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Veröffentlicht am 09.12.2018

Fällt mir schwer, zu bewerten

NSA - Nationales Sicherheits-Amt
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Die Protagonisten und ihre Geschichte

Helene Bodenkamp ist Programmiererin beim NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt. Sie uns ihre Kolleginnen sorgen mit ihren Programmen dafür dass die Menschen im Dritten ...

Die Protagonisten und ihre Geschichte

Helene Bodenkamp ist Programmiererin beim NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt. Sie uns ihre Kolleginnen sorgen mit ihren Programmen dafür dass die Menschen im Dritten Reich völlig überwacht werden können. Als ihre große Liebe Fahnenflucht begeht, unternimmt sie alles, was in ihrer Macht steht, um ihn zu schützen.

Eugen Lettke ist der Antiheld. Ein machtgeiler Unsympath, der sein Wissen geschickt ausnutzt, um ans Ziel zu gelangen. Er will mit allen Mitteln vermeiden, eingezogen zu werden und an der Front kämpfen zu müssen.

Meine Gedanken zum Buch

Auf den ersten Seiten beschreibt Andreas Eschbach auf welchem technischen Stand die Welt in seiner Geschichte ist. Man darf sich das so vorstellen, dass er eine Ebene geschaffen hat, in der das Dritte Reich auf die Technologie der heutigen Zeit trifft. Computer (Komputer), das Internet (Weltnetz), Smartphones (Volkstelefon) und einiges mehr existieren und sogenannte Programmstrickerinnen sorgen dafür, dass mittels Datenauswertungen die totale Überwachung möglich ist.

Im ersten Part des Buches zeigt der Autor z.B. auf erschreckende Weise auf, wie es mit dieser Technik ein Leichtes gewesen wäre, herauszufinden, welche Familien Juden verstecken. Achtung Spoiler: Als im Roman dadurch das Versteck von Anne Frank und ihren Eltern auffliegt, ist mir die Verknüpfung von Realität und Fiktion das erste Mal so richtig bewusst geworden. Auch im weiteren Verlauf des Romans hat Andreas Eschbach immer wieder tatsächliche Ereignisse in die Handlung einfließen lassen.

Soweit, so gut, danach folgt ein Rückblick auf das bisherige Leben der beiden zukünftigen Protagonisten, der für mein Empfinden viel zu ausschweifend war und mich stellenweise gelangweilt hat, so dass ich damit begonnen habe, einige Passagen nur noch quer zu lesen.

Später konnte Andreas Eschbach mich wieder faszinieren. Er arbeitet unter anderem mit der Beklemmung, die ein Roman, der das Dritte Reich thematisiert, wahrscheinlich automatisch mit sich bringt, erzählt die Geschichte zweier völlig unterschiedlicher Protagonisten und von den Problemen dieser Welt, wie wir sie von damals aber auch heute kennen. Leider gibt es auch hier wieder Längen.

Das Gegenteil ist allerdings am Ende der Fall. Dort macht der Autor einen Rundumschlag und lässt seine Geschichte dann innerhalb von wenigen Seiten enden. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir die Frage gestellt, ob die maximale Seitenzahl vielleicht bei 800 lag und das Buch deswegen so Knall auf Fall zum Schluß kam. Außerdem war ich fast schon bestürzt darüber, wie der Autor seine Geschichte enden lässt und musste das Finale erst einmal verdauen.

Mit fällt es schwer, NSA zu bewerten. Die Idee hinter diesem Buch hat mich sehr fasziniert, weswegen ich sehr neugierig war. Aber die Umsetzung hat meine Erwartungen nur phasenweise erfüllen können. Auch die Längen des Romans und das Ende für mich unbefriedigende Ende haben einen faden Beigeschmack hinterlassen, der meine zeitweise Begeisterung zum Teil noch überlagert hat.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Ganz nett für zwischendurch, mehr aber auch nicht

Sommer mit Aussicht
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Luisa wurde als Kind adoptiert. Jahrzehnte später nimmt ihre leiblichen Mutter Regina Kontakt mit ihr auf und will sie kennenlernen. Sie lebt mittlerweile in der Provence ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Luisa wurde als Kind adoptiert. Jahrzehnte später nimmt ihre leiblichen Mutter Regina Kontakt mit ihr auf und will sie kennenlernen. Sie lebt mittlerweile in der Provence und bewirtschaftet dort eine kleine Pension. Als Luisa sich auf den Weg zu Regina macht, wird sie von ihrer Adoptivmutter Elisabeth und ihrem Mann Stefan begleitet, von dem sie getrennt lebt. Während Stefan schon wieder in einer neuen Beziehung lebt, weiß Elisabeth noch nicht einmal, dass die beiden getrennt sind.

