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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2026

Zwischen Magie, Geheimnissen und moralischen Grauzonen

The Darkest Academy 1 – Bones
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Lucinda Cross lebt seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern auf den Straßen der Unterstadt. Als sie unerwartet eine Einladung nach Vorgoth, der Akademie der dunkelsten Künste, erhält, verändert ...

Lucinda Cross lebt seit dem gewaltsamen Tod ihrer Eltern auf den Straßen der Unterstadt. Als sie unerwartet eine Einladung nach Vorgoth, der Akademie der dunkelsten Künste, erhält, verändert sich ihr Leben. Dort erwarten sie gefährliche Mitschüler, tödliche Prüfungen, Magie und jede Menge Geheimnisse. Doch schon bald wird klar, dass auch Lucindas eigene Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Schon nach den ersten Kapiteln hat mich The Darkest Academy – Bones in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist sehr düster, geheimnisvoll und spannend. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen und wollte immer wissen, wie es weitergeht.

Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre rund um Vorgoth. Die Akademie ist ein außergewöhnlicher und geheimnisvoller Ort, an dem hinter jeder Ecke etwas Unerwartetes lauern könnte. Für mich hatte die Geschichte stellenweise etwas von einem Mix aus „Harry Potter“ und „Flammengeküsst“, allerdings deutlich düsterer und mit wesentlich mehr moralischen Grauzonen.

Auch die Charaktere fand ich sehr interessant. Sie sind kantig, authentisch und vielschichtig. Hier gibt es kein klares Gut und Böse, denn jeder trägt seine eigenen Geheimnisse und eine dunkle Vergangenheit mit sich. Einen einzelnen Lieblingscharakter habe ich nicht, dafür gab es mehrere Figuren, bei denen ich mitgefiebert habe.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus Lucindas Perspektive erzählt, aber auch andere Charaktere kommen zu Wort. Die wechselnden Perspektiven haben mir gut gefallen, da man dadurch mehr Zusammenhänge versteht und tiefer in die Geschichte eintauchen kann.

Bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich zunächst die Triggerwarnungen gelesen und war ehrlich gesagt nicht sicher, ob die Geschichte etwas für mich sein würde. Einige Themen sind wirklich schwer und teilweise sehr intensiv. Umso positiver war ich überrascht, wie gut die Autorin damit umgeht. Nichts wirkte auf mich unnötig oder übertrieben, sondern fügte sich stimmig in die Handlung ein. Dadurch konnte ich mich schnell auf die Geschichte einlassen und hatte trotz der schweren Themen einfach Spaß am Lesen.

Gerade die moralischen Grauzonen, die vielen Geheimnisse und die überraschenden Entwicklungen haben für mich den besonderen Reiz ausgemacht. Ich habe mit Lucinda mitgefiebert und wollte immer wieder nur noch ein Kapitel lesen.

Für mich ist The Darkest Academy – Bones ein sehr gelungener, düsterer und atmosphärischer Auftakt, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 17.07.2026

Sommer, Familie und eine zauberhafte Liebesgeschichte

The Summer of Broken Rules
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*5 von 5 Sternen

Meredith reist mit ihrer Familie nach Martha's Vineyard, um die Hochzeit ihrer Cousine zu feiern. Eigentlich sollte es eine unbeschwerte Woche werden, doch die Rückkehr an diesen besonderen ...

*5 von 5 Sternen

Meredith reist mit ihrer Familie nach Martha's Vineyard, um die Hochzeit ihrer Cousine zu feiern. Eigentlich sollte es eine unbeschwerte Woche werden, doch die Rückkehr an diesen besonderen Ort fällt ihr schwer. Vor anderthalb Jahren hat sie ihre Schwester Claire verloren und überall werden Erinnerungen an sie wach. Während des traditionellen Familienspiels lernt Meredith den charmanten Wit näher kennen. Zwischen gemeinsamen Erlebnissen, Familienchaos und vielen emotionalen Momenten merkt sie langsam, dass das Leben trotz aller Trauer auch wieder Platz für Glück bereithält.

Dieses Hörbuch hat mich von Anfang an begeistert. Die Geschichte verbindet eine wunderschöne Sommerromanze mit ernsteren Themen wie Trauer, Verlust und Neuanfang. Gerade diese Mischung hat mir unglaublich gut gefallen. Es ist ein leichtes Wohlfühlbuch, das gleichzeitig auch emotional berührt.

Meredith war mir sofort sympathisch und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Besonders ans Herz gewachsen ist mir aber Wit. Er bringt viel Humor und Leichtigkeit in die Geschichte und harmoniert einfach wunderbar mit Meredith. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ganz ohne Hektik und genau das hat sie für mich so besonders gemacht.

Ein echtes Highlight war für mich außerdem das Familienspiel "Killer". Ich hatte richtig viel Spaß dabei, die einzelnen Runden zu verfolgen. Das Spiel sorgt immer wieder für witzige Situationen und bringt zusätzlich Spannung in die Handlung.

