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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2023

Lehrreiches, kleines Buch – nicht nur für Kinder!

Mein erster Naturführer, Was fliegt denn da?
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Allein schon das liebevoll gestaltete Cover machte bei mir richtig Lust auf dieses Buch. Und nicht nur bei mir! Meine beiden Nichten, drei und fünf Jahre alt, sind total begeistert!
Das Buch vermittelt ...

Allein schon das liebevoll gestaltete Cover machte bei mir richtig Lust auf dieses Buch. Und nicht nur bei mir! Meine beiden Nichten, drei und fünf Jahre alt, sind total begeistert!
Das Buch vermittelt durch schöne und informative Zeichnungen Wissen zu 16 heimischen Vogelarten. Da hab selbst ich noch etwas dazu gelernt. Daher empfehle ich den Naturführer auch gerne für Erwachsene!
Was mir weiterhin besonders gut am Buch gefällt, ist die Haptik. Es hat nicht nur eine schöne, kompakte Größe, sondern auch etwas dickere Seiten, die für kleine(re) Kinder sehr gut geeignet sind, weil die Seiten nicht so schnell einreißen.
Die Beschreibungen der Vögel sind sehr gut gelungen. Nicht nur werden die Merkmale an Zeichnungen der Tiere gut dargestellt (auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern), sondern auch, wo ich am ehesten die Vögel beobachten kann und welche Alleinstellungsmerkmale sie besitzen. "Was fliegt denn da?" ist ein definitiv ein Naturführer für die ganze Familie!

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Veröffentlicht am 22.08.2026

Porträt eines eher unbekannten Fotografen

Der Fotograf Fred Stein
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"Der Fotograf Fred Stein" von Daniel Siemens beleuchtet einen in Deutschland eher weniger bekannten Fotografen, der im Dritten Reich gezwungen war, erst nach Paris und später in die USA auszuwandern. Dort ...

"Der Fotograf Fred Stein" von Daniel Siemens beleuchtet einen in Deutschland eher weniger bekannten Fotografen, der im Dritten Reich gezwungen war, erst nach Paris und später in die USA auszuwandern. Dort wurde er zu dem Fotografen, dessen Werke bis heute so bekannt sind, etwa sein Porträt von Albert Einstein. Neben Porträts sind vor allem seine Straßenfotografien für mich herausragend.

Daniel Siemens hat für mich ein akribisch dokumentiertes Porträt des Fotografen geschrieben, dass sich jedoch an manchen Stellen zu sehr in Details aus dem zeitgeschichtlichen Rahmen verliert. Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Sachbuch, das den Lesenden den Fotografen näherbringt.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Spannender Krimi mit ein wenig zu viel Ecken und Kanten

Strandopfer
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"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss ...

"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss hin für meinen Geschmack ein wenig die Logik verloren ging. Der Fall ist spannend und bis zur Auflösung wusste ich selbst nicht, wie das Ganze ausgeht. Dabei wurde ich selbst beim Lesen mit meinen eigenen Vorverurteilungen konfrontiert, was dann auch zu den beiden ermittelnden Hauptfiguren passte. Lena Schuldt und Adam Krawczyk versuchen, einen Kriminalfall zu lösen, und schaffen es dabei nicht, ihre eigenen Gedanken, Vorurteile und Vorverurteilungen außer Acht zu lassen. Das liest sich trotz des flüssigen Schreibstils dann stellenweise ein wenig zu behäbig (etwa, wenn Lena zum gefühlt x-ten Mal nachts um ihre Übernachtungsmöglichkeit schleicht, weil sie sich bedroht fühlt).
An sich finde ich es nicht schlecht, dass Frank Goldammer Figuren mit Ecken und Kanten in seinen Romanen porträtiert (man denke hierbei nur an die Bruch-Romane). In "Strandopfer" wurde es mir aber stellenweise zu viel, weil das Fortkommen der Geschichte für mich darunter litt. Keine der im Roman vorkommenden Figuren war mir außerdem ansatzweise sympathisch. Mich stört dies beim Lesen nur bedingt, aber ich kann mir vorstellen, dass dies den einen oder anderen Leser verschreckt.