Auch Stefan scheint das plötzlich verdrängt zu haben, denn er bemüht sich schon zu Beginn der Reise merklich um Luisa. Kompliziert wird es, als auch Nicolas, Interesse signalisiert, ein Franzose, der der kleinen Reisegruppe aus der Patsche hilft, als ihr Auto liegen bleibt…

Meine Gedanken zum Buch
Zu Beginn des Buches hat mir Luisa leid getan, da ich an ihrer Stelle von Elisabeth und Stefan sehr genervt gewesen wäre, doch spätestens nach dem ersten Drittel war Luisa diejenige, die mich genervt hat, weil ihr Verhalten überhaupt nicht nachvollziehbar war. Ich will nicht zuviel verraten, aber sie handelt meines Erachtens gegen jeglichen Verstand.

Leider konnte mich die Geschichte auch nicht wirklich berühren und stellenweise habe ich ganze Absätze überflogen, weil mir die Ausführungen zu langatmig waren.

Vielleicht hätte der Roman mit Elisabeth als Protagonistin mehr hergegeben, sie erhält einen eigenen Handlungsstrang und der ist durchaus unterhaltsam zu lesen. Wenn man sich erstmal an ihre schlauen Sprüche gewöhnt hat, entdeckt man eine Frau, die in einem etwas reiferen Alter nochmal eine neue Herausforderung sucht (oder eher findet), das hat mir gut gefallen.

Das Buch ist insgesamt ganz nett für zwischendurch, aber überzeugen konnte es mich nicht,

Veröffentlicht am 05.08.2018

Die Sprecherin konnte mich überzeugen, der Rest leider nicht

Hello Sunshine
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Sunshine Mackenzie ist über die sozialen Medien zu einem Star geworden. Woche für Woche steht sie in ihrer Küche und lässt sich für YouTube dabei filmen, wie sie neue ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Sunshine Mackenzie ist über die sozialen Medien zu einem Star geworden. Woche für Woche steht sie in ihrer Küche und lässt sich für YouTube dabei filmen, wie sie neue Kreationen am Herd schafft.

Doch an ihrem 35, Geburtstag macht jemand der Öffentlichkeit zugänglich, dass „ihre“ Rezepte gar nicht von ihr stammen. Ihr Mann lässt sie sitzen, ihre Freunde brechen den Kontakt ab, der Verleger ihrer Kochbücher und ihr Manager trennen sich von ihr und so wagt Sunshine in einem Städtchen an der Küste einen Neuanfang.

Meine Gedanken zum Buch
Ein wunderbares Jahr von Laura Dave hatte mir gut gefallen und deswegen habe ich mich sehr auf diese neue Geschichte der Autorin gefreut, deren Klappentext auch vielversprechend klang. Doch leider konnte mich „Hello Sunshine“ nicht richtig überzeugen.

Was hatte ich erwartet? Nach dem Lesen des Klappentextes dachte ich, dass die Protagonistin ihre Rezepte gestohlen hat, dass es zu einem Skandal in der Öffentlichkeit kommt, vor dem sie flieht und dass sie sich in einem Küstenstädtchen weit weg von New York, dem Ort ihrer größten Niederlage, etwas Neues aufbaut.

Tatsächlich ist es so, dass nichts an Sunshine Mackenzie echt ist, ihr Leben ist ein einziges Lügengebäude ist. Die mühsam konstruierte Vergangenheit, eine Lüge, ihre Rezepte, die sie übrigens nicht geklaut hat, sondern die für sie von einer anderen Frau kreiert werden, eine Farce, ihr Fremdgehen, ein Schlag ins Gesicht für ihren Ehemann Danny.

Hinzu kommt, dass das „Küstenstädtchen“ ihre Heimatstadt in den Hamptons ist, wo sie bei ihrer Schwester unterkriechen möchte, mit der sie aber im Streit auseinander gegangen ist und die sie am liebsten wieder loswerden möchte. Und das „Neue“, dass sie sich aufbauen möchte, ist nicht etwa ein neues Leben, die Protagonistin versucht vielmehr, herauszufinden, wer hinter den Veröffentlichungen steckt, die sie zu Fall gebracht haben und arbeitet gleichzeitig daran, sich eine neue Karriere als Social-Media-Star aufzubauen und sich ihre Verträge zurückzuerobern.

Es mag sein, dass ich damit schon zu tiefe Einblicke in die Handlung gebe, etwas, dass ich in Rezensionen gerne vermeide, aber ich finde, der Klappentext ist diesbezüglich eher irreführend und man sollte als potentieller Leser wissen, auf was man sich einlässt.

Mit der selbstdarstellerischen Protagonistin, die nicht weiß, wann sie verloren hat, bin ich nicht warm geworden und viele der Nebencharaktere sind mir zu oberflächlich geblieben. Heraus sticht nur Sunshines bezaubernde, hochbegabte Nichte Sammy, die ihre Tante ein wenig erden kann.

Was ich der Geschichte zugute halten muss, sie war nie langweilig, die Autorin hat es durchaus geschafft, mich mit Wendungen zu überraschen. Auch die Sprecherin Britta Steffenhagen konnte mich einmal mehr überzeugen und hat das Hörbuch zu einem Erlebnis gemacht. Doch das reicht nicht für mich als drei Sterne.

