Roadtrip zu sich selbst...
Vielleicht vertraue ich dir morgen»Vielleicht vertraue ich dir morgen« ist ein berührender Liebesroman über Selbstwert, Vertrauen und die leise Kraft des Neubeginns. Eine Geschichte wie ein leises Meeresrauschen – sanft, gefühlvoll und ...
»Vielleicht vertraue ich dir morgen« ist ein berührender Liebesroman über Selbstwert, Vertrauen und die leise Kraft des Neubeginns. Eine Geschichte wie ein leises Meeresrauschen – sanft, gefühlvoll und lebendig.
Wieder geht es direkt in die Handlung, diesmal zu Carin Ana Bernhold (44), aber auch Lydia aus dem ersten Teil, ist mit dabei, als neue Nachbarin wieder in Tübingen. Carin steht gerade in einem Lebensumschwung. Neue Wohnung, Job aufgegeben und Reflexion ihres Lebens. Lydia schlägt Carin ein Coaching bei Lotte in Menorca vor. Zwar ist sie nicht sofort begeistert, aber dennoch lässt sie sich darauf ein. Als Mitfahrgelegenheit bekommt sie den Fotografen Malte Helling (48), der mit Leon, dem Sohn von Lotte befreundet ist. Und so beginnt ein Roadtrip bis nach Menorca. Auf der Hintour mit spanischen Einflüssen. Und ab da beginnt eigentlich schon Carins Reise zu sich selbst, denn sie wächst über sich hinaus, reflektiert und wird mutiger. Malte und Carin harmonieren gut und Malte gibt ihr da nötige Selbstvertrauen und ist ein entspannter Zuhörer und auch Ratgeber. Angekommen bei Lotte geht es dann noch ins Eingemachte, bevor die Rücktour über Südfrankreich ansteht.
Carin hat auf dem Weg nach Menorca schon selbst mit sich aufgeräumt. Sie ist Mutter zwei erwachsener Töchter. In Ihrer Rolle als Tochter und Ex-Frau hat sie sich immer gedrängt gefühlt und wurde in Schubladen gesteckt. Erst mit der Befreiung und mit der Verarbeitung dieser beiden Lebensabschnitte konnte sie sich wieder frei und neu finden. In ihr steckt eine lebensfrohe und großartige Frau, die sich nun ihren Träumen stellen kann. Die Handlung spielt sich über einen sehr kurzen aber intensiven Zeitraum ab. Neben starken und auch eigenwilligen Charakteren, zarten Gefühlen, einem bunten und wunderschönen Roadtrip durch Frankreich und Spanien und der Landschaft in Menorca, gibt es viele schmunzelnde Momente. Es geht leicht trotz der Ernsthaftigkeit mit der Vergangenheitsbewältigung zu und gewohnt berührend sowie herzlich zu.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, mit einem herrlichen Wortspiel und mit einem amüsanten Humor versetzt. Man liest sich fließend leicht von einem zum nächsten Kapitel, die unterschiedlicher Leselänge sind. Diese tragen kleine passende Überschriften. Die Geschichte wird aus der Sicht von Carin in der Ich-Perspektive wiedergegeben. Die mitwirkenden Charaktere ergeben ein wunderbares buntes Bild ab. Es geht herzlich, auf Augenhöhe sowie neckend zu.
Das Buchcover ist einfach nur traumhaft schön.
Mein Fazit: Ein humorvoller, gedankenanregender und lebendiger Roman zwischen dem traumhaften Menorca und weiteren spanischen sowie französischen Einflüssen.