Auch das Setting auf Martha's Vineyard hat mir richtig gut gefallen. Man bekommt sofort Lust auf Sommer, Familie, gemeinsame Abende und unbeschwerte Urlaubstage. Gleichzeitig zeigt das Buch sehr einfühlsam, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen und dass es in Ordnung ist, sich Zeit für einen Neuanfang zu nehmen.

Als Hörbuch hat mir die Geschichte ebenfalls sehr gut gefallen. Leonie Landa liest mit einer angenehmen, gefühlvollen Stimme und hat die Emotionen der Figuren wunderbar transportiert. Lediglich am Anfang musste ich mich aufgrund der vielen Familienmitglieder etwas konzentrieren, bis ich alle Personen richtig zuordnen konnte. Danach war ich aber komplett in der Geschichte angekommen.

Für mich war
The Summer of Broken Rules* ein wunderschönes Sommerhörbuch mit liebenswerten Figuren, viel Gefühl, einer tollen Familienatmosphäre und einer romantischen Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 13.07.2026

Eine faszinierende Welt aus Drachen und Metallen

When Dealing With Dragons. Drachengold
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Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ...

Nachdem Farren ausgerechnet ihren größten Rivalen James Murphy bei einem Drachenrennen das Leben gerettet hat, muss dieser seine Verletzung auf dem Gnadenhof ihrer Familie auskurieren. Für Farren ist das eine Katastrophe, denn James' Anwesenheit bedroht ein streng gehütetes Geheimnis, das nicht ans Licht kommen darf. Als James schließlich die Wahrheit erfährt, ist ausgerechnet er derjenige, der Farren seine Hilfe anbietet. Doch gemeinsam ein Geheimnis zu bewahren, während nach außen hin alles für gegenseitige Abneigung spricht, ist leichter gesagt als getan.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und sehr bildhaft. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht und habe mich von Anfang an in der Welt der Drachen wohlgefühlt. Besonders das Worldbuilding hat mich begeistert. Die Idee, Drachen mit unterschiedlichen Metallpanzern auszustatten und diese mit den verschiedenen Schmiedeklassen zu verbinden, fand ich unglaublich kreativ und erfrischend. Dieses Konzept hebt das Buch für mich von vielen anderen Fantasygeschichten ab.

Auch die Charaktere haben mich schnell überzeugt. Farren ist mutig, mitfühlend und setzt alles daran, ihre Drachen zu beschützen. James mochte ich ebenfalls sehr. Hinter seiner zunächst arroganten Fassade steckt deutlich mehr, als man anfangs vermutet, und gerade seine Entwicklung im Laufe der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Dass Farren und James noch recht jung sind, hat mich dabei überhaupt nicht gestört, weil ihre Gefühle und ihr Handeln jederzeit nachvollziehbar wirkten.

Besonders gefallen hat mir außerdem, dass die Geschichte weit mehr bietet als eine Liebesgeschichte. Neben der sich langsam entwickelnden Beziehung sorgen Geheimnisse, gesellschaftliche Unterschiede und immer wieder eingestreute Hinweise dafür, dass man beim Lesen miträtselt und eigene Theorien entwickelt. Genau das hat mir besonders viel Spaß gemacht.

Emotional konnte mich das Buch ebenfalls vollkommen abholen. Vor allem die Szenen rund um die Drachen haben mich mehrfach berührt und gezeigt, dass sie hier nicht nur Fantasywesen sind, sondern echte Lebewesen mit einer ganz eigenen Persönlichkeit. Gerade diese Momente haben der Geschichte noch einmal mehr Tiefe verliehen.

When Dealing With Dragons ist für mich eine gelungene Mischung aus Fantasy, Romantik, Spannung und einer außergewöhnlichen Drachenwelt. Ich habe jede Seite gerne gelesen und würde jederzeit wieder in diese faszinierende Welt eintauchen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Drachen, gelungene Fantasywelten und eine langsam entstehende Liebesgeschichte mögen.

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Veröffentlicht am 26.06.2026

Eine Enemies-to-Lovers-Geschichte, die sich echt anfühlt

All the things I didn't say
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Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen ...

Sadie Wen gilt als das perfekte Mädchen: ehrgeizig, höflich, Klassenbeste und Schülersprecherin. Doch hinter der perfekten Fassade sieht es ganz anders aus, denn all ihren Frust lässt sie in E-Mail-Entwürfen heraus, die eigentlich niemals jemand lesen sollte. Als genau diese Nachrichten plötzlich in Umlauf geraten, steht ihr gesamtes Leben Kopf – und ausgerechnet ihr Rivale Julius Gong scheint dabei eine größere Rolle zu spielen, als sie zunächst erwartet hätte.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich anfangs etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden. Vor allem Sadie blieb für mich zu Beginn recht schwer greifbar und auch die Charaktere wirkten anfangs eher etwas flach. Zudem hatte ich leider Probleme mit dem Schriftbild, da die Schrift für meinen Geschmack wirklich sehr klein war und dadurch meinen Lesefluss etwas beeinträchtigt hat.

Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr konnte mich das Buch überzeugen. Spätestens nach dem Leak der E-Mails wurde es deutlich spannender und ich war viel stärker in der Handlung drin. Besonders die Dynamik zwischen Sadie und Julius hat mir unglaublich gut gefallen. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, glaubwürdig und ohne überhastete Gefühle – genau so, wie ich es mir bei einer guten Enemies-to-Lovers-Geschichte wünsche.

Was mir dabei besonders positiv aufgefallen ist: Obwohl beide mit der Zeit immer mehr Gefühle füreinander entwickeln, bleibt ihre Rivalität trotzdem bestehen. Sie streiten sich weiterhin, provozieren sich gegenseitig und geben ihren Gefühlen eben nicht sofort nach. Gerade dadurch wirkte ihre Beziehung unglaublich authentisch und keineswegs künstlich dramatisch oder überstürzt.

Vor allem Julius mochte ich sehr gerne und mit der Zeit habe ich auch Sadie immer mehr ins Herz geschlossen. Besonders schön fand ich, dass ihre Entwicklung nicht plötzlich passiert, sondern sich Schritt für Schritt entfaltet. Der Slow Burn wurde hier wirklich konsequent bis fast zum Ende durchgezogen – und genau deshalb hat sich das Liebesgeständnis am Ende auch absolut verdient angefühlt.

Insgesamt hat mich das Buch nach einem etwas holprigen Start am Ende vollkommen überzeugt. Wer glaubwürdige Enemies-to-Lovers-Dynamiken, langsame Annäherungen und viel unterschwellige Spannung zwischen den Charakteren liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Für mich war es letztendlich ein richtig schönes YA-Highlight mit einer Romance, die sich angenehm echt angefühlt hat.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Ein Buch, das mich immer wieder überrascht hat

Weil sie lügt
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Nach dem Verschwinden ihrer Schwester Juli steht Annas Leben plötzlich komplett Kopf. Als ausgerechnet ihr Vater unter Mordverdacht gerät, wird die Situation für die Familie immer belastender. ...

Nach dem Verschwinden ihrer Schwester Juli steht Annas Leben plötzlich komplett Kopf. Als ausgerechnet ihr Vater unter Mordverdacht gerät, wird die Situation für die Familie immer belastender. Während Anna verzweifelt nach Antworten sucht, stößt sie auf immer mehr Ungereimtheiten und Geheimnisse. Schnell wird deutlich, dass die Wahrheit viel komplizierter ist, als sie zunächst geglaubt hat.

Besonders gut gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig noch ein Kapitel weiterlesen möchte. Gleichzeitig schafft es die Autorin, immer wieder neue Fragen aufzuwerfen und die Spannung durchgehend hochzuhalten. Gerade diese Mischung aus Spannung, Atmosphäre und immer neuen Verdachtsmomenten hat dafür gesorgt, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.

Auch die Figuren haben mir insgesamt sehr gut gefallen. Vor allem Anna konnte ich über weite Strecken gut nachvollziehen. Man spürt, wie sehr sie unter dem Verschwinden ihrer Schwester leidet und gleichzeitig versucht, für ihre Familie stark zu sein. Besonders gelungen fand ich, dass die Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet sind. Mit jeder neuen Information verändert sich der Blick auf einzelne Figuren und ihre Motive, sodass man seine Einschätzungen immer wieder überdenken muss.

Die Autorin streut im Verlauf der Geschichte immer wieder neue Hinweise und Verdachtsmomente ein, sodass ich während des Lesens ständig neue Theorien entwickelt habe. Kaum war ich überzeugt, einer Lösung auf der Spur zu sein, wurde diese wenig später wieder infrage gestellt. Besonders gelungen fand ich, wie sich nach und nach einzelne Puzzleteile zusammenfügen, ohne dass die eigentliche Auflösung zu früh vorhersehbar wird.

Am meisten überrascht hat mich die Auflösung. Während des Lesens hatte ich verschiedene Vermutungen und andere Personen im Verdacht, aber mit dieser Entwicklung habe ich überhaupt nicht gerechnet. Gerade deshalb hat die Auflösung für mich sehr gut funktioniert. Im Nachhinein ergeben viele Dinge Sinn, aber während des Lesens hat die Autorin die entscheidenden Hinweise geschickt verborgen.

Natürlich hat die Geschichte auch ein paar kleinere Schwächen und es gab einzelne Momente, die ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Das hat meinen Lesegenuss aber kaum beeinträchtigt. Insgesamt wurde ich von der ersten bis zur letzten Seite hervorragend unterhalten, habe mitgerätselt, mitgefiebert und meine Theorien immer wieder über den Haufen werfen müssen. Gerade die überraschende Auflösung, die vielschichtigen Figuren und die Themen Schuld, Verantwortung und die Folgen von Entscheidungen haben dafür gesorgt, dass mich die Geschichte auch nach dem Zuklappen des Buches noch beschäftigt hat.

Für mich ist „Weil sie lügt“ ein spannender und atmosphärischer Thriller, der mit zahlreichen Wendungen aufwartet und es immer wieder schafft, den Leser auf eine falsche Fährte zu locken. Wer gerne miträtselt und Geschichten mag, bei denen nicht alles so ist, wie es zunächst scheint, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.

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