Veröffentlicht am 15.04.2018

Nett, aber nicht mehr

Seidengeflüster - Gibt's dich, Mr. Right?
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Die Protagonistin und ihre Geschichte
Lisa steht kurz davor, ihren Traum zu verwirklichen und zum SEK zu wechseln. Ihren Mann fürs Leben hat sie allerdings noch nicht gefunden und im Grunde rechnet sie ...

Die Protagonistin und ihre Geschichte
Lisa steht kurz davor, ihren Traum zu verwirklichen und zum SEK zu wechseln. Ihren Mann fürs Leben hat sie allerdings noch nicht gefunden und im Grunde rechnet sie auch nicht damit, im Urlaub auf Mallorca mehr Glück zu haben, aber einem Date ist sie nie abgeneigt. Dass ihre eindeutigen Aufforderungen allerdings zu Telefonsex mit einem Unbekannten führen, damit hatte sie nicht gerechnet.

Meine Gedanken zum Buch
Die Geschichte ist nett, mehr aber leider nicht. Für einen Erotikroman ist die Handlung zu „harmlos“, für einen Liebesroman fehlen die großen Gefühlen. Der Klappentext ist irreführend, weil der Mann mit der sexy Telefonstimme nur eine untergeordnete Rolle spielt und Lisa sich mit zwei anderen Männern vergnügt.

Am Ende des Buches hing ich in der Luft, fragte mich, ob es ein Cliffhanger sein soll und habe dann gelesen, dass „im September“ der zweite Teil erscheint. In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Buch im Mai 2017 erschienen ist, hätte ich „September“ auf das Jahr 2017 bezogen, aber gefunden habe ich Teil 2 nirgends.

Warum Lisas Beruf eine so große Rolle spielt, dass er immer wieder erwähnt wird, hat sich mir auch nicht erschlossen, vielleicht klärt sich das in Teil 2. Mich konnte das Buch allerdings nicht dazu motivieren, die Fortsetzung auf meine Wunschliste zu setzen.

Vielleicht hätte ich mehr als drei Sterne vergeben, wenn es die ganze Geschichte in einem Buch gegeben hätte, so bin ich etwas ernüchtert und bleibe bei „nett, aber nicht mehr“.

Veröffentlicht am 10.03.2018

Konnte mich nicht überzeugen

Nichts drin
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Zum Inhalt
Die Kommissare Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg leben und arbeiten im südlichen Schwarzwald. Aktuell ermitteln sie in zwei Fällen, eine junge Mutter hat sich im Hotzenwald umgebracht ...

Zum Inhalt
Die Kommissare Alexandra Rau und ihr Kollege Isidor Rogg leben und arbeiten im südlichen Schwarzwald. Aktuell ermitteln sie in zwei Fällen, eine junge Mutter hat sich im Hotzenwald umgebracht und ein Banker ist aus seinem Bürofenster in Freiburg gesprungen. Doch handelt es sich wirklich um zwei Selbstmorde? Oder hatte noch jemand seine Finger im Spiel.

Meine Gedanken zum Buch
Der Krimi begann sehr zäh und er endete auch so. Mehr als 100 Seiten lang musste ich auf etwas warten, das mich auf einen Spannungsbogen hebt und mich mitfiebern lässt. Doch auch in diesem Mittelteil habe ich einige Passagen übersprungen, die mir schlichtweg viel zu ausführlich beschrieben haben, oftmals handelten die Passagen von Etymologie, mit der Isidor sich beschäftigt, Entwicklungen aus der Finanzwelt, die selbst ich, die ich in diesem Bereich arbeite, als langweilig empfinde oder von Homöopathie, die gegen Ende eine wesentliche Rolle in diesem Krimi einnimmt.

Was mir sehr gut gefallen hat, war die Idee der „Mordwaffe“, hier kann ich nicht mehr verraten ohne zu spoilern, aber das war für mich völlig neu, etwas Vergleichbares habe ich bisher in keinem Buch entdeckt. Was mir gar nicht gefallen hat war, dass einige Male etwas passiert, was nicht zu Ende geführt wird und dadurch auch keinen Sinn ergibt. Auch hier muss ich kryptisch bleiben, um nicht zu viel zu verraten.

Für dieses Buch habe ich mich entschieden, weil ich – wie die Autorin – im südlichen Schwarzwald, direkt an der Grenze zur Schweiz – geboren und aufgewachsen bin. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das direkt in meiner Heimat spielt und deswegen war ich sehr gespannt. Allerdings kam ich mir recht veralbert vor, als die Ermittler beim zweiten Fall nach Freiburg gerufen wurden. Zwischen der Dienststelle in Waldshut und dem Tatort in Freiburg liegen mindestens 80 km und fast 90 Minuten Fahrzeit. Selbst für einen Austausch unter den Dienststellen war mir das zu unrealistisch.

Der Mittelteil war nicht übermäßig spannend aber zumindest interessant angelegt. Die Idee zum Plot war sehr ungewöhnlich. Beide Punkte zusammen ergeben immerhin noch drei von fünf Sterne, aber überzeugen konnte mich dieser Krimi nicht.