reihe eignet sich diese Geschichte allerdings eher weniger.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.