Ein spannender Krimi mit Nachhall
Wer mit den Wölfen heultIn dem zweiten Krimi dieser Canterbury-Reihe beweist die ermittelnde Therapeutin Lily Brown, wie hartnäckig, clever, mutig, engagiert und kompetent sie zwei Fälle im beruflichen Umfeld bewältigt, aber ...
In dem zweiten Krimi dieser Canterbury-Reihe beweist die ermittelnde Therapeutin Lily Brown, wie hartnäckig, clever, mutig, engagiert und kompetent sie zwei Fälle im beruflichen Umfeld bewältigt, aber wie unsicher und emotional sie im Privatleben auftritt, was sie sehr menschlich macht.
Der erste Erzählstrang widmet sich dem Mobbingfall Martin Gordon nebst seiner in Frage gestellten Diensttauglichkeit. Der Korpsgeist und kriminelles, sexuelles Fehlverhalten innerhalb vieler Polizeibehörden stehen im Mittelpunkt.
Im zweiten Strang wird das Phänomen des plötzlichen Kindstodes thematisiert mit der jungen Jerry Hoover als Therapiefall in ihrer Praxis in Canterbury.
In zwei Teilen über sieben Monate im Jahr 2019 geht es auch um das Privatleben der Hauptperson Lily Brown meist im Zusammenhang mit dem Profiler Dan Baker.
Hauptsächlich aus Lilys Perspektive werden schlüssige Fakten aus tatsächlichen Cold Cases verarbeitet, was teilweise schockierend wirken kann, vor allem in diesem unglaublichen Komplott innerhalb der Polizei. Die Atmosphäre in den jeweiligen Szenen, ob nun im Pub Three Lions, in den diversen Polizeidienststellen, in Lilys Praxis oder Wohnung, auf dem Ausflugsschiff King George etc. wird realistisch und bildlich klar eingefangen
Gewidmet ist dieser Krimi allen mutigen Frauen und Männern, die trotz Gruppendruck, Bedrohung, Mobbing und Ausgrenzung ihre Meinung gegen bedrohliche Mächte vertreten, wenn sie dies für gerechtfertigt halten, damit Gerechtigkeit und Fairness eine Chance haben in unserer Gesellschaft.