Insgesamt ein solider und spannender Krimi, der aber nur bedingt für alle Krimifans empfehlenswert ist, da nicht jeder und jede ein Ermittlerduo mag, das sich nicht wirklich versteht.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Von Pflanzen, Wurzeln und Menschen

Ein Ort, der bleibt
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"Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes hat ein sehr schön gestaltetes Cover, das mich von Beginn an in den Bann des Romans zog.

Die Autorin versteht es sehr gut, drei Zeitebenen in diesem Roman zu beschreiben ...

"Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes hat ein sehr schön gestaltetes Cover, das mich von Beginn an in den Bann des Romans zog.

Die Autorin versteht es sehr gut, drei Zeitebenen in diesem Roman zu beschreiben und diese mit vielen Details zu versehen. Sie nutzt hierfür eine berichtartige Sprache, die ein schnelles Lesen ermöglicht. Insgesamt habe ich durch diesen Roman viel über die türkische und die deutsche Geschichte gelernt. Auch die Beschreibungen von Pflanzen, deren Mutationen und Standortbedingungen gefielen mir recht gut und wurden gut mit den jeweiligen Schicksalen der einzelnen Hauptpersonen verknüpft. Entwurzelung, Neuansiedlung und Veränderungen betreffen in diesem Roman Pflanzen und Menschen gleichermaßen. Dies hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Dennoch blieben die einzelnen Protagonistinnen und Protagonisten für mich ein wenig blass. Ein wenig mehr Gefühlstiefe und dafür etwas weniger Details und Umfang hätten dem Roman meiner Meinung nach gutgetan.

Insgesamt ist "Ein Ort, der bleibt" ein solider Roman, der viele interessante Informationen zwischen knapp 500 Buchseiten packt, inklusive Porträts der im Roman vorkommenden realen Figuren am Ende des Buchs. Empfehlenswert für Fans historischer Romane, die gerne viele Details beim Lesen mitnehmen möchten.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannend und rätselhaft

Nordlicht - Das fremde Gesicht
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"Nordlicht – Das fremde Gesicht" ist bereits der siebte Band aus Anette Hinrichs Reihe, in dem im deutsch-dänischen Grenzgebiet ermittelt wird. Dabei ermitteln auf deutscher Seite Vibeke Boisen und auf ...

"Nordlicht – Das fremde Gesicht" ist bereits der siebte Band aus Anette Hinrichs Reihe, in dem im deutsch-dänischen Grenzgebiet ermittelt wird. Dabei ermitteln auf deutscher Seite Vibeke Boisen und auf dänischer Rasmus Nyborg. Obwohl es sich um eine Krimireihe handelt, lässt sich dieser Band auch ohne Kenntnisse der vorhergehenden Bücher gut lesen, da auf wichtige Punkte der vorherigen Bände eingegangen wird. Die Printausgabe wartet außerdem in der Klappe mit Kurzporträts der beiden Hauptfiguren auf. Ich selbst habe die Reihe bisher lose gelesen, je nachdem, ob mich der jeweilige Fall gereizt hat, und konnte dem Verlauf von "Das fremde Gesicht" sehr gut folgen.

Anette Hinrichs hat mit dem siebten Band der Reihe einen sehr spannenden Krimi vorgelegt, der an realen Schauplätzen spielt und dadurch sehr authentisch wirkt. Hinzu kommt das Ermittlerpaar, das Ecken und Kanten aufweist und somit für mich auch nicht so "glatt" oder "perfekt" wirkt, sondern nahbar. Zudem hat die Autorin einen flüssigen Schreibstil, der ein schnelles Lesen und einen guten Einstieg in die Handlung ermöglicht. Anette Hinrichs schaffte es überdies mühelos, Orts- und Zeitwechsel zu vollziehen, ohne dass ich den roten Faden beim Lesen verloren habe.

Der Fall im Krimi wirkt zudem nicht konstruiert, sondern die Geschehnisse sind für mich schlüssig, sodass ich auch hier mit gespannter Freude weitergelesen habe. Ein insgesamt sehr gelungener Kriminalroman, der nicht nur Fans der Reihe, sondern auch Neulinge für "Nordlicht" begeistern dürfte.

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